Hannes Permagarten Blog

Aussaatzeiten und Tips für angehende permakulturelle Selbstversorger

Letzte Arbeiten im Selbstversorgergarten 6. November 2014

Filed under: Ernte und Haltbarmachen,Permakultur — permagarten @ 17:14
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Hallo liebe Permagarten-Freunde!

Der Zuchtstamm der Sundheimer und Sperberjunghühner dürfen über den Winter das Gewächshaus aufdüngen und Schädlinge entfernen. Zeitgleich sind sie Fuchssicher untergebracht, geschützt und hell untergebracht!

Der Zuchtstamm der Sundheimer und Sperberjunghühner dürfen über den Winter das Gewächshaus aufdüngen und Schädlinge entfernen. Zeitgleich sind sie fuchssicher , geschützt und hell untergebracht!

es scheint heuer echt kein Ende zu nehmen. Das Wetter ist einfach noch zu schön! Habt Ihr schon alles eingeholt? Eine alte keltische Gartenregel besagt, was bis zum 1. November nicht eingeholt ist, gehört den Naturgeistern! Dabei gab es heuer noch garkeinen Frost, der dem Ganzen schon vorab ein Ende gesetzt hätte! Aber auch ich hab noch nicht alles eingeholt. Die Oca zum Beispiel sind noch draußen. Schließlich entwickeln sich diese Kleerübchen wirklich erst sehr spät und ein Frost würde dem Wachstum ein jähes Ende setzen. Heuer können sie sich also optimal entwickeln. Auch die Herbsthimbeeren tragen noch Früchte, doch im Geschmack erkennt man sofort, das die Naturgeister die Essenz schon geerntet haben. Sie tun uns auch nicht mehr gut. So ein Quatsch? Kann jeder nehmen wie er will!

Yacon Pflanze mit Blüte im Topf

Yacon Pflanze mit Blüte im Topf

Mein Jahresversuch ist abgeschlossen! Mein Motto heuer war Inkagemüse. Von denen habe ich insgesamt angebaut: Schwarzenbeere, Litchi-Tomate, Jaltomate, Tomatillo, Inka-Gurke, Yacon und Oca. Alles natürlich neben dem altbekannten aus Südamerika. Besonders ist mir die Yacon am Herzen gelegen. Letztes Jahr im Herbst hab ich eine Pflanze geschenkt bekommen. Drinnen kühl überwintert konnte ich sie im Frühling teilen. 2 Stücke pflanzte ich in Plastiktöpfe und 2 Stücke pflanzte ich ins Hochbeet. Ich wollte sehen, wo mehr Erträge herauskommen. Alle Pflanzen entwickelten sich hervorragend. Auffallend bei allen Inkagemüsen: Sie werden von Schnecken verschont und haben keinerlei Ansprüche an den Boden.

Dickere, dafür weniger Speicherwurzeln im Hochbeet.

Dickere, dafür weniger Speicherwurzeln im Hochbeet.

Die geernteten Yacon-Wurzeln im Topf und die Pflanze zum Überwintern liegt daneben, fertig zum erneuten topfen

Die geernteten Yacon-Wurzeln im Topf und die Pflanze zum Überwintern liegt daneben, fertig zum erneuten topfen

Nun das Ergebnis: Zuerst hab ich die Töpfe gelehrt, da sich die Pflanzen schon aus den Töpfen herauszuschieben drohten und eine gefährliche Schieflage bekamen. Die Plastiktöpfe mußten aufgeschnitten werden und die Überraschung war wirklich groß! Nach entfernen der Erde und dem Abernten aller dicken Speicherwurzeln füllten sich die Töpfe wieder 3/4 mit Erntegut. Sehr zufriedenstellend! Die Pflanzen im Hochbeet entwickelten nicht so viele von den Speicherwurzeln, dafür um ein wesentliches größer, d. h. länger und viel dicker. Das Mengen-Ernte-Ergebnis blieb also das Gleiche. Eine frohe Botschaft für alle urbanen Gärtner!!!

 

Was wir jetzt im Garten zu essen finden:

Zu essen gibt es jetzt noch genug. Die komplette Palette an Wildkräutern, jedenfalls bevor der Frost alles hinwegrafft. Das Wildobst, wie Hagebutten und Schlehen, hängt ganz dick an den Zweigen. Das ist unser Vitamin C Vorrat für den Winter! Auch der Weißdorn und die Berberitzen hängen noch voll. Es macht zwar etwas mehr Mühe, dafür aber haben wir Vitaminbomben zum Nulltarif. Auch die Herbstrüben, Herbstsalate, wie Zuckerhut, Chinakohl und Endivien stehen noch draußen. Auch der schwarze Winterrettich ist jetzt optimal zur Ernte um eingemietet zu werden. Die letzten Äpfel müssen jetzt aber unbedingt von den Bäumen um Frostschäden zu vermeiden.

Aktuelle Rezeptanregungen:

Inka-Gurken, Yacon, Kohl, Kapuzinerkresse... im herbstlichen Hochbeet. Ein Füllhorn des Herbstes

Inka-Gurken, Yacon, Kohl, Kapuzinerkresse… im herbstlichen Hochbeet. Ein Füllhorn des Herbstes

Ran an die Hagebutten! Ernten, dämpfen und durch die flotte Lotte drehen. Das Muß als Marmelade mit Gelierzucker oder alternativ mit Apfelpektin und Dicksaft einkochen. Sehr lecker schmeckt dieses Mus in Pfannenkuchen. Schnell zubereitet mit ca. 300 g Dinkelmehl, 2 – 3 Eiern, eine Prise Salz und Milch bis der Teig mit dem Schneebesen gut verrührt eine dicke Flüssigkeit annimmt, die leicht in die Pfanne läuft. Die Pfannen küchen schmecken je dünner, desto besser. Also lieber nur 1 Schöpfkelle voll Teig pro Pfanne nehmen und gut auseinanderlaufen lassen. Die Temperatur nicht zu heiß werden lassen, sonst brennen sie zu schnell an. Frisch aus der Pfanne auf den Teller, mit Hagebuttenmus bestreichen, einrollen und mit eingemachtem Obst genießen.

Was jetzt im Garten zu tun ist:

Nachdem alles abgeerntet und hoffentlich abgemulcht ist, sind bei abnehmenden Mond die Obstbäume zum Schneiden dran. Die Zeit für den Schnitt liegt von November bis März. Bei direktem Frost wird nicht geschnitten! Wer im Frühling schneidet kann dies auch gleich mit Veredelungsarbeiten verbinden. Kurse dazu finden bei uns im Mienbacher Waldgarten statt. Ende November und Ende Februar. Die Termine  findet Ihr auf http://www.mienbacher-waldgarten.de.  Übrigens gibt es jetzt auch schon  eine Vorrausschau der Kurstermine 2015 der Selbstversorger-Akademie im Veranstaltungskalender jener Seite.

Bauen und Heimwerken im Selbstversorgergarten:

the-earth-care-manual1Unter dieser Kategorie stell ich Euch normalerweise handwerkliche Ideen zur Verfügung. Da es aber schon so nah am Winter ist und wir schon wieder an die Planung des nächsten Jahres denken, stell ich Euch hier ein Buch vor, das gerade übersetzt wird und zum Vorfinanzierungspreis von 85 Euro vorbestellt werden kann, anstatt dem Normalpreis von dann 110 Euro.

Diese Gelegenheit zu nutzen wäre absolut sinnvoll, handelt es sich doch um ein sehr wichtiges Buch und die Übersetzungsinitiative geht von privaten Leuten eines Vereins aus, der kein eigenes Vermögen besitzt.

Alle weiteren Infos hierzu findet Ihr auf der Seite von Permakultur im Alpenraum: http://www.permakultur-akademie.com/?page_id=1109

 

Na, konnt ich Euch wieder Anregungen geben? Ich freu mich übrigens stets auf Resonanz von Euch! Sowohl hier als auch gerne via Facebook. Zum Thema Inkagemüse findet Ihr in meiner Waldgartenzeitschrift (zu bestellen oben unter der Rubrik „Publikationen“) noch mehr Infos.

Ich wünsche Euch noch schöne Herbsttage, nutzt sie zum Sammeln des Wildobstes, heuer ist genug für Menschen und Vögel da! Eine schöne Vorweihnachtszeit noch und, wir lesen uns wieder im Dezember hier auf dieser Seite,

Eure Hanne vom Mienbacher Waldgarten

 

 

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