Hannes Permagarten Blog

Aussaatzeiten und Tips für angehende permakulturelle Selbstversorger

Nach dem Sommer kommt der Herbst, und damit das Ernten 12. September 2012

Filed under: Permakultur — permagarten @ 14:38

Hallo liebe Freunde der Permakultur,

jeden Tag im Garten und Ernten was das Zeug hält. Das Wetter war gut! Deswegen gabs hier auch nicht viel Neues zum Lesen. Erst jetzt, so Mitte September regnets mal wieder den ganzen Tag und dies nutze ich hier gleich mal, um Euch wieder einiges zu berichten.

Wir können zufrieden sein, dieses Jahr. Naja, die Kartoffeln haben wir redlich geteilt. Mit den Wühlmäusen :-). Der Linsenanbauversuch war erfolgreich. Schön sind sie gewachsen, schön haben sie geblüht und gefruchtet. Schnell wurden sie von den Mäusen gefressen :-). Unter dem Strich konnte ich aber sehen, das die Linse nichts für den Selbstversorgergarten ist. Zu wenig und zu aufwändiger Erntevorgang und Ertrag. Die Pop-Gerste hat den Mäusen auch sehr gut geschmeckt. Es stehen nur noch die leeren Halme da. Aber die Hirse, die wild im Garten vorkommt, reichlich und großkörnig, nutzen wir jetzt und sind wieder vollauf zufrieden. Unterm Strich zählen schließlich nur die gewonnenen Kalorien. Auf die Ernte des Amaranth freuen wir uns schon, denn der steht wirklich prächtig da. Dazugesellt hat sich an einigen Stellen im Garten noch der wilde Ackeramaranth, der genauso genutzt werden kann.

Die Bäume hängen überreich voll, leider sind dadurch schon einige Äste abgebrochen. Verarbeitet sind bereits: Pflaumen, Kirschpflaumen, Brombeeren, Himbeeren, Aroniabeeren und Birnen. Momentan sind die Zwetschgen reif und die restlichen frühen Birnen müssen noch gepflückt werden.

Im Gemüsegarten hatten wir bereits reichliche Ernten von Tomaten, Paprika und Auberginen, natürlich reichlichst Zucchini, aus denen viel Zucchiniketchup eingekocht wurde. Dabei fanden auch die Peperoni und Chili´s Verwendung. Einfach nur herrlich würzig bis scharf als Dip oder Soße. Die Kürbisse wachsen auch herrlich heran. Viele verschiedene Sorten und Formen und Farben. Ich liebe sie einfach, diese Vielfalt!

Und meine lieben Hühner erst! Ich liebe sie, nein echt, ich könnt sie manchmal erwürgen!!! Aber ich liebe sie wirklich. Stellt Euch mal vor: Ein Hügelbeet, abgeerntet, schön hergerichtet, neu bepflanzt, mit Herbstsalaten, mit Stöckchen versehen, weil ich ja weiß, dass meine Hühner nicht wiederstehen können und wahrscheinlich etwas scharren werden (zwischen den Salaten wäre das ja in Ordnung). Danach war ich 1 Tag nicht im Garten, und dann….eine Bombe hätte nicht so viel Schaden angerichtet! Für heuer lasse ich das Beet einfach, habs jetzt mit langen ‚Topinamburstielen abgedeckt. Im Frühling, nachdem ich es neu hergerichtet hab, zieh ich einen Maschendrahtzaun drüber, dann ist ruh! Die restlichen Beete, in denen ich die Herbstkulturen hab, hab ich mit Vogelnetzen und Vliesen abgedeckt. Jetzt muß ich die Abdeckungen eben täglich vom drübergescharrten Mulch befreien. Das ist noch das kleinere Übel, den Pflanzen passiert ja nichts dabei.

In unserer Sommerküche wird fleißig entsaftet. Mit 2 Kochentsaftern auf einem Gaskocher. Es sind schon Kirschpflaumensaft und Holunder-Birnensaft entstanden. Die Trauben allerdings, die reichlich an den Reben hängen, werd ich durch die starke Else drehen. Die starke Else ist ein Küchengerät, ähnlich einem Fleischwolf, allderdings zum Entsaften. Wer es im Internet suchen will, der gibt einfach „starke Else, Firma Westmark“ ein. Damit der Saft haltbar wird, muß ich ihn natürlich erhitzen, doch bei dieser Methode, reicht es, wenn nur kurz bis ca. 80 Grad erhitzt wird. Der gewonnen Traubensaft hält sich so dann in Flaschen leicht über ein Jahr. Der entstandene Trester kommt zu den Schweinen, die sind darüber immer sehr erfreut! Auch die Würmer in der Wurmfarm bekommen einen kleinen Teil ab.

Mit meinen Seminaren geht es schön langsam in die Winterpause. Erwähnenswert wäre aber noch der spirituelle Räucherkurs am 07. Oktober und das Wochenende vorher, der Kurs in Zusammenarbeit mit Permakultur im Alpenraum, kurz PIA: Der Selbstversorgergarten als Exkursionskurs. Auf beide Seminare freue ich mich schon sehr, vor allem wieder auf die interessierten Kursteilnehmer! Wenn Ihr mehr darüber wissen wollt, dann schaut in den Veranstaltungskalender von www.waldgarten.wordpress.com.

Neu gegründet hab ich jetzt die Selbstversorger-Akademie! Wenn sich jemand noch berufen fühlt, hier als Kursleiter mitzumachen, der sei herzlichst eingeladen. Mehr Infos darüber auch auf meiner Waldgarten-Seite unter Selbstversorger-Akademie!

Langsam wird auch das Wildobst reif. Wer keinen Garten zur Verfügung hat, der kann sich in freier Natur bedienen, an: Hagebutten, Weißdorn, Mehlbeeren, Haselnüssen, Kastanien, Vogelbeeren, Schlehen und und und. Dazu kann ich Euch noch das Buch von Marlies Ortner empfehlen: Wildobst im Hausgarten. Dann wißt Ihr auch, wie es zu verarbeiten ist, und vor allen Dingen, wie Ihr es erkennt. Natürlich gibt es auch gute Bestimmungsbücher, damit Ihr keine giftigen Beeren erwischt. Die giften Beeren schmecken ja erst garnicht, dadurch ist die Gefahr sich zu vergiften, ziemlich gering. Bei einigen ist Frost für die Ernte und Verarbeitung sehr wichtig, deshalb lest Euch erst ein, bevor Ihr erntet.

Ich wünsche Euch jedenfalls eine gute Ernte, frohes Schaffen und einen reichlichen Wintervorrat,

Eure Hanne

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3 Responses to “Nach dem Sommer kommt der Herbst, und damit das Ernten”

  1. Claudia Says:

    Hallo
    Sehr interessanter Blog, tolle Bilder. Ich habe eine Frage zum Amaranth. Ich habe mit einer Holzschale ähnlich einem Goldsucher (im Kreis drehen mit Wind und blasen)die reifen Körner geerntet. Gibt es auch noch eine einfachere Art?
    LG
    Claudia

    • permagarten Says:

      Hallo Claudia,
      ich lege immer ein Tuch darunter und schüttle den Amaranth kräftig aus. Danach lass ich den Wind drüberwehen, Tuch zusammenfalten und ab in eine Schüssel. Wenn man aber die ganzen Amaranthbüschel abschneidet, sie bündelt und aufhängt, dann kann man darunter auch ein Tuch legen und nach einigen Tagen kann man einfach den Samen eintüten.


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