Hannes Permagarten Blog

Aussaatzeiten und Tips für angehende permakulturelle Selbstversorger

Zukunftsfähige Lebensraumgestaltung? 29. Juni 2018

Filed under: Permakultur — permagarten @ 18:31
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Hallo liebe Permagarten-Freunde,Extensivbeet Ende Juni

Wenn Ihr regelmäßig meinen Permagarten-Blog verfolgt, dann könnt Ihr Euch bestimmt noch daran erinnern, als ich das Projekt Tiny House für unsere Familie ankündigte. Eine tolle Firma war gefunden, die uns unsere Wägen nach Maß bauen wollte. Die Zimmerei Pletz. Der Plan ist gezeichnet, die Kosten kalkuliert. Geplant war 100 % Autarkie. Ein eigener Wasserkreislauf mit Vorfilterung, Klärteich und Wasserfiltern der Firma Seccua, Strom mit Photovoltaik und Stromspeichern. Ein festes Mittelteil hätte die drei Wägen optisch verbunden, so dass man auch trocken, von einem zum anderen hätte gehen können. Wir hatten uns schon total auf Minimalismus eingestellt, begonnen auszumisten.Engültiger Plan

Doch wir leben in Deutschland und als Seminarort und Familie mit drei Kindern war es uns auch wichtig, das alles seine Richtigkeit hat, auch in rechtlicher Hinsicht. Wir gingen also, unterstützt mit dem Bürgermeister vor Ort, zum Landratsamt, um eine Vorberatung zu bekommen und um zu wissen, was für die Einreichung einer Genehmigung so alles vonnöten ist.

Und dann platzte unsere schöne Blase, der Traum vom autarken, nachhaltigen Leben in der Natur. Wie bereits erwähnt, wir leben in Deutschland. Man ist verpflichtet sich an das Kanalnetz anzuschließen. Man ist verpflichtet, sich an das Trinkwassernetz anzuschließen. Das Gelände, auch wenn es bereits vom landwirtschaftlichen Grund in Gartengrund und in die Ortsabrundung mit eingebunden worden ist, ist nicht erschlossen. Diese „Erschließung“ würde uns zusätzlich um die 80.000 € kosten. Da es sich aber um Pachtgrund handelt, ist dies für uns hinfällig. Es interessiert hier auch nicht, dass es mein Firmengelände ist und es wichtig wäre, wenn ich vor Ort auch Leben könnte. Dies spielt keine Rolle.Äpfel mit Regentropfen

Wir hatten uns dann noch informiert, in Sachen Sonderkulturen im landwirtschaftlichen Bereich, z. B. auf ein Feld eine Aquaponic-Kultur einzurichten (in Gewächshäusern). Auch dies würde uns nicht genehmigt werden, weil wir nicht “privilegiert“ genug sind. Das heißt im Klartext: Wenn wir einen großen landwirtschaftlichen Betrieb besäßen, wären Sonderkulturen kein Problem. Dies spielt auch keine Rolle, ob es sich um ökologische zukunftsfähige Projekte handeln würde, oder nicht. Dies erklärt auch, dass große landwirtschafliche „privilegierte“ Betriebe, Massentierhaltungsställe mitten in die Pampa setzen dürfen, wir aber unsere mobilen Wägen nicht mal in unseren Pachtgarten. Übrigens brauchen auch TÜV-zugelassene Wägen, wenn sie länger als  3 Monate am gleichen Platz stehen und bewohnt sind, eine Baugenehmigung, und die bekommt man nur auf erschlossenen Baugrundstücken, und das ist auch nicht sicher! Die Stadt Zwiesel ist z. B. der Meinung ein Tiny House würde nicht ins Ortsbild passen! (Anderer Fall, anderer Besitzer, Tiny House wurde supertoll selbst gebaut!) Dies möcht ich hier aber nicht näher ausführen, mein Hals schwillt nämlich schon wieder an!

So, jetzt sitzen wir wieder da. In unmittelbarer Nähe meines Waldgartens gibt es nicht einmal Bauplätze. Leistbare Wohnungen, die ökologisch einigermaßen vertretbar sind, auch kaum. Alte leerstehende Häuser gäbe es, doch die Bewohnbarkeit ist nicht mehr gegeben, oder die Eigentümer weigern sich sie zu vermieten oder zu verkaufen. Rein seelisch und moralisch häng ich grad wieder total in den Seilen.

Der Lichtblick ist mein Waldgarten.

Die Bäume hängen voller Früchte, wir schwelgen gerade noch voll in den Beeren, wie Himbeeren in rot, gelb und schwarz, die Johannisbeeren unterschiedlicher Farben,  Josta, Stachelbeeren, Taybeeren. Bald kommen die japanischen Weinbeeren. Die Felsenbirnen und Erdbeerenzeit ist nun leider zu Ende, doch auch diese beschenkten uns heuer sehr reichlich.

Das Gemüse wächst herrlich heran und auch wenn mein großes Folien-Gewächshaus noch nicht fertig ist, die Tomaten gedeihen auch in den Töpfen.Zucchinischwemme

Mein Trost, um positiv in die Zukunft sehen zu können, ist, dass sich zum Glück immer mehr Universitäten und Studenten mit dem Thema Waldgarten auseinandersetzen. Waldgärten bieten ein Auskommen, bieten Lebensmittel in Hülle und Fülle, eine Vielfalt ohne Gleichen und das Allerwichtigste,  Waldgärten bieten Vögeln und Insekten, Igel, Reptilien, Wieseln und weiteren einen Lebensraum. Es sind Oasen, in denen sich das Leben abspielt, das anderswo bereits nicht mehr zu finden ist. In der landwirtschaflichen  Kulturlandschaft und in den sterilen Siedlungsgärten der Wohnsiedlungen jedenfalls haben die meisten dieser Tiere kaum noch Platz. Die Zeit wird knapp. Wir brauchen noch jede Menge solcher ökologischer Oasen, um die Artenvielfalt zumindest einigermaßen erhalten zu können. Umso mehr freut es mich, dass Markus Gastl für seinen Hortus Insectorum und die Gründung des Hortus Netzwerkes mit der Bundesverdienstmedaille ausgezeichnet wurde! Auch freut es mich, dass der erste essbare Wildpflanzenpark in der Oberpfalz eingeweiht wurde! Mehr dazu auf www.ewilpa.net.

Unsere Politik könnte auch mal  in´ s Nachbarland Frankreich  schauen, um sich positive Beispiele zu holen, wie z. B. die Vorschrift, dass auf Industriegebäuden, die meist Flachdächer sind, Gründächer mit blühenden Gründachmischungen gedeihen und zusätzlich zu einem positiveren Kleinklima beitragen. Dies würde den Insektenschwund bei uns in Deutschland auch um einiges aufhalten können. Zusätzlich wird  mittlerweile in 3 französischen Städten  das Pilotprojekt der Haushühner durchgeführt. Jeder Haushalt bekommt ein Huhn geschenkt. Wohnblocks haben dann einen Gemeinschaftshühnergarten. So wird der Biomüll um 75 % reduziert. Das Huhn als produktiver Abfallverwerter. So kann sich auch das Verhältnis vom Stadtmenschen zu diesem  tollen Nutztier wieder verbessern. Die Lösung läge auch im Essverhalten der Menschen. Die Zauberworte wären Regional und Saisonal. Warum brauchen wir im Winter Tomaten und Gurken? Warum im Sommer Bananen? Viele Landwirte würden ihre Bewirtschaftungsweise umstellen, könnten sie sicher sein, dass eine Direktvermarktung ab Hof funktionieren würde, bzw. von den Leuten angenommen werden!

Es ist eine Schande, dass die Trennung von Natur und Mensch immer weiter voran schreitet! Doch Hauptsache, es ist dabei immer alles schön sauber und nach außen hin heile Welt, so dass ja keiner sehen kann, was hinter der Fassade los ist, rein bildlich gesprochen.

Ich schreibe normal immer lieber über Positives, über tolle Ergebnisse, über schon Erreichtes und Lösungen. Doch auch ich hab von Zeit zu Zeit Frust. Mein Paradies ist leider nur einen Hektar groß und ich muss es täglich verlassen. Tragt mir dies bitte nicht nach.

 

Das nächste Mal bekommt Ihr wieder positivere Meldungen, versprochen.

Eure Hanne

 

 

 

 

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Ein Garten wird zum wilden Urwald 6. Juni 2018

Filed under: Uncategorized — permagarten @ 16:35

Hallo liebe Permagarten – Freunde,

es gibt viel zu tun momentan, deswegen entschuldigt bitte, dass ich im Mai nichts von mir hören hab lassen. Es ist zur Zeit wirklich paradiesisch und wir sind schon voll am Ernten! Banner-nutzgarten-160x600

Ich möchte Euch gleich noch auf den Nutzgarten-Onlinekongress hinweisen, der vom 14. bis 21. Juni läuft. Dort wird unter vielen weiteren Fachleuten, auch ein halbstündiges Interview mit mir dabei sein. Wenn Ihr also Lust habt, mich und z. B. noch Dr. Markus Strauß, Sepp Holzer, Michael Hartl und Lisa Pfleger, Karl Ploberger und viele viele weitere mehr zu sehen und zu hören, dann macht mit!

Mir wächst zur Zeit bereits wieder alles um die Ohren, und über mich hinaus usw. Doch es ist herrlich. Die Beerenzeit beginnt mit Maibeeren, Erdbeeren und Felsenbirn“beeren“. MaulbeereAuch die Maulbeeren werden reif und als Hühnerselbstfütterungssystem sieht man in den Hühnergehegen momentan die Hühner sehr sportlich hochspringen! Die mittleren Maulbeeren sind für uns und die oberen gehören den Amseln und Drosseln. Und die sind wirklich fleißig! So ist immer genug für alle da 😉Glucke mit 6 Küken

Das sollte generell im Garten auch immer bedacht werden. Alles so pflanzen, dass genug für alle da ist! Sowohl für uns, als auch für die Schnecken, die Igel, die Eidechsen, die Wildbienen und Hummeln, die Florfliegen, Marienkäfer, Ohrwürmer, Schmetterlinge, Vögel usw. Sobald man jedoch die Jagd eröffnet, z. B. mit Schneckenkorn, verändert man das sich selbst enfaltende ökologische Gleichgewicht und Druck erzeugt ja bekanntlich Gegendruck. Mit diesen Giftstoffen werden nämlich auch natürliche Feinde der spanischen Wegschnecke erlegt. Der Tigerschnegel und die Weinbergschnecken. Natürlich dauert es, dieses ökologische Gleichgewicht aufzubauen. Es braucht auch viel Geduld, wenn sich da Horden von Schnecken über die geliebten Pflänzchen hermachen. In der Übergangszeit ist es deshalb auch gut Pflanzen in den Garten zu holen, an denen die Schnecken kein Interesse haben. Wie z. B. die mauretanische Malve oder die chin. Gemüsemalve, die sich auch hervorragend als Salate eignen. Auch Ringelblumen sind toll, ausdauernde Kresse, Haferwurz, Rucola usw. Außerdem bieten sich ja noch alle Wildpflanzen an. Der Löwenzahn und über den Sommer der Wiesenpippau, der reichlich blüht und Blätter treibt. Eine Salatvariation die vom Geschmack an Zichoriensalate erinnert.

Übrigens solltet Ihr jetzt im Juni auch schon wieder an den Herbst denken! Die Herbstsalate sind dran mit der Aussaat. Endivien, Zuckerhut, Chinakohl usw.

Ihr bekommt jetzt hier einfach noch ein paar Waldgartenimpressionen in Bildform. Das ist doch Ok, oder?

Genießt den Sommer und vielleicht habt Ihr ja auch mal Lust einen Kurs oder eine Waldgartenführung bei mir zu besuchen. Ihr findet dazu alle Infos auf www.mienbacher-waldgarten.de

Eure Hanne

 

 

 

Schwelgen im Frühlingsparadies 12. April 2018

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

der letzte Eintrag kam noch aus dem Schnee, mittlerweile sieht es komplett anders

Koreakirsche

Koreakirsche, reichlich von Bienen besucht

aus! Man kommt kaum zu seiner Arbeit, immer mit dem Fotoapparat, da was Neues, dort was Neues, einfach unmöglich!!! Die Radieschen, der Spinat, die ersten Salate, alles schon im Beet. Die Dauerhaften machen mir am meisten Freude. Welche Dauerhaften? Na, die Winterheckezwiebel, die Etagenzwiebel, die ausdauernde Kresse, das Lauchscheibenschötchen, der Meerkohl, der Rhabarber, der kaukasische Rankspinat, all die lieben Kräuterleins und natürlich die Wilden! Ganz lecker jetzt der Löwenzahn, das Lauchhellerkraut, die Vogelmiere, die jungen Brennesseln, die jungen Austriebe des Baldrians, usw. Auch der Bärlauch legt jetzt so richtig los!

Mirabelle

Mai

Die Bienen, die Schmetterlinge, aber vor allen Dingen die Hummeln, sie summseln und brummseln. Die Vögel halten Hochzeit und haben sich die schönsten Brutstellen bereits ausgekämpft. Die ersten Bäume blühen, den Start hat die Koreakirsche hingelegt, gefolgt von der Mirabelle, jetzt kommt die Schlehe und wahrscheinlich folgt ihr die Felsenbirne. Irgendwie läuft mir, wie übrigens jedes Jahr, mal wieder die Zeit davon. Mit dem Pikieren der Tomaten und Paprika bin ich gerade erst fertig geworden. Also wer Pflanzen von mir möchte, der kann natürlich über den http://www.waldgartenprodukte.de Shop bestellen, ausgeliefert wird jedoch auf alle Fälle erst im Mai! Wie jedes Jahr werden die Pflanzen dies wieder perfekt aufholen.

Mairose

Maibeeren in voller Blüte

Seid auch bitte nicht traurig, wenn nicht alles im Shop lieferbar ist, im Zweifelsfall fragt einfach mal per Mail nach. Ich schaffe es einfach nicht alles auf einmal, das heißt, der Garten geht momentan einfach vor!

Auch bei den Tieren tut sich so einiges. Natürlich sind die ersten Küken bereits geschlüpft. Deutsche Sperber,

Küken

Küken von Vorwerk, deutschen Sperbern und blauen Bresse

blaue Bresse und 2 Vorwerk. Die ersten Häschen sind quirlig ohne Ende. Sie sind jetzt schließlich bereits 6 Wochen alt und voll aktiv. Die nächsten Häschen werden hoffentlich bis Mitte Mai da sein. Die Enten legen auch schon fleißig und unsere Wollschweine fühlen sich sauwohl und sehen aus, wie so richtige Schweine! Also schlammverklebt bis oben hin. Wobei sich das mit dem sonnigen Frühlingswetter auch schon wieder gegeben hat. Den ganzen Tag bräuchten sie allerdings jemanden zum Kuscheln.

Haserl

Helle Großsilber-Häschen

Ich denke, jetzt ist bald Zeit die neue Hängematte auszuprobieren! Ob ich es heuer schaffe, mich mehr hinein zu legen? Wahrscheinlich eher nicht, doch die Kinder werden ihre helle Freude daran haben!

Seid Ihr auch schon fleißig im Garten? Zur Zeit gibt es für´s Gemüt nichts besseres. Kein Radio, kein Katastrophen-Fernsehen, keine Dramas, Garten beruhigt Nerven!!!

Bärlauch

Langsam aber sicher vermehrt sich der Bärlauch im Lindenwäldchen

Somit wünsche ich Euch eine herrliche Frühlingszeit, nutzt die Wildkräuter und wenn Ihr sie nicht kennt, dann kommt zu meinen Kräuterexpeditionen oder macht eine Ausbildung bei Dr. Markus Strauß! Die beste Krisenvorsorge ist es, Wissen zu sammeln! Und ins TUN zu kommen! Also auf geht´s, hinaus in die Natur!

Und übrigens, achtet beim Kleidungskauf auf Naturfasern. Wer möchte sich denn schon gerne in Plastik packen, oder?

Bis dann,

Eure Hanne vom Mienbacher Waldgarten

 

Kalter Frühling und so viel vor 1. März 2018

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

Mädelsjede Nacht minus 14 Grad Celsius. Ok, in Sibirien würden sie mich wohl auslachen, aber meine Tiere frieren. Nun gut, die Hühner sind putzmunter, aber die Enten haben kalte Füße und die Häsin, die ich neu gekauft hab und bereits gedeckt war, konnte ihren ersten Nachwuchs nicht genug wärmen. Die Holzarbeiten im Garten hab ich momentan auch eingestellt, wegen den Hunden. Sie wollen dabei sein, frieren aber dann. Somit heißt es einfach abwarten, bis es wieder etwas wärmer wird. Die Sonne tut ja täglich ihr Bestes!

Selbst hab ich auch drinnen genug zu tun. Kurse vorbereiten, tüfteln, wie ich mein Frühbeet baue, mit was beginne ich heuer im Gewächshaus? Dazu noch etwas entrümpeln und Platz schaffen, das ist immer gut. Später kommt man sowieso nicht mehr dazu. Es ist jetzt auch noch ideal um sich guten Lesestoff zu holen und sich auf die Saison vorzubereiten.

Heistinger BioGemüsegartenAndrea Heistinger hat wieder ein tolles Buch geschrieben. Zusammen mit der Arche Noah, wie bereits so oft. Ein Buch, das mich echt begeistert hat. Anfängern kann es die Anschaffung von vielen weiteren Büchern ersparen, Fortgeschrittenen in der Selbstversorgung gibt es neue Anregungen und Motivation. Ein richtiger Rundumschlag, der alles beinhaltet, was ein Selbstversorger so zu beachten hat. Das Zuckerl obendrein: es ist auch für Stadtgärtner, Gemeinschaftsgärtner oder für Menschen gedacht, die vielleicht mit dem Gedanken spielen einen Gemeinschaftsgarten innerhalb einer Stadt/Siedlung zu gründen oder mit zu machen, um ihre Grundversorgung mit Lebensmitteln zu sichern. Einfache Stichpunktsammlungen und Tabellen stellen das notwendigste Wissen praktisch dar. Ein Buch, das trotz der vielen Wissensvermittlung anregt sofort zur Tat zu schreiten. Das Buch ist übrigens bei mir im Shop oder im regionalen Buchhandel erhältlich!

KürbisDraußen finden wir ja momentan noch nichts essbares. Da heißt es, gut, dass man Vorräte eingelagert hat. In der Küche werden bei uns zur Zeit die Kürbisse nach und nach weggeschlachtet. Diese sind ein herrliches Selbstversorger-Gemüse. Und jede Sorte ist anders! Ob als Rohkost, wie der weiße Gartenkürbis im Bild, oder als Gemüsebeilage, als Kürbisbrei oder für Bratlinge, Brot und Kuchen. Die Verwendung ist gigantisch vielfältig! Dabei darf der Kürbis nicht kühl überwintert werden, er mag es, bei uns im Wohnraum zu sein. Allseits im Blickfeld, schön dekorativ und sofort schlachtbereit ;-).

Der Wetterbericht meldet bald wärmer, bis dahin, mummelt Euch gut ein und plant das Gartenjahr. Übrigens, die Verwendung von Mondkalendern hilft Euch, alles auszusäen und zu planen. Mein Favorit ist dabei: Aussaattage nach kosmischen Rhythmen vom OLV-Verlag. Mit vielen wertvollen Tipps am Rande!

Bis bald,

Eure Hanne vom permakulturellen Mienbacher Waldgarten

 

Wollschweine, Waldgartenzeitschrift und Baumschnitt 28. Januar 2018

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

Bessehahn

Bresse Gauloises le bleu

jetzt sind wir eigentlich schon wieder voll in Aktion! Die Vögel pfeifen jetzt Ende Januar bereits die schönsten Lieder, das lockt bereits jetzt die Bäume zu beschneiden! Ein bisschen lass ich mir damit schon noch Zeit, aber die Pionierbäume im Waldgarten, die Weiden, die wilden Hartriegel, auch einige Ahorn sind bereits so groß, dass sie den Kulturbäumen Licht wegnehmen. Sie werden herausgeschnitten, bzw. auf Stock gesetzt. Auf Stock setzen? So nennt man es, wenn ein Baumstumpf von so ca. 40 cm Höhe stehen bleibt, um wieder ausschlagen zu können. So enstehen viele gerade Stangen, die wieder vielseitig Verwendung finden können.Das wird meine Hauptarbeit im Februar sein. Natürlich auch neben den ersten Ansaaten im Haus von Paprika, Peperoni, Zwiebel, Lauch und Co. Ein Frühbeet möcht ich auch noch bauen, mal sehen, ob ich das zeitlich hin bekomme. Im Gewächshaus wird jedenfalls schon ausgesät werden. Ich denke da an die ersten Salate, Kopfsalat, Asiasalat und Rauke. Wenn die vorgezogenen Kohlrabi und Blumenkohl im Haus schon soweit sind, kommen auch diese ins Gewächshaus. Wer solche geschützte Anbauflächen hat, kann heuer bereits sehr früh beginnen!

Wolli in Gemeinschaft

Unsere Nutztier Arche wächst auch stetig. Letzten Freitag konnten wir endlich Wolli beim ffressenunseren jungen Eber holen. Im bayerischen heißt  ein Eber „Bär“. Unser Bär heißt „Wolli“. Ein süßer kleiner viereinhalb Monate alter, noch zurückhaltender Wollschweineber. Nach einem Tag beschnuppern im abgegrenzten Bereich, haben ihn Mimi, Linchen und Schmuddel im Gehege begrüßt, als hätte er schon immer dazugehört. Jetzt ist unsere Schweinegruppe komplett! Nächstes Jahr dürfte schon der Nachwuchs rumwuseln. Auch bei den Kaninchen haben wir uns noch Zuwachs geholt. Eine einjährige, bereits gedeckte Castor-Rex-Dame. Ich habe sie Rehlein„Rehlein“ genannt, weil sie so herrlich rehbraun ist. Die Rasse Rex gehört zu den Kurzhaarkaninchen, ihr Fell ist wie dicker Samt. Wenn das Wetter so mild bleibt, werden wir auch bald den Brutapparat anschmeißen. Die Hühner legen bereits wieder sehr gut! In der Erhaltungszucht haben wir heuer die deutschen Sperber, die Vorwerk und die blauen Bresse Gauloises. Ebenso wollen wir uns wieder um die Vermehrung der Orloff bemühen.

Die neue Waldgartenzeitschrift ist auch schon versandfertig. Noch nie war ich so früh Titelbild komplettdran! Dafür habe ich mir auch nur ein Thema vorgenommen. Eines, dass so viele bewegt: Permakultur im Hausgarten zur größtmöglichen Selbstversorgung. Es ist DinA5 groß, hat 50 Seiten, ist durchgehend farbig und reich bebildert, damit man sich auch alles gut vorstellen kann. Solltet Ihr Interesse daran haben, dann könnt Ihr das Heft unter Publikationen bestellen.

Ich habe das Gefühl 2018 wird DAS Jahr der Veränderung. Es besinnen sich vermehrt Menschen wieder auf regionale hochwertige Lebensmittel, auf die Natur rund um uns herum, auf eine gesündere Lebensweise. Da kommt man um den eigenen Anbau eigentlich nicht drum herum! Und das ist auch gut so. Das alte Wissen darf nicht verloren gehen! Und wir lernen nur durch´s Tun. Auch wir als Familie möchten noch näher ran an die Natur. Im Garten leben, das ist unser großes Ziel. Eine Lösung dazu hat sich aufgetan und die Planungen laufen. Dazu aber mehr in den nächsten Blogbeiträgen ;-).

Somit wünsche ich Euch eine tolle Vorfrühlingszeit,

bis zum nächsten Mal,

Eure Hanne vom Mienbacher Waldgarten

PS: wenn Ihr uns besuchen wollt, bei einer Führung oder einem Kurs dabei sein wollt, dann schaut in unseren Veranstaltungskalender auf http://www.mienbacher-waldgarten.de

 

 

 

 

Der Januar im Gartenjahr 3. Januar 2018

Filed under: Uncategorized — permagarten @ 18:54

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

in ganz Deutschland ist es jetzt, Anfang Januar, noch ziemlich mild. Sogar das Gras fängt schon wieder an zu wachsen! Trotzdem, der Winter kommt noch ganz bestimmt! Es macht keinen Sinn im matschigen, aufgeweichten Boden zu arbeiten, außer zu mulchen, das macht immer Sinn!

Kräuterspirale

Kräuterspirale eingepudert im Dezember

 

Also, was machen wir jetzt im Januar?

  • Saatgut sortieren. Über das Jahr hin, hat sich doch einiges an Saatgut, dass wir von unseren Pflanzen im Garten genommen haben, angesammelt. Was brauchen wir selbst zur Weiterkultivierung und was können wir entbehren? Das Zuviel an Saatgut findet innerhalb von Gartengruppen, Tauschkreisen, Transition-Initiativen, Gemeinschaftsgärten bestimmt jede Menge Abnehmer! Regionales Saatgut ist das beste Saatgut! Desweiteren sollten wir die Samen, die wir selbst noch benötigen, dem Aussaatzeitpunkt entsprechend sortieren. So vergessen wir nichts.
  • Saatgut, das uns noch fehlt, besorgen. Entweder regional eintauschen innerhalb Saatgutbörsen, oder bei der Firma Deines Vertrauens bestellen. Achtet auf samenechtes Saatgut. Firmen wie Dreschflegel Saatgut, Bingenheimer oder Reinsaat, Grüner Tiger oder Biosaatgut, Arche Noah Österreich oder vielen weiteren, die mittlerweile Qualitätssaatgut samenecht anbieten.
  • Es macht wenig Sinn bereit mit der Aussaat zu beginnen. Einige nehmen Kunstlicht zu Hilfe, doch wo ist der Kosten-Nutzen-Faktor? Es reicht völlig aus im Februar mit Paprika und Chili zu beginnen.

    Chiliesaatgut

    Saatgut aus getrockneten Chilies. Immer an Handschuhe denken!

  • Die Planung der Beete ist jetzt im Januar ideal. Hinsetzen und die Mischkultur-Planung angehen. Was passt zu wem? Fruchtwechsel in Betracht ziehen, wo sollte Gründüngung eingesät werden? Was kommt in die Intensivbeete, was in die Extensivbeete? Ist im Frühbeet alles abgeerntet, um im Februar/März mit den neuen Ansaaten und Pflanzungen zu beginnen? Wo braucht der Boden neues Futter? Wo bekommen wir genug Mulchmaterial für alle Beete, damit sie im Frühling nicht zu nackt daliegen? Dies alles sind Planungen, die sehr wichtig sind. Der Frühling überrollt uns sonst mit Arbeit, oder es läuft wieder planlos wie jedes Jahr.
  • Und dann brauchen wir ja auch noch Zeit, einfach nur vor uns hinzuschauen und zu visionieren. Wie wird unser Garten wohl 2018 gedeihen? Wie verarbeiten wir heuer unser Erntegut? Was war 2017 nicht so gut und können wir 2018 besser machen? Auch diese Überlegungen sind sehr sehr wichtig und nicht zu unterschätzen!

Na? Habt Ihr Euch wiedergefunden in diesen Tätigkeiten?

Zeitschriften

Die bisher erschienen Waldgarten-Zeitschriften und Themenhefter mit Artikelsammlungen

Was ich so mache jetzt im Januar? Ich schreibe an einem Ideen- und Arbeitsheft zur Permakultur im Hausgarten. Wie man ganz einfach, mit einfachen Mitteln, einen zukunftsfähigen Lebensraum schafft, der uns einen guten Beitrag zu unserer gesunden Ernährung liefert. Im März soll es bestellbar sein, ich muß mich also ranhalten? Bei welchem Verlag dies erscheinen wird? Im Eigenverlag des Mienbacher Waldgartens. Schaut einfach oben auf Publikationen, da seht Ihr die bisher erschienen Ausgaben der Waldgartenzeitschriften.

Kuschelhasen

Abordnung der Schmusehasen

Derweil geht es meinen Tieren in der Nutztier Arche Mienbacher Waldgarten wunderbar. Der neue Sperber-Zuchtstamm hat bereits mit dem Eier legen begonnen, die Kaninchen fühlen sich wohl in den neuen großen Ställen, die Jungtiere der blauen Bresse Gauloises wachsen gut heran, auch unsere Mimi, die zukünftige Zuchtsau der schwalbenbäuchigen Mangalitza wächst und gedeiht und ist furchtbar schmusig!

 

Auch unsere Aria, die junge altdeutsche Hütehündin fügt sich langsam aber sicher ins

Wally und ARia

Vorne Wally, hinten Aria

Waldgartensystem ein. Noch ist sie sehr verspielt, doch es klappt immer besser, auch dank unserer Wally, die sie unter ihre Fittiche genommen hat.

 

So, nun wünsche ich Euch aber auch genug Zeit einfach dazusitzen und zu visionieren, wie Euer Garten denn in Zukunft aussehen soll.

Einen ruhigen Januar, mit permakulturellen Grüßen,

Eure Hanne

 

 

Mulchen über Winter und das ganze Jahr über 13. November 2017

Filed under: Permakultur — permagarten @ 18:14
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Hallo liebe Permagarten-Freunde,

Kohlder Winter naht mit Riesen-Schritten und bestimmt haben einige, genauso wie ich, noch nicht die Gartenarbeiten beendet. Die Herbststürme haben endlich das komplette Laub von den Bäumen geblasen und nun wohin mit dem Laub? Als sehr wertvolle organische Substanz natürlich auf unsere Beete! Oder gehört Ihr auch noch zu den Altgebackenen, die behaupten, dass der Garten im Herbst umgegraben werden muß und die Erde den ganzen Winter über frei da liegen muß? In der Permakultur sparen wir uns diese Arbeit ja schon lange! Wir lassen also die Bodenstruktur so wie sie ist, lassen auch die alten Wurzeln von Salaten, Kohlköpfen und sonstigem im Boden. Und jetzt kommt das Geniale: Alles Laub, außer Eiche, Walnuß und Haselnuss, geben wir auf die Beete, es kann auch der Mist von Kaninchen und Hühnern mit darauf, auch die Küchenabfälle können über den Winter auf die Beete. Wer das nicht so schön findet, der kann ja die Küchenabfälle unter das Laub packen. Das Bodenleben wird es Euch tausendmal dafür lohnen! Und locker wird die Erde auch so, denn die lieben Würmer, die Ochsen des armen Mannes, werden diese Arbeit sehr gerne übernehmen, wenn genug organisches Material angeboten wird. Übrigens auch die Baumscheiben, also die Bereiche unter den Obstbäumen vom Stamm bis zur Zweiggrenze, zur sogenannten Tropfzone, freuen sich über so eine Mulchdecke und belohnen das Jahr darauf mit jeder Menge Obst!

Johannisbeeren gemulcht

Johannisbeeren mit Mulchdecke

Anhänger voll Mulchmasse

Organisches Material aus einem befreundeten Garten. So wertvolle Geschenke nehme ich gerne an!

Ihr seid Euch da nicht so sicher? Oder Ihr habt Angst was die Nachbarn über dieses Tun denken und sagen könntet? Na dann geb ich Euch die richtige Fachliteratur mit zur Hand: Mulch total – Ein Weg in die Zukunft, von Kurt Kretschmann und Rudolf Behm. In diesem

Mulch total

Mulch total in neuer Auflage!

Buch stecken jahrelange Erfahrungswerte, auch zum Thema Schnecken! Und wenn das noch nicht reicht, gibt Rudolf Behm als Diplom-Chemiker noch die Analysen des Labors mit dazu. Doch wer Augen hat zum Sehen, der braucht meist keine Laboranalysen, der sieht wie sich die Erde im Mulchgarten aufbaut, wie sich das Bodenleben vermehrt und wertvollen Humus produziert, wie gesund und kräftig das Gemüse heranwächst, auch ohne künstliche Düngestoffe und Maschineneinsatz! Auch riecht man den Unterschied! Gesunde, humose Erde riecht ähnlich wie Walderde. Das kommt von den Strahlenpilzen, die das Erdreich durchziehen. Gartenerde, mit der nicht richtig gewirtschaftet wird, riecht muffig und modrig. Ihr glaubt das nicht? Geht mal raus auf ein konventionelles Feld, stecht mit dem Spaten in die Erde und schnuppert an dem Aushub, dann vergleicht mit Eurer Gartenerde und mit Walderde!

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Kleines Büchlein, großer Schatz!

Das Buch könnt Ihr übrigens ganz einfach bei mir im Onlineshop bestellen unter http://www.waldgartenprodukte.de.. Zusätzlich, falls Ihr gerne noch mehr Erfahrungswerte zum ökologischen, einfachen Gärtnern braucht, kann ich Euch „Mein Paradies“ von Heinz Erwen empfehlen. Ebenfalls bei mir oder im OLV-Verlag erhältlich. Leider sind beide, Heinz Erwen und Kurt Kretschmann bereits verstorben, umso wertvoller sind jedoch ihre Erfahrungen, die wir zum Glück in Buchform nachlesen können.

Also ich werde wohl noch kommende Woche mit dem Abmulchen meiner ganzen Beete beschäftigt sein. Das liegt auch daran, dass ich jetzt erst einmal einen neuen Hasenstall gebaut habe! Viel mehr Platz für die Gruppenhaltung und mehr Aktivitätsmöglichkeiten für meine Kaninchen, die ich in Erhaltungszucht halte, aber auch für unsere Kuschelkaninchen (Altersheim). Vor mir liegt noch ein Neubau eines Hühnerhauses, das Alte bricht auseinander und übersteht wohl diesen Winter nicht mehr.

Großsilber

Helle Großsilber-Kaninchen in neuer Box

Doch Erntegut ist auch noch genug da! Der Asiasalat und die Herbstrübchen, der Endivien- und Zuckerhutsalat, einige Kohlrabi, Wirsing und Weißkohl stehen auch noch auf den Beeten. Gelegentlich find ich beim Durchschauen im Garten auch noch den ein oder anderen Kürbis! Es sind ja wahre Versteckkünstler! Passt bitte bei der Lagerung der Rübchen Goldball + ButterkohlKürbisse im Haus auf! Warum? Weil mir vorgestern einer dieser Gesellen auf den Kopf gefallen ist (zu viele Kürbisse auf dem Küchenbuffet sind ungesund!)und ich nun eine Riesenbeule und Schramme auf dem Hirn habe. Bisher gibt es also immer noch alles auf dem Mittagstisch ganz frisch zubereitet aus dem Garten! Was will man mehr?Mischkultur

Auch Euch wünsche ich dieses Glück des täglichen Erntens,

Eure Hanne vom Mienbacher Waldgarten

 

 

 

 
Mienbacher Waldgarten

Permakultur, Selbstversorgung und noch mehr