Hannes Permagarten Blog

Aussaatzeiten und Tips für angehende permakulturelle Selbstversorger

Jeder sollte so viel Wildnis um sich haben… 16. Juli 2010

Filed under: Aussaatkalender,Permakultur — permagarten @ 10:19

wie er vertragen kann. Wir vertragen sehr viel davon!!!

Hallo, liebe Freunde,

der Sommer steht in voller Pracht, die Insekten fliegen und suchen nach Nahrung. Unsere Aufgabe ist es dafür zu sorgen, dass auch sie Nahrung bekommen. Denn wenn die Insekten genug zu essen haben, bekommen auch wir genug zu essen ab, denn die Artenvielfalt in unseren Gärten garantiert auch uns gute Ernten. Ohne Artenvielfalt fliegen die sogenannten Schadinsekten natürlich nur auf unser Gemüse. Sie haben ja auch nichts anderes in den sogenannten Rasenwüsten- mit Thujenhecken-Gärten.

Hier ein paar Beispiele aus meinem Garten:  

Fast sieht man kein Gemüse mehr, doch zwischen den Blumen gedeihen verschiedenste Salate, Mangold, Rosenkohl, Wirsing, Kohlrabi, Mairübchen, Sellerie usw. An Blumen gedeihen natürlich die Ringelblumen – die werden für Tee´s getrocknet, rosa Bechermalven in Mischkultur mit Zuckerhirse, Phacelia – die Bienenweide als Gründünger und Bienenweide als Zwischenstreifen, der Amaranth „Hopi red“ als Farbklekse, und auch Kräuter blühen dazwischen, wie die hohe weiße Katzenminze, die gelbe Weinraute, der Rainkohl in Knospe, die Sonnenblume – selbst aufgegangen durch Überreste vom Papageienfutter, der letztjährige Stangensellerie blüht in voller Pracht und auch die ausgewachsenen Radieschen, die schon Samen bilden.

Im Foto rechts ein anderer Blickwinkel mit den Zuchini im Vordergrund, dazwischen und davor Brokkoli, eine Artischockenpflanze, die den letzten Winter überlebte, eine Königskerze, Zinien und hintern den großen Zucchiniblättern noch eine Blütenmischung mit FLockenblumen, Steinkraut, Margeriten, Leinkraut, Buchweizen…Rechts im Bild ein bereits stark reduziertes, da stark wucherndes Goldrutenkraut. Dieses wird allerdings auch sehr von Bienen und anderen Insekten besucht, wenn es jetzt im August in voller Blüte steht.

Wilde Büschel in Randzonen stehen zu lassen lohnt sich. Hier der blühende Dost, der von den Bienen sehr geliebt wird.

Rechts im Bild eine Pflanze, deren Blätter ich in der Wiese ungewöhnlich fand und sie wachsen ließ. Dies entwickelte sich daraus! Ein Senecio. Herrlich gelb leuchtend. Rundherum blüht Klee, Spitzwegerich, Schafgarbe… allerdings nur noch kurz, wegen der langen Trockenheit. Diese Grünfläche wird nicht mit dem Rasenmäher gemäht, sondern nur stellenweise mit der Sense für Hasenfutter.

Wildnis im Garten kann auch sehr dekorativ sein:

hier diente eine ausgediente Hängeweide noch als Rankgerüst für Feuerbohnen. Wichtig ist es im Garten immer verschiedene Höhen und Tiefen zu schaffen. Das ergibt dann ein Mikroklima, das den Pflanzen besseres Wachstum ermöglicht, da auch bei starker Sonneneinstrahlung immer wieder leichte Beschattung entsteht.

Der Wintersalat aus dem letzten Frühjahr kam auch dieses Frühjahr wieder als Jungpflanzen durch. Da er nicht beerntet wurde ging er wieder in die Blüte, wie rechts zu sehen ist. In Gemeinschaft mit den Feuerbohnen darf er sich auch jetzt wieder vermehren. Imposante Pflanze, oder?

Also liebe Freunde, lasst die Natur nur machen. Schafft Artenvielfalt, so viel es geht und ihr vertragen könnt. Reduziert dass, was überhand nehmen möchte. Schafft Euer eigenes ausgeglichenes Ökosystem zu Eurer Freude und für Euren Gaumen.

Dann werdet Ihr reichlich belohnt, wie wir hier mit unseren Johannisbeeren:

Aber nun zu den Aussaattagen dieser Wochen:

Montag, 19.07., bis 10.00 Uhr Wurzeltag, ab 11.00 Uhr Aussaat für Blumen und Kräuter

Dienstag, 20.07., bis 21.00 Uhr Blumen und Kräuter, ab 22.00 Uhr Blatt

Mittwoch, 21.07., Blatttag (Spinat, Feldsalat, Mangold, Chinakohl, Zuckerhut,  Grühkohl und Porree für die Überwinterung)

Donnerstag, 22.07., Blattag, Mond aufsteigend, Pflanzzeit Ende

Freitag, 23.07., bis 6.00 uhr noch Blatt, ab 7.00 Uhr Fruchttag.

Samstag, 24.07., ungünstig, da Mond am Knoten

Sonntag, 25.07., bis 16.00 Uhr  Fruchttag, ab 17.00 Uhr Wurzeltag

Viel Sommerfreude im Garten,

Eure Hanne

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One Response to “Jeder sollte so viel Wildnis um sich haben…”

  1. Gabi.G. Says:

    Bei der gelben Blume in der Wiese könnte es sich um Jakobskreuzkraut handeln. Vosicht!
    http://www.jacobskreuzkraut.de

    Habe bei mir in der Wiese auch welches, schneide es aber kurz vorm verblühen ab und gebe es in den Restmüll zum verbrennen.


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