Hannes Permagarten Blog

Aussaatzeiten und Tips für angehende permakulturelle Selbstversorger

Hitze, Schweinenachwuchs und jede Menge Ernte 3. September 2018

Filed under: Ernte und Haltbarmachen,Permakultur — permagarten @ 16:25

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

Freude über die Ferkelchenwow, wo fange ich bloß an. Es war soooo viel los, diesen Sommer. Trotz dieser extremen Hitze und Trockenheit konnten wir in unserem Waldgarten Rekordernten verzeichnen und es hängt immer noch so viel! Aber da wird es bei Euch nicht viel anders sein, oder? Die ersten Zweige sind jedenfalls bereits abgebrochen. Die Bäume kürzen sich gerade selbst ein. Es handelt sich hierbei vor allen Dingen um Zweige, die man nicht abstützen konnte. Also die obersten, geraden. Unter den Bäumen allerdings war es größtenteils sogar den Brennnesseln zu trocken heuer. Auch den Mulchkartoffeln spendete ich keinerlei Hoffnung. Teilweise kamen sie aber auch garnicht raus. Doch es blieb, aufgrund des ausgewogenen Licht-Schatten-Verhältnisses im Waldgarten wirklich alles gut erhalten. Das Extensivbeet wurde nie gegossen und auch dort wachsen Kürbisse, Bohnen, Zuckermais, Gurken und dergleichen ohne Probleme. Dieses Beet ist allerdings wirklich dick abgemulcht. Lediglich die jungen, im Frühling gepflanzten neuen Bäumchen haben wir gegossen. Sie hätten sonst keine Chance gehabt. Alles ist durchgekommen.

Auch in unserer Nutztier Arche konnten wir guten Zuwachs verzeichnen. Leider aber auch geballte Ausfälle durch den Fuchs. Jeden Tag holte er sich von den freilaufenden Hühnern im Waldgartenbereich eines. Bis der Stall leer war. FerkelchenÜberraschenderweise sind auch einige Tiere auf das Konto unseres Ebers gegangen. Die Hühner waren es gewohnt, zu den Schweinen ins Gehege zu gehen. Doch Wolli meinte wohl, das es sich hierbei um laufendes Futter handelt. Da er dann auch noch gelernt hat über das Gehege zu steigen und die Pekingenten anzugreifen, kamen die Schweine jetzt allesamt hinter Strom. Jetzt sind sie 3-fach eingezäunt. Das müßte jetzt halten. Nur die 3 kleinen Jungtiere der Mangalitza, 2 Jungs und 1 Mädel, können noch unten durch. Dadurch können sie sich sehr gut entwickeln, fressen sie doch den Hühnern und Enten das Futter weg, buddeln im nunmehr wieder feuchten Boden und können alle möglichen Blättchen probieren. Es ist eine wahre Freude wie sie wachsen.

Noch ein Highlight, jedenfalls für mich, wurde diesen Sommer fertig. Anfang August war es soweit, ein neues Foliengewächshaus, 7 x 8 m wurde fertig gebaut, verstrebt und mit Folie bezogen. Schiebetüren hinten und vorne und seitlich zum hochbinden, gewährleisten eine gute Durchlüftung. Eine Herausforderung war es aber, die bereits großen Topftomaten hineinzusetzen. Bei dieser Affenhitze! Zwei Tage später lag ich absolut platt mit Hitzschlagsymptomen im Bett. Die Wärme so eines tollen Sommers liegt mir einfach mit.

Mitten in der Vorratshaltung sind wir nun. Von Fruchtleder bis Chutney, von eingekochtem Obst bis Saft, von Marmeladen bis Liköransätze, Ölsansätze, Essigansätze uns was weiß ich. In der Küche steht immer eine Kiste Einmachgut rum, dazu der Kochentsafter, der Dörrapparat, Weckgläser usw. Leider ist unsere Speisekammer nicht sehr groß, so dass wir bereits mit vollen Kisten unter den Sitzbänken ausweichen. Wer diesen Sommer nichts zur Vorratshaltung findet, der ist selbst schuld. Diese Überangebot muß einfach genutzt werden, wer weiß, wie sich der nächste Sommer entwickelt? Habt Ihr denn auch alle schon Euer Saatgut gesichert für nächstes Jahr? Die besten Tomaten werden verwendet, die tollsten Paprika, usw. Überall hängen zurzeit die beschrifteten Filtertüten zum Trocknen (mit den Tomatensamen) und die Tütchen mit dem bereits getrockneten Samen werden in die Vorratskisten eingeordnet.

Christoff und Anton beim Ofen

Mein Mann Anton und Christoff Schneider, Permakultur-Lehrer und Leiter des Permakultur-Design-Kurses vor dem gebauten Ofen.

Der Ofenbau hat uns heuer auch gepackt. Zuerst gab ich bei mir in der Selbstversorger-Akademie einen Lehmbackofenbaukurs. Da entstand der erste Drachenofen. Innerhalb des Permakultur-Design-Kurses entstand der nächste tolle Ofen. Und zum Abschluß durfte ich in Wunsiedel innerhalb der Lehmbauwochen der Kinder- und Jugendhilfestätte wieder einen Drachenofen bauen. Das hat Spaß gemacht, war allerdings auch anstrengend.

 

Jetzt im Herbst geht es weiter mit Ernteverarbeitung, doch auch bereits mit den Wintervorbereitungen. Die Futterhütte muß noch dicht gemacht werden, eine Komposttoilette mit Flaschenfenster, dahinter Wurmkästen soll noch entstehen, der erste Drachenofen soll noch bemalt werden, bevor er zum neuen Besitzer kommt und weiter mit der Ernte. Mein Kursprogramm läuft noch bis Ende November, erst dann kann Ruhe einkehren. Eine wohlverdiente Ruhe, wie ich meine.

Somit wünsche ich Euch noch eine tolle Herbstzeit, nutzt die Zeit zum Ernten, einlagern, einkochen, trocknen, fermentieren, einsalzen, einlegen usw.

Eure Hanne

vom Mienbacher Waldgarten/Selbstversorger-Akademie

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