Hannes Permagarten Blog

Aussaatzeiten und Tips für angehende permakulturelle Selbstversorger

Sommer im Waldgarten, das Ernten kann beginnen 19. Juli 2012

Filed under: Ernte und Haltbarmachen,Permakultur — permagarten @ 19:56

Hallo liebe Freunde,

jetzt wird es aber wieder Zeit, Euch Bericht zu erstatten. Es hat sich ja so viel getan, seit dem letzten Artikel.

Letztes Jahre wurde ja gedreht bei uns im Garten. Dies wurde heuer im Bayerischen Fernsehen wiederholt. Hier der Link dazu: http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/unser-land/permakultur102.html

Also, der Teich, bzw. Feuchtbiotop ist so gut wie fertig. Ein paar Details gehen noch ab und die Pflanzen müssen noch wachsen, aber die ersten Molche sind eingesetzt und die Wasserschnecken arbeiten auch schon.  

Weitere Apfelbäume wurden gepflanzt, 4 an der Zahl. Die Kartoffeln im Mulchbeet wachsen wunderbar, wenn da nicht die Hühner wären, die die Ernte verfrüht beginnen. Da heißt es regelmäßig nachgehen und die rausgescharrten aufsammeln. Da wir reinen verdichteten Lehmboden im Waldgarten haben, müssen wir alles tun, damit sich Humus aufbaut. Deswegen beginne ich jetzt schon die Mulchbeete für kommendes Jahr vorzubereiten. Pappe auf den Boden, bzw. Wiese, und Grasschnitt drüber. So können die Würmer darunter schon mal ihre Arbeit beginnen und der Kartoffelanbau im nächsten Jahr vereinfacht sich um ein vielfaches. Sobald die diesjährigen Kartoffeln geerntet sind, werden Herbstsalate gepflanzt und wieder gemulcht. Die Würmer brauchen schließlich etwas zum Fressen, wenn sie ihre Arbeit gut machen sollen ;-).

Das unser Garten schon ein Nützlingsparadies ist, beweisen uns die Insekten mit ihrem herrlichen Gesumme. Es tummelt sich scheinbar alles was Flügel hat auf den Blüten von Karotten, Petersilie, Borretsch, Ringelblume, Löwenmäulchen, Kapzinerkresse, Salatblüten, Kamille usw. Einfach nur herrlich. Auch die Samenernten haben schon begonnen. Schnittlauch, Haferwurz, Silberblattsalbei, Lupinen und Centhrantus haben ihre Samen schon reifen lassen. Zucchini, Gurken und dicke Bohnen sind mit Schildchen versehen, damit sie nicht versehentlich geerntet werden! Petersilie, verschiedenste Salate und Karotten stehen in voller Blüte und haben auch noch Zeit, bis sie ihre Samen zur Ernte bereitstellen.

Die Tomaten wachsen heuer herrlich in ihren Gewächshäusern bzw. Folientunneln, die Paprika bilden schon  tolle Früchte aus, die Kürbisse erorbern ihren neuen Kürbishügel, auch die Poppgerste entwickelt sich hervorragend. Ob der Linsenanbauversuch gelingt? Blüten haben sie bereits schon schön entwickelt! Auch die Hirse entwickelt sich so weit ganz gut.

Auch die Küken im Hühnertraktor wachsen und gedeihen. Unsere Isolde lebt dort momentan ganz zufrieden mit 2 Seidenhuhnküken und 2 Legehuhnküken, die jedoch bald zu groß werden, für das kleine Gehege. Die 2 dürfen dann zu den anderen Legehühnern. Die drei Seidenhühner lassen wir jedoch im Hühnertraktor.

Jede Woche wird der Hühnertraktor umgestellt, so haben unsere Süßen immer frisches Grün und wir eine freie, „gedüngte“ Fläche für neues Gemüse. Der Rosenkohl und der Mangold, ebenso die Buschbohnen schätzen diese Plätze sehr. Ihr Wachstum freut uns jedenfalls sehr. Apropo Bohnen. In den Baumscheiben erobern die Feuerbohnen die Kirschpflaumen. Vielleicht können wir nach den Kirschpflaumen die Bohnenschoten vom Baum ernten? So wars jedenfalls gedacht.

Der erste Schwung Kräuter hängt auch schon zum Trocknen auf dem Speicher. Minzen, Kamille, Lavendel, Beinwell, Thymian, Melisse usw. geben ihr tolles Aroma bald unseren im Winter genossenen Tee´s, unseren Salben und Räucherwerken. Das Johanniskraut zieht schon im Olivenöl zu tollem Rotöl heran, außerdem war es auch ein Teil eines Salbenversuchs mit Kamille, Lavendel und Ringelblume in einer Salbenbasis aus Bienenwachs, Honig, Kokosöl und Sonnenblumenöl. Dazu noch ein paar Tropfen Lavendelöl und die Kinder sind begeistert!

Die Beerenernten sind in vollem Gange. Erdbeer-Himbeermarmelade ist eingekocht, HImbeer- und Ribisllikör stehen auf dem Fensterbrett (Ribisl = schwarze Johannisbeere). Der Gefrierschrank ist überfüllt mit roten und schwarzen Johannisbeeren. Wir werden sie gemeinschaftlich im Winter zu Saft, Gelee und Marmeladen verarbeiten. Da ist einfach mehr Zeit. Die Aroniabeeren verfärben sich allmählich ins Schwarze, die Holunder neigen sich schon vor lauter Fülle. Es ist einfach nur herrlich. Auch die Apfelbäume muß ich bäldigst stützen. Die Zweige neigen sich schon fast bis zum Boden.

Täglich genieße ich diesen Garten in seiner Ruhe, in seiner Fülle, seine Düfte, sein Gesumme, sein Gezwitschere, das flinke Huschen der Eidechsen, das Piepsen der Mäuschen, die Schreie der Fasane und das freudige Gackern der Hühner, wenn wieder Eier gelegt wurden. Wahrlich ein Paradies. Monat für Monat ein Stückchen mehr.

Wenn Ihr uns besuchen möchtet, dann schaut doch einfach mal unter Veranstaltungen auf www.waldgarten.wordpress.com. Oder Ihr seid geduldig und wartet auf meinen nächsten Artikel ;-)).

Bis bald, genießt die Natur,

Eure Hanne

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