Hannes Permagarten Blog

Aussaatzeiten und Tips für angehende permakulturelle Selbstversorger

Clever gärtnern mit Permakultur 25. Mai 2017

Filed under: Ernte und Haltbarmachen,Permakultur — permagarten @ 15:19

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

Hechtrose

dass der Anbau von Essbaren mithilfe der Permakultur genau der richtige zukunftsweisende Weg ist die Ernährung zu sichern, beweist mir momentan wieder mein eigener Garten. Das kalte, windige Frühjahr ließ eigentlich nichts Gutes erwarten. Ich sah keine Bienen fliegen! Doch mithilfe der Wildbienen und Hummeln, die viel Futter und Wohnraum in unseren Rand- u. Wildniszonen finden,  schaut es nach einem tollen erntereichen Jahr aus! Die Maibeeren reifen schön langsam, danach kommen die Erdbeeren, die Johannisbeeren hängen voll und die ersten Fruchansätze der Apfel- und Birnbäume sind jetzt deutlich zu erkennen. Auch das Gemüse macht sich hervorragend! Die Tomaten sind ja jetzt seit Mitte Mai draußen, nach und nach, je nach Zeitguthaben füllen sich die Beete mit Mais, Kürbis, Artischocken und Kardonen, Lauch, Sellerie und natürlich die verschiedenen

Deutsche Pekingenten auf Schneckenpatroullie

Kohlpflanzen. Ein Pärchen unserer Pekingenten geht jetzt täglich auf Schneckenpatroullie, wenn sie uns auch die Kopfsalate wegfressen. Davon haben wir jedoch in den Hochbeeten noch genug!

Gerne möchte ich Euch heute ein Buch vorstellen, dass neu im Organischen Landbau Verlag erschienen ist. Es heißt: „Clever gärtnern leicht gemacht, Selbstversorgung, Permakultur“ Geschrieben wurde diese Buch vom Russen Nikolay Kurdyumov.  Meiner Meinung nach ist dies eines der wenigen Permakulturbücher, das wirklich verständlich und dabei sehr humorvoll geschrieben ist. Kurdyumow beschreibt sehr eindrücklich, wie, verzeiht mir den Ausdruck, dumm es ist, sich für den Garten aufzurackern und dabei nur ungenügende Ernten einzufahren. Schritt für Schritt beschreibt er, was genau zu tun ist, wie Beete am effektivsten anzulegen sind, wie man sich viel Arbeit erspart durch Mulchen und richtiges Gießen, wie die Pflanzen richtig gefüttert werden (dabei werden ganz exakt Rezepte angegeben und nicht wie bei anderen Büchern das Ganze geheimnisvoll umhüllt!). Auch die richtigen Strategien für geschützten Anbau in Gewächshäusern und Frühbeeten, sogar über den Winter hinweg beschreibt er genau. Die Werkzeuge, die man wirklich braucht und ganz viel, dass man eigentlich nicht braucht. Ein Buch sowohl für Anfänger der Selbstversorgung, als auch für Fortgeschrittene. Auch ich konnte noch sehr viel aus diesem Buch lernen. Durch den angenehmen Schreibstil, bzw. die

Maibeere werden reif

sehr gute Übersetzung von Olga und Franz Felix liest sich das Buch so gut wie von selbst. Es ist einfach eine Freude. Nach der Lektüre dieses Buches wisst Ihr genau, wie Ihr Euer Bodenleben aufbaut, um wirklich gesundes Gemüse in Hülle und Fülle zu essen. Warum ich so ein schnulziges Loblied auf genau dieses Buch schreibe? Weil ich bei einem Fachbuch noch nie so herzlich lachen mußte. Aus Rußland ist ja noch nicht viel Wissen zu uns rübergeschwappt, wir konnten bisher nur ahnen, welche Wissenschätze der sehr erfahrenen Selbstversorgergärtner, oft aus sehr rauen Klimazonen, dort verborgen liegen. Dies ist das Erste von bestimmt noch folgenden Büchern aus dem russischen Raum, bzw. von Nikolay Kurdyumov, der in Rußland ja bereits als sehr guter Fachbuchautor bekannt ist.

Ein Zitat aus dem Buch möchte ich Euch noch ans Herz legen.

Ein Blick in die Geschichtsbücher bestätigt: Kein einziger Staat hat je die Wiederherstellung der natürlichen Bodenfruchtbarkeit gefördert. Für die Behörden ist es nachteilig, gute Bodenfruchtbarkeit zu haben! Es ist frü den Staat viel einträglicher, wenn mit teuern Produkten, Kraftstoff, Maschinen und Chemikalien gehandelt wird. Es war so und es ist so. Ich kenne kein einziges Land, das sich ernsthaft um seine Böden und die Senkung der Produktionskosten kümmert.“ Ein weiteres Zitat aus dem Buch, allerdings schreibt hier Kurdyumov ein Zitat von V.V. Fokin: „Die Hauptaufgabe eines Landwirtes ist es, Boden zu erschaffen. Dem Boden soll man mehr geben als man ihm wegnimmt. Der Boden selbst wird dafür die Rendite berechnen – und die kann äußerst lukrativ sein – je nach dem Verdienst, den der Bewirtschafter um das Wohl des Bodens erworben hat“.

Diese Zitate bestätigen uns, dass wir in die Eigenverantwortung gehen müssen, wollen wir in Zukunft gut und gesund Essen. Und dieses Buch gibt uns das notwendige Wissen dazu. Beziehen könnt Ihr es bei http://www.waldgartenprodukte.de, direkt beim OLV Verlag oder im regionalen Buchhandel.

Was sich sonst noch so getan hat seit letztem Monat?

Wollschwein Mimi bei den Hängebauchschweinen Linchen und Schmuddel

Ja, doch, einiges. Das Schweinegehege ist fertig und unsere junge Wollschweindame Mimi hält uns ganz schön auf Trab. Enorm gefräßig, enorm spitzbübisch.

Der zweite Schwung Küken ist da. Diesmal wieder mit vielen deutschen Sperbern. Es geht einfach nicht ohne diese tolle alte Rasse, die so schöne weiße Eier legt. Auch die Orloff machen uns viel Freude. Die Hühner sind sooo zahm und lustig. Es gibt mit ihnen immer was zu lachen. Abzugeben hätten wir noch einen Stamm Bielefelder

Bielefelder-Stamm abzugeben

Kennhühner. Einen Hahn mit Henne. Zwei Hähne dieser großen beeidruckenden Rasse sind zuviel.

Großsilbernachwuchs

Auch junge Großsilberkaninchen (Rammler) sind noch abzugeben. Diese tolle Rasse hat uns beeindruckt, mit ihrer Ruhe und Zuverlässigkeit.

Die ersten Ernten von Salaten, Rettichen und Radieschen sind bereits eingefahren. Jetzt ist die Fülle an Wildkräutern enorm und die Beeren beginnen zu reifen. Sirups sind auch bereits wieder in der Vorratskammer, Löwenzahn- und Fichtenspitzensirup. Als nächstes folgen dann die Holunderblüten, die verarbeitet werden. Es ist jetzt Hochkonjunktur im Selbstversorger-Garten. Die einen Pflanzen müssen noch gesetzt werden, das andere kann schon wieder in die Vorratskammer.

Extensivbeet mit Reihenmischkulturen, Zuckermais, Kohl, Stangenbohnen, Kardonen, Zwiebel, Kürbis, usw.

Dabei möchte ich Euch recht herzlich einladen, uns am 16. Juli zum Tag des offenen Waldgartens zu besuchen. Wir haben ein tolles Programm mit vielen Fachvorträgen und Aktionen, Infoständen und Ständen mit Leckereien auf die Beine gestellt. Gleichzeitig treffen sich die bayerischen Permakulturisten vom bayerischen Permakulturnetzwerk bei uns (www.permakultur-bayern.de). Auch hier kann sich informiert und ausgetauscht werden. Ein Tag der Vernetzung und der Informationen!  Wenn Ihr gerne noch mehr über Selbstversorgung, Kräuter, Permakultur usw. lernen möchtet, dann verweise ich Euch auf unsere Seite der Selbstversorger-Akademie, www.mienbacher-waldgarten.de.

Viele Rezepte, Wissen rund um die Selbstversorgung und Permakultur findet Ihr noch dazu in meinen Publikationen (siehe oben im Reiter unter Publikationen). Somit mach ich wieder Schluß für heute, sonst wird es wieder zuviel und versuche Euch wieder im Juni/Juli zu informieren, was sich bei mir alles tut im permakulturellen Mienbacher Waldgarten, unserem Selbstversorger-Garten mit Nutztier Arche.

Eure Hanne

PS: Einen jungen altdeutschen Hütehund hab ich Euch auch noch vorzustellen! Also, bitteschön, hier ist Aria, 3 1/2 Monate alt.

 

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