Hannes Permagarten Blog

Aussaatzeiten und Tips für angehende permakulturelle Selbstversorger

Sommerzeit – Erntezeit, Vorratshaltung 5. August 2016

Filed under: Ernte und Haltbarmachen,Permakultur — permagarten @ 13:30

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

Kürbis Atlantic Giantder Garten zieht einen jetzt voll in seinen Bann. Eine immense Fülle erwartet uns. Das Wetter heuer mit immer mal wieder Regen läßt alles schön satt da stehen. Was letztes Jahr um diese Zeit schon total verdörrt war, steht heuer in toller Fülle. Ob dadurch unser Obst aber Lagerfähig bleibt, sei dahingestellt. Erste Fäulnisstellen zeigen sich, sowohl bei den Tomaten (braunfäule), als auch bei den Brombeeren, Pflaumenarten und Äpfeln. Da heißt es schnell sein, stetig ernten, Fallobst aufsammeln und sofort weiter verarbeiten.

Welche Möglichkeiten wir haben unser Gewachsenes haltbar zu machen?

Jede Menge. Wir können Saften, Einkochen (Wecken), zu Marmelade oder Gelee verarbeiten, als Ansatzschnäpse und Liköre, wir können Dörren, milchsauer einlegen und einsalzen, in Essig einlegen oder in Öl. So kann sich die Vorratskammer füllen. Und diese Vorgänge werden jetzt endlich auch wieder modern! Das Bewußtsein zum eigenen Verarbeiten der Ernte steigt enorm, schließlich weiß man dann ja genau, was man ißt, bzw. seiner Familie zu essen gibt. Und nein, dies ist nicht nur Frauenarbeit! Mittlerweile kümmern sich auch die Männer um die Vorratshaltung. Was auch von Vorteil ist, denn schließlich können die Männer sich dann auch um den Bau von Solardörrer und Pyrolyseofen kümmern, damit es auch energieeffizient zugeht bei der Ernteverarbeitung. Solardörrer

Wir selbst entsaften,  kochen in unserer Sommerküche auf den Herdplatten des transportablen Gasofens ein. Da macht es nämlich nichts, wenn wir kleckern🙂 !!! Und Eingeweckt wird so ganz nebenbei im Elektroofen. Jeden Abend 6 1Liter-Gläser füllen, mit Mirabellen, Zwetschgen, Pflaumen, Kirschpflaumen, Birnen usw., mit gewürztem Wasser übergießen, Gummi,  Deckel und Klammer drauf und ab in den kalten Ofen in das tiefe Backblech mit ca. 1 – 1,5 cm hohem Wasserstand. Den Ofen auf 200 Grad gestellt und nach einer halben Stunde, wenn der Inhalt perlt, einfach ausschalten und bis zum Morgen im geschlossenen Ofen belassen. So kann es in den Gläsern ganz langsam abkühlen und alles wird schön haltbar. Dann nur noch beschriften und ab in die Speisekammer damit. Ganz wichtig ist auch immer das Monat und das Jahr der Herstellung. Es ist zwar alles haltbar bis zum Öffnen, dennoch sollte stets die alte Ware zuerst weggegessen werden.

Massing Speise4Ganz viel Inspiration haben wir uns auch in einem Bauernhofmuseum bei uns in der Nähe geholt. Die alt bewährten Techniken verwenden wir persönlich auch noch sehr gerne. So entstand ein zutiefst zufriedenstellendes Gefühl in mir. 11821616_10207795304980098_1385467940_o

Generell kenn ich kein befriedigenderes Gefühl, so als Mutter gesehen😉, als eine selbst gefüllte Speisekammer. Das glaub ich, habe ich innerhalb dieses Blogs auch schon ein paar mal erwähnt.

Dazu gehört natürlich einiges an Wissen und gelernten Fertigkeiten, was jedoch ganz einfach zu erlernen ist. Die Firma Weck zum Beispiel mit ihren schönen Einkochgläsern bietet auch eine Zeitschrift an, das Landjournal, mit allen 2 Monat erscheinenden Einkochrezepten. Das inspiriert auch Profis!

waldgärtner_schachtelDoch in erster Linie geht es ja auch darum, zuerst einmal im eigenen Garten ernten zu pflanzen_lernspiele_boxkönnen! Spielerisch ist das möglich mit den neuen Spielen, wie z. B. das Waldgärtner Spiel, oder das Heilpflanzen-Memory mit Erweiterungsfragen, je nach Wissenstand. Also geeignet schon von 5 Jahren an bis zum Heilpflanzenprofi! Alles schon in meinem Onlineshop www.waldgartenprodukte.de vorzubestellen und noch im August auslieferbar.

Auch selber erweitere ich jährlich die Vielfalt in meinem Garten um verschiedenste Spezialitäten, bzw. Raritäten. Heuer zum Beispiel habe ich bereits Berglitschi und Lachsbeere und weitere ErnteHimbeervariationen gepflanzt, es warten jedoch noch Blutbirne, Hunza-Aprikose, chinesische Jujube, Gewürz Sumach, japanische  Tee-Hortensie, Altai-Lauch, türkische Baumhasel und eine Kurpfalzmispel. Wo ihr solche Raritäten auch bekommen könnt? Zum Beispiel bei http://www.ruehlemanns.de, http://www.raritätengärtnereimanfredhans.de, http://www.deaflora.de, http://www.ahornblatt-garten.de, http://www.pflanzen-treml.de, um nur einige zu nennen.

Auch ist es hilfreich sich bereits gewachsene Selbstversorger-, Permakultur-, Waldgärten anzusehen, um ein Gefühl von dieser Extensivbeet Ende Julitollen Atmosphäre des zukunftsfähigen Lebensraums zu bekommen, der voller Beeren, Obststräucher und -Bäume, Wildgemüse, Wildobst, Kulturgemüse, Wildkräuter usw. steckt.

Dazu möchte ich natürlich auch noch gerne meine Selbstversorger-Akademie bewerben, die Herbstsaison beginnt am 03. September und ein paar Kursplätze hätte ich noch frei zu Kursen wie: Seife sieden, Brot backen, Wildholzhocker bauen, Naturkosmetik selber machen und spirituelles Räuchern mit heimischen Kräutern und Harzen. Schaut einfach mal rein auf www.mienbacher-waldgarten.de.

Somit wünsche ich Euch eine tolle Erntezeit, nützt die Zeit, schaut was es bei Euch rundherum auch an Wildobst gibt, schaut ruhig auch mal auf http://www.mundraub.org, ob es in Eurer Nähe freie Obstbäume gibt und nehmt auch wirklich nur soviel Ihr auch verwerten könnt! Nutzt die Second-Hand-Läden um Euch Werkzeuge und Gläser zur Vorratshaltung anzuschaffen und zapft das Wissen von erfahrenen älteren Menschen an, die dieses Wissen auch noch gerne weitergeben und auch mal zur Hand gehen.

Eure Hanne

 

 

Nutztier Arche, Reihenmischkultur und Agnikultur 22. Juni 2016

Filed under: Permakultur — permagarten @ 16:03

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

vor lauter Werkeln sitz ich kaum noch vor dem Computer! Jetzt wird es aber Zeit, Euch wieder auf den aktuellen Stand zu bringen! Biene in Mozartrose🙂

Nutztierarche GehegeWir bauen momentan unsere Nutztier Arche aus. Wir halten gefährdete und noch nicht gefährdete Kleintiere, d. h. Hühner, wie Sundheimer, Bielefelder Kennhühner, Cochin, Seidenhühner, Orloff, federfüßige Zwerge…, Enten wie die deutsche Pekingente, Kaninchen, wie die weißen Angora und die Hellen Großsilber. Gehege um Gehege entsteht, um die Rassen in der Zuchtzeit rein zu halten und sie vor dem Habicht geschützt zu wissen. Es stehen uns noch die Hasenställe bevor zu bauen und das Schweinegehege wird auch noch ausgebaut werden, um die Haltung von Wollschweinen vorzubereiten.

ReihenmischkulturbeetLauch, Sellerie, KleewegIn meiner Extensivzone, in Permakultur-Zone 3, wächst momentan ein tolles Reihenmischkulturbeet heran. Sinn dahinter ist: wir schauen, was nach dem Mischkulturplan gut zusammenpasst und alle paar Reihen gibt es einen Kleeweg mit Weißklee eingesät. Weißklee blüht erst im zweiten Jahr und bringt uns Stickstoff in den Boden. Diesen Plan können wir jedes Jahr wieder verwenden, wir verrutschen nur die Reihen jährlich um 30 cm weiter. So haben wir eine automatische Fruchtfolge mit eingeplant. Ganz automatisch. Um dieses Beet in der Wiese zu erschaffen, wuchs dort letztes Jahr ein Beet mit Mulchkartoffeln. Trotz Trockenheit und Kartoffelkäfer übrigens hervorragend. Die Ernte war reichlich. Danach wurde nochmals Gründüngung eingesät, um über den Winter eine Bodenbedeckung zu gewährleisten. Im Frühling hatten wir also ein schön vorbereitetes Beet, das nur noch oberflächlich gelockert werden mußte und schon konnte eingesät und Jungpflanzen gesetzt werden. Und hier das Ergebnis zur Sonnwend  :Mais und Hirse-)

 

PyramideAuch mit der Agnikultur schreitet es, zwar langsam, aber dennoch sicher, voran. Wir arbeiten an unserem Pyramidenbeet. Die Kupferpyramide steht ja schon seit letztem Jahr, jetzt bauen wir an der Stufenpyramide aus Holz, quasi der Inneneinsatz der Pyramide. Was uns ordentlich zum Schwitzen bringt, denn die Erde muß mit der Schubkarre herangekarrt werden! Mehr zur Agnikultur findet Ihr auf www.agnikultur.de

Einen Tag der offenen Türe hatten wir auch noch am 12. Juni, der ein bombastischer Erfolg war. Das Wetter hielt, obwohl es in den Nachbardörfern so richtig runterschüttete. Bei uns schien die Sonne größtenteils und die Scharen an Menschen zogen durch den Mienbacher Waldgarten. Leider kam meine Beschilderung zu spät, so mußten es ausgedruckte Notschilder tun, um einen kleinen Einblick in das Permakultursystem des Gartens und die Zonierung zu geben. Kennt Ihr die Zonierung eines Permakulturgartens?

Na dann bitteschön, hier ist sie: zonen

Zone 0: Haus, Wohnraum, Wintergarten

Zone 1: Gemüsegarten, Kräutergarten, Pflegeintensives, Regenauffangoption, Gewächshaus, Holzlagerplatz, Wurmfarm, Spalierobst

Zone 2: Intensives Früchte- und Nüsse-System, Geflügel, Spielplatz (Kinder), Baumschule

Zone 3: Haupt-Nutzpflanzen, Viehfutter, Lagerung, Extensive Bewirtschaftung

Zone 4: Selbstversorgungssystem für Großtiere, wenig intensive Nutzung, Getreide, Fischteich, Hecken, Kartoffeln, Kühe, Hochstammbäume bzw. Streuobstwiese, Waldwirtschaft

Zone 5: Wildnis, der „Ich-Tu-Nix-Bereich“

Zone 6: Das was ich von den Nachbarn bekomme = Tauschhandel

Die Zonierung des Gartens hilft uns Zeit zu sparen, es handelt sich hier also um Zeitzonen, von 0 – 5 mit viel Zeit- bis kaum Zeit-Erfordernis.

baumscheiben

baumscheiben

Das passende Prinzip der Permakultur dazu wäre: Plane zuerst das Ganze, und dann das Detail!

Im Buch: Gärtnern im Biotop mit Mensch, werden die entsprechenden Beete für die Intensiv- sowie die Extensivbereiche genau erklärt. Das Buch findet Ihr auf www.waldgartenprodukte.de

Wer so richtig einsteigen möchte in die Permakultur, dem empfehle ich einen Permakultur-Design-Kurs, bei uns heuer vom 15. – 28. August. Alle Infos dazu findet Ihr auf: www.waldgarten.wordpress.com/permakultur-design-kurs

Somit wünsche ich Euch einen tollen Sommer,

frisch geschlüpft, deutsche Pekingente und Sundheimer Küken

frisch geschlüpft, deutsche Pekingente und Sundheimer Küken

mit permakulturellen Grüßen aus dem mittlerweile heißen Niederbayern,

Eure Hanne

vom Mienbacher Waldgarten/Selbstversorger-Akademie

 

 

Mischkultur, Selber machen und Selbstversorger sein 20. April 2016

Filed under: Ernte und Haltbarmachen,Permakultur — permagarten @ 20:05

Hallo liebe Permagarten-Freunde,Frühling in Zone 1

wir sind mittendrin im paradiesischen Gartengewerke! Heut hab ich vielleicht ein paar Hilfestellungen für Euch!

MischkulturscheibeDie Mischkultur und die Fruchtfolge-Wechslerei verursacht so manche Unsicherheiten, auch kann man nie alles im Kopf behalten. Eine schöne Abhilfe schafft die Umweltberatung in Wien mit ihren Scheiben. 1 für die Mischkultur, eine für die Fruchtfolge, eine für Stauden usw. Und noch dazu bietet diese Wiener Umweltberatung sie zu einem fairen Preis an! Keine 5 Euro pro Scheibe. Schaut einfach selbst unter www.umweltberatung.at. Wenn ich z. B. unter meinen frisch gepflanzten Obstbaum eine Baumscheibe machen möchte und mir die Pflanzen raussuchen möchte, die sich mit dem Baum am besten vertragen und für mich am Nutzbringensten sind, dann schieb ich meine Scheibe auf Obstbäume und bekomme zur Antwort: Neuseeländerspinat, Kapuzinerkresse, Knoblauch und Meerrettich. Toll, oder?

Am-besten-hausgemacht_NDQ4MDU5M1oIch gehe jetzt mal davon aus, das jeder, der sich hier für diese Seiten interessiert, auch gerne Vorratshaltung betreibt, gerne selbst seine Gartenprodukte verarbeiten möchte usw. Es gibt ja eine Unmenge an Rezeptbücher! Jetzt habe ich aber eines für alles gefunden! Schön aus dem Alltag heraus mit sehr brauchbaren, einfachen Rezepten, ohne groß Geschnörkel beschrieben und schön illustriert. Da steht wirklich alles drinnen, vom Brot backen über Milchverarbeitung, vom Einmachen in Essig über´s Fermentieren, vom Wursten und Räuchern überKräutersalze bis hin zur selbst gemachten Limonade. Dadrinnen wird man nichts vermissen. Natürlich gibt es diese Buch auch in meinem Shop unter http://www.waldgartenprodukte.de unter Bücher und Selbstversorgung. Mit diesem Buch könnt Ihr echt nichts verkehrt machen.

Solltet Ihr jedoch lieber alles in der Praxis kennenlernen, dann hätte ich noch ein Selbstversorger-Intensivkurspaar wenige Plätze in meinem 5-Tages-Selbstversorger-Intensivkurs frei. Gleich nach Pfingsten vom 17. bis zum 21. Mai. Schließlich geht es darum, das wichtiges Wissen nicht verloren geht! Wenn wir es selbst machen, dann wissen wir genau, was wir essen oder wie wir uns pflegen und waschen. Es ist auch wichtig für unsere Kinder, zu sehen, das man auch alles ganz einfach selber machen kann, oder wie man Nutztiere im Hausgarten hält oder Salben selber macht.

KirschpflaumenblüteGenießt Ihr auch momentan die schönen Frühlingstage? Habt Ihr auch genug Nisthilfen für Eure Vögel hängen? Wir haben heuer ein paar Versuche gestartet. Jetzt hängen nicht mehr benötigte Schuhe im Baum oder alte Kaffeekannen, die für Vögel als Nisthilfen genutzt werden könnten. Wenn nicht, dann machen wir einfach ein Insektenhotel daraus. VogelhauslieferungNichts desto trotz, hab ich aber trotzdem noch zusätzlich Nisthilfen bestellt. Schuld war die kleine Mausohrfledermaus, die wir aus Versehen, beim Pflanzen rausräumen aus dem Winterschlaf geweckt haben. Also, es hängen jetzt auch Fledermauskästen bei uns! Dies ist sehr wichtig für unser ökologisches Gleichgewicht im Garten. Haben wir genug Vögel und Fledermäuse, dann haben wir auch weniger Pflanzenschädlinge, Stechmücken, usw. Heinz Erven schreibt in seinem Buch: „Mein Paradies“, daß ein Blaumeisenpärchen, das 2 x Waldgartenjunge bekommt, zusammen innerhalb des Sommers, bis zu 15 Pfund Insekten vertilgen. Stellt Euch das mal vor! Noch dazu kommt dieses herrliche Vogelgezwitscher, das ich auch täglich genießen darf, während ich meine Pflänzchen pikiere. Alles steht bereits voll und fertig bin ich noch lange nicht. Schließlich sollen für die Schnecken auch ein paar Pflänzchen dabei sein!🙂gemüsejungpflanzen

Damit wieder genug für heute, ich wünsche Euch frohes Schaffen im Garten und eine leckere erste Ernte von Rettichen, Radieschen, Salaten, vielleicht schon Kohlrabi usw. Denkt auch an die leckeren frischen Wildkräuter, wie Brennesseln, Giersch und Löwenzahn! Seid achtsam wegen den Nachtfrösten und denkt daran! Die Eisheiligen kommen erst Mitte Mai und die kalte Sophie hat noch so manchen Spätfrost gebracht!

Liebe permakulturelle Grüße,

Eure Hanne

 

 

 

 

Brennesselsalbe und Löwenzahnsalat 20. März 2016

Filed under: Aussaatkalender,Ernte und Haltbarmachen,Permakultur — permagarten @ 16:09

Hallo liebe Permagarten-Freunde!

Frohe OsternEndlich, der Frühling kehrt ein! Für alle, die schon Ferien haben, wünsch ich eine schöne Ferienzeit, aber auch so, glaub ich, darf ich schon ein frohes wunderschönes Osterfest wünschen, oder?

Draußen beginnt es jetzt wieder überall zu sprießen. Die ersten Brennesseltriebe haben wir genutzt, um Salbe herzustellen. Gegen Brennesselbläschen hilft nämlich am allerbesten wieder die Brennessel. Übrigens auch bei Hautausschlägen mit ähnlichem Hautbild, also Nesselausschlag usw. Deswegen haben wir gleich mal eine größere Menge hergestellt. Dazu einfach die frischenBrennesseln für Salbe Brennesselspitzen mit einer Schere abschneiden und in einen Topf geben, mit Olivenöl aufgießen, bis alles bedeckt ist und kurz unter dem Siedepunkt eine halbe Stunde ziehen lassen. Danach einfach über Nacht stehen lassen. Am nächsten Tag das Öl durchseihen, damit alle Brennesselteile heraußen sind und mit ca. 10 % Bienenwachs der Gesamtmenge an Öl nochmals erwärmen, bis alles geschmolzen ist. Nach belieben mit ätherischen Ölen beduften. Wir haben reines Lavendelöl verwendet. Danach in Gläser oder Salbentiegel füllen, auskühlen lassen bis es fest ist und verschließen.

Auch grüne Salate oder Smoothies sind jetzt wieder vielseitig aus dem Garten und/oder dem Balkon zu ernten. Es sprießen bereits Löwenzahn, Giersch, Pimpinelle, Lauchscheibenschötchen, Sauerampfer, ausdauernde Kresse, vielleicht auch die frischen Blättchen der Herbstrüben, die noch auf den Beeten stehen. Dazu ein Lagerapfel und eine Karotte, klein geraspelt, fertig ist der Selbstversorger-Salat oder Smoothie.

Wer schon eingesät hat, der kann jetzt vielleicht auch schon beobachten, wie Radieschen, Rucola und Schnittsalat aufgehen. Im Gewächshaus und Frühbeet kann jetzt auch schon der 1. Kopfsalat gesetzt werden, ebenso die 1. Kohlrabi. Und immer dran denken, das der nächste Schwung gleich wieder eingesät werden sollte. Kopf- und Bataviasalat warten schon auf das pikieren. Die Mairübchen sind auch schon gesät. Geht aber auch noch bis Ende April! Also, frisch ran ans Werk, wer bisher noch gewartet hat.

Wer mehr lernen möchte über Selbstversorgung im Allgemeinen, der kann sich 1 Woche Auszeit nehmen und Ansaatendie Woche nach Pfingsten am 5-Tages-Selbstversorger-Intensivkurs teilnehmen. Lernen wie Permakultur im Hausgarten funktioniert, alles rund um Gemüse, von der Anzucht bis zur Saatgutvermehrung, alles über Kräuter und die Anlage eines Herbariums, Milchverarbeitung, Brot backen, Naturkosmetik selber machen, Nutztierhaltung im Hausgarten und Zucht von Speisepilzen auf Stämmen und auf Stroh. Anmeldung und weitere Infos auf: https://waldgarten.wordpress.com/veranstaltungskalender/5-tages-selbstversorger-intensivkurs/

Cover-Selbermachen2 kleinAus meiner Artikelserie: Was unsere Omas noch alles selber machen konnten, ist mittlerweile der 2. Themenhefter erschienen. Dieser geht von Artikel 13 – Artikel 21. Bestellen könnt Ihr diesen, aber auch all meine anderen Publikationen oben unter Meine Publikationen.

Bei mir geht es jetzt schon wieder rund. Neben der Frühjahrsaufräumarbeiten im Garten und den Ansaaten und Vorzuchten wollen wir auch noch den Nutztier-Bereich bei den Hühnern und Schweinen umgestalten, damit es praktischer wird und die Tiere mehr Platz zur Verfügung haben. Auch ein Schildkrötengehege steht auf dem Plan. Warum wir jetzt Schildkröten auch noch haben? Weil ich bei Tieren einfach nicht nein sagen kann! Die kommen einfach von selber zu uns. Den Winter haben sie schlafend auf dem Dachboden verbracht, heute am Palmsonntag ist Nr. 3 aufgewacht, und jetzt schläft nur noch Nr. 4. Bei uns hat nämlich jedes Familienmitglied seine eigene Schildkröte! Ich hoffe, ich kann Euch bald von den Umgestaltungsarbeiten berichten und Fotos liefern.

Bis dahin wünsche ich Euch noch eine schöne Osterzeit, genießt das Frühlingswetter und zieht fleißig Eure Tomaten, Auberginen, Physalis und Ananaskirschen, Tomatillos, Artischocken, Petunien, Löwenmäulchen, Tagetes, Sellerie, Knollenfenchel und Salate vor.

Eure Hanne

 

 

Helfen Oma´s Hausmittelchen auch heute noch? 12. Februar 2016

Filed under: Aussaatkalender,Ernte und Haltbarmachen,Permakultur — permagarten @ 16:46

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

Lenzrose

Lenzrosenblüte

in der Permakultur beschäftigt man sich mit allem was notwendig ist, um zukünftigen Generationen ein gutes Leben in einer intakten Umwelt zu ermöglichen.
Also auch mit allem, was zur Selbstversorgung, zur Eigenverantwortung für sich und die Familie beiträgt. Dazu gehört auch die Gesundheitsvorsorge. Natürlich sind wir hier im deutschsprachigen Raum alle krankenversichert, manche gesetzlich, manche auch privat. Einige haben sich schon auf einen eigenen Weg der Gesundheitsvorsorge begeben und haben sich einer Artabana-Gruppe angeschlossen oder ähnlichem.
Die Gesundheitsvorsorge von der ich aber spreche, ist die Gesundheitsvorsorge, die meine Oma schon praktizierte und mir ihr Wissen weitergab. Vieles hab ich bestimmt schon wieder vergessen, dafür aber Neues mit zu meinem Repertoire hinzugefügt, die Erfahrungen mit und durch meine Kinder ergänzen das Ganze noch dazu und zwar sehr gut. Titelbild endgültig
Man braucht dazu auch kein extrem umfangreiches Wissen, das Basiswissen genügt.
Dazu habe ich mich jetzt im Winter hingesessen und hab für Euch ein Heftchen zusammengestellt, mit 28 wichtigen Pflanzen, zusammengesetzt auf 1 Beet mit Pflanzplan, Vorbereitung und Anlage, dazu natürlich das Wichtigste: 165 Rezepturen zur eigenen Herstellung einer Hausapotheke mit diesen Pflanzen. Es funktioniert aber genauso gut auf einem Balkon! Dazu einfach die genannten Pflanzen in Töpfe oder Balkonkästen pflanzen.
Dieses kompakte Praxiswissen könnt Ihr ab sofort beziehen. Einfach nur auf „Publikationen“ gehen und bestellen.

In der Naturgeisterecke

In der Naturgeisterecke

Gerade jetzt wo das Wetter wieder sonniger wird und man verlockt wird nach draußen zu gehen, erkältet man sich leicht. Es ist ja doch noch Winter und der Wind weht kalt.
Am nächsten Morgen wacht man mit Halsschmerzen und Schniefnase auf. Was jetzt?
Erst einmal setzen wir eine schöne Tasse auf, und zwar mit Dost, Thymian, etwas Salbei und Spitzwegerich. Dann nehmen wir eine Zwiebel, schneiden den Wurzelboden ab, holen die innersten Schichten mit dem „Herz“ heraus, so dass ein Loch entsteht. In dieses Loch füllen wir Honig und setzen das Ganze auf einen Unterteller.
Ganz langsam läuft der Zwiebelsaft, gemischt mit Honig aus. Diesen nehmen wir ein, verteilt auf den ganzen Tag. Gegen Halsschmerzen helfen uns Zwiebelbonbons (diese müssten allerdings schon vorher gefertigt worden sein.) Haben wir letzten Sommer Thymian und Salbei in Öl angesetzt, können wir dieses jetzt als Einreibung verwenden. Diese und noch weitere einfache Sachen findet Ihr im kleinen 60-seitigen Praxisheftchen.
Wenn Ihr das Ganze und noch mehr aus dem permakulturellen Selbstversorgerleben live erfahren wollt, dann macht doch mit, beim 5-Tages-Selbstversorger-Intensivkurs, gleich nach Pfingsten.
Mehr dazu könnt Ihr auf www.mienbacher-waldgarten.de erfahren.

Pimpinelle, bereits beerntebar

Pimpinelle, bereits beerntebar

Das Gartenjahr kann beginnen:

Der Frühling ruft uns nun schon ganz laut, das Gartenjahr kann beginnen.
Ich hoffe, Euer Saatgut ist sauber abgepackt und bereits sortiert? Jetzt beginnt die Aussaat im Frühbeet und drinnen Voranzucht, von Paprika, Chili und Peperoni. Alle weiteren Saaten können noch bis März warten.
Ins Frühbeet oder Gewächshaus kann schon Radieschen, Asiasalat und Schnittsalat eingesät werden. Die Kopfsalate können jedoch auch schon vorgezogen werden. Dies geht drinnen, in einem kühlen Raum, oder aber ruhig auch schon im Gewächshaus.
Ihr habt noch kein samenechtes Saatgut? Dann schaut mal rein auf www.waldgartenprodukte.de . Wir bieten Saatgut aus dem Mienbacher Waldgarten und Bingenheimer Demeter Saatgut!
Somit wünsche ich Euch ein tolles Beginnen,
Eure Hanne

 

Eine gerechte Lebensführung 4. Dezember 2015

Filed under: Uncategorized — permagarten @ 09:02

Liebe Permagarten-Freunde,

gerade in der Vorweihnachtszeit und dem Übergang zum neuen Jahr ist es

Frost Kohl

Ewiger Kohl

wieder Zeit für gute Vorsätze. Da ich mich momentan stark mit dem Permakultur-Diplom auseinandersetze und das Right Livelihood einen nicht zu verachtenden Prüfungspunkt einnimmt, will ich heute darauf eingehen. Es passt auch so schön in die momentane Zeit!

Es geht hierbei jedoch um mehr, als um den eigenen ökologischen Fußabdruck. Was das ist? Der ökologische Fußabdruck ist der, gemessen an jeder Person, den sie durch ihr wirtschaftliches Handeln hinterlässt. Man stellt sich Fragen, wie: – welche Heizvariante verwende ich, – wie oft fahre/fliege ich in Urlaub, – wo kaufe ich meine Kleidung, usw.

Herznuß

Walnuß

Dazu gibt es verschiedene Rechner, die man findet, wenn in die Suchmaschine „ökologischer Fußabdruck“ eingegeben wird. Auch Städte hinterlassen Fußabdrücke! Der Radius von München reicht z. B. bis Salzburg. Dazwischen liegen jedoch weitere Städte, die auch wieder Fußabdrücke hinterlassen. So wird deutlich aufgezeigt, das wir auf Kosten anderer Leben, denn der Fußabdruck gilt als Durchschnitt für alle auf der Erde lebender Menschen.

Die Right Livelihood umfaßt aber nicht nur den ökologischen Fußabdruck. Das ist nur 1 Part des Ganzen. Wie verhalte ich mich in sozialer Hinsicht meinen Mitmenschen gegenüber?  Kümmere ich mich z. B. um meine Nachbarn, Oma/Opa usw. ? Oder engagiere ich mich für die Integration der Flüchtlinge (zur momentanen Situation)? Profitiert die Gemeinde, in der ich lebe, von meinem Tun? Auch das gehört zur gerechten Lebensführung.

Wie ernähre ich mich? Konsumiere ich viel Fast Food und Fertigprodukte

Salat in der Wiese

Selbstaussaat von Salat

oder esse ich regional und saisonal? Der Fleischkonsum fällt natürlich auch in diese Kategorie, wobei ich hier nicht verurteilen möchte! Auch ich esse von Zeit zu Zeit Fleisch. Meist jedoch von meinen eigenen Tieren oder von Tieren aus biologischer Weidehaltung. Es kann z. B. nicht passen, wenn ich mich vegan ernähre, dafür jedoch hauptsächlich auf Südfrüchte und Sojaprodukte zurückgreife. Die Zauberwörter der Ernährung liegen wirklich in REGIONAL und SAISONAL! Das ist dann auch unserer Gesundheit förderlich.

Sperbi

Deutscher Sperberhahn beim Schweinetraktor

In wie weit diese Punkte von jedem umgesetzt werden kann/will ist jedem selbst überlassen, jedoch sollen sie zum Nachdenken auffordern. Jede Veränderung zum Positiven, sei sie auch noch so klein, ist eine Veränderung in die richtige Richtung. Und da wir hier unseren Lebenraum auf längere Zeit hin gesehen mit immer mehr Menschen teilen dürfen, unsere Fußabdrücke (der Kommunen) dadurch nur noch größer werden, wäre es wirklich angebracht sich mehr auf Teilen und Miteinander zu verlagern, als „Hauptsache mir geht es gut“ – und „Nach mir die Sintflut“ – Gedanken zu hegen.

Was hilft uns jetzt als allerersten Punkt zur Umsetzung des Right

Tomatenpassata

Tomatenpassata aus eigenen bunten nachgereiften Tomaten

 

Livelihood? Natürlich das permakulturelle Gärtnern. Schaffung von ökologischen Nahrerholungslebensräumen und Produktion von gesunder Nahrung. Regional, saisonal, im miteinander, sozial verträglich, einfach ökoLOGISCH.

Wichtel auf Teller

Weihnachtsdeko aus Naturmaterialien

Somit wünsche ich Euch mit herbstlich/winterlichen Bildern aus meinem Mienbacher Perma-Waldgarten noch eine schöne Vorweihnachtszeit, denkt auch beim Einkauf der Weihnachtsgeschäfte auf Regionalität und kommt gut ins Neue Jahr!

Eure Hanne

 

 

Über´n Horizont hinaus 13. Oktober 2015

Filed under: Ernte und Haltbarmachen,Permakultur — permagarten @ 15:15

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

ich hoffe, Ihr habt Eure Ernten gut eingebracht? Nein, nein, keine Bange, ich selbst bin auch noch nicht fertig mit dem Verarbeiten. Alles steht voll! Getrocknete Kräuterberge, die auf´s Kleinschnippeln und eintüten warten, Kistenweise Äpfel, Quitten, Tomaten zum Nachreifen, Nüsse zum Trocknen, Saatgut, …Die Arbeit scheint kein Ende zu nehmen. Da tut es fast gut, das keine Sonne scheint, das es draußenErnte wolkig und neblig ist, so daß es Spaß macht, im Warmen die Ernte in Fülle zu genießen.

Doch wenn man  immer nur alleine so vor sich hin arbeitet, dann ist das auch nicht das gelbe vom Ei. Deshalb haben sich letzten Sonntag ein paar Leute unseres Permakulturstammtisches aufgemacht, den eigenen

Rupert Peterlechner bei der Führung durch seine Kulturen

Rupert Peterlechner bei der Führung durch seine Kulturen

Horizont zu erweitern. Selbst konnte ich nicht mit, denn mein Sohn fing an zu kränkeln. Das ist eben das Los einer Mutter. Mein Mann hat aber schöne Fotos gemacht und hier darf ich Euch trotzdem vom Besuch im Anastasialand, einem Gärtnerhof im nahen Anastasialand1Oberösterreich berichten. Und nein, es gab keinen Stau an der Grenze, dies schreib ich nur für die Leute, die sich aus Angst im Stau der Flüchtlingskontrollen stecken zu bleiben, nicht mitfahren trauten.

Kompost Hügelbeete

Kompost Hügelbeete

Rupert Peterlechner, der Herr des Hauses führte über sein Gelände, erklärte seine Art des Wirtschaftens, die zu schönem übergroßen Gemüse führt. 1. Kompost. Das A und O im Garten, ein schöner gepflegter Kompost. Rupert macht das allerdings maschinell, denn in seiner Größenordnung braucht er mit Schaufel und Schmalz nicht anzufangen. 2. Agnikultur. Rupert arbeitet nach den Regeln der Anastasialand4, LeuteAgnikultur, er macht das Agnihotra Ritual, die Elektrokultur, baut Krafttürme, ein Steinkreis steht in seinem Garten und daneben die Bienen als Bienen-Siebenstern. Wie das alles ganz genau aussieht und die genaue Beschreibung dazu findet Ihr auf www.agnikultur.de. Zum Hof von Rupert kommt Ihr über www.anastasialand.at.

Anastasialand Kohl

Unser Stammtisch für Permakultur und ein natürliches Leben beging jetzt Anfang Oktober sein 5jähriges Bestehen. 5 Jahre lang hab ich jeden Monat ein Thema vorbereitet und versucht die Stammtischler durch Diskussionsrunden und Meinungsaustausch anzuregen. Es waren stets 10 – 25 mehr oder weniger  interessierte Leute da. Teils aus sehr weitem Umkreis mit über 1 Stunde Anfahrtszeit. Ein Stammtisch läuft gut, wenn jeder einmal Aufgaben oder Themen übernimmt. Leider war dies die letzte Zeit garnicht mehr so, und ich habe Zeit, Energie, auch Geld in diesen Stammtisch gesteckt. Eine Selbstverständlichkeit? Sollte es jedenfalls nicht sein. Keiner möchte sich im Winter in einen kalten Raum setzen, diesen zu heizen und danach wieder sauber zu machen kostet Geld und Energie und Zeit. Diese Faktoren möchte ich nun in andere Projekte stecken und beende hiermit den monatlichen Stammtisch für Permakultur und ein natürliches Leben in Niederbayern. Zumindest vom Standort her. Denn ich führe diese Seiten hier weiter, als Fundus an Wissen für alle im deutschsprachigen Raum. Deshalb seht bitte unseren Stammtischtermin darin in diesen Seiten zu schmökern, für Fragen per Mail stehe ich Euch jederzeit gerne zur Verfügung und wenn Ihr das Bedürfnis habt, Leute zum Austauschen zu brauchen, dann seht Euch bitte in Eurer direkten Umgebung um und minimiert Euren ökologischen Fußabdruck dadurch.

Neu auf diesen Seiten ist die Rubrik „Tausche und Verkaufe“! Dort werdet Ihr immer aktuell das finden, das ich abzugeben hab. Gegen Geld oder Warentausch. Das liegt dann an Euch.

Somit wünsche ich Euch noch einen schönen Herbst, und denkt dran, bis 31. Oktober sollte alles im Haus sein, was dann noch im Garten ist (an Früchten), gehört den Naturgeistern!

Eure Hanne

vom Mienbacher Waldgarten

 

 

 
Mienbacher Waldgarten

Permakultur, Selbstversorgung und noch mehr