Hannes Permagarten Blog

Aussaatzeiten und Tips für angehende permakulturelle Selbstversorger

Ernten und Verarbeiten 28. September 2010

Filed under: Ernte und Haltbarmachen — permagarten @ 19:40

Hallo liebe Freunde,

seid Ihr schon dabei Eure Beete abzuräumen, die Kräuter und Stauden zurückzuschneiden? Vielleicht habt Ihr ja noch eine richtig schöne Pfefferminze stehen, dann macht doch auch Gelee daraus. Hab heute 28 Gläser eingemacht. Schmeckt einfach herrlich. Hier das Rezept: Ein richtig starker Teeaufguss aus den frischen Pfefferminzblättern, gut ziehen lassen und dann abseihen, mit Apfelcidre mischen, Zitronensäure und Gelierzucker hinzufügen. Geht auch mit reinem Apfelpektin oder Agar-Agar. Süßen könnt Ihr auch mit Apfeldicksaft oder ähnlichem, falls Ihr keinen Zucker nehmen wollt. Auch mit anderen Kräutern könnte man somit experimentieren und leckere Gelees zaubern, die man bestimmt nirgendwo zu kaufen bekommt. Könnte mir auch Rosmaringelee, Melissengelee, Bergminzegelee oder Basilikumgelee vorstellen!

Ein weiteres leckeres ´Rezept wäre der Gemüsefonds. Bisher hab ich das Gemüse für meine Suppenwürze immer mühsam getrocknet, im Mixer zerkleinert und dann gemischt. Jetzt hab ich es eingesalzen. Das Verhältnis sollte 4 : 1 sein, Gemüse zu Salz. Als Beispiel nehme man: 500 g Lauch, 500 g Zwiebeln, 500 g Tomaten (möglichst Fleischige), 300 g Petersilie oder Petersilienwurzel, 250 g Rüben, 200 g Sellerieblätter, 500 g Salz. Alles ziemlich gut zerkleinern, gut durchmischen, über Nacht durchziehen lassen und in saubere Gläser füllen. Das Salz konserviert so gut, dass sonst nichts mehr unternommen werden muß. Kühl lagern und nach dem Anbruch würde ich es aber im Kühlschrank lagern.

Und da ich jetzt endlich meinen Fotoapparat wieder gefunden hab ;-), hier ein paar Bilder aus dem herbstlichen Selbstversorgergarten:

Hier hab ich den Zuckerhut und den Chinakohl als Fruchtfolge von Kartoffeln gesetzt. Eingesperrt als Schutz vor den Hühnern. Allerdings hier auch absolut Schneckensicher, denn die Enten gehen fleißig Patroulie rundherum. Durch Kompostbeigabe sind jetzt auf dem Kartoffelbeet wunderschöner Amaranth, Nicandra und Borretsch in voller Blüte.

Auf dem Bild rechts steht mein Rosenkohl. Allerdings darf der sich jetzt beeilen, wenn er noch Röschen haben will. Da ist der Mangold hat immer eine Schau. Dekorativ bis zum Frost mit reichlicher Ernte. Vor dem Mangold stehen noch Brokkoli und Grünkohl. Dazwischen war noch der Sellerie, der aber jetzt im Gemüsefonds gelandet ist. Die Knollen haben sich allerdings heuer die Schnecken einverleibt. Da ist mir nicht mehr viel geblieben. Ein paar größere hab ich aber noch, ohne Schneckenfraß!

Hier ist der Rettich „schwarzer Winter“. Auf den bin ich ja stolz. Der hat sich durchgehend gut entwickelt und ist richtig scharf im Geschmack. Im Hochbeet im Waldgarten haben sich Exemplare mit Kindskopfgröße entwickelt. Ob die innen aber noch gut sind hab ich noch nicht nachgesehen.

Rechts in der Abenddämmerung steht die Zuckerhirse in Mischung mit der Bechermalve. Die Zuckerhirse ist eine kräftige Hirseart mit schönen großen Körnern. Den Namen konnte ich allerdings noch nicht nachvollziehen, denn besonders süß schmecken die Blätter und der Stil auch nicht. Die Körner lösen sich aber durch reiben leicht aus den Hülsen und lassen sich gemahlen gut in Joghurts oder Müslis mischen.

Die Karottensamen bräuchten jetzt noch ein paar schöne sonnige Tage, dann wären diese perfekt zum ernten und die nächstjährige Karottenernte wäre gesichert.

Und wenn Ihr noch keine selbstversorgerische Lösung für Pfeffer gefunden habt. Hier ist sie. Der Szechuan-Pfeffer. Die Beeren im reifen, roten Zustand ernten, trocknen und mahlen. Schon hat man Pfeffer. Allerdings kann man die Blätter auch noch zu geschmackvollem Tee oder Würze verwenden. Der Szechuan-Pfeffer ist bei uns absolut winterhart und wächst zu einem schönem großen Strauch, bzw. Baum heran, der allerdings bedornt ist! Ein schöner sonniger Platz sollte ihm aber gesichert werden. Bei mir steht er in Gesellschaft von Rose und Brombeere am Gartenzaun und macht bereits eine schöne stattliche Figur im dritten Jahr.

So, für heute ist es wieder genug und ich verschone Euch jetzt wieder :-). Eine schöne Herbstzeit, fröhliches Einmachen und alles Liebe,

Eure Hanne

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3 Responses to “Ernten und Verarbeiten”

  1. Margit Says:

    So eine tolle Üppigkeit, ein schöner Anblick!
    Gemüsewürze für Brühe mache ich immer in sehr großer Menge gleich für zwei Jahre, die hält sehr lange.
    Szechuan-Pfeffer kenne ich nur gekauft. Ich wusste nicht, dass die Pflanze winterhart ist. Sehr interessant, danke! Ich suche gerade einen nützlichen Strauch, da zwei alte Exemplare weichen mussten. Das wäre eine interessante Alternative.
    Liebe Grüße, Margit

  2. smilla wasa Says:

    Bisher habe ich die schwarzen Kerne im Szechuanpffer immer ausgelesen.
    Dies ist also nicht nötig ?

    • permagarten Says:

      Nein, es ist nicht nötig beim Szechuanpfeffer auszulesen, es sind die roten Schalen über dem schwarzen Korn, das den Pfeffergeschmack verursacht. Also komplett nehmen, in der Pfanne rösten und mahlen. Liebe Grüße, Hanne


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