Hannes Permagarten Blog

Aussaatzeiten und Tips für angehende permakulturelle Selbstversorger

Ein Garten wird zum wilden Urwald 6. Juni 2018

Filed under: Uncategorized — permagarten @ 16:35

Hallo liebe Permagarten – Freunde,

es gibt viel zu tun momentan, deswegen entschuldigt bitte, dass ich im Mai nichts von mir hören hab lassen. Es ist zur Zeit wirklich paradiesisch und wir sind schon voll am Ernten! Banner-nutzgarten-160x600

Ich möchte Euch gleich noch auf den Nutzgarten-Onlinekongress hinweisen, der vom 14. bis 21. Juni läuft. Dort wird unter vielen weiteren Fachleuten, auch ein halbstündiges Interview mit mir dabei sein. Wenn Ihr also Lust habt, mich und z. B. noch Dr. Markus Strauß, Sepp Holzer, Michael Hartl und Lisa Pfleger, Karl Ploberger und viele viele weitere mehr zu sehen und zu hören, dann macht mit!

Mir wächst zur Zeit bereits wieder alles um die Ohren, und über mich hinaus usw. Doch es ist herrlich. Die Beerenzeit beginnt mit Maibeeren, Erdbeeren und Felsenbirn“beeren“. MaulbeereAuch die Maulbeeren werden reif und als Hühnerselbstfütterungssystem sieht man in den Hühnergehegen momentan die Hühner sehr sportlich hochspringen! Die mittleren Maulbeeren sind für uns und die oberen gehören den Amseln und Drosseln. Und die sind wirklich fleißig! So ist immer genug für alle da 😉Glucke mit 6 Küken

Das sollte generell im Garten auch immer bedacht werden. Alles so pflanzen, dass genug für alle da ist! Sowohl für uns, als auch für die Schnecken, die Igel, die Eidechsen, die Wildbienen und Hummeln, die Florfliegen, Marienkäfer, Ohrwürmer, Schmetterlinge, Vögel usw. Sobald man jedoch die Jagd eröffnet, z. B. mit Schneckenkorn, verändert man das sich selbst enfaltende ökologische Gleichgewicht und Druck erzeugt ja bekanntlich Gegendruck. Mit diesen Giftstoffen werden nämlich auch natürliche Feinde der spanischen Wegschnecke erlegt. Der Tigerschnegel und die Weinbergschnecken. Natürlich dauert es, dieses ökologische Gleichgewicht aufzubauen. Es braucht auch viel Geduld, wenn sich da Horden von Schnecken über die geliebten Pflänzchen hermachen. In der Übergangszeit ist es deshalb auch gut Pflanzen in den Garten zu holen, an denen die Schnecken kein Interesse haben. Wie z. B. die mauretanische Malve oder die chin. Gemüsemalve, die sich auch hervorragend als Salate eignen. Auch Ringelblumen sind toll, ausdauernde Kresse, Haferwurz, Rucola usw. Außerdem bieten sich ja noch alle Wildpflanzen an. Der Löwenzahn und über den Sommer der Wiesenpippau, der reichlich blüht und Blätter treibt. Eine Salatvariation die vom Geschmack an Zichoriensalate erinnert.

Übrigens solltet Ihr jetzt im Juni auch schon wieder an den Herbst denken! Die Herbstsalate sind dran mit der Aussaat. Endivien, Zuckerhut, Chinakohl usw.

Ihr bekommt jetzt hier einfach noch ein paar Waldgartenimpressionen in Bildform. Das ist doch Ok, oder?

Genießt den Sommer und vielleicht habt Ihr ja auch mal Lust einen Kurs oder eine Waldgartenführung bei mir zu besuchen. Ihr findet dazu alle Infos auf www.mienbacher-waldgarten.de

Eure Hanne

 

 

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Schwelgen im Frühlingsparadies 12. April 2018

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

der letzte Eintrag kam noch aus dem Schnee, mittlerweile sieht es komplett anders

Koreakirsche

Koreakirsche, reichlich von Bienen besucht

aus! Man kommt kaum zu seiner Arbeit, immer mit dem Fotoapparat, da was Neues, dort was Neues, einfach unmöglich!!! Die Radieschen, der Spinat, die ersten Salate, alles schon im Beet. Die Dauerhaften machen mir am meisten Freude. Welche Dauerhaften? Na, die Winterheckezwiebel, die Etagenzwiebel, die ausdauernde Kresse, das Lauchscheibenschötchen, der Meerkohl, der Rhabarber, der kaukasische Rankspinat, all die lieben Kräuterleins und natürlich die Wilden! Ganz lecker jetzt der Löwenzahn, das Lauchhellerkraut, die Vogelmiere, die jungen Brennesseln, die jungen Austriebe des Baldrians, usw. Auch der Bärlauch legt jetzt so richtig los!

Mirabelle

Mai

Die Bienen, die Schmetterlinge, aber vor allen Dingen die Hummeln, sie summseln und brummseln. Die Vögel halten Hochzeit und haben sich die schönsten Brutstellen bereits ausgekämpft. Die ersten Bäume blühen, den Start hat die Koreakirsche hingelegt, gefolgt von der Mirabelle, jetzt kommt die Schlehe und wahrscheinlich folgt ihr die Felsenbirne. Irgendwie läuft mir, wie übrigens jedes Jahr, mal wieder die Zeit davon. Mit dem Pikieren der Tomaten und Paprika bin ich gerade erst fertig geworden. Also wer Pflanzen von mir möchte, der kann natürlich über den http://www.waldgartenprodukte.de Shop bestellen, ausgeliefert wird jedoch auf alle Fälle erst im Mai! Wie jedes Jahr werden die Pflanzen dies wieder perfekt aufholen.

Mairose

Maibeeren in voller Blüte

Seid auch bitte nicht traurig, wenn nicht alles im Shop lieferbar ist, im Zweifelsfall fragt einfach mal per Mail nach. Ich schaffe es einfach nicht alles auf einmal, das heißt, der Garten geht momentan einfach vor!

Auch bei den Tieren tut sich so einiges. Natürlich sind die ersten Küken bereits geschlüpft. Deutsche Sperber,

Küken

Küken von Vorwerk, deutschen Sperbern und blauen Bresse

blaue Bresse und 2 Vorwerk. Die ersten Häschen sind quirlig ohne Ende. Sie sind jetzt schließlich bereits 6 Wochen alt und voll aktiv. Die nächsten Häschen werden hoffentlich bis Mitte Mai da sein. Die Enten legen auch schon fleißig und unsere Wollschweine fühlen sich sauwohl und sehen aus, wie so richtige Schweine! Also schlammverklebt bis oben hin. Wobei sich das mit dem sonnigen Frühlingswetter auch schon wieder gegeben hat. Den ganzen Tag bräuchten sie allerdings jemanden zum Kuscheln.

Haserl

Helle Großsilber-Häschen

Ich denke, jetzt ist bald Zeit die neue Hängematte auszuprobieren! Ob ich es heuer schaffe, mich mehr hinein zu legen? Wahrscheinlich eher nicht, doch die Kinder werden ihre helle Freude daran haben!

Seid Ihr auch schon fleißig im Garten? Zur Zeit gibt es für´s Gemüt nichts besseres. Kein Radio, kein Katastrophen-Fernsehen, keine Dramas, Garten beruhigt Nerven!!!

Bärlauch

Langsam aber sicher vermehrt sich der Bärlauch im Lindenwäldchen

Somit wünsche ich Euch eine herrliche Frühlingszeit, nutzt die Wildkräuter und wenn Ihr sie nicht kennt, dann kommt zu meinen Kräuterexpeditionen oder macht eine Ausbildung bei Dr. Markus Strauß! Die beste Krisenvorsorge ist es, Wissen zu sammeln! Und ins TUN zu kommen! Also auf geht´s, hinaus in die Natur!

Und übrigens, achtet beim Kleidungskauf auf Naturfasern. Wer möchte sich denn schon gerne in Plastik packen, oder?

Bis dann,

Eure Hanne vom Mienbacher Waldgarten

 

Kalter Frühling und so viel vor 1. März 2018

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

Mädelsjede Nacht minus 14 Grad Celsius. Ok, in Sibirien würden sie mich wohl auslachen, aber meine Tiere frieren. Nun gut, die Hühner sind putzmunter, aber die Enten haben kalte Füße und die Häsin, die ich neu gekauft hab und bereits gedeckt war, konnte ihren ersten Nachwuchs nicht genug wärmen. Die Holzarbeiten im Garten hab ich momentan auch eingestellt, wegen den Hunden. Sie wollen dabei sein, frieren aber dann. Somit heißt es einfach abwarten, bis es wieder etwas wärmer wird. Die Sonne tut ja täglich ihr Bestes!

Selbst hab ich auch drinnen genug zu tun. Kurse vorbereiten, tüfteln, wie ich mein Frühbeet baue, mit was beginne ich heuer im Gewächshaus? Dazu noch etwas entrümpeln und Platz schaffen, das ist immer gut. Später kommt man sowieso nicht mehr dazu. Es ist jetzt auch noch ideal um sich guten Lesestoff zu holen und sich auf die Saison vorzubereiten.

Heistinger BioGemüsegartenAndrea Heistinger hat wieder ein tolles Buch geschrieben. Zusammen mit der Arche Noah, wie bereits so oft. Ein Buch, das mich echt begeistert hat. Anfängern kann es die Anschaffung von vielen weiteren Büchern ersparen, Fortgeschrittenen in der Selbstversorgung gibt es neue Anregungen und Motivation. Ein richtiger Rundumschlag, der alles beinhaltet, was ein Selbstversorger so zu beachten hat. Das Zuckerl obendrein: es ist auch für Stadtgärtner, Gemeinschaftsgärtner oder für Menschen gedacht, die vielleicht mit dem Gedanken spielen einen Gemeinschaftsgarten innerhalb einer Stadt/Siedlung zu gründen oder mit zu machen, um ihre Grundversorgung mit Lebensmitteln zu sichern. Einfache Stichpunktsammlungen und Tabellen stellen das notwendigste Wissen praktisch dar. Ein Buch, das trotz der vielen Wissensvermittlung anregt sofort zur Tat zu schreiten. Das Buch ist übrigens bei mir im Shop oder im regionalen Buchhandel erhältlich!

KürbisDraußen finden wir ja momentan noch nichts essbares. Da heißt es, gut, dass man Vorräte eingelagert hat. In der Küche werden bei uns zur Zeit die Kürbisse nach und nach weggeschlachtet. Diese sind ein herrliches Selbstversorger-Gemüse. Und jede Sorte ist anders! Ob als Rohkost, wie der weiße Gartenkürbis im Bild, oder als Gemüsebeilage, als Kürbisbrei oder für Bratlinge, Brot und Kuchen. Die Verwendung ist gigantisch vielfältig! Dabei darf der Kürbis nicht kühl überwintert werden, er mag es, bei uns im Wohnraum zu sein. Allseits im Blickfeld, schön dekorativ und sofort schlachtbereit ;-).

Der Wetterbericht meldet bald wärmer, bis dahin, mummelt Euch gut ein und plant das Gartenjahr. Übrigens, die Verwendung von Mondkalendern hilft Euch, alles auszusäen und zu planen. Mein Favorit ist dabei: Aussaattage nach kosmischen Rhythmen vom OLV-Verlag. Mit vielen wertvollen Tipps am Rande!

Bis bald,

Eure Hanne vom permakulturellen Mienbacher Waldgarten

 

Wollschweine, Waldgartenzeitschrift und Baumschnitt 28. Januar 2018

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

Bessehahn

Bresse Gauloises le bleu

jetzt sind wir eigentlich schon wieder voll in Aktion! Die Vögel pfeifen jetzt Ende Januar bereits die schönsten Lieder, das lockt bereits jetzt die Bäume zu beschneiden! Ein bisschen lass ich mir damit schon noch Zeit, aber die Pionierbäume im Waldgarten, die Weiden, die wilden Hartriegel, auch einige Ahorn sind bereits so groß, dass sie den Kulturbäumen Licht wegnehmen. Sie werden herausgeschnitten, bzw. auf Stock gesetzt. Auf Stock setzen? So nennt man es, wenn ein Baumstumpf von so ca. 40 cm Höhe stehen bleibt, um wieder ausschlagen zu können. So enstehen viele gerade Stangen, die wieder vielseitig Verwendung finden können.Das wird meine Hauptarbeit im Februar sein. Natürlich auch neben den ersten Ansaaten im Haus von Paprika, Peperoni, Zwiebel, Lauch und Co. Ein Frühbeet möcht ich auch noch bauen, mal sehen, ob ich das zeitlich hin bekomme. Im Gewächshaus wird jedenfalls schon ausgesät werden. Ich denke da an die ersten Salate, Kopfsalat, Asiasalat und Rauke. Wenn die vorgezogenen Kohlrabi und Blumenkohl im Haus schon soweit sind, kommen auch diese ins Gewächshaus. Wer solche geschützte Anbauflächen hat, kann heuer bereits sehr früh beginnen!

Wolli in Gemeinschaft

Unsere Nutztier Arche wächst auch stetig. Letzten Freitag konnten wir endlich Wolli beim ffressenunseren jungen Eber holen. Im bayerischen heißt  ein Eber „Bär“. Unser Bär heißt „Wolli“. Ein süßer kleiner viereinhalb Monate alter, noch zurückhaltender Wollschweineber. Nach einem Tag beschnuppern im abgegrenzten Bereich, haben ihn Mimi, Linchen und Schmuddel im Gehege begrüßt, als hätte er schon immer dazugehört. Jetzt ist unsere Schweinegruppe komplett! Nächstes Jahr dürfte schon der Nachwuchs rumwuseln. Auch bei den Kaninchen haben wir uns noch Zuwachs geholt. Eine einjährige, bereits gedeckte Castor-Rex-Dame. Ich habe sie Rehlein„Rehlein“ genannt, weil sie so herrlich rehbraun ist. Die Rasse Rex gehört zu den Kurzhaarkaninchen, ihr Fell ist wie dicker Samt. Wenn das Wetter so mild bleibt, werden wir auch bald den Brutapparat anschmeißen. Die Hühner legen bereits wieder sehr gut! In der Erhaltungszucht haben wir heuer die deutschen Sperber, die Vorwerk und die blauen Bresse Gauloises. Ebenso wollen wir uns wieder um die Vermehrung der Orloff bemühen.

Die neue Waldgartenzeitschrift ist auch schon versandfertig. Noch nie war ich so früh Titelbild komplettdran! Dafür habe ich mir auch nur ein Thema vorgenommen. Eines, dass so viele bewegt: Permakultur im Hausgarten zur größtmöglichen Selbstversorgung. Es ist DinA5 groß, hat 50 Seiten, ist durchgehend farbig und reich bebildert, damit man sich auch alles gut vorstellen kann. Solltet Ihr Interesse daran haben, dann könnt Ihr das Heft unter Publikationen bestellen.

Ich habe das Gefühl 2018 wird DAS Jahr der Veränderung. Es besinnen sich vermehrt Menschen wieder auf regionale hochwertige Lebensmittel, auf die Natur rund um uns herum, auf eine gesündere Lebensweise. Da kommt man um den eigenen Anbau eigentlich nicht drum herum! Und das ist auch gut so. Das alte Wissen darf nicht verloren gehen! Und wir lernen nur durch´s Tun. Auch wir als Familie möchten noch näher ran an die Natur. Im Garten leben, das ist unser großes Ziel. Eine Lösung dazu hat sich aufgetan und die Planungen laufen. Dazu aber mehr in den nächsten Blogbeiträgen ;-).

Somit wünsche ich Euch eine tolle Vorfrühlingszeit,

bis zum nächsten Mal,

Eure Hanne vom Mienbacher Waldgarten

PS: wenn Ihr uns besuchen wollt, bei einer Führung oder einem Kurs dabei sein wollt, dann schaut in unseren Veranstaltungskalender auf http://www.mienbacher-waldgarten.de

 

 

 

 

Der Januar im Gartenjahr 3. Januar 2018

Filed under: Uncategorized — permagarten @ 18:54

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

in ganz Deutschland ist es jetzt, Anfang Januar, noch ziemlich mild. Sogar das Gras fängt schon wieder an zu wachsen! Trotzdem, der Winter kommt noch ganz bestimmt! Es macht keinen Sinn im matschigen, aufgeweichten Boden zu arbeiten, außer zu mulchen, das macht immer Sinn!

Kräuterspirale

Kräuterspirale eingepudert im Dezember

 

Also, was machen wir jetzt im Januar?

  • Saatgut sortieren. Über das Jahr hin, hat sich doch einiges an Saatgut, dass wir von unseren Pflanzen im Garten genommen haben, angesammelt. Was brauchen wir selbst zur Weiterkultivierung und was können wir entbehren? Das Zuviel an Saatgut findet innerhalb von Gartengruppen, Tauschkreisen, Transition-Initiativen, Gemeinschaftsgärten bestimmt jede Menge Abnehmer! Regionales Saatgut ist das beste Saatgut! Desweiteren sollten wir die Samen, die wir selbst noch benötigen, dem Aussaatzeitpunkt entsprechend sortieren. So vergessen wir nichts.
  • Saatgut, das uns noch fehlt, besorgen. Entweder regional eintauschen innerhalb Saatgutbörsen, oder bei der Firma Deines Vertrauens bestellen. Achtet auf samenechtes Saatgut. Firmen wie Dreschflegel Saatgut, Bingenheimer oder Reinsaat, Grüner Tiger oder Biosaatgut, Arche Noah Österreich oder vielen weiteren, die mittlerweile Qualitätssaatgut samenecht anbieten.
  • Es macht wenig Sinn bereit mit der Aussaat zu beginnen. Einige nehmen Kunstlicht zu Hilfe, doch wo ist der Kosten-Nutzen-Faktor? Es reicht völlig aus im Februar mit Paprika und Chili zu beginnen.

    Chiliesaatgut

    Saatgut aus getrockneten Chilies. Immer an Handschuhe denken!

  • Die Planung der Beete ist jetzt im Januar ideal. Hinsetzen und die Mischkultur-Planung angehen. Was passt zu wem? Fruchtwechsel in Betracht ziehen, wo sollte Gründüngung eingesät werden? Was kommt in die Intensivbeete, was in die Extensivbeete? Ist im Frühbeet alles abgeerntet, um im Februar/März mit den neuen Ansaaten und Pflanzungen zu beginnen? Wo braucht der Boden neues Futter? Wo bekommen wir genug Mulchmaterial für alle Beete, damit sie im Frühling nicht zu nackt daliegen? Dies alles sind Planungen, die sehr wichtig sind. Der Frühling überrollt uns sonst mit Arbeit, oder es läuft wieder planlos wie jedes Jahr.
  • Und dann brauchen wir ja auch noch Zeit, einfach nur vor uns hinzuschauen und zu visionieren. Wie wird unser Garten wohl 2018 gedeihen? Wie verarbeiten wir heuer unser Erntegut? Was war 2017 nicht so gut und können wir 2018 besser machen? Auch diese Überlegungen sind sehr sehr wichtig und nicht zu unterschätzen!

Na? Habt Ihr Euch wiedergefunden in diesen Tätigkeiten?

Zeitschriften

Die bisher erschienen Waldgarten-Zeitschriften und Themenhefter mit Artikelsammlungen

Was ich so mache jetzt im Januar? Ich schreibe an einem Ideen- und Arbeitsheft zur Permakultur im Hausgarten. Wie man ganz einfach, mit einfachen Mitteln, einen zukunftsfähigen Lebensraum schafft, der uns einen guten Beitrag zu unserer gesunden Ernährung liefert. Im März soll es bestellbar sein, ich muß mich also ranhalten? Bei welchem Verlag dies erscheinen wird? Im Eigenverlag des Mienbacher Waldgartens. Schaut einfach oben auf Publikationen, da seht Ihr die bisher erschienen Ausgaben der Waldgartenzeitschriften.

Kuschelhasen

Abordnung der Schmusehasen

Derweil geht es meinen Tieren in der Nutztier Arche Mienbacher Waldgarten wunderbar. Der neue Sperber-Zuchtstamm hat bereits mit dem Eier legen begonnen, die Kaninchen fühlen sich wohl in den neuen großen Ställen, die Jungtiere der blauen Bresse Gauloises wachsen gut heran, auch unsere Mimi, die zukünftige Zuchtsau der schwalbenbäuchigen Mangalitza wächst und gedeiht und ist furchtbar schmusig!

 

Auch unsere Aria, die junge altdeutsche Hütehündin fügt sich langsam aber sicher ins

Wally und ARia

Vorne Wally, hinten Aria

Waldgartensystem ein. Noch ist sie sehr verspielt, doch es klappt immer besser, auch dank unserer Wally, die sie unter ihre Fittiche genommen hat.

 

So, nun wünsche ich Euch aber auch genug Zeit einfach dazusitzen und zu visionieren, wie Euer Garten denn in Zukunft aussehen soll.

Einen ruhigen Januar, mit permakulturellen Grüßen,

Eure Hanne

 

 

Mulchen über Winter und das ganze Jahr über 13. November 2017

Filed under: Permakultur — permagarten @ 18:14
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Hallo liebe Permagarten-Freunde,

Kohlder Winter naht mit Riesen-Schritten und bestimmt haben einige, genauso wie ich, noch nicht die Gartenarbeiten beendet. Die Herbststürme haben endlich das komplette Laub von den Bäumen geblasen und nun wohin mit dem Laub? Als sehr wertvolle organische Substanz natürlich auf unsere Beete! Oder gehört Ihr auch noch zu den Altgebackenen, die behaupten, dass der Garten im Herbst umgegraben werden muß und die Erde den ganzen Winter über frei da liegen muß? In der Permakultur sparen wir uns diese Arbeit ja schon lange! Wir lassen also die Bodenstruktur so wie sie ist, lassen auch die alten Wurzeln von Salaten, Kohlköpfen und sonstigem im Boden. Und jetzt kommt das Geniale: Alles Laub, außer Eiche, Walnuß und Haselnuss, geben wir auf die Beete, es kann auch der Mist von Kaninchen und Hühnern mit darauf, auch die Küchenabfälle können über den Winter auf die Beete. Wer das nicht so schön findet, der kann ja die Küchenabfälle unter das Laub packen. Das Bodenleben wird es Euch tausendmal dafür lohnen! Und locker wird die Erde auch so, denn die lieben Würmer, die Ochsen des armen Mannes, werden diese Arbeit sehr gerne übernehmen, wenn genug organisches Material angeboten wird. Übrigens auch die Baumscheiben, also die Bereiche unter den Obstbäumen vom Stamm bis zur Zweiggrenze, zur sogenannten Tropfzone, freuen sich über so eine Mulchdecke und belohnen das Jahr darauf mit jeder Menge Obst!

Johannisbeeren gemulcht

Johannisbeeren mit Mulchdecke

Anhänger voll Mulchmasse

Organisches Material aus einem befreundeten Garten. So wertvolle Geschenke nehme ich gerne an!

Ihr seid Euch da nicht so sicher? Oder Ihr habt Angst was die Nachbarn über dieses Tun denken und sagen könntet? Na dann geb ich Euch die richtige Fachliteratur mit zur Hand: Mulch total – Ein Weg in die Zukunft, von Kurt Kretschmann und Rudolf Behm. In diesem

Mulch total

Mulch total in neuer Auflage!

Buch stecken jahrelange Erfahrungswerte, auch zum Thema Schnecken! Und wenn das noch nicht reicht, gibt Rudolf Behm als Diplom-Chemiker noch die Analysen des Labors mit dazu. Doch wer Augen hat zum Sehen, der braucht meist keine Laboranalysen, der sieht wie sich die Erde im Mulchgarten aufbaut, wie sich das Bodenleben vermehrt und wertvollen Humus produziert, wie gesund und kräftig das Gemüse heranwächst, auch ohne künstliche Düngestoffe und Maschineneinsatz! Auch riecht man den Unterschied! Gesunde, humose Erde riecht ähnlich wie Walderde. Das kommt von den Strahlenpilzen, die das Erdreich durchziehen. Gartenerde, mit der nicht richtig gewirtschaftet wird, riecht muffig und modrig. Ihr glaubt das nicht? Geht mal raus auf ein konventionelles Feld, stecht mit dem Spaten in die Erde und schnuppert an dem Aushub, dann vergleicht mit Eurer Gartenerde und mit Walderde!

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Kleines Büchlein, großer Schatz!

Das Buch könnt Ihr übrigens ganz einfach bei mir im Onlineshop bestellen unter http://www.waldgartenprodukte.de.. Zusätzlich, falls Ihr gerne noch mehr Erfahrungswerte zum ökologischen, einfachen Gärtnern braucht, kann ich Euch „Mein Paradies“ von Heinz Erwen empfehlen. Ebenfalls bei mir oder im OLV-Verlag erhältlich. Leider sind beide, Heinz Erwen und Kurt Kretschmann bereits verstorben, umso wertvoller sind jedoch ihre Erfahrungen, die wir zum Glück in Buchform nachlesen können.

Also ich werde wohl noch kommende Woche mit dem Abmulchen meiner ganzen Beete beschäftigt sein. Das liegt auch daran, dass ich jetzt erst einmal einen neuen Hasenstall gebaut habe! Viel mehr Platz für die Gruppenhaltung und mehr Aktivitätsmöglichkeiten für meine Kaninchen, die ich in Erhaltungszucht halte, aber auch für unsere Kuschelkaninchen (Altersheim). Vor mir liegt noch ein Neubau eines Hühnerhauses, das Alte bricht auseinander und übersteht wohl diesen Winter nicht mehr.

Großsilber

Helle Großsilber-Kaninchen in neuer Box

Doch Erntegut ist auch noch genug da! Der Asiasalat und die Herbstrübchen, der Endivien- und Zuckerhutsalat, einige Kohlrabi, Wirsing und Weißkohl stehen auch noch auf den Beeten. Gelegentlich find ich beim Durchschauen im Garten auch noch den ein oder anderen Kürbis! Es sind ja wahre Versteckkünstler! Passt bitte bei der Lagerung der Rübchen Goldball + ButterkohlKürbisse im Haus auf! Warum? Weil mir vorgestern einer dieser Gesellen auf den Kopf gefallen ist (zu viele Kürbisse auf dem Küchenbuffet sind ungesund!)und ich nun eine Riesenbeule und Schramme auf dem Hirn habe. Bisher gibt es also immer noch alles auf dem Mittagstisch ganz frisch zubereitet aus dem Garten! Was will man mehr?Mischkultur

Auch Euch wünsche ich dieses Glück des täglichen Erntens,

Eure Hanne vom Mienbacher Waldgarten

 

 

 

Neue Projekte und alles Permakultur 18. Oktober 2017

Filed under: Uncategorized — permagarten @ 18:34

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

Erdbeeren und Endiviengedanklich bin ich ja bereits in der „Winterarbeit“, nämlich an der Büro-Schreibarbeit. Aber ich hab noch einige Kurse zu halten (bis Ende November), einiges Saatgut zu nehmen und den Garten noch in vollen Zügen zu genießen! Die letzten Tage waren einfach herrlich. Morgens bezaubernder Nebel und bis Mittag noch herrlich warm und sonnig. Die Rüben sind noch in vollem Wachstum! Die Junghühner haben derweil im Gewächshaus die Pflanzen abgeerntet.

Junghühner im GWH2Projekte hab ich so viel im Kopf, dass ich froh bin, wenn ich jetzt eins nach demjunghühner anderen angehen kann. Zuerst einmal nimmt der Gemeinschaftsgarten in Landau/Isar, der Mitanand-Garten, langsam Formen an, zumindest auf dem Papier. Viel Planungstreffen, unterschiedliche Schriftsätze und viel ehrenamtliche Arbeit stecken da dahinter, und das, obwohl noch garnichts praktisch vor Ort passiert ist! Ihr könnte ja mal reinschauen, auf http://www.landauimwandel.wordpress.com werdet Ihr mehr finden.

Dann möchte ich ja jetzt endlich diesen Winter die Diplomarbeit zur Permakultur beginnen. Die 10 Projekte hab ich, jetzt muß nur noch alles auf Papier! Nur, das ist ein Wort, dass ich zu gerne benutze.

Doch am meisten spukt mir unser Wohnprojekt im Kopf herum. Im letzten Blogeintrag

Geländeplan

Der Mienbacher Waldgarten mit eingezeichneten Bauwägen, Garage, Komposttoilette und Schafstall

hab ich Euch doch berichtet, dass wir eine Zimmerei besucht haben, die tolle Wohn-Bauwägen herstellt. Wir sind jetzt definitiv in der Planungsphase. Es sind zwar die Stimmen da, die sagen: „Du mußt Dein Lebtag abbezahlen“ (zum selber bauen hab ich zu wenig Zeit und zu wenig Erfahrung), „warte bis etwas im Dorf frei wird“ (dazu muß ich warten bis jemand stirbt!), „meinst Du nicht Ihr bräuchtet mehr Platz?“ Ja, das mag schon alles stimmen. Doch warten heißt weniger Lebenszeit im Garten zu verbringen. Warten heißt, den Kindern ein natürliches Leben vorenthalten (sie wachsen sooo schnell heran!), Warten heißt, weiter zu hoffen, weiter Fahrtzeiten zwischen Wohnung und Garten einplanen, zerrissen sein im Spagat zwischen Familie und Arbeit. Mein Garten ist nämlich nicht nur mein Hobby, nein, er ist mein Beruf, meine Lebensgrundlage. Deshalb jetzt der Entschluß, ja, wir werden es wagen mit einer 5-köpfigen Familie in Bauwägen zu ziehen! Autark, leben, wie es in den Büchern von Anastasia (Wladimir Megre) beschrieben ist. Leben und Wohnen in der  Natur ohne Betonboden unter uns. Die Zimmerei arbeitet bereits am Angebot. Vielleicht kennt ja wer, der wen kennt, der uns mit der Finanzierung unterstützen könnte. Ein Privatinvestor, der Interesse hätte, statt Zinsen lieber frisches Obst und Gemüse während der Saison zu bekommen. Und natürlich monatliche Rückzahlungen. Mietkauf quasi mit Ernte, Rüben u. KrautNaturalienpaketen. Keine Bank kann solche Geldanlagen bieten!

Und last but not least kommt diesen Winter noch ein Projekt mit dazu.

Kürbisschlachtung

Herbstliches Schlachtfest

Selbstverständlich werde ich wieder eine Ausgabe der Mienbacher Waldgartenzeitschrift herausgeben. Geplant ist ein Ideen- und Arbeitsheft für die permakulturellen Möglichkeiten im Hausgarten zur größtmöglichen Selbstversorgung. Es soll die optimale Ergänzung zu meinen 1-Tages-Kursen werden, damit nichts vergessen wird und man seine Ideen dort auch noch zusammenfassen kann. Da freu ich mich schon richtig darauf!

In der Garten Weden Zeitschrift wird im Dezember mein vorerst letzter Artikel erscheinen. Die Serie: „Was unsere Omas noch alles selber machen konnten“ der Kent Depesche wird mit einem 3. Themenhefter abgeschlossen. Dazu fehlen mir aber noch mind. 7 Artikel! Die kommen demnächst heraus. Mal sehen, vielleicht findet Ihr im kommenden Jahr auch in der Natürlich gärtnern vom OLV Verlag mal wieder den ein oder anderen Artikel von mir! Die Arbeit geht nicht aus, das habt Ihr bestimmt bemerkt, oder? Ach ja, die Kurse für 2018 stehen auch schon alle fest! Die könnt Ihr auf http://www.mienbacher-waldgarten.de im Veranstaltungskalender einsehen.

Einhorn mit Ladung

Erntewagen

So, und jetzt bin ich bei der Aufzählung meiner Arbeit ins Schwitzen gekommen. Dabei sollten die neuen Hasenställe heuer auch noch fertig gestellt werden! Schöne große Gemeinschaftsboxen für ein kaninchengerechtes Leben. Das Baumaterial besorg ich morgen, gebaut wird dann nächste Woche! Wenn alles gut läuft, dann bekommen die deutschen Sperber auch noch einen schöneren optimaleren Stall, der für die rote Vogelmilbe uninteressant ist. Das ist für den nächsten Sommer dann wieder wichtig!

Ich wünsch Euch auf alle Fälle einen tollen Herbst! Räumt noch rein, was Essbares in

Yacon

Yacon, ein Inkagemüse

den Beeten ist und nicht draußen bleiben kann! Meine Yacon zum Beispiel werde ich die nächsten Tage auch aus dem Topf nehmen, die Wurzeln ernten, die Brutknollen wieder topfen und einwintern. Man weiß ja nie, wann die ersten Fröste zuschlagen werden!

Eure Hanne vom Mienbacher-Waldgarten

 

 

 

 
Mienbacher Waldgarten

Permakultur, Selbstversorgung und noch mehr