Hannes Permagarten Blog

Aussaatzeiten und Tips für angehende permakulturelle Selbstversorger

Aus Hügelbeet mach Hochbeet 13. April 2015

Filed under: Permakultur — permagarten @ 16:51
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Hallo liebe Permagarten-Freunde,

endlich ist er da, der lang ersehnte Frühling. Der Garten explodiert geradezu! Täglich entdeck ich neue BlütenKorea-Kirsche ganz im Garten. Heute hat mich das erst letzte Jahr gepflanzte Korea-Kirschbäumchen überrascht. Erst 50 cm hoch aber von oben bis unten voller Blüten. Ich fand das echt eine gigantische Leistung von so einem Winzling. Wenn dieses Bäumchen groß ist, ist es ca. 2 m hoch. Das wird ein Blütenrausch!

Habt Ihr schon alle die Tomaten und Paprika in extra Töpfchen gesetzt? Es ist jetzt absolut Zeit dafür. Solltet Ihr den Mut haben, Eure Pflanzen schon in ein Gewächshaus zu pflanzen, dann achtet darauf, das Ihr noch einen Frostwächter braucht! Eine kalte Nacht bis 0 Grad Celsius genügt und Eure Pflanzen werden um Wochen im Wachstum zurückgeworfen. Ich weiß, die schönen Tage verlocken, es heißt da nur aufpassen, bis nach den Eisheiligen Mitte Mai! Bis dahin können immer noch Nachtfröste drohen!

LöwenzahnblütenDraußen könnt Ihr jetzt aber bereits in die Beete setzen: Salate aller Art, Kohlrabi, Blumenkohl, Rettich, Zwiebeln,…

Eingesät werden kann: Radieschen, Rettich, Rote Bete, Asiasalate, Schnittkohl, Algiersalat, Gartenmelde, Rattenschwanzradies, Erbsen, Puffbohnen, Mairübchen, Mangold, Futterrüben, …

Aktuelle Rezeptanregungen, bzw. was wir jetzt zu essen finden:

Die Natur explodiert jetzt geradezu, da wäre man gut bedient, die Wildkräuter als Salate zu verwenden.

Taubnesseln

Taubnesseln

Einfach alles, was Euch anlacht verwenden. Wohlschmeckend sind: Bärlauch, Giersch, Löwenzahnblätter, -knospen und -blüten, Gänseblümchen, Gundermann, Taubnesselblüten, Wiesen-Bärenklau, Sauerampfer, Balsamkraut, Fenchelblätter, wilder Kerbel (doch nur, wenn Ihr Euch sicher seit, große Verwechslungsgefahr mit Schierling!), Hirtentäschel und Hellerkraut. Alle Blätter kurz unter dem Wasserstrahl im Sieb überbrausen, gut abtropfen lassen und am besten mit Apfelbalsamessig, oder Himbeeressig und etwas hochwertiges Olivenöl, gut durchmischen und das Kraftpaket genießen! Da merkt Ihr sofort, die Kraft die da dahinter steckt. Allerdings gibt es eine kleine Einschränkung für Leute, die noch keine Wildkräuter gewohnt sind. Bitte vorsichtig beginnen, es könnte sonst eine Entgiftung in Gang gesetzt werden, die sich mit Übelkeit, Kopfschmerzen und Durchfall äußert!

Was jetzt im Garten zu tun ist:

Natürlich ist jetzt jede Menge im Garten zu tun. Beete herrichten, und dabei bitte immer an Gesteinsmehle denken, denn Mineralien sollten wir dem Boden erst zufügen, damit die Pflanze sie für uns aufnehmbar macht. Bitte nur organisch-mineralische Dünger verwenden. Oscorna Animalin für Euer Gemüse, Oscorna Bodenaktivator für Eure neu angelegten Beete, Gesteinsmehle und Hornspäne. Guter Kompost oder abgelagerter Pferde, oder Hasenmist eignet sich ebenso hervorragend, um Eure Beete mit Nährstoffen zu versorgen, damit Ihr tolle Pflanzen und leckere Früchte bekommt. Tabu sollten in Eurem Garten jegliche Art von synthetischen Düngern, wie Blaukorn sein und natürlich jegliche Art von Giften. Glyphosat, bzw. Round up bitte auf keinen Fall verwenden, viel zu viel davon ist in unserem Nahrungskreislauf bereits drinnen und wir brauchen die Insekten für unser ökologisches Gleichgewicht. Habt Ihr Stellen in Eurem Garten, an denen lästige „Unkräuter“ sprießen, dann mulcht sie doch einfach mit Rasenschnitt ab. Laßt der Natur eine Chance!

Vorzeitiges Anziehen der Kohlpflanzen ist jetzt angesagt, auch Rosenkohl kann bereits angesät werden. Salate alle 2 Wochen nachsäen, damit keine Lücken entstehen, am besten Ihr richtet Euch das Saatgut in eine Kiste nach Anbauzeitpunkt. Einfach der Reihe nach und macht Euch im Kalender ein Zeichen, dann könnt Ihr nichts übersehen.

Bauen und Heimwerken im Selbstversorgergarten:

Hügelbeet-Umrandung

Hügelbeet-Umrandung

Hügelbeete sind gut und schön, bringen sie doch doppelte Anbaufläche. Mit der Zeit sitzt das Beet aber doch auf eine ungemütliche Höhe und es wird schwierig zu bearbeiten. Deshalb hab ich mir einfach aus meinem Hügelbeet ein niedriges Hochbeet gemacht. Beim bepflanzen und pflegen kann ich mich jetzt auf den Rand abstützen und auch mal die Gießkanne darauf abstellen. Die Steine speichern zusätzliche Wärme, und ich bin mir sicher, dies bringt nur Vorteile. Auch die Eidechsen finden zwischen den Steinen viele Versteckmöglichkeiten, was wieder einen Mehrfachnutzen birgt.

Einfach alte Dachziegel oder Lehmziegel, meist aus Abrissen günstig oder kostenlos zu erhalten, an den Rändern des Hügelbeetes aneinanderreihen und die folgenden Reihen versetzt darauf arrangieren. Sollte mal ein Stein wackelig sein, einfach kleine Steine unterlegen, bis alles fest sitzt. Es braucht keinen Mörtel oder dergleichen, es hält auch so. Innen dann mit Komposterde oder Gemüseerde auffüllen. Gesteinsmehl drüber, Mulchmaterial drauf, in meinem Fall kam dann noch zusätzlicher

Ränder mit Komposterde aufgefüllt

Ränder mit Komposterde aufgefüllt

Hühnerscharrschutz mit dazu und fertig ist das Hochbeet. In der Mitte hab ich dann gleich noch Zuckererbsen ausgesät und eine Reihe Kohlrabi danebengepflanzt. Nächste Woche, wenn die Erbsen bereits sichtbar sind, stecke ich Zweige als Rankhilfe und pflanze eine Reihe Blumenkohl auf die andere Seite der Erbsenreihe. Neben die Kohlrabi kommen dann noch Pflänzchen des Ochsenzungensalates. Dieser hat sich letztes Jahr hervorragend gegen die Schnecken behauptet. Am Rand des Hochbeetes bietet sich dann noch Kapuzinerkresse und ein Eichelkürbis an. Zwischen die Blumenkohl werd ich später die jungen Gurkenpflänzchen setzen.

Fertiges Hochbeet mit Mulchabdeckung und Hühnerscharrschutz

Fertiges Hochbeet mit Mulchabdeckung und Hühnerscharrschutz

Ich hoffe, ich konnte Euch wieder etwas inspirieren, das nächste Mal werd ich Euch über meine Erfahrungen und vielleicht die ersten Ergebnisse meiner Versuche mit Agnikultur berichten können.

Bis bald im Permagarten,

Eure Hanne

 

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4 Responses to “Aus Hügelbeet mach Hochbeet”

  1. Eine tolle Idee, das Hügelbeet umzubauen. Das Hochbeet aus Stein gefällt mir – es ist sicherlich noch optimaler als aus Holz, könnte ich mir vorstellen, da die Steine die Wärme speichern. Viel Erfolg in der kommenden Saison und LG Birthe

  2. Hey, das Hochbeet sieht durch die Umrandung mit den Steinen richtig gut aus. Ich habe mich auch gestern noch verleiten lassen ein Hochbeet aufzubauen – etwas spät, aber dafür habe ich Gemüse Setzlinge reingepflanzt. Das wird ja noch gehen. Mein Beet habe ich aus Holz gebaut.Wenn du magst, ich habe auch einen Bericht dazu geschrieben:
    http://www.derselbermacherblog.de/2015/06/29/hochbeet-selbergebaut/
    VG, Der Selbermacher

  3. […] – Aus Hügelbeet mach Hochbeet […]

  4. […] endlich ist er da, der lang ersehnte Frühling. Der Garten explodiert geradezu! Täglich entdeck ich neue Blüten im Garten. Heute hat mich das erst letzte Jahr gepflanzte Korea-Kirschbäumchen überrascht. Erst 50 cm hoch aber von oben bis unten voller Blüten. Ich fand das echt eine gigantische Leistung von so einem Winzling. Wenn dieses Bäumchen groß ist, ist es ca. 2 m hoch. Das wird ein Blütenrausch! Habt Ihr schon alle die Tomaten und Paprika in extra Töpfchen gesetzt? Es ist jetzt absolut Zeit dafür. Solltet Ihr den Mut haben, Eure Pflanzen schon in ein Gewächshaus zu pflanzen, dann achtet darauf, das Ihr noch einen Frostwächter braucht! Eine kalte Nacht bis 0 Grad Celsius genügt und Eure Pflanzen werden um Wochen im Wachstum zurückgeworfen. Ich weiß, die schönen Tage verlocken, es heißt da nur aufpassen, bis nach den Eisheiligen Mitte Mai! Bis dahin können immer noch Nachtfröste drohen! Draußen könnt Ihr jetzt aber bereits in die Beete setzen: Salate aller Art,Original Artikel ansehen […]


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