Hannes Permagarten Blog

Aussaatzeiten und Tips für angehende permakulturelle Selbstversorger

Ist Eure Speisekammer für den Winter voll? 16. Oktober 2016

Filed under: Ernte und Haltbarmachen,Permakultur — permagarten @ 09:57

Hallo liebe Permagarten-Freunde

Roter Spitzkohl

Roter Spitzkohl

„Ein Garten, in dem es nichts zu essen gibt, ist vergeudete Landschaft.“
Aus „Permakultur für alle“ von S. + M. Brunner

Unsere Wally bei der Apfelernte

Unsere Wally bei der Apfelernte

Diesen Spruch habe ich zu meinem Leitspruch gemacht. Und der Waldgarten ist alles andere als vergeudete Landschaft. Ja, gut, ein wenig wild vielleicht, aber voller Erntegut! Meine Speisekammer ist definitiv voll! Eure auch?

Die Glucken mit den Küken in der Herbstsonne

Die Glucken mit den Küken in der Herbstsonne

Natürlich macht es viel Arbeit, aber es ist die schönste Arbeit der Welt, wenn man das Gefühl der Zufriedenheit nach getaner Arbeit als Belohnung nimmt. Es ist sehr beruhigend im Herbst eine voll Speisekammer vorweisen zu können. Das liegt einfach in der Natur des Menschen. Wir können zwar, wie gewohnt, einkaufen gehen, wir müssen es aber nicht. Wir kaufen dann einfach noch in etwas größerer Menge: Getreide, Salz, Zucker, Öl…. und alles ist zuHause, was wir brauchen.

Um einen kleinen Einblick in unsere Pflanzenwelt zu geben, habe ich mich hingesetzt und für 2016 eine Pflanzeninventur gemacht: pflanzeninventur-2016

Warum wir dann noch Tiere halten? Die fressen natürlich wieder einen Teil von unserem Erntegut auf! Wir teilen einfach gerne mit lieb gewonnenen Lebewesen und in Notzeiten haben wir Tiere zum schlachten. Ja, wir essen Fleisch! Mit Vorliebe und mit echt gutem Gewissen und voller Genuß essen wir das Fleisch unserer eigenen Tiere. Weil wir genau wissen, das das Tier ein zufriedenes, freies Leben hatte mit viel Auslauf, frischer Luft und gutem Essen. Das ist das für die gemäßigte Zone naturgegebene Leben.

Wir teilen unsere Zeit frei ein, wir richten uns mit der Arbeit nach dem Wetter, haben an Regentagen frei oder widmen uns den Reparaturarbeiten, die ja auch immer wieder anfallen. Ein Leben mit dem Rhythmus der Natur.

Winterquartier für einige unserer Tiere

Winterquartier für einige unserer Tiere

Abgeerntete Reste von Inkagurken, Feuerbohnen, milde Pepi, Lablabbohnen, Auberginen usw.

Abgeerntete Reste von Inkagurken, Feuerbohnen, milde Pepi, Lablabbohnen, Auberginen usw.

Alles hat seinen Platz und seinen Sinn innerhalb der verschiedenen Jahreszeiten. Wird z. B. das Gewächshaus nicht mehr für Tomaten usw. benötigt, bietet es im Winter einen geschützten Platz für Jungtiere oder andere. Unser Gewächshaus wird nun bevölkert von dem jungen Stamm der federfüßigen Zwerghühner und unseren Kuschelhasen Schnuffi, Sissi und Franzl mit der Meersau Maxl. Diese Tiere picken alle Schädlinge, wie Raupen, Käfer, Larven, Schneckeneier usw. auf, buddeln und scharren und düngen vor allen Dingen gut auf. So wächst im nächsten Jahr wieder alles gut und der Boden laugt nicht aus. Wir brauchen nur noch richtig mit Mineralien einstäuben, damit der Boden nicht übersäuert und die Gesteinsmineralien von den Pflanzen in eine Form umgewandelt werden, die für uns voll aufnahmefähig ist.

Eintopf aus frischen Kartoffeln, Kürbis, nicht ganz ausgereifen Feuerbohnen und Butterkohl.

Eintopf aus frischen Kartoffeln, Kürbis, nicht ganz ausgereifen Feuerbohnen und Butterkohl.

So sind unsere Speisen für uns gesund und nährend. Und schöne warme Suppen und Eintöpfe, jetzt, wo es wieder kälter wird, die tun einfach so richtig gut! Vorkochen und haltbar machen geht auch. Dazu reicht es aber leider nicht, die heißen Suppen und Eintöpfe in Twist-Off Gläser zu füllen, wie bei Marmelade, wir müssen sie zusätzlich wecken. Nach alter Manier. Die Firma Weck ist uns da sehr hilfreich, mit tollen Gläsern und einer Zeitschrift, die ganz viele Anregungen zur Halbarmachung gibt. Alle Infos dazu findet Ihr unter http://www.weck.de. Selbst habe ich jedoch noch die alten Einweckgläser aus Haushaltsauflösungen bekommen. Alte Marken dieser Gläser heißen Ruhrglas, Gerrix usw. Auch diese sind noch einwandfrei zu verwenden. Meist sind die Leute froh, wenn diese auch damals nicht ganz billigen Gläser noch eine Verwendung finden. Reuse heißt der Fachbegriff dafür. Wir verwenden es wieder. Dem ist vor jedem Neukauf der Vorzug zu geben.

Quitten und Quittenbrand verkaufen wir auch. Wenn ihr was haben wollt, schreibt mich einfach an.

Quitten und Quittenbrand verkaufen wir auch. Wenn ihr was haben wollt, schreibt mich einfach an.

Also schaut auf Flohmärkten, in Ebay-Kleinanzeigen, schaut nach Haushaltsauflösungen und ihr werdet fündig. Ganz günstig oder sogar geschenkt. Macht Eure Gärten zu Nutzgärten und profitiert davon.

Viel Freude beim Rezepte durchstöbern und bald geht es auch wieder an das Planen des nächsten Anbaujahres und der Auswahl des optimalen Saatguts. Und denkt immer daran, ja, es macht Arbeit, aber Arbeit wird zum Vergnügen, wenn man sie gerne macht und sich danach des Geschaffenen erfreut!

Eure Hanne

vom Mienbacher Waldgarten/Selbstversorger-Akademie in Niederbayern

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One Response to “Ist Eure Speisekammer für den Winter voll?”

  1. Rabin Says:

    Nun hätten wir eine Vorratskammer, wäre sie auf dem Weg gut gefüllt zu werden. So stehen die eingemachten Gläser an jedem freien Winkel, wo es ausreichend kühl ist. Und sorgt neben der Farbenpracht für einiges Schmunzeln. 😉


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