Hannes Permagarten Blog

Aussaatzeiten und Tips für angehende permakulturelle Selbstversorger

Nutztier Arche, Reihenmischkultur und Agnikultur 22. Juni 2016

Filed under: Permakultur — permagarten @ 16:03

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

vor lauter Werkeln sitz ich kaum noch vor dem Computer! Jetzt wird es aber Zeit, Euch wieder auf den aktuellen Stand zu bringen! Biene in Mozartrose🙂

Nutztierarche GehegeWir bauen momentan unsere Nutztier Arche aus. Wir halten gefährdete und noch nicht gefährdete Kleintiere, d. h. Hühner, wie Sundheimer, Bielefelder Kennhühner, Cochin, Seidenhühner, Orloff, federfüßige Zwerge…, Enten wie die deutsche Pekingente, Kaninchen, wie die weißen Angora und die Hellen Großsilber. Gehege um Gehege entsteht, um die Rassen in der Zuchtzeit rein zu halten und sie vor dem Habicht geschützt zu wissen. Es stehen uns noch die Hasenställe bevor zu bauen und das Schweinegehege wird auch noch ausgebaut werden, um die Haltung von Wollschweinen vorzubereiten.

ReihenmischkulturbeetLauch, Sellerie, KleewegIn meiner Extensivzone, in Permakultur-Zone 3, wächst momentan ein tolles Reihenmischkulturbeet heran. Sinn dahinter ist: wir schauen, was nach dem Mischkulturplan gut zusammenpasst und alle paar Reihen gibt es einen Kleeweg mit Weißklee eingesät. Weißklee blüht erst im zweiten Jahr und bringt uns Stickstoff in den Boden. Diesen Plan können wir jedes Jahr wieder verwenden, wir verrutschen nur die Reihen jährlich um 30 cm weiter. So haben wir eine automatische Fruchtfolge mit eingeplant. Ganz automatisch. Um dieses Beet in der Wiese zu erschaffen, wuchs dort letztes Jahr ein Beet mit Mulchkartoffeln. Trotz Trockenheit und Kartoffelkäfer übrigens hervorragend. Die Ernte war reichlich. Danach wurde nochmals Gründüngung eingesät, um über den Winter eine Bodenbedeckung zu gewährleisten. Im Frühling hatten wir also ein schön vorbereitetes Beet, das nur noch oberflächlich gelockert werden mußte und schon konnte eingesät und Jungpflanzen gesetzt werden. Und hier das Ergebnis zur Sonnwend  :Mais und Hirse-)

 

PyramideAuch mit der Agnikultur schreitet es, zwar langsam, aber dennoch sicher, voran. Wir arbeiten an unserem Pyramidenbeet. Die Kupferpyramide steht ja schon seit letztem Jahr, jetzt bauen wir an der Stufenpyramide aus Holz, quasi der Inneneinsatz der Pyramide. Was uns ordentlich zum Schwitzen bringt, denn die Erde muß mit der Schubkarre herangekarrt werden! Mehr zur Agnikultur findet Ihr auf www.agnikultur.de

Einen Tag der offenen Türe hatten wir auch noch am 12. Juni, der ein bombastischer Erfolg war. Das Wetter hielt, obwohl es in den Nachbardörfern so richtig runterschüttete. Bei uns schien die Sonne größtenteils und die Scharen an Menschen zogen durch den Mienbacher Waldgarten. Leider kam meine Beschilderung zu spät, so mußten es ausgedruckte Notschilder tun, um einen kleinen Einblick in das Permakultursystem des Gartens und die Zonierung zu geben. Kennt Ihr die Zonierung eines Permakulturgartens?

Na dann bitteschön, hier ist sie: zonen

Zone 0: Haus, Wohnraum, Wintergarten

Zone 1: Gemüsegarten, Kräutergarten, Pflegeintensives, Regenauffangoption, Gewächshaus, Holzlagerplatz, Wurmfarm, Spalierobst

Zone 2: Intensives Früchte- und Nüsse-System, Geflügel, Spielplatz (Kinder), Baumschule

Zone 3: Haupt-Nutzpflanzen, Viehfutter, Lagerung, Extensive Bewirtschaftung

Zone 4: Selbstversorgungssystem für Großtiere, wenig intensive Nutzung, Getreide, Fischteich, Hecken, Kartoffeln, Kühe, Hochstammbäume bzw. Streuobstwiese, Waldwirtschaft

Zone 5: Wildnis, der „Ich-Tu-Nix-Bereich“

Zone 6: Das was ich von den Nachbarn bekomme = Tauschhandel

Die Zonierung des Gartens hilft uns Zeit zu sparen, es handelt sich hier also um Zeitzonen, von 0 – 5 mit viel Zeit- bis kaum Zeit-Erfordernis.

baumscheiben

baumscheiben

Das passende Prinzip der Permakultur dazu wäre: Plane zuerst das Ganze, und dann das Detail!

Im Buch: Gärtnern im Biotop mit Mensch, werden die entsprechenden Beete für die Intensiv- sowie die Extensivbereiche genau erklärt. Das Buch findet Ihr auf www.waldgartenprodukte.de

Wer so richtig einsteigen möchte in die Permakultur, dem empfehle ich einen Permakultur-Design-Kurs, bei uns heuer vom 15. – 28. August. Alle Infos dazu findet Ihr auf: www.waldgarten.wordpress.com/permakultur-design-kurs

Somit wünsche ich Euch einen tollen Sommer,

frisch geschlüpft, deutsche Pekingente und Sundheimer Küken

frisch geschlüpft, deutsche Pekingente und Sundheimer Küken

mit permakulturellen Grüßen aus dem mittlerweile heißen Niederbayern,

Eure Hanne

vom Mienbacher Waldgarten/Selbstversorger-Akademie

 

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