Veröffentlicht in Ernte und Haltbarmachen, Permakultur

Krisenvorsorge

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

nein, ich möchte hier nicht wie alle anderen Angst verbreiten! „Krisenvorsorge“ ist gerade ein Schlagwort, das öfter zu hören ist. Und wisst Ihr was? Mich als Permakultur-Gärtner juckt das nicht im Geringsten! Wieso? Weil ich ja sowieso meine Familie aus dem Garten versorge. Aber nicht, weil wir eine Krise hatten oder haben, sondern weil es mich absolut befriedigt meine Familie mit leckeren, frischen Lebensmitteln zu versorgen. Ich geh nicht gerne einkaufen. Momentan sowieso nicht! Mein Vorratsschrank ist immer noch gut gefüllt vom letzten Jahr! Natürlich kaufe ich Getreide und Reis, auch Linsen, Zucker, Öl usw. zu. Alles kann man einfach nicht selbst produzieren. Aber das kaufe ich dann als Sackware! Somit spare ich auch Müll. Und ja, auch die Tierhaltung bereichert meine Selbstversorgung. Heute waren die Rammler ausgebüchst. Zwei sind verschwunden und einer starb am Schock vom Einfangen. Der wurde dann gleich verarbeitet. Besser als nur zu verscharren! Somit konnte er noch einen Zweck erfüllen und füllt uns nächsten Sonntag den Magen mit einem leckeren Essen. Tierhaltung ist für die Notzeit, besonders im Winter, wenn der Garten nichts hergibt, ich aber trotzdem im Kalten draußen arbeiten muß. Da gibt mir Fleisch die notwendige Energie. Einmal in der Woche reicht, so wie es auch Dr. Bruker sagte: „Essen wie ein Bauer vor einhundert Jahren“. Das mach ich doch sehr gerne! Es war damals harte Arbeit, aber sie hatten gutes Essen! Und Dankbarkeit dafür! Auch wir empfinden sehr viel Dankbarkeit, wenn wir unsere eigenen Tiere auf dem Tisch haben. Es ist dann immer ein noch bewußteres Essen. Generell achte ich sehr auf Regionales und Saisonales Essen! Gurken und Tomaten, auch ‚Beeren gibt es nur, wenn es sie bei uns im Garten gibt! Von Juli bis November! Danach gibt es Rüben, Kohl und weiteres. Obst wird eingeweckt, zu Marmeladen und Sirups verarbeitet, Kräuter und weiteres Gemüse wird fermentiert oder in Essig eingekocht. Es gibt so viele leckere Verarbeitungsmöglichkeiten!

Aber es muß jeder selbst entscheiden, wie er gerne leben möchte! Mir ist es möglich so paradiesisch zu leben und ob mit oder ohne Tierhaltung: ich würde es jedem wünschen sich selbst versorgen zu können!

Sich selbst versorgen im Einklang mit der Natur, das verwenden als Essen, was die Natur gerade bietet! Dazu gehören auch Wildkräuter und Wildobst, Dauergemüse, das einmal angepflanzt immer wieder kommt, oder aber auch das komplette Gemüse! Als Beispiel: Wir sind es gewöhnt vom Blumenkohl nur die weiße Blume zu essen und den Rest zu kompostieren! In anderen Ländern sehen sie die Blume als wertlos an und essen die leckeren Blätter! Es ist einzig und allein die Zubereitung, die es ausmacht. Schaut einfach mal über den Tellerrand des begrenzten und gewohnten Wissens. Es gibt so viel mehr! Sammelt doch mal dieses Wissen! Werdet zu Forschern! Erforscht Pflanzen und Rezepte und füllt damit Eure Speisekammer! Schaut Euch nach idealen Wohngemeinschaften oder Plätzen um, wo Ihr Euch wohlfühlen könnt. Das ist egal, ob in der Stadt, oder auf dem Land. Ihr müßt Euch so fühlen, dass Ihr Euch genau am rechten Fleck fühlt! Lebt ein glückliches Leben, ein erfülltes Leben! Das bekommt man im Übrigen nicht, mit dem Anhäufen von Konsumgütern! Selbst Schokolade hilft da nur bedingt ;-).

Krisenvorsorge beginnt auch damit, die richtigen Menschen um sich zu haben! Sich einem Dach über den Kopf und einer warmen Stube sicher zu sein (wie heizt Ihr eigentlich?). Zu wissen, wie man Kleidung repariert und vielleicht auch herstellt, sein Brot bäckt oder einen Garten anlegt. Wissen kann einem keiner nehmen!

Dazu noch kurz 2 Buchtipps, die ganz neu erschienen sind: 1. Wie wir leben könnten, von Theresa Mai von Wohnwagon, ein Buch mit vielen ungewohnten Ansätzen, mit Ideen, mit Inspiration, aber auch ein kleiner Einblick in die Entstehung der Firma Wohnwagon, die ich seit ihrem ersten Crowdfunding beobachte und gedanklich begleite. Liebe Theresa, ein gelungenes Buch! Und

2. das zweite Buch von meiner lieben Kollegin und Permakultur-Mit-Diplomantin bei der Permakultur-Akademie im Alpenraum (PIA), Sigrid Drage: Wie du dein eigenes Saatgut gewinnst – und so ein kleines Stück Welt rettest. Alte Sorten erhalten, Pflanzenvielfalt feiern, unabhängig sein. Da ich Sigrids Garten vor einigen Jahren kennenlernen durfte, ist es für mich auch ein kleines Stück Erinnerung an unseren Diplomantinnen-Kurs bzw. Treffen. Ein Basisbuch mit viel Erfahrung und Wissen im Saatgut-Kultivieren, das immens viel Spaß vermittelt! Also kein trockenes Wissensbuch!

Beide Bücher sind beim Löwenzahn-Verlag erschienen, im regionalen Buchhandel erhältlich, oder bei mir unter www.waldgartenprodukte.de

Ich hoffe, ich konnte Euch wieder etwas inspirieren und zum Nachdenken anregen, wir sitzen jetzt Ende Mai schon wieder in einer Riesen-Fülle. Mometan bin ich zwar noch beschäftigt mit Gemüsepflänzchen nach draußen bringen, aber die ersten Sirups stehen schon an: Löwenzahnblütensirup, Fichtenspitzensirup, Melissensirup usw. Langsam aber sicher werden all die gesammelten leeren Flaschen und Gläser wieder für den nächsten Winter, der bestimmt kommen wird, gefüllt.

Wünsche Euch alles Gute beim Erforschen, Wissen und Erfahrungen sammeln und kommt ins TUN!

Eure Hanne vom Mienbacher Waldgarten

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Permakultur, Beruf und/oder Berufung

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

heute möchte ich mit Euch etwas teilen, was mir als Frage sehr oft gestellt wird.

„Kann man denn von Permakultur leben? Was für ein Beruf ist das denn?“

Ja, Permakulturist, oder Permakultur-Designer ist ein richtiger Berufszweig. Die Ausbildung ist jedoch relativ autark, sprich eigenständig. Es gibt einen weltweiten Schulungsplan, nach dem Curriculum von Bill Mollison, dem Begründer der Permakultur. Nach diesem Plan richtet sich die 72 – 84 Stunden Grundausbildung mit abschließendem Zertifikat, weltweit! Danach weiß man dann ungefähr, dass man nichts weiß. Jedenfalls ist es mir so vorgekommen. Jeder bekommt dann den Blick dafür, wo er/sie noch Weiterbildung braucht. Permakulturisten werden selten oder nur für kurze Zeiträume im Angestelltenverhältnis arbeiten können. Es ist eher die Ausnahme, nicht die Regel. Die meisten erfolgreichen Permakulturisten arbeiten selbständig, eigenständig. Mit eigenem Projekt, mit Schulungen, mit Lebensmittelproduktion, mit Saatgutproduktion, mit Projekt-Planungen, mit einer Manufaktur für Destillate, Naturkosmetik, Seifen, Öle, Essige, Aufstriche usw., mit Direktvermarktung, im pädagogischen Bereich, Gemeinschaftsbildung, Gemeinschaftsversorgung, in der Entwicklungshilfe usw. Permakulturisten sind kreative Leute, sie TUN, sie beraten,… Wer kein Macher ist, wird in der Permakultur wenig Erfolgsaussichten haben. Permakulturisten experimentieren, forschen, bohren sich durch bis zum Kern, um ihr Ziel und die Erfahrung zu erreichen.

Sehr viele Menschen hegen den Wunsch als Permakulturist beruflich tätig zu sein. Einen Gegenpol zum momentanen Beruf zu haben. Doch ja, es ist mit Eigenverantwortung verbunden, mit Risikobereitschaft, mit Ausstieg aus dem wohlgeformten System, das uns vermeintlich Sicherheit bietet. Die Permakultur jedoch bietet eine andere Sicherheit, denn Wissen kann einem keiner nehmen.

Permakulturisten kreieren Oasen der Versorgung und Sicherheit, für sich und für andere. Sie vermitteln was es heißt ein bodenständiges, zufriedenes Leben zu führen. Oft haben erfolgreiche Permakulturisten bereits alle Lebensphasen durch, sie sind reich an beruflicher, menschlicher, wirtschaftlicher Erfahrung. Permakulturisten wissen, wie man eine Speisekammer füllt und sie mit Freunden gemeinschaftlich wieder leert ;-).

Es ist Zeit, allerhöchste Zeit, besonders jetzt in dieser Phase der Ängste weltweit, dass wir wieder Bodenkontakt bekommen. Sicherheit in unserem Tun, in unserer wirtschaftlichen Arbeit und Zufriedenheit und Glück erleben in unserem Sein. Jeder ist für sich jetzt gefordert sich die Frage zu stellen, ob es Sinn macht, sein Leben wie bisher im Hamsterrad weiterzuleben, oder sich nebenbei Sicherheit im Wissen und im Tun erarbeitet. Es hat doch jetzt jeder Zeit, in den Urlaub kann sowieso nicht gefahren werden, nutzt diese Zeit. Nutzt Eure Gärten rund um Euch herum, „sprengt“ den Rasen und baut Euer Gemüse und Euer Obst selber an. Buddelt Erdmieten, haltet Hühner, schließt die Kreisläufe, kauft das, was Ihr nicht selbst produzieren könnt beim regionalen Direktvermarkterlandwirt. Schließt Euch mit erfahrenen Gärtnern zusammen, werdet Mitglied im Gartenbauverein oder Geflügelzuchtverein. Schaut, was in Eurer eigenen Region los ist zum Thema Regionalvermarktung, Transition, gibt es vielleicht im Umkreis noch Menschen, die einen Naturgarten/Versorgergarten betreiben, gibt es in der Nähe eine solidarische Landwirtschaft, wo man mitarbeiten könnte, oder Gemeinschaftsgärten. Der Austausch ist so wichtig. Kapselt Euch nicht ab, bewahrt Eure Menschlichkeit während dieser Zeit der Einschränkungen. Gibt es vielleicht Tauschkreise? Schaut Euch um? Und sollte es wirklich noch nichts dergleichen geben in Eurem Umkreis, dann seit Ihr vielleicht diejenigen, die diesen Impuls geben müsst und aktiv werden müsst.

Verliert den Anschluß nicht, zu Euch selbst und zur Umwelt um Euch herum. Legt Eure Ängste ab, die machen Euch nur krank und werdet aktiv.

So habt Ihr zumindest Eure Berufung gefunden und vielleicht wird diese Berufung auch mal zu einem Beruf! Ausgetretene Pfade gibt es genug, sucht Euch neue!

  • Sorge für die Erde
  • Sorge für die Menschen
  • Teile gerecht

Das ist die Ethik der Permakultur. Und wenn Ihr erst einmal begonnen habt diesen Weg zu gehen, werden immer neue Türen aufgehen und Euch den Weg weitergehen lassen.

Macht Eure Hände schmutzig und produziert Euer eigenes Essen, dann bleibt Ihr auch gesund. Es ist zufriedenstellender als weit weg in den Urlaub zu fliegen.

Aber nein, dieser Artikel soll keine Moralpredigt sein. Es ist nur eine Aufforderung über den goldenen Hamsterkäfig hinaus zu sehen. Denn es ist Zeit!

Die Permakultur beginnt zwar im Garten, sie greift jedoch auch in diese Bereiche des Lebens ein:

Ihr seht also, es ist ein sehr vielseitiger Beruf, in dem man nie und nimmer auslernen kann! Das, genau das macht es so spannend. Wir denken dabei für Generationen voraus, für unsere Kinder, Enkel, Urenkel usw. Das alte Wissen weitergeben, neue Erfahrungen dazumischen, Kreisläufe schließen und schon sind wir in der Permakultur.

Ja, ich selbst bin hauptberuflich Permakulturistin, bewirtschafte einen Lehrgarten, eine Nutztier Arche, eine kleine Gärtnerei, schreibe Artikel und mittlerweile hab ich auch ein Buch heraus gebracht. Alles hat seine Zeit gebraucht, das funktioniert nicht vom ersten Tag an. Aber ist das nicht in jedem Beruf so? Auf die Ausbildung folgt die Gesellenzeit, in der Erfahrungen gemacht werden müssen, manchmal dabei auch schmerzhafte und erst dann folgt die Meisterzeit.

Ich möchte Euch einladen in die Permakultur hinein zu schnuppern. Bei einer Führung durch meinen permakulturellen Lehrgarten (funktioniert auch kontaktlos, jedoch mit Anmeldung!) oder bei einem Praktikum. Werdet Mitglied bei Wwoof und schnuppert hinein, macht kreativen Aktiv-Urlaub! Macht die Basisausbildung in der Permakultur und versucht dieses Wissen in Eurer Berufssparte mit einfließen zu lassen! Betreibt Zustandsverbesserung und ihr werdet sehen, wie sich die Welt um Euch herum verändert. Klein, langsam aber stetig!

Schließt euch tollen Projekten an, es gibt schon so viele, die Unterstützung brauchen und nichts braucht mehr neu erfunden zu werden, die Grundstruktur ist schon da. Schaut Euch einfach nur mal um, bleibt mutig und werdet aktiv (das ist jetzt kein Aufruf zur Revolution, man kann auch innerhalb der Einschränkungen sehr gut aktiv sein!)

Wollte Euch nur mal zum denken anregen, aber wenn Ihr das hier lest, dann seid Ihr ja sowieso schon auf der Suche ;-).

Eure Hanne vom Mienbacher Waldgarten

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Permakultur im Frühling

Oh, liebe Freunde,

es ist wieder viel passiert! Die Bruteier sind im Brutapparat, die Krokusse und Narzissen spitzen aus der Erde, neue Beete entstehen, die Enten beginnen mit ihren Gelegen, die Vögel streiten sich um die neuen Nisthilfen, 2 neue Laufentenerpel und 2 Zwerghasen wurden aufgenommen (sie durften nicht mit nach Schweden auswandern!), mein Buch ist endlich rausgekommen und es passiert so viel, wirklich, aber der Tag hat viel zu wenig Stunden. Gefühlt möchte ich noch viel mehr tun, doch die Nacht bricht täglich immer so plötzlich herein ;-).

Ich fang jetzt mal von Vorne an. Neu ist definitiv, dass ich die Sonnenfalle zum Kraterbeet umformen wollte, jetzt aber eher ein Hügelbeet in U-Form in der Sonnenfalle entstanden ist. Aber keine Angst, ich modeliere noch! Aber an den Bildern könnt Ihr schön den Aufbau erkennen! Die Papiersäcke am Boden sind zum unterdrücken der Brennesselbestände, die sich in der Sonnenfalle breit gemacht haben, zusammen mit der Apfelminze und der ausdauernden Kresse. Achja, Himbeeren haben da auch noch mitgespielt, so dass meine gepflanzten Kulturen oft gar keine Chance mehr hatten. Das soll heuer definitiv anders werden! Abgedeckt wird der obere Bereich mit Intensivkompost, wahrscheinlich aber auch noch etwas Extensivkompost und natürlich wieder Mulchmasse obendrauf. Dies wird wohl Laub werden, davon ist nämlich gerade noch genug vorhanden. Darüber kommt natürlich dann noch Maschendrahtzaun, damit unsere Hühner das Ganze nicht zu sehr durcharbeiten!

Die Obstbäume sind jetzt zum Glück auch alle geschnitten! Das ist für mich immer der Hauptakt im Vorfrühling! Das bringt mir dann auch immer ein gutes Gefühl für die Bäume und ich stell mir dann auch immer vor, wie sie mit Behang aussehen werden. Bin also gedanklich bereits schon wieder im Spätsommer! Beim Ernten! Dabei muß jetzt erst alles zu blühen beginnen! Aber das kommt davon, wenn man durch und durch mit den Jahreszeiten und als Selbstversorger lebt ;-).

Ich zeig Euch jetzt einfach noch ein paar Bilder! Es heißt ja, die sagen mehr als tausend Worte!

Achja, und mein Buch ist richtig schön geworden. Inspirierend mit vielen tollen Bildern aus meiner Arbeitszeit im Waldgarten von fast 12 Jahren. Es soll Euch zum Nachmachen anregen, ein Ideengeber sein und Euch motivieren, dass es eigentlich ganz einfach ist, sein Gemüse, Beeren und Obst selbst zu produzieren, mit den Regeln der Permakultur! Bestellen könnt Ihr das Buch natürlich bei mir im Shop unter www.waldgartenprodukte.de.

Somit wünsche ich euch eine tolle Anbauzeit, wunderschöne Stunden im Garten, und, achja, Saatgut gibts bei mir auch noch! Schaut einfach mal rein in den Shop.

Eure Hanne vom Mienbacher Waldgarten

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Alles aus dem eigenen Garten

Das wäre schön, oder? Alles aus dem eigenen Garten ernten zu können, total unabhängig vom Supermarkt. Einen Paradiesgarten zu haben, wo man einfach durchschlendert und naschen kann nach Herzenslust. Im Herbst eine volle Vorratskammer zu haben um sich daraus dann einfach bedienen zu können. Ein schönes Bild, oder? Also mich hat diese Vorstellung nicht mehr losgelassen, und ja, ich kann sagen, ich hab das fast erreicht. Bis auf Getreide, Öl, Zucker und Salz hab ich in meinem Garten alles, was ich so brauche, um ein glückliches und zufriedenes Leben führen zu können.

Und so einiges geht sogar schon auf dem Balkon! Was Ihr dazu braucht?

  • Wissen wie es geht
  • Gute Erde und Dünger
  • Gutes Saatgut
  • Liebe und eine Vision dazu wie es werden soll

Wissen kann ich Euch weitergeben. Mein Buch erscheint etwa Mitte März, Ihr könnt es bereits vorbestellen, oben unter Publikationen.

Gute Erde könnt Ihr mit Hilfe von Kompost, Wurmfarm usw. selbst herstellen, einen guten Starter für den weiteren Bodenaufbau, – reparatur und -vernetzungsleitungen zwischen den Wurzeln könnt Ihr ebenfalls bei mir bekommen.

Gutes Saatgut aus eigener robuster Waldgartenvermehrung oder von Bingenheimer ebenso

Waldgarten-Saatgut, samenecht

Die Liebe und die Vision, da kann ich Euch nicht helfen, das müßt Ihr schon selber mitbringen.

Die letzten Jahre hab ich viel am Aufbau meines Lehrgartens für Permakultur gearbeitet, bin einige Male umgezogen, doch jetzt darf ich direkt neben meinem Garten wohnen, habe zum Glück Platz für die Selbstversorgung und meine Tiere, die ich gerne als Mitarbeiter bezeichne. Doch ohne ein starkes Netzwerk im Hintergrund wäre das alles nicht möglich gewesen. Alleinkämpfer sein ist nicht schön und zermürbt mit der Zeit. Außerdem kann auch nicht alles im eigenen Garten wachsen, auch wenn er groß ist. Es ist auch eine Sache der Zeit diesen zu bewirtschaften. Deshalb ist es eher besser, wenn der Garten nicht so groß ist, dafür das Netzwerk stärker. Gerade jetzt in Corona-Zeiten ist es wichtig sich nicht zu verschanzen und Kontakte nach außen abzubrechen. Natürlich sollt Ihr daheim bleiben, keine Rede, doch wir können trotzdem Netzwerke aufbauen. Wir haben so viele Werkzeuge zur Verfügung! Telefon, Email, soziale Medien wie facebook, instagram und wie sie alle heißen, Whatsapp, Telegram und viele weitere. Ja, dazu sind wir auf Technik angewiesen. Schule funktioniert auch nur noch so, und ich glaube, es schadet nichts, wenn wir uns da langsam daran gewöhnen. Und der größte Segen: die Post und all ihre Lieferdienste. So kann an Saatguttauschpaketen teilgenommen werden, an Saatguterhaltungsprogrammen, an Erfahrungsaustausch, an Fotowettbewerben usw., es ist so viel möglich! Und die Kinder haben die Chance daheim mitzuwerkeln und die wirklich wichtigen Sachen zu lernen. Nämlich den Anbau von Essen und das Zubereiten dessen. Das Genießen des Summen und Brummen im Garten und das wichtige Beobachten draußen. Sonst wird es in Zukunft nur noch Kinder mit viereckigen Augen geben ;-).

Leute, die Zukunft liegt im Garten und wenn Ihr keinen habt, dann schaut, wo die nächste solidarische Landwirtschaft ist und wenn keine in der Nähe ist, dann gründet eine, zusammen mit einem kooperativen Landwirt. Pflegt das Miteinander, auch wenn wir Abstand halten müssen. Produziert Essen in der Region! Und ernährt Euch gesund, bewegt Euch an der frischen Luft und genießt die Zufriedenheit, die eine volle Speisekammer mit eigen erzeugten Produkten bietet.

Gerne helfe ich Euch weiter mit meinen Homeoffice-Kursen, oder einer privaten Führung bei mir im Garten. Nutzt den Beratungsgutschein, der bei den Kursen mit inbegriffen ist oder sucht Euch permakulturelle Unterstützung in Eurer Gegend. Besser noch, macht selbst eine Ausbildung mit! Mein Kursprogramm findet Ihr auf www.mienbacher-waldgarten.de und mein komplettes Saatgutangebot findet Ihr auf www.waldgartenprodukte.de.

Hier aber noch gerne meine Saatgutliste:

Gemüsejungpflanzen wird es ab April auch wieder geben, aber diese verschicke ich nicht mehr, also nur noch direkte Abholung oder telefonische Vorbestellung, dann können diese über den BioHofladen abgeholt werden.

Die Voranzuchtzeit beginnt jetzt im Februar mit Chili und Paprika-Pflanzen auf dem warmen Fensterbrett. Also mich kitzelt es jetzt schon in den Fingern und mein komplettes Saatgut ist bereits durchgeforstet und in Aussaatkisten nach Aussaatmonaten geordnet. Naja, mehr oder weniger geordnet! Bis es soweit ist könnt Ihr ja die Vögel füttern. Bei mir hüpft gerade eine Kohlmeise vor dem Bürofenster um das Futterhäuschen rund herum und amüsiert mich mit seinem Gezwitscher.

Bis bald, Eure Hanne vom Mienbacher Waldgarten

PS: Im aktuellen Werde-Magazin findet ihr einen schönen Bericht über den Mienbacher Waldgarten und weitere Waldgärten!

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Herbstzeit, Kreislaufwirtschaft, Nützlingsbiotope

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

und schon sind die Blätter bunt! Eine turbulente Saison liegt hinter mir, die Ernte ist so gut wie eingebracht, das Lager ist voll und langsam kehrt Ruhe ein. Die Ruhe ist zwar noch sehr wankelmütig ;-), aber spürbar zieht die Natur sich zurück, da darf ich das auch machen. Noch dazu, weil ich heuer noch ein Buch schreiben darf! Mehr dazu aber im nächsten Blogbeitrag 😉

Mein letzter Beitrag ist schon wieder 2 Monate her, da muß ich mich wohl bei Euch entschuldigen. Nun, das Eingewöhnen im neuen Haus, bis alles wieder an Ort und Stelle ist und das Ernte verarbeiten haben mich auf Trab gehalten. Das nächste Kursjahr ist auch fertig geplant, nun steht die Waldgartenpflege an. Mittlerweile ist dieser nämlich schon schön herangewachsen, und wo man zuerst peppelnd danebenstand und hoffte, das endlich das Mikroklima sich aufbauen würde, die ersten Früchte heranreifen würden und der Boden sich aufbauen möge, stehe ich nun da, bewaffnet mit Motorsäge und Astschere und schneide aus. Zuviel Schatten ist mittlerweile das Thema. Doch damit fängt die Kreislaufwirtschaft erst richtig an! Jetzt wo das Herausschneiden, das auf Stock setzen beginnt, wird das Laub an die Tiere verfüttert, die Äste gehäckselt, wieder als Hühnereinstreu verwendet und zusammen mit Kohle und Gesteinsmehl, nachdem die Hühner brav ihren Mist mit untergemischt haben, wieder in den Gartenkreislauf entlassen. Beste Voraussetzungen sind das für den Bodenaufbau, beste Voraussetzungen für den Aufbau fruchtbarer Terra Preta. Dieses mit Mist vermischte Hühnereinstreu mit Kohle und Gesteinsmehl wird dann einfach auf die Beete oder unter die Bäume als Mulch gestreut. Die Würmer lieben es und produzieren nebenbei nochmal wertvollen Dünger für die Pflanzen. Die Mikroorganismen, die sich über den Sommer stabilisieren können sich in die poröse Kohle zurückziehen und dort überleben, wo sie normalerweise absterben würden. So kommt der Boden wesentlich schneller ins Gleichgewicht und Schnecken verlieren damit auch ihre Aufgabe und suchen ihr Fressen woanders. Die Positivspirale setzt sich damit in Gang und dauerhafte Fruchtbarkeit im Garten ist somit gegeben.

Auch das Laub, das jetzt von den Bäumen kommt, sollte, außer Eiche und Nusslaub, auf die Beete.

Damit hat der Wurm Futter und Arbeit über den Winter, wenn es nicht zu kalt wird und hält dabei den Boden schön locker. Außerdem bleibt die Winterfeuchtigkeit dann im Boden und wir sorgen damit vor, wenn der Frühling wieder trocken wird. Die Jungpflanzen können dann im Frühling einfach gesetzt werden. Bei Ansaaten muß das Laub natürlich etwas beiseite geschoben werden, damit die Erde frei da liegt und die zarten Keimlinge nach oben schieben können. Wir sparen uns damit Gießarbeiten und Wasser und diese Flächenkompostierung ist einfach eine feine Sache. Grünmasse aus dem Garten sollte also immer im Garten bleiben!

Dabei sollten wir jetzt auch an unsere Igel denken. Und an die Mauswiesel und Marderfamilie, an die Erdkröten, Blindschleichen und sonstigen Nützlinge. Sie brauchen Totholz- und Laubhaufen. Wollen wir also die Nützlinge in unseren Garten locken, dann sollte dieser nicht allzu aufgeräumt sein. Aber auch diese Nützlingsbiotope können wunderschön aussehen und sich toll in den Hausgarten einfügen.

Igelgehege für aufgepeppelte Jungigel aus der Igelstation, bei uns zum Auswildern!

Auch die dürren Stiele der Stauden und Wildblumen sollten über den Winter stehen bleiben. Zum einen sind noch Samen darin, die von Vögel gerne gefressen werden, zum anderen überwintern oft Insekten im Inneren von hohlen Stielen. Es reicht völlig diese im März zu entfernen. Kommt der Frost und der Schnee sehen diese stehengelassenen Stiele oft wunderschön und bizarr aus!

So, das war´s dann wieder für diesen Monat! Genießt Eure Ernte, denkt an die Nützlinge im Garten und macht es Euch drinnen schön gemütlich!

Eure Hanne vom Mienbacher Waldgarten

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Fermentieren und herrliche Düfte

Endlich lässt die Hitze nach. Da macht das Ernten auch wieder Spaß! Nur, was soll mit all dem Geschehen, das nicht sofort weg gegessen und verkocht werden kann? Auch hier gibt es eine tolle Lösung, die noch dazu das Erntegut veredeln, sprich die Vitamine nicht nur erhält, sondern auch noch vermehrt und eine Wohltat für unseren Darm darstellt, das heißt, uns rundum gesund erhält. Ich meine das Fermentieren! Hierzu gibt es bereits einige Bücher. Doch jetzt hat auch ein Freund ein tolles Buch geschrieben, Dietmar Fiebrandt, Referent meiner Selbstversorger-Akademie! Nein, mir gefällt das Buch nicht nur, weil Dietmar ein Freund ist, sondern weil es wirklich sehr praxisbezogen ist. In diesem Buch finde ich jetzt all seine Lieblingsrezepte, die schnell und individuell daheim umgesetzt werden können. Nichts ist kompliziert, alles schön und einfach beschrieben. Einfach herrlich! Und immer, wenn ich wieder so ein Eimerchen voll Gurken, Rote Bete, etwas Kohl, ein Blättchen da und ein Gewürz dort übrig hab, setz ich gleich wieder ein Glas an. So vermehrt sich der Wintervorrat fast täglich und ich freue mich über die bunt gefüllten Gläser, die ich mir dann, bei mir meist abends, in den kühleren Herbst- und Wintertagen schmecken lassen kann. Das Buch könnt Ihr übrigens ganz einfach über meinen Onlineshop bestellen: http://www.waldgartenprodukte.de/epages/63850136.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/63850136/Products/BuBG1

Und noch ein Buch ist bei mir reingeschneit. Das möchte ich Euch auch nicht vorenthalten. Ideal jetzt für Herbst-Winter sich damit auseinander zu setzen. Gerade weil die Düfte ja so einen großen Einfluß auf uns haben. Also ich experimentiere da ja schon länger rum, mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Auch das Ansetzen von Blütenwässern hab ich schon gemacht und ich liebe sie heiß und innig (wenn mir das Ganze nicht grad wieder gekippt ist!). Doch jetzt hab ich ein Buch mit tollen Rezepten und Beschreibungen, jetzt kann nichts mehr schief gehen! Als nächstes Projekt steht dann an, die Hydrolate selbst herzustellen mit einer ganz kleinen küchentauglichen Destille. Kräuter hab ich ja mehr als genug in meinem permakulturellen Waldgarten und die Hausapotheke um Düfte und Hochprozentiges zu erweitern ist auch immer gefragt. Da kribbelt es mir schon wieder extremst in den Fingern! Euch auch?

Neben den ganzen Erntearbeiten kümmere ich mich ja noch um meinen Tierpark. Mittlerweile kann man das glaub ich schon so nennen. Hühner, Enten, Kaninchen, Schweine, Schafe, Ziegen, Hunde und Katzen und was sonst noch so rumläuft. Bin auch zuständig dafür, dass all meine Tiere glücklich sind! Deswegen hab ich meiner Ente Pipilotta, die auf unbefruchteten Eiern saß, da Ihr Gemahl von Reinecke Fuchs gefressen wurde, kurzerhand 10 Kinder besorgt. Nun ist sie glücklich und lebt Ihr Muttersein aus. Keiner hat dafür mehr Verständnis als Ich ;-).

Aber naja, ich würd momentan schon auch einiges abgeben. Wer also an die Erhaltungszucht von Wollschweinen denkt, meine einjährige Petronella und ihre Tochter Nudel (4 Monate) suchen einen neuen Wirkungskreis! Ebenso hätt ich einige junge Stallhasen und Grossilber-Rammler abzugeben, vom Frühjahr 2020. Meldet Euch einfach, falls Interesse.

So, nun darf ich mich wieder um das Abendessen meiner Kursteilnehmer kümmern, denn der Seminarbetrieb ist gerade aktiv mit Permakultur-Design beschäftigt! Bin schon auf die Abschlußarbeiten gespannt, da gibt es wieder ein paar tolle Projekte, die bestimmt im Anschluß dieses Kurses umgesetzt werden! So können wir Stück für Stück die Welt ein bißchen vielfältiger und natürlicher gestalten!

Eure Hanne vom Mienbacher Waldgarten

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Manchmal darf man sich neu (er)finden

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

es ist Hochsommer und wieder einmal bin ich spät dran mit meinem Blogeintrag.IMG_20200725_111520

Ich bin allerdings schon wieder umgezogen! Deshalb habt etwas Nachsicht mit mir! Aber keine Bange, jetzt wohne ich ganz nah an meinem permakulturellen Waldgarten. Das ermöglicht mir auch die Haltung von Ziegen und Schafen. Und das ist wirklich notwendig! Da mir ja mein Einachsschlepper mit abgebrannt ist, ich hab es Euch im Februar berichtet, brauche ich jetzt dringend neue Määhgeräte! Stets hab ich gesagt, nie kommen mir Ziegen her. Aber wie heißt es so schön, sag niemals nie! Es war jedenfalls Liebe auf den ersten Blick und ich würde „Blume“, „Milli“ und „Zenzi“ nicht mehr hergeben! Mit den Leinen brauchen wir noch etwas Übung, aber auch das klappt täglich besser, so dass ich sie individueller im Waldgarten einsetzen kann.

Der Umzug hat mich wieder einiges an Kraft gekostet. Bin ja erst letztes Jahr auf einen Mehrgenerationenwohnen Hof gezogen. Doch ich habe gemerkt, ich brauche einfach die Ruhe. Nur so kann ich mich gut auf Führungen und Kurse in der Selbstversorger-Akademie vorbereiten und danach aber auch wieder erholen. So schön das Gemeinschaftsleben auch sein kann. Platz hab ich jetzt, im neuen Haus, genug und ich kann mich jetzt wieder entfalten, neu finden, Kraft tanken, wieder kreativ werden usw. Manchmal ist es gut, wenn man sich ein gutes Stück zurücknimmt, wieder selbst reflektiert, auf die Umgebung achtet und sich erst einmal wieder orientiert, neu ausrichtet, schauen wo man steht und wo man wirklich hinmöchte. Kennt Ihr das? Was ist mir im Leben wirklich wichtig, wo möchte ich hin, auf was kann ich nicht verzichten und wo kommt die Energie dafür her? Die Permakultur bietet auch hier durch ihre Prinzipien einen kleinen Wegweiser. Und warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Denn oft haben wir die Lösung direkt vor unseren Augen und wir sehen es nicht.IMG_20200721_104517

Dabei ist das Leben so schön. Der Garten bietet täglich kleine Wunder zu bestaunen. Alleine schon die Insektenpracht auf den verschiedenen Wildblumen, besonders die Doldenblütler faszinieren mich dabei immer wieder. Die Vogelnester in den Rosenbüschen oder in den Johannisbeeren. Unsichtbar, doch plötzlich hörbar! Bis sie ausfliegen, die kleinen Nestflüchter, noch unsicher, doch in Begleitung der Eltern. Das Leben geht stetig weiter, unberührt von unseren Sorgen und Nichtigkeiten.IMG_20200627_093318

Wir haben zurzeit viele Gäste im Waldgarten, Wohnmobiler über das Landvergnügen-Programm, oder Gäste, die unsere Hütten des Wildniscamps über Airbnb gebucht haben und dann unvermutet mitten im Gesummse und Gebrummse unseres Permakultur- und Naturgartens stehen. Bis jetzt waren alle immer sehr begeistert und ich hoffe sehr, dass mein Garten alle Besucher etwas inspiriert, dies auch zuhause im Hausgarten umzusetzen. Inspirieren, das ist es, was ich auch mit diesem Blog bezwecke. Und zwar Euch, meine lieben Leser. Inspirieren zu mehr Natürlichkeit, zu mehr Ursprung, zurück zu mehr Selbstversorgung. Weg vom gekünstelten, weg vom Rechtwinkligen, weg von hyperordentlich. Denn die Natur hat ihre eigene Ordnung. Das müssen wir wieder verstehen lernen. Genauso wie wir wieder lernen dürfen, wie wir unsere eigenen Lebensmittel anbauen und Verantwortung für unser Essen und das Essen unserer Familie übernehmen werden müssen, sofern wir in Zukunft auch noch gesund leben wollen!

Ich weiß, heute bin ich wieder sehr philosophisch unterwegs, dafür liefere ich Euch hier aber jede Menge Bilder aus der Praxis!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Geht also auf die Suche nach Euren wahren Wünschen, nach dem Ursprung in Euch. Vielleicht legt Ihr einfach mal Eure Hände in die Erde, um zu spüren, wie gut das tut! Pflanzen ist immer das für mich einzig wahre Mittel, um runterzukommen. Um wieder klarer denken zu können, wenn es im Alltag einfach wieder mal zu viel wird. Zum Glück hab ich gerade wieder viel genug zu pflanzen!

HanneGenießt den Hochsommer in vollen Zügen und denkt dabei Eure Speisekammern zu füllen!

Eure Hanne vom Mienbacher Waldgarten

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Gründung einer Selbstversorger-Community

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

heute möchte ich Euch auf zwei junge Leute aufmerksam machen, die viel vorhaben! Sie wissen genau, wo sie hinmöchten und das finde ich mit dem Alter von 20 und 21 Jahren  schon genial!

Ich habe Ihnen ein paar Fragen stellen dürfen und hier könnt ihr es gerne nachlesen:

Hallo Freja und Lenny, Ihr möchtet eine Selbstversorger-Community gründen und sammelt dafür zurzeit Geld über Crowdfunding. Wie habt Ihr Euch das vorgestellt? Wollt ihr denn dann auch auf diesem Stück Land leben? Sollte es ein ganzer Bauernhof sein mit mehrern optionalen Wohnungen? Oder sollte es „nur“ ein leeres Feld sein, dass Ihr nach Euren Wünschen anlegen könnt?

01_F858881F-6F92-4880-A96E-6A1C5577D337Wir hoffen, ein Feld kaufen zu können, um damit eine größere Veränderung für die Natur vorzunehmen und flexibler im Design zu sein.
Dann möchten wir darauf unser Zelt aufschlagen und mit dem Design beginnen.
Als erstes möchten wir einen Gemüsegarten anlegen. Danach die Wasserstrukturen und größeren Bepflanzungen, wie den Food Forest.
Wir werden auf dem Land leben und einen Gemeinschaftsort errichten, auf der Menschen ihre Zelte aufbauen und rund um die Farm helfen können.

Auf langer Sicht wollen wir diesen Gemeinschaftsort gerne in eine richtige Lernumgebung schaffen, in der sich alle austauschen und voneinander lernen können.
Wir möchten in Zukunft auch ein Cob Haus für uns und den Gemeinschaftsort bauen sowie womöglich auch für Menschen, die sich uns anschließen.

Die Farm soll ein Ort der Inspiration und Quelle von Werkzeugen sein, mit denen die Menschen anschließend ihre eigenen nachhaltigen Projekte starten können.

Ihr seid ja doch eigentlich noch sehr jung. Was hat Euch auf diese Idee gebracht? Welche Vorbildung habt Ihr in diesem Bereich?

Uns beide beschäftigt schon seit langem die Frage, wie wir mithelfen können, die Auswirkungen der Menschheit auf diesen Planeten zu verringern.
Wir möchten unser Leben der positiven Veränderung unserer Spezies widmen und bei der Suche nach Lösungen dafür, sind wir unter anderem auf Permakultur gestoßen.
Seitdem arbeiten wir darauf hin, unser Leben dementsprechend anzupassen.

Wir haben über Workaway auf verschiedenen Permakultur-Farmen in Frankreich und Spanien gearbeitet, an einem PDC Kurs von Geoff Lawton teilgenommen, viel Lektüre von Bill Mollison, David Holmgren, Martin Crawford und anderen gelesen, sowie einen ersten eigenen Permakultur Gemüsegarten bei uns daheim angelegt.
Nun möchten wir nicht mehr nur in einem Garten leben, sondern naturverbundener und ein größeres Projekt starten.

Wieviele Leute sollen denn dann bei Euch mitarbeiten?
In Eurem Filmchen auf startnext sagt Ihr, Ihr wollt Euer Wissen teilen. Welchen Plan habt Ihr in Bezug auf dieses Teilen von Wissen? Soll das vor Ort geschehen? Möchtet Ihr viele Besucher auf Eurem Stück Land haben, oder soll das eher im modernen Stil über das Internet ablaufen?03_The OTHER ONE VIBRANCE

Wir möchten Menschen willkommen heißen und mit ihenen zusammen lernen, wie wir für unsere eigenen Bedürfnisse im Einklang mit der Natur sorgen können. Das möchten wir in Form von gemeinsamen Projekten und Aktionen machen, sowie Workshops, wo jemand, der das Wissen hat, es der Gemeinschaft beibringt.
Unsere Erfahrungen und unseren Weg möchten wir gerne über Social Media teilen, um mehr Menschen zu erreichen und gerade jungere dafür zu begeistern.
Wenn wir einmal genug Erfahrung und Wissen erlangt haben, welches wir anderen Menschen weitergeben können, möchten wir gerne kostenfreie Kurse und Aktionen dazu anbieten.
Wir wollen Menschen auch die Möglichkeit geben, für längere Zeit bei uns mitzuhelfen.
Wichitg für uns ist jedoch, dass dies immer aus freier Basis geschieht. Jeder darf selbst entscheiden, ob, wann, wo, was und wieviel mitgeholfen wird, da wir Menschen dafür öffnen wollen, spontan zu sein oder auch einfach der Natur zu lauschen. 🙂

Wie weit seid Ihr in Eurem Visionieren? Gibt es bereits einen Gartenplan?

Ein Design haben wir noch nicht erstellt, da wir das Land noch nicht haben. Wir möchten jedoch in etwa ein fünftel des Landes der Natur überlassen und mehr als die Hälfte in Food Forests verwandeln. Zusätzlich wird es gut geplante Wasserstrukturen mit Dämmen, Teichen und Swales etc. geben.

Seid Ihr ortsgebunden, oder kann das Grundstück irgendwo in Europa liegen?

Wir sind sehr offen, wo das Projekt ausgetragen wird. Aber es wird in Europa stattfinden.

Was liegt Euch sonst noch so auf dem Herzen, was Ihr den Lesern gerne noch sagen möchtet?

Unsere erschaffene Welt nimmt einen Kurs an, der für niemanden mehr gut ist.
Wir brauchen gerade deshalb dringend eine Wandlung zu Nachhaltigkeit, die von uns Menschen ausgeht und mit der Veränderung unseres Lebensstils, unserer Gewohnheiten und unseren Denk-/Arbeitsweisen zusammenhängt.
Wir wollen mit unserem Projekt in diese Richtung gehen und andere Menschen dazu inspirieren, gleiches zu tun. Gerade junge Menschen, die die Welt von morgen leiten werden, wollen wir von dieser Alternative begeistern und hin zu einer natürlicheren, gesünderen Welt bewegen.

Wenn du uns bei unserem Crowdfund unterstützt, kannst du uns dabei helfen, diesem Ziel näher zu kommen. Du brauchst dazu keine Unmengen aufbringen, um uns zu unterstützen.

Jeder auch so kleine Betrag zählt und wird dabei helfen, unser Projekt umzusetzen 😉
Vielen Dank

Hier sind ein Paar Links zu uns und unserem Projekt 🙂

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Somit bedanke ich mich bei Euch und hoffe, Ihr kommt Eurem Ziel schon sehr bald näher und könnt schnellstmöglichst mit der Umsetzung beginnen!

Eure Hanne vom Mienbacher Waldgarten

Veröffentlicht in Permakultur

Zauberworte für die Zukunft: Regional und saisonal!

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

noch immer darf ich keine Kurse geben und auch keine Führungen bei mir im IMG_20200502_094439Mienbacher Waldgarten. Deshalb hab ich mich jetzt entschlossen, die Maiführung alleine zu machen, sie aber zu filmen. Natürlich bin ich darin ein absoluter Laie, aber ich stelle Euch nun die Waldgartenführung, hier im ersten Teil zur Verfügung! Dann kann ich Euch wenigstens ein bißchen von dem Glück abgeben, dass ich gerade in meinem Selbstversorger-Permakultur-Waldgarten empfinde, in all der Wachstumsfülle! Die nächsten Teile, bis die ganze Führung online steht, könnt Ihr die nächste Zeit auf Youtube erleben!

Momentan bin ich damit beschäftigt, die ganzen Pflänzchen in die Erde zu bringen. Und obwohl ich doch sehr viele Beete habe, merke ich gerade schon wieder, der Platz geht aus! Aber das passiert mir jedes Jahr ;-).IMG_20200513_101848

IMG_20200511_124802Wie sieht es bei Euch aus? Habt Ihr genügend Gartenfläche, um Euch selbst zu versorgen? Bestimmt müßt Ihr aber auch das ein oder andere zukaufen, oder? Wo kauft Ihr denn? Im Supermarkt, wo alle kaufen? Schon mal genau darauf geachtet, wo Euer Essen herkommt, und wie es erzeugt wird? Gerade jetzt in der Corona-Zeit werden die ganzen Misstände aufgedeckt. Viele Corona-Fälle treten da auf, wo menschenunwürdig gearbeitet wird. Z. B. bei uns im Nachbarlandkreis in Schlachthöfen. Wo in Schichtarbeit sich mehrere Arbeiter ein Bett nacheinander teilen müssen und sich natürlich dann gegenseitig anstecken. Welches Fleisch wird dort verarbeitet? Natürlich nur billigste Qualität. Schon mal gesehen, wo das Gemüse aus Spanien alles erzeugt wird? Sagt Euch Almeria was? Dazu sind die Filme: „We feed the World“ und „Unser täglich Brot“ wirklich zu empfehlen. Mir geht es aber nicht nur darum, wo und wie unser Essen hergestellt wird. Mir geht es eher darum, wo Ihr Euer Essen herbekommt, sollte aufgrund von Pandemien oder ähnlichem, die Grenzen auch für den Lieferverkehr dicht gemacht werden. Schon mal darüber nachgedacht? Die Bauern, die jetzt ihre Kunden haben, werden später auch nicht mehr produzieren können und natürlich zuerst Ihre Stammkunden bedienen. Also ich würde das jedenfalls so machen. Kunden, die immer schon zu mir gekommen sind würde ich bedienen, und Kunden, die aufgrund irgendeiner Krise erst dann zu mir kämen, die müssten halt warten, ob irgendetwas übrig bleibt! Wer in guten Zeiten seine Ernährungsnetzwerke aufgebaut hat, der hat auch in schlechten Zeiten zu essen! Und sich schon mal darüber Gedanken zu machen, was man alles an Vorräten zu Hause haben könnte, wäre auch sinnvoll.

 

Jetzt beginnt die Zeit der Fülle, man muß es nur wissen, nehmen, verarbeiten, dann hat man für den Winter vorgesorgt.

Also, was ist zu tun:

– schauen, welche Direktvermarkter gibt es um mich rum! Was bekomme ich in der Region und vor allen Dingen aus der Region kaufen!

– brauche ich wirklich immer Bananen und sonstige Südfrüchte? Wann gibt es heimisches Obst, Beeren, Gemüse? Was kann ich zu gegebenerzeit vor Ort einkaufen und dann dörren, einkochen, milchsauer einlegen (fermentieren) usw.

-was kann an Wildobst, Wildkräuter, Wildgemüse in meiner Region gesammelt werden und wie kann ich es weiter verarbeiten?

– welche Flächen könnte ich noch nutzen, um selbst Obst und Gemüse anzubauen? Gibt es vielleicht eine solidarische Landwirtschaft bei mir in der Nähe? Gibt es Gemeinschaftsgärten, wo ich mitarbeiten und lernen könnte?

– wo gibt es Bauern, die direkt Fleisch vermarkten, bzw. könnte ich ein Tier leasen, um dem Bauern die Bewirtschaftung zu ermöglichen und mir gute Qualität liefert?

IMG_20200513_100939Ich denke, die momentane Krise zeigt uns allen auf, dass es schnell gehen kann, dass es Situationen gibt, die uns ans Haus fesseln, oder das es unangenehm werden kann, wenn man zum Einkaufen zwischen anderen Maskenträgern gar nicht mehr ans Bummeln beim Einkaufen denken mag. Es ist einfach schöner, die Leute zu kennen, die meine Lebensmittel produzieren, nette Worte beim Einkauf in aller Ruhe wechseln kann und dann beruhigt und zufrieden das bewußte Essen auch zubereiten darf.

Es ist eine gewisse Art des Zusammenhaltens in der Krise, wenn man die Region unterstützt. Sorge für die Erde, sorge für den Menschen und Teile gerecht! Die drei Ethikpunkte der Permakultur. Es geht jetzt nur noch darum sie zu leben!

Wenn Ihr mich untersützen wollt, in meiner Arbeit, dann schaut doch mal rein auf www.waldgartenprodukte.de, unser Kursprogramm, das momentan aber noch nicht starten darf, findet Ihr auf www.mienbacher-waldgarten.de. Die Direktvermarkterlisten bekommt Ihr manchmal direkt über Euer regionales Landratsamt, manchmal aber auch über die Suchmaschine. Jede Region hat da ihre eigenen Vermarkterlisten. Ihr werdet staunen, wieviel Ihr selbst in Eurer Region alles bekommen könnt! Natürlich stehe ich Euch jederzeit gerne für Gartenberatungen zur Verfügung, momentan halt mit  Fotos und Skizze von Eurem Garten und Beantwortung all Eurer Fragen. Lesematerial undIMG_20200516_111713 Wissenspakete auf USB-Stick bekommt Ihr natürlich auch von mir!

So wünsche ich Euch die gleiche Fülle, die ich genießen kann,

mit permakulturellen Grüßen,

Eure Hanne vom Mienbacher Waldgarten

Veröffentlicht in Ernte und Haltbarmachen, Permakultur

Hügelbeete aufmotzen, Frühling genußvoll genießen

Hallo liebe Permgarten-Freunde,

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Bärlauch

ja, noch immer hält uns Corona fest im Griff, aber der Frühling läuft weiter, unbeeindruckt, unaufhaltbar. Täglich wird ein weiteres Beet aufgemotzt, vorbereitet für den Anbau. In den Gewächshäusern wird es bereits grün und sogar die erste Vorratshaltung mit Bärlauch, Löwenzahnblüten und der Fülle an sonstigen Wildkräutern ist in vollem Gange.

Bei mir ist ja immer alles abgemulcht. Mulch auf den Beeten ist für mich das nonplusultra. Alles für den Wurm tun, nicht umstechen, nur leicht lockern und den Boden stets bedeckt halten. So bleibt die Winterfeuchte wirklich lange erhalten im Boden und Trockenheit, wie sie uns gerade wieder heimsucht ist halb so schlimm in den Beeten, wo wir nicht gießen können.

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Deutsche Sperber, weltbeste Mitarbeiter!

Zusätzlich arbeiten bei mir ja immer die Hühner mit. Sie sind stete Begleiter bei meinem täglichen Tun im Garten. Damit sie aber nicht zu viel Schaden anrichten, hab ich die wichtigsten Beete mit Maschendrahtzaun abgedeckt. Einmal jährlich richte ich diese Beete wieder her, entferne die Beikräuter, bei mir meist Brennessel und kanadische Goldrute, manchmal auch Schlehenausläufer und Hundsrosen, die die Vögel angebaut haben, packe Kompost und eine schöne Mulchschicht darauf und schon kommt der Maschendrahtzaun wieder drüber. Mit Stöcken wird dieser befestigt und schon ist das Beet für die kommenden Jungpflanzen bereit. In meinem wilden Garten ist es besonders wichtig, so flächendeckende Wildkräuter, besonders die Brennnessel vorher zu entfernen. Diese wuchern sonst die gesetzten Pflanzen komplett zu. Das heißt, auch die Wurzeln, meist richtige Wurzelmatten müssen entfernt werden. Ebenso bei der kanadischen Goldrute, die sich absolut in den Kopf gesetzt hat meinen Hektar Land wieder zu besiedeln, nachdem ich sie erfolgreich zurückgedrängt hatte.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Überall beginnt es zu blühen, die Bienen und Hummeln summseln, die Vögel zwitschern, das frische Grün spitzt raus und… es ist einfach nur herrlich. Noch dazu ist der Himmel blauer als sonst und diese herrliche Ruhe überall, wenn man nicht raus muß. Jetzt erweist es sich als genau richtig, dieses Selbstversorgerleben. Ich brauche nichts hamstern, denn meine Speisekammer ist noch weitestgehend voll. Noch dazu beginnt jetzt bereits schon wieder das Befüllen dieser. Löwenzahnsirup und Löwenzahngelee, Bärlauchpesto und Bärlauch –Giersch-Kräutersalz, aus den Brennesselspitzen gibt es täglich Beiwerk zum Mittagessen, besonders lecker, Brennesselpizza und Brennessellasagne! Täglich kann auch schon vom Rucola genascht werden, auch vom einjährigen Beifuß, der sich mittlerweile im Gewächshaus verselbständigt hat. In den Beeten draußen wachsen auch schon bereits die Salate, die Steckzwiebeln, Erbsen, dicke Bohnen usw.

Die Küken wachsen und gedeihen und täglich werden jetzt junge Häschen zur Welt kommen, pünktlich zu Ostern und passend für die Jahreszeit.

Noch etwas hat sich ergeben, ich werde mit meinen Jungs heuer noch einmal umziehen und zwar direkt nach Mienbach zu meinem Garten. Endlich hat sich die Gelegenheit geboten und dort kann ich dann auch lebende Rasenmäher halten. Bin mir allerdings noch nicht ganz sicher, ob es Ziegen (deutsche Edelziegen) oder vielleicht doch Schafe (Waldschafe) werden sollen. Aber ich hab ja noch etwas Zeit zu überlegen. Bis dahin hab ich noch ganz viel Arbeit im Büro, denn aufgrund der momentanen Situation, in der ich keine Kurse abhalten kann, werde ich wohl einiges auf Infoträger packen, Filmen, Fotoserien zusammenstellen und Beratungen über Skype oder Zoom anbieten. Dazu aber mehr beim nächsten Mal. Ich halte Euch gerne auf dem Laufenden.IMG_20200407_100143

Somit wünsche ich Euch einen tollen Frühling, genießt die Zeit zu Hause, baut Eure Selbstversorgung aus (jetzt sollten dann die Gurken, Zucchini und sonstigen Kürbisgewächsesaaten in die Erde, genauso wie die Kartoffeln) und tauscht Euch einfach über´s Internet aus. Es hilft ja nichts.

Eure Hanne vom Mienbacher Waldgarten