Hannes Permagarten Blog

Aussaatzeiten und Tips für angehende permakulturelle Selbstversorger

Sommerzeit – Erntezeit, Vorratshaltung 5. August 2016

Filed under: Ernte und Haltbarmachen,Permakultur — permagarten @ 13:30

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

Kürbis Atlantic Giantder Garten zieht einen jetzt voll in seinen Bann. Eine immense Fülle erwartet uns. Das Wetter heuer mit immer mal wieder Regen läßt alles schön satt da stehen. Was letztes Jahr um diese Zeit schon total verdörrt war, steht heuer in toller Fülle. Ob dadurch unser Obst aber Lagerfähig bleibt, sei dahingestellt. Erste Fäulnisstellen zeigen sich, sowohl bei den Tomaten (braunfäule), als auch bei den Brombeeren, Pflaumenarten und Äpfeln. Da heißt es schnell sein, stetig ernten, Fallobst aufsammeln und sofort weiter verarbeiten.

Welche Möglichkeiten wir haben unser Gewachsenes haltbar zu machen?

Jede Menge. Wir können Saften, Einkochen (Wecken), zu Marmelade oder Gelee verarbeiten, als Ansatzschnäpse und Liköre, wir können Dörren, milchsauer einlegen und einsalzen, in Essig einlegen oder in Öl. So kann sich die Vorratskammer füllen. Und diese Vorgänge werden jetzt endlich auch wieder modern! Das Bewußtsein zum eigenen Verarbeiten der Ernte steigt enorm, schließlich weiß man dann ja genau, was man ißt, bzw. seiner Familie zu essen gibt. Und nein, dies ist nicht nur Frauenarbeit! Mittlerweile kümmern sich auch die Männer um die Vorratshaltung. Was auch von Vorteil ist, denn schließlich können die Männer sich dann auch um den Bau von Solardörrer und Pyrolyseofen kümmern, damit es auch energieeffizient zugeht bei der Ernteverarbeitung. Solardörrer

Wir selbst entsaften,  kochen in unserer Sommerküche auf den Herdplatten des transportablen Gasofens ein. Da macht es nämlich nichts, wenn wir kleckern 🙂 !!! Und Eingeweckt wird so ganz nebenbei im Elektroofen. Jeden Abend 6 1Liter-Gläser füllen, mit Mirabellen, Zwetschgen, Pflaumen, Kirschpflaumen, Birnen usw., mit gewürztem Wasser übergießen, Gummi,  Deckel und Klammer drauf und ab in den kalten Ofen in das tiefe Backblech mit ca. 1 – 1,5 cm hohem Wasserstand. Den Ofen auf 200 Grad gestellt und nach einer halben Stunde, wenn der Inhalt perlt, einfach ausschalten und bis zum Morgen im geschlossenen Ofen belassen. So kann es in den Gläsern ganz langsam abkühlen und alles wird schön haltbar. Dann nur noch beschriften und ab in die Speisekammer damit. Ganz wichtig ist auch immer das Monat und das Jahr der Herstellung. Es ist zwar alles haltbar bis zum Öffnen, dennoch sollte stets die alte Ware zuerst weggegessen werden.

Massing Speise4Ganz viel Inspiration haben wir uns auch in einem Bauernhofmuseum bei uns in der Nähe geholt. Die alt bewährten Techniken verwenden wir persönlich auch noch sehr gerne. So entstand ein zutiefst zufriedenstellendes Gefühl in mir. 11821616_10207795304980098_1385467940_o

Generell kenn ich kein befriedigenderes Gefühl, so als Mutter gesehen ;-), als eine selbst gefüllte Speisekammer. Das glaub ich, habe ich innerhalb dieses Blogs auch schon ein paar mal erwähnt.

Dazu gehört natürlich einiges an Wissen und gelernten Fertigkeiten, was jedoch ganz einfach zu erlernen ist. Die Firma Weck zum Beispiel mit ihren schönen Einkochgläsern bietet auch eine Zeitschrift an, das Landjournal, mit allen 2 Monat erscheinenden Einkochrezepten. Das inspiriert auch Profis!

waldgärtner_schachtelDoch in erster Linie geht es ja auch darum, zuerst einmal im eigenen Garten ernten zu pflanzen_lernspiele_boxkönnen! Spielerisch ist das möglich mit den neuen Spielen, wie z. B. das Waldgärtner Spiel, oder das Heilpflanzen-Memory mit Erweiterungsfragen, je nach Wissenstand. Also geeignet schon von 5 Jahren an bis zum Heilpflanzenprofi! Alles schon in meinem Onlineshop www.waldgartenprodukte.de vorzubestellen und noch im August auslieferbar.

Auch selber erweitere ich jährlich die Vielfalt in meinem Garten um verschiedenste Spezialitäten, bzw. Raritäten. Heuer zum Beispiel habe ich bereits Berglitschi und Lachsbeere und weitere ErnteHimbeervariationen gepflanzt, es warten jedoch noch Blutbirne, Hunza-Aprikose, chinesische Jujube, Gewürz Sumach, japanische  Tee-Hortensie, Altai-Lauch, türkische Baumhasel und eine Kurpfalzmispel. Wo ihr solche Raritäten auch bekommen könnt? Zum Beispiel bei http://www.ruehlemanns.de, http://www.raritätengärtnereimanfredhans.de, http://www.deaflora.de, http://www.ahornblatt-garten.de, http://www.pflanzen-treml.de, um nur einige zu nennen.

Auch ist es hilfreich sich bereits gewachsene Selbstversorger-, Permakultur-, Waldgärten anzusehen, um ein Gefühl von dieser Extensivbeet Ende Julitollen Atmosphäre des zukunftsfähigen Lebensraums zu bekommen, der voller Beeren, Obststräucher und -Bäume, Wildgemüse, Wildobst, Kulturgemüse, Wildkräuter usw. steckt.

Dazu möchte ich natürlich auch noch gerne meine Selbstversorger-Akademie bewerben, die Herbstsaison beginnt am 03. September und ein paar Kursplätze hätte ich noch frei zu Kursen wie: Seife sieden, Brot backen, Wildholzhocker bauen, Naturkosmetik selber machen und spirituelles Räuchern mit heimischen Kräutern und Harzen. Schaut einfach mal rein auf www.mienbacher-waldgarten.de.

Somit wünsche ich Euch eine tolle Erntezeit, nützt die Zeit, schaut was es bei Euch rundherum auch an Wildobst gibt, schaut ruhig auch mal auf http://www.mundraub.org, ob es in Eurer Nähe freie Obstbäume gibt und nehmt auch wirklich nur soviel Ihr auch verwerten könnt! Nutzt die Second-Hand-Läden um Euch Werkzeuge und Gläser zur Vorratshaltung anzuschaffen und zapft das Wissen von erfahrenen älteren Menschen an, die dieses Wissen auch noch gerne weitergeben und auch mal zur Hand gehen.

Eure Hanne

 

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