Veröffentlicht in Ernte und Haltbarmachen, Permakultur

Sommer, Erntezeit beginnt und Umzug

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

momentan weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll mit berichten.

Petronella
Durchwachsende Silphie

Mein Waldgarten gedeiht, dass es eine wahre Freude ist. Zum Glück gibt es heuer ja immer wieder mal Gewitter mit ausreichend Regen. Das lässt alles wunderbar wachsen und auch die Bäume haben sich vom letzten Trockenjahr her wieder erholt, wie es scheint. Auch Futter für die Tiere gibt es heuer wieder ausreichend. Die jungen Ferkelchen haben alle bis auf eines einen guten Platz gefunden und das eine letzte kleine Ferkelchen namens Petronella darf mit auf den neuen Hof. Wir ziehen nämlich um.

Der Schreimerhof

Nein, keine Sorge, nicht der Mienbacher Waldgarten zieht um, sondern nur wir, die Bewirtschafter und das Büro der Selbstversorger-Akademie zieht mit um. Wir ziehen auf den Schreimerhof. Der ist im Nachbardorf von Mienbach, das heißt, wir leben dann endlich näher am Waldgarten. Dieser Schreimerhof ist ein Mehrgenerationenwohnprojekt, denkmalgeschützt und wir freuen uns schon riesig darauf dort Anfang August einzuziehen und anzukommen. Der Schreimerhof wird mein persönliches soziales Permakulturprojekt. Dort bin ich auch zuständig für die Anlage der Gartenbereiche und die Tierhaltung der Nutztiere. Diese gehören nämlich mit zum Hofkonzept. Alle, die bereits dort wohnen helfen fleißig mit, so dass wir auch schon einiges auf die Beine (Wurzeln) stellen konnten. Insgesamt sind es 10 Wohnungen am Hof, 1 Yogastudio und 1 Architekturbüro. Selbst werde ich mein Büro der Selbstversorger-Akademie noch ausbauen zu einem kleinen Laden. Dort können dann natürlich meine Waldgartenprodukte gekauft werden, aber auch unverpackte Grundnahrungsmittel in regionaler Bioqualität, Kräuterprodukte usw. Vormittags werd ich also im Waldgarten sein und nachmittags auf dem Schreimerhof zu finden sein. So der Plan.

Gemeinschafts-Baumpflanzaktion am Schreimerhof
Zuckererbsensaat und etwas Knoblauchernte

Natürlich haben wir auch viele Projekte vor dort. Zum Beispiel der Ausbau zur sozialen Landwirtschaft mit einer Kindergroßtagespflege. So möchte ich gerne Kinder und Tiere verbinden. Starten soll das Ganze bereits kommenden Januar und ich freu mich bereits riesig drauf. Ich werde aber nicht die Großtagespflege machen, mein Tag hat auch nur 24 Stunden. Dies wird von weiteren Schreimerhofbewohnern übernommen! Für uns, die wir uns eigentlich immer eher als Einsiedler gesehen haben, wird dieses Gemeinschaftsding echt spannend!

Ach, und übrigens, wer sich den Schreimerhof mal ansehen möchte, der hat am 8. September, am Tag des offenen Denkmals Gelegenheit dazu. Wir verbinden dies nämlich mit einem Hoffest, starten um 10 Uhr und enden um 17 Uhr. Es gibt leckeres Essen und natürlich Getränke, Stände und Aktionen.

Ein kurzer Gang durch den Garten

Zurück zum Waldgarten. Eine Fasanenhenne sitzt mitten in der Wiese hinterm Steinkreis und brütet Ihr Gelege aus. Echt spannend. Wenn wir ihr zu Nahe kommen fliegt sie natürlich hoch. Normalerweise müssten die Kleinen bald schlüpfen. Ich hoffe, sie hat mehr Glück als unsere Enten. Diese brüteten alle drei volle Gelege aus, doch alle Eier wurden faulig. Ein Entenküken war zwischendurch da, war aber plötzlich wieder verschwunden. Was war da verkehrt gelaufen? Eine Enten haben wir sogar separiert, damit sie mehr Ruhe hat zum Brüten. Doch das gleiche Spiel. Nach 8 Wochen haben wir alle Gelege geräumt, nicht dass es für die Enten gefährlich werden würde. Die Junghennen dagegen machen sich gut, eine der Hennen legt bereits, und zwar zartolivgrüne Eier. Da ich mir im Frühling 10 Buntleger Eier schicken hab lassen und 6 Küken daraus geschlüpft sind, wird es jetzt echt spannend, welche verschiedene Eierfarben ich denn jetzt bekomme. Hähne waren ja auch dabei! Die jungen Kaninchen haben sich hervorragend gemacht. Wir haben sie mittlerweile bereits in Männlein und Weiblein getrennt. 6 Rammler und 8 Mädels dürfen jetzt in 2 großen Boxen toben.

Jungtiere verschiedener Rassen und Mischlinge

Die Erntesaison hat auch bereits begonnen. Die Klaräpfel trugen reichlich, die Zucchini und Gurken beginnen mit der Fülle, auch die ersten Tomaten färben sich rot, oder gelb, oder schwarz, oder orange ;-). Die Himbeeren laden täglich zum Naschen ein, der Himbeeressig ist bereits angesetzt. Auch die Kräuterernte läuft, alle zwei Tage wird der Solardörrer neu bestückt. Die Sommerküche hängt auch bereits mit Büschel voller Melisse, Apfelminze und Schafgarbe voll. Die nächsten Tage geht es an die Taybeeren und die japanischen Weinbeeren. Auch die

Aronia und Weintrauben reifen langsam

Herbstsalate wollen langsam pikiert werden. Ja, gedanklich sind wir bereits bei den Herbstkulturen. Damit wir nach den Kartoffeln gleich die Zuckerhut- und Endiviensalate setzen können. Doch auch Pflück- und Kopfsalate hab ich nochmal angesät.

Fasanengelege

Die Saatguternte läuft auch gut heuer. Bereits im Trockenen hab ich die Zuckererbsen, die Spornblumensaat, die russischen Kohl, als nächstes fällt die Ernte der Superschmelz-Kohlrabi an und des Färberwaid. Auch der Pflücksalat großer amerikanischer brauner wird bald seine Samen herzeigen. Und ach ja, die Okra blühen! Dies ist meine besondere Freude heuer. Das erste Mal ist mir der Anbau der Okra geglückt. Wunderschöne zartgelbe Malvenblüten zeigen sich jetzt und ich bin sehr gespannt auf die Samenkapseln. Diese werden im vorderen Orient reichlich gegessen. Als gedünstetes Gemüse, das leicht schleimig schmeckt. So gibt es jährlich etwas Neues auszuprobieren und es wird nie langweilig!

Zucchinifülle

Die nächste Zeit werde ich mit Umzug, Permakultur-Design-Kurs und den Herbstkursen und Ernten beschäftigt sein, nehmt es mir also bitte nicht übel, dass ich nicht ganz so heufig zum Schreiben komme momentan. Doch ich werde euch berichten, wie es weitergeht ;-)!

Eure Hanne vom Mienbacher Waldgarten

 

 

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Veröffentlicht in Permakultur

Waldgartenparadies – Regenwaldfeeling

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

der Mai ist doch wirklich der allerschönste Monat, oder? Alles fängt zu blühen an und fruchtet. Die Tiere bekommen Nachwuchs (oder auch nicht), überall piepst es aus den Vogelhäuschen und Büschen, die Eidechsen wuseln bereits emsig umher und überall summselt und brummselt es. Dank dem ergiebigen Regen steht jetzt, Ende Mai, alles in sattem Grün da. Die Natur kann sich nach der Dürre letztes Jahr wieder richtig erholen. Der Garten wirkt momentan tatsächlich wie ein Regenwald! Täglich kann ich jetzt wieder Futter sensen für die Schweine und die Kaninchen, die übrigens alle Nachwuchs bekamen. Drei Mamas bemuttern zur Zeit ihr ach so herzigen Kinder.

 

 

Die Gemüsejungpflanzen wandern nach und nach in die Beete. Fertig bin ich dabei noch nicht! Täglich kommt irgend etwas anderes dazwischen oder ich komm einfach nicht rum. Immerhin sind die Gewächshäuser nun schon mal mit Tomaten, Paprika, Peperoni, Gurken, Inkagurken und Ananaskirschen bepflanzt. Viele Tomaten kommen bei mir heuer ins Freiland, deswegen hab ich auch sehr viele Wildtomaten am Test. 54 verschiedene Tomaten – Sorten hab ich heuer insgesamt angebaut.  Auch einige Chili-Sorten hab ich neu mit dazu, mit so abenteuerlichen Namen wie: Schlangenchili oder Elefantenhaut-Chili. Bin wirklich schon total gespannt. Was mich aber total freut, ist, dass ich überraschend Okra-Samen erwischt hab und die sind auch noch gekeimt! Frühere Versuche schlugen da fehl. Jetzt werde ich sie erst noch in größere Töpfe pikieren und wenn im großen Gewächshaus die Samen des Superschmelz-Kohlrabi und des

Okra-Keimlinge

russischen Kohls ausgereift sind und dadurch wieder Platz entsteht, werde ich sie auspflanzen. Drückt mir bitte die Daumen, ich möcht sie so gerne probieren!

Unser privater Umzug rückt immer näher, wir freuen uns schon sehr. Während der Mienbacher Waldgarten eher den Pflanzen- und Gartenaspekt der Permakultur wiedergibt, soll der Schreimerhof im Nachbardorf mehr den sozialen Aspekt wiederspiegeln. Um das Angebot dort auch erweitern zu können, werd ich ab Januar die Ausbildung zur Bauernhofpädagogin und ziemlich zeitgleich auch die Zertifizierung zur sozialen Landwirtschaft absolvieren. Achja, meine Permakultur-Diplom-Arbeiten sollen eigentlich auch noch fertig werden bis nächstes Jahr. Es bleibt also spannend bei mir und ich glaube nicht, dass ich in Versuchung komme, dass es mir langweilig wird.

Immer mehr Menschen zieht es raus in die Natur, den Garten, den Wald. Es ist so wichtig, dass wir uns wieder mehr mit der Natur verbinden. Immer wieder wird es mir bei meinen Gartenführungen bewußt, dass sehr viel Wissen verloren ging die letzten Jahrzehnte. Dass meist bereits die Eltern und Großeltern meiner Kursteilnehmer es nicht mehr für wichtig erachteten, dieses Wissen weiter zu geben. Nun müssen es sich die meisten erst wieder langwierig durch Kurse erarbeiten. Dabei haben wir aber auch noch sehr viel an intuitivem Wissen in uns drinnen. Wir müssen uns nur die Zeit nehmen es wieder zu entdecken und dann natürlich auch ins TUN kommen! Schauen, was es draußen zu ernten gibt, es verarbeiten, einlagern und dann natürlich aber auch nicht vergessen, es genüßlich zu verspeisen.

Jetzt bekommt Ihr einfach noch ein paar schöne Bilder aus dem Waldgarten und der Gemeinschaftsaktion Obstbaumwiese und Wildobsthecke pflanzen am Schreimerhof! Wenn Ihr wollt, könnt Ihr gerne noch auf meine Kursseite schauen, unter www.mienbacher-waldgarten.de oder in meinen Publikationen stöbern.

Ich wünsche Euch noch eine tolle Frühsommerzeit, pflanzt Euch Gemüse und Kräuter, auch wenn Ihr nur einen kleinen Balkon habt, es ist überall Platz dafür. Genießt die Frische und denkt dabei aber auch immer an genug Blühendes für viel Gesummsel und Gebrummsel!

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Eure Hanne vom permakulturellen Mienbacher Waldgarten

 

 

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Auf ins neue Abenteuer

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

die paradiesischen Zustände sind bereits wieder gestartet! Die russischen Kohl und die Kohlrabi aus dem Gewächshaus blühen bereits, zur Ernte stehen die ersten Salate, Radieschen und jede Menge Wildkräuter, die mir geschmacklich eigentlich sowieso viel lieber sind!

Die Tomaten sind pikiert und warten darauf, wann sie nach draußen dürfen. Ich bin mir heuer sehr unsicher, was die Eisheiligen Mitte Mai betrifft. Diese können noch sehr tückisch werden! Deshalb dürfen die Tomaten und Paprika, Chili und Ananaskirschen im behüteten Anzuchtgewächshaus stehen bleiben! Ein Problem stellt momentan die Trockenheit dar. Beginnt man mit der Anzucht im Freien, muß gegossen werden, sonst wächst absolut nichts! Das ganze artet jedoch bereits in eine sportliche Bestleistung aus, denn wir müssen dann mit den Gießkannen ran. Wir nennen das Gießkannen-Weit-Schlepping!

Letztes Jahr habe ich Euch bereits berichtet, dass unser Tiny Hous Projekt nichts wird. Es hat sich jetzt allerdings eine neue Lösung aufgetan. Wir ziehen nach Niederhausen, im schönen Vilstal auf den Schreimerhof. Das ist ein Mehrgenerationenhof, Denkmalgeschützt, und ich darf mit meiner Familie die Bewirtschaftung übernehmen. Das heißt, auch die Nutztier Arche wird mit umziehen. Momentan entsteht das erste Bauerngartl-Teilstück im Hof. Gestern kam die Erde, heute wird bepflanzt. Doch zuerst wird das bißchen Wiese gemät, damit genug Mulchmaterial da ist, um die Erde feucht halten zu können. Natürlich möchten wir am Hof Wasser und Arbeit einsparen! Sobald es wirklich was zu sehen gibt, bekommt Ihr natürlich die Bilder mit dazu! Fest versprochen.

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Der Schreimerhof, jedenfalls der vordere Bereich. Links oben wird gerade unsere Wohnung ausgebaut.

Auch unsere Wohnung wird gerade noch ausgebaut, so dass wir bis ca. Anfang August einziehen können. Geschichtsträchtiger Boden ist das, anno 1880. Da gibt es Holzbalkenwände (den Fachbegriff weiß ich leider nicht), Lehmputz erneuert wie damals, Holzböden usw. Leider haben wir nur sehr kleine Fenster, aber wir sind ja sowieso den ganzen Tag draußen, von daher stört uns das nicht. Während der nächsten Blogeinträge werdet Ihr dann mehr erfahren können, natürlich auch mit mehr Bilder! Eine Homepage dazu wird es auch bald geben!

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Die jungen Rammler vom Herbst fühlen sich wirklich wohl im Gehege der deutschen Sperber

Diese Art Gemeinschaftsleben ist ebenso ein Teil der Permakultur, wie das Gärtnern. Für mich und meine Familie ist es Neuland, deshalb ist es für uns auch ein Abenteuer, haben wir uns ja eigentlich immer mehr als Einsiedler gesehen. Doch wir fühlen uns dort jetzt schon sehr geborgen und freuen uns auf das Miteinander. Die Kinder ebenso, denn es sind jetzt endlich Kameraden zum Spielen da, wenn diese auch noch viel kleiner sind, das macht ihnen aber nichts aus.

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Vier junge Wollschweinferkelchen wuseln wieder durch das Gehege!

Jetzt geht es aber bei herrlichem Osterwetter wieder hinaus in den Garten! Heute darf ich Römersalat pikieren, Beerensträucher abstechen und topfen und natürlich gießen! Die Extensivbeete sind auch langsam vorzubereiten, dank dicker Laubabdeckung ist es darunter noch schön feucht! Das wird dem Zuckermais gefallen.

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Der erste Schwung Junghühner darf bereits ins Freie, beschützt vom Schäfer-Welpen

Genießt die tollen warmen Ostertage, macht Euch leckere Wildkräutersalate, und jetzt ist auch Zeit für die leckere Löwenzahnhonig-Geschichte! Sammelt Löwenzahnblüten und kocht diese mit Zucker ein, bis sie eine dickflüssige Konsistenz hat und auf dem Brot bleibt, wo sie soooo genial gut schmeckt!

Eure Hanne

 

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Baumschnitt, Frühling, Pflanzzeit

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

jetzt ist es offiziell, es ist Frühling! Die ganze letzte Woche hing ich in den Bäumen fest. Beim Schneiden. Ganz bin ich noch nicht fertig. Doch heute ist Neumond, da mach ich gerne Pause ;-). Meine bestellte Erde sollte heute auch kommen, doch die Spedition läßt mich wohl hängen, so wie es aussieht. Dafür nutze ich jetzt die Zeit, Euch wieder ein bisschen zu berichten, was sich getan hat.

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Steckrüben, die Letzten
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Baumschnitt

Die Pflänzchen wagen sich ja nur sachte aus dem Boden. Die ersten Krokusse und Gänseblümchen blühen. Zum Glück hab ich im Gewächshaus noch üppig Spinat, russischen Kohl, Herbstrübchen und Sellerie. Auch Postelein treibt jetzt üppig! In meinem kleinen Gewächshaus hausten den Winter über die Hähne. Mittlerweile ist es aber wieder ruhig, denn ich hab sie alle weggeschlachtet. Jetzt heißt es Boden IMG_20190303_142945lockern und wässern, damit sich das Bodenleben wieder erholen kann. Füttern tu ich selbiges mit dem Einstreu aus den Hühnerställen. Dort hab ich feine Holzhäcksel (aus eigenem Material hergestellt) mit Holzkohle und Gesteinsmehlen gemischt. Die Hühner taten das Ihrige dazu und ich hab wieder Gesteinsmehle darübergestreut. Das Ganze Gemisch hab ich jetzt einseitig aufgebracht im Glashaus und werde es noch oberflächlich einarbeiten mit der Mulchkralle. Ich werde den Boden nicht wenden! Nur die oberen Schichten, ca. 5 cm tief mit der Einstreu vermischen und gut eingießen. Die andere Seite wurde mit 4 Eimern Bokashi bearbeitet, die mir ein Kollege beisteuerte (zwecks fehlendem Garten). Den Bereich, den ich jetzt mit Salaten bepflanzen möchte, hab ich noch frei gelassen. Auf die aufgedüngten Flächen werden nur Starkzehrer kommen! In erster Linie Auberginen und Tomaten und Paprika. Salat würde zuviel Nitrate aufnehmen.

KükenDie ersten Küken sind geschlüpft! 60 Eier hatte ich im Apparat, doch die Befruchtungsrate war bei meinen Hühnern so früh noch garnicht gut. So schlüpften 13 meiner Sperber und Mischlinge und aus 10 bunten Eiern aus Österreich schlupften 6 ganz vorwitzige kleine Dinger, in die ich mich sofort verliebt hab und schon ganz gespannt bin, wie sie sich entwickeln.

Ein neues Buch möchte ich Euch noch gerne clever-gaertnern-im-gewaechshausvorstellen! Es wurde als zweites Buch vom Autor Nikolay Kurdyumov ins Deutsche übersetzt und beschäftigt sich mit der Selbstversorgung aus dem Gewächshaus! Wie immer absolut humorvoll geschrieben und echt lesenswert! Sowohl für Leute, die vorhaben sich ein Gewächshaus zu bauen, als auch für Solche, die bereits eins haben. Es gibt dort nämlich jede Menge Tipps, wie man sein Gewächshaus auch verbessern kann, um es einfach effektiv gut nutzen zu können! Ich selber bin wieder mal ganz begeistert! Ihr könnt es natürlich bereits bei mir im Onlineshop bestellen! Auf www.waldgartenprodukte.de. Ebenso könnt Ihr auch mein neues Pflanzenlistenheft, das ich im letzten Blogbeitrag bereits beworben hab, erwerben.  Hier der Link zum Pflanzenlistenheft.

TitelbildIhr findet mich übrigens jetzt auch auf Instagram unter Hannelore Zech und auf facebook ebenso. Außerdem seid Ihr auf fb unter Mienbacher Waldgarten/Selbstversorger-Akademie stehts über meine Veranstaltungen informiert!

So, genug für heute, ran ans Saatgut, jetzt darf nämlich bereits so einiges in die Erde! Draußen an geschützten Plätzen die ersten Salate, Zwiebeln, Erbsen, Blumenkohl, Radieschen, Rettiche, Mairübchen usw. Drinnen sollten jetzt Tomaten, Auberginen, Physalis, Artischocken, usw. vorgezogen werden. Das heißt, Saatgut durchforsten, damit ja auch nichts vergessen wird. Was fehlt kann ja dann auch noch dazugekauft werden, aber bitte möglichste samenecht und regional. Zurzeit finden überall Saatgutbörsen und -feste statt. Das ist die Möglichkeit!

Ich wünsche Euch eine tolle Anzuchtzeit,

Eure Hanne vom Mienbacher Waldgarten

 

 

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Pflanzenlistenheft aktuell und neues Tiny House

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

irgendwie liegt jetzt gefühlter Frühling in der Luft. Die ersten Saaten von Paprika und Chili sind in der Erde, draußen zwitschern bereits die Vögel, obwohl bei uns noch Schneereste rumliegen. Doch ich seh bereits von vielen die Schneeglöckchenbilder in den Social Medien. Den Winter hab ich wieder genutzt und hab das Pflanzenlistenheft,Titelbild das ich bisher in DinA5 mit 60 Seiten angeboten habe gründlich überarbeitet und bringe es bis Anfang März als DinA4 Ausgabe mit 72 Seiten und in Farbe heraus. Ok, es wird dadurch auch teurer, aber ihr könnt damit auch wesentlich besser arbeiten! Die Listen erstrecken sich von Gemüse, Getreide und Pseudogetreide, Pilzkulturen und Gründüngepflanzen über Teekräuter, Pflanzen für die Hausapotheke, Fruchtertragsbäume – Obstbäume und Nüsse, Wildobst und Beeren, Kulturbäume mit essbarem, dauerhafte Gemüse und Wildgemüse, Kräuter und Gewürzpflanzen. Dazu noch einige Infos rund um den Gartenbau und die Permakultur im Speziellen. So ist es ein richtiges Arbeitsheft geworden! Bestellen könnt Ihr es bereits oben unter Publikationen oder in meinem Waldgartenshop unter http://www.waldgartenprodukte.de. Mit der Vorauszahlung unterstützt Ihr uns bei der Finanzierung, die Auslieferung erfolgt ca. Anfang März.

Ihr wißt doch noch bestimmt, dass wir mit dem Gedanken gespielt haben in ein Tiny House zu ziehen. Ok, es ist nichts geworden, weil wir kein eigenes erschlossenes Grundstück  und wir in Deutschland Anschlußpflicht haben. Doch die Firma, mit der wir diesen Plan umgesetzt hätten, hat jetzt ein ganz tolles Teil herausgebracht. Ein modernes Tiny House, als Basismodell oder mit Ikea Einrichtung. Natürlich alles gedämmt und alles aus Holz  mit Tüv-Zulassung und allem drum und dran. Mit diesem tollen Tiny House kann man entweder durch die Gegend ziehen oder sich aber auch fest niederlassen, es hat alle erforderlichen Anschlüsse.

Ich zeige Euch einfach hier mal die Bilder, doch wenn Ihr mehr über diesen tollen Familienbetrieb erfahren möchtet, oder Euch das Tiny House in der Praxis anschauen wollt, dann müßt Ihr entweder zu uns nach Niederbayern oder im Netz schauen unter www.tiny-houses.info.Vielleicht plant Ihr ja auch bald Euer unabhängiges Leben im fahrbaren Tiny House ;-).

Hier auf alle Fälle mal die Kostenkalkulation, damit Ihr auch wisst, wovon ich hier spreche:Pletz kalkulation

So, nun wünsche ich Euch noch frohes Aussäen Eurer Paprika, Peperoni und Chili und bald auch der Physalis, Auberginen, Artischocken, Tomaten, Tomatillos, usw. Denkt dann bitte auch an die ersten Salate für Frühbeet oder Gewächshaus, die Kohlrabi, die Blumenkohl, den Asiasalat usw. Also, an die Samen, fertig, los! Jede Menge von samenechten Sämereien findet Ihr bei mir im Online-Shop unter http://www.waldgartenprodukte.de. Das Saatgut aus unserem Waldgarten ist besonders robust, da unser niederbayerischen Nordhang schon seine Launen hat!

Bis bald hier im Permagarten-Blog,

Eure Hanne

 

 

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Eine größere Wurmfarm anlegen

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

Ihr könnt Euch bestimmt vorstellen, dass jetzt Anfang Januar im Garten nicht viel los ist! Doch ich möchte Euch noch  von einem Projekt berichten, dass wir Anfang November umgesetzt haben. Ihr könnt das gerne dann im März-April nachbauen ;-).

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erhältlich in meinem http://www.waldgartenprodukte.de Shop

Inspiriert von Heinz Erwen und seinem Paradiesgarten wollten auch wir so einen Wurmwanderkasten haben, den wir im Winter nicht hineinzuräumen brauchten. Es war immer eine Riesen-Aktion, die zwar kleine, doch meist sehr schwere Wurmfarm vom Garten ins Haus zu fahren und im Flur „einzuwintern“. Im warmen Wohnraum arbeiteten die Würmer zwar weiter, doch mir ging der Platz aus! Eine Lösung im Garten mußte also her, vor allen Dingen weil wir vorrausschauend auf den Bau der Kompost-Toilette ja auch eine größere Wurmfarm zur Verarbeitung unserer Feststoffe bräuchten.

wurmfarm

Das buddeln ging also los. Eine Wurmfarm muß, wenn sie groß genug ist, nicht zwingend in die Erde, ich wollte aber auf Nummer sicher gehen, so dass die Kleinen auch wirklich geschützt vom Frost, sich auch in tiefere Gefilde zurückziehen könnten, in der Wurmfarm aber sicher vor Maulwürfen und Spitzmäusen seien. Zwei Spatentiefen gruben wir uns also in die lehmige Erde. Was wir darin fanden, war für mich alleine schon faszinierend genug. Die Tauwürmer hatten nämlich hier bereits tolle Drainagen gebaut! Richtig dicke lange Röhren, eine neben der anderen. Wirklich toll!

Die Wurmfarm bekam also einen Rahmen aus Schalungstafeln und unten den Boden belegten wir mit Volierendraht. Nun begann die Schichtung. Ganz unten kippten wir Schweinemist, darüber kam Hühnermist aus den Ställen. Eine schöne dicke Strohschicht, Küchenabfälle und hierauf kamen die Würmer aus der kleinen Kisten-Wurmfarm. Schnell flüchteten sie vor dem Licht und verzogen sich in tiefere Gefilde. Um sie weiter zu schützen, bekamen sie noch eine extra dicke Laubschicht obenauf. Da mußte es schon sehr kalt werden, wenn der Frost da durch wollte! Zu allerletzt bastelten wir aus drei Schalungstafeln noch einen klappbaren Deckel. Nun waren die Würmer für den Winter gerüstet!

Wenn wir dann im April die Komposttoilette bauen, dann ist das „Futter“ auch gesichert! Direkt neben der Wurmfarm ist auch unser großes Gewächshaus. Von da können die Würmer gerne hin und her wandern!

Ich hoffe, Euch gefallen die Bilder, wir hatten jedenfalls sehr viel Spaß bei der Arbeit!

Somit wünsche ich Euch noch ein wunderbar produktives Gartenjahr 2019,

mit permakulturellen Grüßen,

Eure Hanne

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Fleisch oder nicht Fleisch – das ist hier die Frage!

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

mich treibt was um. Und zwar das ewige aufeinanderhacken in den sozialen Medien in Bezug auf die optimale Ernährung. Verantwortungsvoll soll sie sein und viele sehen den veganen Weg als die Non-plus-Ultra-Lösung und missionieren auf Teufel komm raus, verurteilen und kritisieren. Kann es das sein????

Ich möchte gerne das Thema aus permakultureller Sicht beleuchten und zwar aus ganzheitlicher permakultureller Sicht! Es gibt nämlich jede Menge Faktoren, die hier mitspielen, und ihr werdet gleich sehen, dass es eine einzige Ernährungsform für alle Menschen gar nicht geben kann! Noch nicht!

  1. Die KlimazoneKlimazonen

Kann sich ein Inuit vegan ernähren? Oder ein Steppenbewohner Afrikas? Gut, bleiben wir in der gemäßigten Zone, in der wir leben. Können wir uns rein vegan ernähren? Ja, es geht. Wenn wir uns in der kalten Jahreszeit mit Nüssen, Saaten und eingelagertem Gemüse und Getreide begnügen. Was, wenn es im Frühling Spätfrost gab und es keine Nüsse gibt? Ok, dann eben ohne Nüsse, dann nur Getreide, Äpfel, eingelagertes Gemüse und vielleicht Sonnenblumenkerne. In Bergregionen noch Pinien- und Zirbenkerne. Was wenn die Ernte verhagelt, verregnet usw? Der Frost früh kommt? Ok, dann nur noch Gemüse und ein paar Äpfel und Wildkräuter.

2. Die Region

Landleben

Landleben tiere
Foto: Planet-Wissen
Stadtleben, medicinal tribune
Foto: Medical Tribune

Leben wir auf dem Land oder in der Stadt? In einer Einöde, Siedlung oder im Wohnblock? Das spielt eine entscheidende Rolle. Auf dem Land haben wir wesentlich mehr Möglichkeiten uns direkt mit frischer Nahrung zu versorgen, vor allen Dingen auch mit Wildkräutern. In der Stadt (auf dem Land mittlerweile ja auch überall) haben wir den Supermarkt, der uns zu jeder Jahreszeit mit allem versorgen kann, doch nicht, wenn der Strom oder der Sprit wegfällt. Worauf ich hinaus möchte. Wo viele Menschen dicht aufeinander wohnen, da sollte wirklich konkret auf den Konsum geachtet werden. Supermärkte sind gut, wenn sie regionale Produkte anbieten, Bauernmarkt in Ballungsräumen sind noch besser. Hier kann unverpackt eingekauft werden. Bauern vom Stadtrand verkaufen ihre Produkte dort, wo sie gebraucht werden. Das wäre der beste Weg. Oder man beteiligt sich an sozialen Landwirtschaften, arbeitet bestenfalls mit oder läßt sich Gemüsekisten liefern aus Gärtnereien und Landwirtschaften, in denen beeinträchtigte Menschen arbeiten können. Auf dem Land heißt es für Nicht-Selbstversorger oft weite Wege auf sich zu nehmen, zum nächsten gut wirtschaftenden Direktvermarkterlandwirt oder Gemüsegärtner. Wenn ich auf dem Land lebe und Selbstversorger bin, oder werden möchte, spielt es auch noch eine Rolle, ob ich im milden Flachland, oder im raueren Bergland lebe. Eine vegane Ernährung wird im Bergland definitiv schwieriger sein, als im milderen Flachland.

3. Der Mensch

Studien zeigen, das jeder Mensch noch mindestens 2 % Neandertaler in sich hat. Der Neandertaler war definitiv großer Fleischesser. Dann kommt es noch darauf an, welche evolutionär bedingte Blutgruppe wir haben. Blutgruppe 0 = der Jäger, BG A = der Bauer, BG B = der Nomade. BG AB = der moderne Mensch der alles essen kann und dies auch meistens sehr gut verträgt. Menschen mit BG A können sich ohne weiteres vegan und vegetarisch ernähren. Sie sind dabei kräftig und gesund. Der Jäger und Nomade in uns möchte jedoch Fleisch essen und auf Dauer werden diese Menschen ohne Fleisch

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Foto: Neandertaler – Planet Wissen

unweigerlich krank werden (Muskeln reißen etc.). Dabei möchte ich jedoch hier keine Werbung für das Fleisch essen machen. Es kommt definitiv darauf an, welches Fleisch (konventionelles Schweinefleisch ist und bleibt immer ungesund!) und wieviel Fleisch. Dr. Bruker sagte: Essen wie ein Bauer vor hundert Jahren! Das heißt nur einmal pro Woche etwas Fleisch auf dem Teller und dieses regional aus Bio-Haltung und am besten aus Weidehaltung. Dazwischen regionale vitalstoffreiche Vollwertkost. Damit könnte jeder gesund bleiben. Zucker komplett vermeiden, dafür aber Früchte und Honig. Seht bitte den Menschen als Ganzes an und fühlt in Euch hinein, ihr werdet Euren richtigen Weg selbst finden. Dazu muß natürlich einiges ausprobiert werden, doch meidet bitte komplett Fertigprodukte, dazu zählt auch eingepacktes Tofu.

4. Der ökologische Fußabdruck

grafik-statista-benötigte-erden-lebensgewohnheiten-co2Viele Veganer oder Rohköstler ernähren sich mit sehr viel Südfrüchten, Cashew-, Macadamia-, Pekannüssen usw. Sie verzehren Beeren im Winter und essen sehr süß. Ja, das ist lecker! Würde ich manchmal auch sehr genießen. Doch aus welchen Plantagen kommen die Produkte? Wie weit war der Weg? Welche Spritzmittel wurden verwendet? Wer den Youtube Film über die Produktion der Haselnüsse für Ferrero gesehen hat, weiß worauf ich hinaus möchte. Regional und Saisonal heißt das Zauberwort für alle

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Almeria in Spanien. Dort kommt das Gemüse in den Supermärkten her. Das Land hat kein Wasser mehr, versalzt und ist total vergiftet.

Ernährungsarten! Superfoods wachsen auch direkt vor unseren Nasen (wenn wir sie nicht mit Spritzmitteln bekämpfen!).  Evolutionär bedingt und auch von Mutter Erde so gesehen wächst alles zu der Zeit, wie wir es brauchen. Und dann reichlich, so dass wir uns richtig satt essen können. Für den Winter sind unsere Körper so eingestellt, dass es kargere Kost gibt, oder eben zusätzlich Fleisch. Die Schlachtzeiten fallen immer in den Winter hinein. Das ist von der Natur auch so vorgesehen. Wer viel körperlich arbeitet, verbraucht auch mehr Energie! Wer nur am Bürotisch sitzt, wird, wenn er sich nicht daran hält, eher viele Diäten brauchen.  Also achten wir darauf, was es wann gibt, woher es kommt und in welchen Mengen wir es verzehren, dann halten wir uns gesund. Fermentiertes Gemüse ist übrigens im Winter die bessere Alternative zu „frischen Salaten“!

Kaffeeplantage
Kaffeeplantage

Die Sache mit dem Fleisch

Es ist heute oft nicht mehr leicht für Menschen offen zu sagen, ja, ich esse Fleisch. Ich schlachte selbst oder ich kaufe beim BioBauern meines Vertrauens Fleisch ein. Man wird sofort attackiert! In der Permakultur gilt die Tierhaltung vor allen Dingen auch als Notreserve! Wir müssen immer mit Naturkatastrophen rechnen, mittlerweile sollten diese bereits mit einkalkuliert werden. Die Trockenheit zählt hier übrigens auch mit dazu. Ein Selbstversorger muß bedenken, wieviel Gras er über den Sommer für seine Kaninchen, Schweine, Schafe und Ziegen mähen kann und sollte dabei auch noch das Winterheu mit berechnen! Selbst habe ich heuer bemerkt, dass ich mir den Traum des Schafe haltens beruhigt abschminken kann, denn in Trockenzeiten wächst zu wenig Gras um alle ernähren zu können. Wieviel Tier verträgt mein Stück Land? In guten Jahren kann ich Tiere verkaufen, in schlechten Jahre brauche ich sie als zusätzliche Ernährung. Stellt Euch doch bitte ein Leben ohne Tiere vor? Unsere Nutztierrassen würden alle aussterben, würden wir alle kein Fleisch mehr essen. Aber Hunde und Katzen, die Haserl knabbern3dürfen bleiben! Wenn wir uns um unsere Tiere kümmern und das bezieht auch die Stallkaninchen, die Hühner, Enten, Gänse, Freilandschweine usw. mit ein, dann stößt der Körper bestimmte Endorphine aus, das sind sogenannte Kuschelhormone. Und diese erzeugen in uns Glück und Zufriedenheit. Wenn Selbstversorger Tiere selbst schlachten, dann passiert das nicht brutal (zumindest nicht für die meisten). Es hört sich zwar wiedersprüchlich an, aber es passiert liebevoll. Das Essen danach passiert ehrfürchtig und dankbar. Es ist kein hineinschlingen von Massen an Fleisch und Wurst. Da passiert etwas mit uns selber. Eine tiefe Dankbarkeit dem Tier gegenüber, das sein Leben in unseres gibt. Ja, dies kann nicht jeder, auch das ist ein Entwicklungsschritt, den man erst lernen muß, oder von dem wir uns lösen können.  Das ist bewußtes Essen. Das Gleiche passiert mit fühlenden Pflanzen. Ein Salatkopf stirbt, wenn wir ihn ernten. Seine Energie ist eine Stunde nach der Ernte fast komplett draußen. Deshalb macht es auch eigentlich keinen Sinn einen Salat im Supermarkt zu kaufen. Und ja, auch Veganer töten leben. Mit jedem Schritt, den sie über eine Wiese gehen! Doch wo ist die Grenze? Ist ein Käferleben nicht genauso wertvoll wie ein Hühnerleben? Oder spielt es eine Rolle, dass ein Salat keine Augen hat, ein Kaninchen dagegen uns bis ins Herz schauen kann?

SolawiSolawi ernte teilen

Die optimale Ernährungsform wäre die Lichtnahrung, doch da sind wir noch weit entfernt und auch noch zu tief in der 3. Dimension gefangen. Doch auch diesen Schritt werden viele die nächste Zeit gehen können. Damit ändert sich jedoch auch der Alltag jedes einzelnen Menschen. Für diese Veränderung müssen wir bereit werden!

Ich weiß, dieser Artikel könnte viele Reaktionen hervorrufen, ich hab auch gar nicht alles hineinpacken können, das würde den Rahmen sprengen. Doch nehmt ihn einfach so an, wie er ist. Jeder hat dazu eine andere Meinung. Vielleicht war aber etwas dabei, das genau Dich berührt. Jeder kann, egal wo er ist, ob in der Blockwohnung oder in der Einöde, ein ausgewogenes, verträgliches Leben führen. Dazu ist, egal wo wir sind, eine gute Vernetzung ist wichtig. Die Vernetzung von Direkterzeuger und Verbraucher. So können wir nach der Ethik der Permakultur leben, die wäre: 1. Achte auf die Erde, 2. Achte auf die Menschen und 3. Teile gerecht.

Einen schönen Tag wünsche ich Euch noch,

Eure Hanne von der Nutztier Arche Mienbacher Waldgarten

Die Direktvermarkterliste Eures Landkreises bekommt Ihr über Euer zuständiges Landratsamt!

Quellenverzeichnis: Die Buchbilder stammten aus den Büchern von John Seymour, Das neue Buch vom Leben auf dem Lande und aus dem Kosmos Buch vom Landleben.