Hannes Permagarten Blog

Aussaatzeiten und Tips für angehende permakulturelle Selbstversorger

Zukunftsfähige Lebensraumgestaltung? 29. Juni 2018

Filed under: Permakultur — permagarten @ 18:31
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Hallo liebe Permagarten-Freunde,Extensivbeet Ende Juni

Wenn Ihr regelmäßig meinen Permagarten-Blog verfolgt, dann könnt Ihr Euch bestimmt noch daran erinnern, als ich das Projekt Tiny House für unsere Familie ankündigte. Eine tolle Firma war gefunden, die uns unsere Wägen nach Maß bauen wollte. Die Zimmerei Pletz. Der Plan ist gezeichnet, die Kosten kalkuliert. Geplant war 100 % Autarkie. Ein eigener Wasserkreislauf mit Vorfilterung, Klärteich und Wasserfiltern der Firma Seccua, Strom mit Photovoltaik und Stromspeichern. Ein festes Mittelteil hätte die drei Wägen optisch verbunden, so dass man auch trocken, von einem zum anderen hätte gehen können. Wir hatten uns schon total auf Minimalismus eingestellt, begonnen auszumisten.Engültiger Plan

Doch wir leben in Deutschland und als Seminarort und Familie mit drei Kindern war es uns auch wichtig, das alles seine Richtigkeit hat, auch in rechtlicher Hinsicht. Wir gingen also, unterstützt mit dem Bürgermeister vor Ort, zum Landratsamt, um eine Vorberatung zu bekommen und um zu wissen, was für die Einreichung einer Genehmigung so alles vonnöten ist.

Und dann platzte unsere schöne Blase, der Traum vom autarken, nachhaltigen Leben in der Natur. Wie bereits erwähnt, wir leben in Deutschland. Man ist verpflichtet sich an das Kanalnetz anzuschließen. Man ist verpflichtet, sich an das Trinkwassernetz anzuschließen. Das Gelände, auch wenn es bereits vom landwirtschaftlichen Grund in Gartengrund und in die Ortsabrundung mit eingebunden worden ist, ist nicht erschlossen. Diese „Erschließung“ würde uns zusätzlich um die 80.000 € kosten. Da es sich aber um Pachtgrund handelt, ist dies für uns hinfällig. Es interessiert hier auch nicht, dass es mein Firmengelände ist und es wichtig wäre, wenn ich vor Ort auch Leben könnte. Dies spielt keine Rolle.Äpfel mit Regentropfen

Wir hatten uns dann noch informiert, in Sachen Sonderkulturen im landwirtschaftlichen Bereich, z. B. auf ein Feld eine Aquaponic-Kultur einzurichten (in Gewächshäusern). Auch dies würde uns nicht genehmigt werden, weil wir nicht “privilegiert“ genug sind. Das heißt im Klartext: Wenn wir einen großen landwirtschaftlichen Betrieb besäßen, wären Sonderkulturen kein Problem. Dies spielt auch keine Rolle, ob es sich um ökologische zukunftsfähige Projekte handeln würde, oder nicht. Dies erklärt auch, dass große landwirtschafliche „privilegierte“ Betriebe, Massentierhaltungsställe mitten in die Pampa setzen dürfen, wir aber unsere mobilen Wägen nicht mal in unseren Pachtgarten. Übrigens brauchen auch TÜV-zugelassene Wägen, wenn sie länger als  3 Monate am gleichen Platz stehen und bewohnt sind, eine Baugenehmigung, und die bekommt man nur auf erschlossenen Baugrundstücken, und das ist auch nicht sicher! Die Stadt Zwiesel ist z. B. der Meinung ein Tiny House würde nicht ins Ortsbild passen! (Anderer Fall, anderer Besitzer, Tiny House wurde supertoll selbst gebaut!) Dies möcht ich hier aber nicht näher ausführen, mein Hals schwillt nämlich schon wieder an!

So, jetzt sitzen wir wieder da. In unmittelbarer Nähe meines Waldgartens gibt es nicht einmal Bauplätze. Leistbare Wohnungen, die ökologisch einigermaßen vertretbar sind, auch kaum. Alte leerstehende Häuser gäbe es, doch die Bewohnbarkeit ist nicht mehr gegeben, oder die Eigentümer weigern sich sie zu vermieten oder zu verkaufen. Rein seelisch und moralisch häng ich grad wieder total in den Seilen.

Der Lichtblick ist mein Waldgarten.

Die Bäume hängen voller Früchte, wir schwelgen gerade noch voll in den Beeren, wie Himbeeren in rot, gelb und schwarz, die Johannisbeeren unterschiedlicher Farben,  Josta, Stachelbeeren, Taybeeren. Bald kommen die japanischen Weinbeeren. Die Felsenbirnen und Erdbeerenzeit ist nun leider zu Ende, doch auch diese beschenkten uns heuer sehr reichlich.

Das Gemüse wächst herrlich heran und auch wenn mein großes Folien-Gewächshaus noch nicht fertig ist, die Tomaten gedeihen auch in den Töpfen.Zucchinischwemme

Mein Trost, um positiv in die Zukunft sehen zu können, ist, dass sich zum Glück immer mehr Universitäten und Studenten mit dem Thema Waldgarten auseinandersetzen. Waldgärten bieten ein Auskommen, bieten Lebensmittel in Hülle und Fülle, eine Vielfalt ohne Gleichen und das Allerwichtigste,  Waldgärten bieten Vögeln und Insekten, Igel, Reptilien, Wieseln und weiteren einen Lebensraum. Es sind Oasen, in denen sich das Leben abspielt, das anderswo bereits nicht mehr zu finden ist. In der landwirtschaflichen  Kulturlandschaft und in den sterilen Siedlungsgärten der Wohnsiedlungen jedenfalls haben die meisten dieser Tiere kaum noch Platz. Die Zeit wird knapp. Wir brauchen noch jede Menge solcher ökologischer Oasen, um die Artenvielfalt zumindest einigermaßen erhalten zu können. Umso mehr freut es mich, dass Markus Gastl für seinen Hortus Insectorum und die Gründung des Hortus Netzwerkes mit der Bundesverdienstmedaille ausgezeichnet wurde! Auch freut es mich, dass der erste essbare Wildpflanzenpark in der Oberpfalz eingeweiht wurde! Mehr dazu auf www.ewilpa.net.

Unsere Politik könnte auch mal  in´ s Nachbarland Frankreich  schauen, um sich positive Beispiele zu holen, wie z. B. die Vorschrift, dass auf Industriegebäuden, die meist Flachdächer sind, Gründächer mit blühenden Gründachmischungen gedeihen und zusätzlich zu einem positiveren Kleinklima beitragen. Dies würde den Insektenschwund bei uns in Deutschland auch um einiges aufhalten können. Zusätzlich wird  mittlerweile in 3 französischen Städten  das Pilotprojekt der Haushühner durchgeführt. Jeder Haushalt bekommt ein Huhn geschenkt. Wohnblocks haben dann einen Gemeinschaftshühnergarten. So wird der Biomüll um 75 % reduziert. Das Huhn als produktiver Abfallverwerter. So kann sich auch das Verhältnis vom Stadtmenschen zu diesem  tollen Nutztier wieder verbessern. Die Lösung läge auch im Essverhalten der Menschen. Die Zauberworte wären Regional und Saisonal. Warum brauchen wir im Winter Tomaten und Gurken? Warum im Sommer Bananen? Viele Landwirte würden ihre Bewirtschaftungsweise umstellen, könnten sie sicher sein, dass eine Direktvermarktung ab Hof funktionieren würde, bzw. von den Leuten angenommen werden!

Es ist eine Schande, dass die Trennung von Natur und Mensch immer weiter voran schreitet! Doch Hauptsache, es ist dabei immer alles schön sauber und nach außen hin heile Welt, so dass ja keiner sehen kann, was hinter der Fassade los ist, rein bildlich gesprochen.

Ich schreibe normal immer lieber über Positives, über tolle Ergebnisse, über schon Erreichtes und Lösungen. Doch auch ich hab von Zeit zu Zeit Frust. Mein Paradies ist leider nur einen Hektar groß und ich muss es täglich verlassen. Tragt mir dies bitte nicht nach.

 

Das nächste Mal bekommt Ihr wieder positivere Meldungen, versprochen.

Eure Hanne

 

 

 

 

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Schwelgen im Frühlingsparadies 12. April 2018

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

der letzte Eintrag kam noch aus dem Schnee, mittlerweile sieht es komplett anders

Koreakirsche

Koreakirsche, reichlich von Bienen besucht

aus! Man kommt kaum zu seiner Arbeit, immer mit dem Fotoapparat, da was Neues, dort was Neues, einfach unmöglich!!! Die Radieschen, der Spinat, die ersten Salate, alles schon im Beet. Die Dauerhaften machen mir am meisten Freude. Welche Dauerhaften? Na, die Winterheckezwiebel, die Etagenzwiebel, die ausdauernde Kresse, das Lauchscheibenschötchen, der Meerkohl, der Rhabarber, der kaukasische Rankspinat, all die lieben Kräuterleins und natürlich die Wilden! Ganz lecker jetzt der Löwenzahn, das Lauchhellerkraut, die Vogelmiere, die jungen Brennesseln, die jungen Austriebe des Baldrians, usw. Auch der Bärlauch legt jetzt so richtig los!

Mirabelle

Mai

Die Bienen, die Schmetterlinge, aber vor allen Dingen die Hummeln, sie summseln und brummseln. Die Vögel halten Hochzeit und haben sich die schönsten Brutstellen bereits ausgekämpft. Die ersten Bäume blühen, den Start hat die Koreakirsche hingelegt, gefolgt von der Mirabelle, jetzt kommt die Schlehe und wahrscheinlich folgt ihr die Felsenbirne. Irgendwie läuft mir, wie übrigens jedes Jahr, mal wieder die Zeit davon. Mit dem Pikieren der Tomaten und Paprika bin ich gerade erst fertig geworden. Also wer Pflanzen von mir möchte, der kann natürlich über den http://www.waldgartenprodukte.de Shop bestellen, ausgeliefert wird jedoch auf alle Fälle erst im Mai! Wie jedes Jahr werden die Pflanzen dies wieder perfekt aufholen.

Mairose

Maibeeren in voller Blüte

Seid auch bitte nicht traurig, wenn nicht alles im Shop lieferbar ist, im Zweifelsfall fragt einfach mal per Mail nach. Ich schaffe es einfach nicht alles auf einmal, das heißt, der Garten geht momentan einfach vor!

Auch bei den Tieren tut sich so einiges. Natürlich sind die ersten Küken bereits geschlüpft. Deutsche Sperber,

Küken

Küken von Vorwerk, deutschen Sperbern und blauen Bresse

blaue Bresse und 2 Vorwerk. Die ersten Häschen sind quirlig ohne Ende. Sie sind jetzt schließlich bereits 6 Wochen alt und voll aktiv. Die nächsten Häschen werden hoffentlich bis Mitte Mai da sein. Die Enten legen auch schon fleißig und unsere Wollschweine fühlen sich sauwohl und sehen aus, wie so richtige Schweine! Also schlammverklebt bis oben hin. Wobei sich das mit dem sonnigen Frühlingswetter auch schon wieder gegeben hat. Den ganzen Tag bräuchten sie allerdings jemanden zum Kuscheln.

Haserl

Helle Großsilber-Häschen

Ich denke, jetzt ist bald Zeit die neue Hängematte auszuprobieren! Ob ich es heuer schaffe, mich mehr hinein zu legen? Wahrscheinlich eher nicht, doch die Kinder werden ihre helle Freude daran haben!

Seid Ihr auch schon fleißig im Garten? Zur Zeit gibt es für´s Gemüt nichts besseres. Kein Radio, kein Katastrophen-Fernsehen, keine Dramas, Garten beruhigt Nerven!!!

Bärlauch

Langsam aber sicher vermehrt sich der Bärlauch im Lindenwäldchen

Somit wünsche ich Euch eine herrliche Frühlingszeit, nutzt die Wildkräuter und wenn Ihr sie nicht kennt, dann kommt zu meinen Kräuterexpeditionen oder macht eine Ausbildung bei Dr. Markus Strauß! Die beste Krisenvorsorge ist es, Wissen zu sammeln! Und ins TUN zu kommen! Also auf geht´s, hinaus in die Natur!

Und übrigens, achtet beim Kleidungskauf auf Naturfasern. Wer möchte sich denn schon gerne in Plastik packen, oder?

Bis dann,

Eure Hanne vom Mienbacher Waldgarten

 

Kalter Frühling und so viel vor 1. März 2018

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

Mädelsjede Nacht minus 14 Grad Celsius. Ok, in Sibirien würden sie mich wohl auslachen, aber meine Tiere frieren. Nun gut, die Hühner sind putzmunter, aber die Enten haben kalte Füße und die Häsin, die ich neu gekauft hab und bereits gedeckt war, konnte ihren ersten Nachwuchs nicht genug wärmen. Die Holzarbeiten im Garten hab ich momentan auch eingestellt, wegen den Hunden. Sie wollen dabei sein, frieren aber dann. Somit heißt es einfach abwarten, bis es wieder etwas wärmer wird. Die Sonne tut ja täglich ihr Bestes!

Selbst hab ich auch drinnen genug zu tun. Kurse vorbereiten, tüfteln, wie ich mein Frühbeet baue, mit was beginne ich heuer im Gewächshaus? Dazu noch etwas entrümpeln und Platz schaffen, das ist immer gut. Später kommt man sowieso nicht mehr dazu. Es ist jetzt auch noch ideal um sich guten Lesestoff zu holen und sich auf die Saison vorzubereiten.

Heistinger BioGemüsegartenAndrea Heistinger hat wieder ein tolles Buch geschrieben. Zusammen mit der Arche Noah, wie bereits so oft. Ein Buch, das mich echt begeistert hat. Anfängern kann es die Anschaffung von vielen weiteren Büchern ersparen, Fortgeschrittenen in der Selbstversorgung gibt es neue Anregungen und Motivation. Ein richtiger Rundumschlag, der alles beinhaltet, was ein Selbstversorger so zu beachten hat. Das Zuckerl obendrein: es ist auch für Stadtgärtner, Gemeinschaftsgärtner oder für Menschen gedacht, die vielleicht mit dem Gedanken spielen einen Gemeinschaftsgarten innerhalb einer Stadt/Siedlung zu gründen oder mit zu machen, um ihre Grundversorgung mit Lebensmitteln zu sichern. Einfache Stichpunktsammlungen und Tabellen stellen das notwendigste Wissen praktisch dar. Ein Buch, das trotz der vielen Wissensvermittlung anregt sofort zur Tat zu schreiten. Das Buch ist übrigens bei mir im Shop oder im regionalen Buchhandel erhältlich!

KürbisDraußen finden wir ja momentan noch nichts essbares. Da heißt es, gut, dass man Vorräte eingelagert hat. In der Küche werden bei uns zur Zeit die Kürbisse nach und nach weggeschlachtet. Diese sind ein herrliches Selbstversorger-Gemüse. Und jede Sorte ist anders! Ob als Rohkost, wie der weiße Gartenkürbis im Bild, oder als Gemüsebeilage, als Kürbisbrei oder für Bratlinge, Brot und Kuchen. Die Verwendung ist gigantisch vielfältig! Dabei darf der Kürbis nicht kühl überwintert werden, er mag es, bei uns im Wohnraum zu sein. Allseits im Blickfeld, schön dekorativ und sofort schlachtbereit ;-).

Der Wetterbericht meldet bald wärmer, bis dahin, mummelt Euch gut ein und plant das Gartenjahr. Übrigens, die Verwendung von Mondkalendern hilft Euch, alles auszusäen und zu planen. Mein Favorit ist dabei: Aussaattage nach kosmischen Rhythmen vom OLV-Verlag. Mit vielen wertvollen Tipps am Rande!

Bis bald,

Eure Hanne vom permakulturellen Mienbacher Waldgarten

 

Wollschweine, Waldgartenzeitschrift und Baumschnitt 28. Januar 2018

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

Bessehahn

Bresse Gauloises le bleu

jetzt sind wir eigentlich schon wieder voll in Aktion! Die Vögel pfeifen jetzt Ende Januar bereits die schönsten Lieder, das lockt bereits jetzt die Bäume zu beschneiden! Ein bisschen lass ich mir damit schon noch Zeit, aber die Pionierbäume im Waldgarten, die Weiden, die wilden Hartriegel, auch einige Ahorn sind bereits so groß, dass sie den Kulturbäumen Licht wegnehmen. Sie werden herausgeschnitten, bzw. auf Stock gesetzt. Auf Stock setzen? So nennt man es, wenn ein Baumstumpf von so ca. 40 cm Höhe stehen bleibt, um wieder ausschlagen zu können. So enstehen viele gerade Stangen, die wieder vielseitig Verwendung finden können.Das wird meine Hauptarbeit im Februar sein. Natürlich auch neben den ersten Ansaaten im Haus von Paprika, Peperoni, Zwiebel, Lauch und Co. Ein Frühbeet möcht ich auch noch bauen, mal sehen, ob ich das zeitlich hin bekomme. Im Gewächshaus wird jedenfalls schon ausgesät werden. Ich denke da an die ersten Salate, Kopfsalat, Asiasalat und Rauke. Wenn die vorgezogenen Kohlrabi und Blumenkohl im Haus schon soweit sind, kommen auch diese ins Gewächshaus. Wer solche geschützte Anbauflächen hat, kann heuer bereits sehr früh beginnen!

Wolli in Gemeinschaft

Unsere Nutztier Arche wächst auch stetig. Letzten Freitag konnten wir endlich Wolli beim ffressenunseren jungen Eber holen. Im bayerischen heißt  ein Eber „Bär“. Unser Bär heißt „Wolli“. Ein süßer kleiner viereinhalb Monate alter, noch zurückhaltender Wollschweineber. Nach einem Tag beschnuppern im abgegrenzten Bereich, haben ihn Mimi, Linchen und Schmuddel im Gehege begrüßt, als hätte er schon immer dazugehört. Jetzt ist unsere Schweinegruppe komplett! Nächstes Jahr dürfte schon der Nachwuchs rumwuseln. Auch bei den Kaninchen haben wir uns noch Zuwachs geholt. Eine einjährige, bereits gedeckte Castor-Rex-Dame. Ich habe sie Rehlein„Rehlein“ genannt, weil sie so herrlich rehbraun ist. Die Rasse Rex gehört zu den Kurzhaarkaninchen, ihr Fell ist wie dicker Samt. Wenn das Wetter so mild bleibt, werden wir auch bald den Brutapparat anschmeißen. Die Hühner legen bereits wieder sehr gut! In der Erhaltungszucht haben wir heuer die deutschen Sperber, die Vorwerk und die blauen Bresse Gauloises. Ebenso wollen wir uns wieder um die Vermehrung der Orloff bemühen.

Die neue Waldgartenzeitschrift ist auch schon versandfertig. Noch nie war ich so früh Titelbild komplettdran! Dafür habe ich mir auch nur ein Thema vorgenommen. Eines, dass so viele bewegt: Permakultur im Hausgarten zur größtmöglichen Selbstversorgung. Es ist DinA5 groß, hat 50 Seiten, ist durchgehend farbig und reich bebildert, damit man sich auch alles gut vorstellen kann. Solltet Ihr Interesse daran haben, dann könnt Ihr das Heft unter Publikationen bestellen.

Ich habe das Gefühl 2018 wird DAS Jahr der Veränderung. Es besinnen sich vermehrt Menschen wieder auf regionale hochwertige Lebensmittel, auf die Natur rund um uns herum, auf eine gesündere Lebensweise. Da kommt man um den eigenen Anbau eigentlich nicht drum herum! Und das ist auch gut so. Das alte Wissen darf nicht verloren gehen! Und wir lernen nur durch´s Tun. Auch wir als Familie möchten noch näher ran an die Natur. Im Garten leben, das ist unser großes Ziel. Eine Lösung dazu hat sich aufgetan und die Planungen laufen. Dazu aber mehr in den nächsten Blogbeiträgen ;-).

Somit wünsche ich Euch eine tolle Vorfrühlingszeit,

bis zum nächsten Mal,

Eure Hanne vom Mienbacher Waldgarten

PS: wenn Ihr uns besuchen wollt, bei einer Führung oder einem Kurs dabei sein wollt, dann schaut in unseren Veranstaltungskalender auf http://www.mienbacher-waldgarten.de

 

 

 

 

Mulchen über Winter und das ganze Jahr über 13. November 2017

Filed under: Permakultur — permagarten @ 18:14
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Hallo liebe Permagarten-Freunde,

Kohlder Winter naht mit Riesen-Schritten und bestimmt haben einige, genauso wie ich, noch nicht die Gartenarbeiten beendet. Die Herbststürme haben endlich das komplette Laub von den Bäumen geblasen und nun wohin mit dem Laub? Als sehr wertvolle organische Substanz natürlich auf unsere Beete! Oder gehört Ihr auch noch zu den Altgebackenen, die behaupten, dass der Garten im Herbst umgegraben werden muß und die Erde den ganzen Winter über frei da liegen muß? In der Permakultur sparen wir uns diese Arbeit ja schon lange! Wir lassen also die Bodenstruktur so wie sie ist, lassen auch die alten Wurzeln von Salaten, Kohlköpfen und sonstigem im Boden. Und jetzt kommt das Geniale: Alles Laub, außer Eiche, Walnuß und Haselnuss, geben wir auf die Beete, es kann auch der Mist von Kaninchen und Hühnern mit darauf, auch die Küchenabfälle können über den Winter auf die Beete. Wer das nicht so schön findet, der kann ja die Küchenabfälle unter das Laub packen. Das Bodenleben wird es Euch tausendmal dafür lohnen! Und locker wird die Erde auch so, denn die lieben Würmer, die Ochsen des armen Mannes, werden diese Arbeit sehr gerne übernehmen, wenn genug organisches Material angeboten wird. Übrigens auch die Baumscheiben, also die Bereiche unter den Obstbäumen vom Stamm bis zur Zweiggrenze, zur sogenannten Tropfzone, freuen sich über so eine Mulchdecke und belohnen das Jahr darauf mit jeder Menge Obst!

Johannisbeeren gemulcht

Johannisbeeren mit Mulchdecke

Anhänger voll Mulchmasse

Organisches Material aus einem befreundeten Garten. So wertvolle Geschenke nehme ich gerne an!

Ihr seid Euch da nicht so sicher? Oder Ihr habt Angst was die Nachbarn über dieses Tun denken und sagen könntet? Na dann geb ich Euch die richtige Fachliteratur mit zur Hand: Mulch total – Ein Weg in die Zukunft, von Kurt Kretschmann und Rudolf Behm. In diesem

Mulch total

Mulch total in neuer Auflage!

Buch stecken jahrelange Erfahrungswerte, auch zum Thema Schnecken! Und wenn das noch nicht reicht, gibt Rudolf Behm als Diplom-Chemiker noch die Analysen des Labors mit dazu. Doch wer Augen hat zum Sehen, der braucht meist keine Laboranalysen, der sieht wie sich die Erde im Mulchgarten aufbaut, wie sich das Bodenleben vermehrt und wertvollen Humus produziert, wie gesund und kräftig das Gemüse heranwächst, auch ohne künstliche Düngestoffe und Maschineneinsatz! Auch riecht man den Unterschied! Gesunde, humose Erde riecht ähnlich wie Walderde. Das kommt von den Strahlenpilzen, die das Erdreich durchziehen. Gartenerde, mit der nicht richtig gewirtschaftet wird, riecht muffig und modrig. Ihr glaubt das nicht? Geht mal raus auf ein konventionelles Feld, stecht mit dem Spaten in die Erde und schnuppert an dem Aushub, dann vergleicht mit Eurer Gartenerde und mit Walderde!

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Kleines Büchlein, großer Schatz!

Das Buch könnt Ihr übrigens ganz einfach bei mir im Onlineshop bestellen unter http://www.waldgartenprodukte.de.. Zusätzlich, falls Ihr gerne noch mehr Erfahrungswerte zum ökologischen, einfachen Gärtnern braucht, kann ich Euch „Mein Paradies“ von Heinz Erwen empfehlen. Ebenfalls bei mir oder im OLV-Verlag erhältlich. Leider sind beide, Heinz Erwen und Kurt Kretschmann bereits verstorben, umso wertvoller sind jedoch ihre Erfahrungen, die wir zum Glück in Buchform nachlesen können.

Also ich werde wohl noch kommende Woche mit dem Abmulchen meiner ganzen Beete beschäftigt sein. Das liegt auch daran, dass ich jetzt erst einmal einen neuen Hasenstall gebaut habe! Viel mehr Platz für die Gruppenhaltung und mehr Aktivitätsmöglichkeiten für meine Kaninchen, die ich in Erhaltungszucht halte, aber auch für unsere Kuschelkaninchen (Altersheim). Vor mir liegt noch ein Neubau eines Hühnerhauses, das Alte bricht auseinander und übersteht wohl diesen Winter nicht mehr.

Großsilber

Helle Großsilber-Kaninchen in neuer Box

Doch Erntegut ist auch noch genug da! Der Asiasalat und die Herbstrübchen, der Endivien- und Zuckerhutsalat, einige Kohlrabi, Wirsing und Weißkohl stehen auch noch auf den Beeten. Gelegentlich find ich beim Durchschauen im Garten auch noch den ein oder anderen Kürbis! Es sind ja wahre Versteckkünstler! Passt bitte bei der Lagerung der Rübchen Goldball + ButterkohlKürbisse im Haus auf! Warum? Weil mir vorgestern einer dieser Gesellen auf den Kopf gefallen ist (zu viele Kürbisse auf dem Küchenbuffet sind ungesund!)und ich nun eine Riesenbeule und Schramme auf dem Hirn habe. Bisher gibt es also immer noch alles auf dem Mittagstisch ganz frisch zubereitet aus dem Garten! Was will man mehr?Mischkultur

Auch Euch wünsche ich dieses Glück des täglichen Erntens,

Eure Hanne vom Mienbacher Waldgarten

 

 

 

Viel Neues bringt der Herbst 1. September 2017

Hallo liebe Permagarten-Freunde,Gurken einmachen

die Arbeit hielt mich fest im Zaum, deshalb hab ich so lange nicht geschrieben. Der Tag der offenen Türe bei uns im Waldgarten, weitere Kurse, sowie auch zum dritten Male heuer der Permakultur-Design-Kurs, der wieder 13 neue Permakulturisten in die Welt geschickt hat um sie um ein gutes Stück positiv zu verbessern. Dazu kommt natürlich noch das Ernte verarbeiten, eine Futterhütte hab ich auch gebaut und die Idee weiterverfolgt, mit der ganzen Familie im Garten wohnen zu können. Darüber möcht ich Euch natürlich gern berichten.

Der Tag des offenen Waldgartens mit bayerischem Permakultur-Netzwerktreffen war bei herrlichstem Wetter ein voller Erfolg. Aus ganz Bayern, Oberösterreich und der Schweiz kamen die Besucher. Einen genauen Bericht darüber findet Ihr auf www.permakultur-bayern.de.

21034505_10155562300327310_3594670237475798815_nDer Permakultur-Design-Kurs dauerte jetzt im August 12 volle Power-Tage. Ca. 84 Stunden nach den Vorgaben von Bill Mollisson, der 1981 den alternativen Nobelpreis für sein Planungssystem der Permakultur erhielt. Wie man zukunftsfähige Lebensräume erschafft, mit der Natur wirtschaftet, miteinander gut lebt mit Austausch oder Designabend IrenaAlternativwährung, alle Klimazonen der Erde werden dabei besprochen, also wer gut beim Kurs aufpasst, weiß danach auch genau, wie es funktioniert Wüsten zu begrünen und noch viel viel mehr. Allerdings muß dazu gesagt werden, dass dieser Kurs meist erst der Anfang aller Dinge ist. Danach blickt man mit anderen Augen auf die Welt und beginnt erst richtig zu lernen und zu begreifen. Innerhalb dieser 12 Tage wachsen einem die Kursteilnehmer so richtig ans Herz und es ist meist PDK Abschlußfotoschwer, wieder auseinanderzugehen. Es ist, als ob Familienmitglieder weggehen. Doch alle haben mir versprochen wieder zu kommen. Müssen sie auch, denn meine Verpächterin Claudia und ich haben ein sehr wertvolles Abschiedsgeschenk bekommen. Von jedem Teilnehmer 4 Stunden Arbeitszeit! Das könnt ich denen garnicht so ausbezahlen!

Die Ernte heuer, ist bis auf wenige Ausnahmen, wie Zwetschgen, Kirschen, Birnen, 20882922_10155712225614106_1568477442635326480_neinfach super. Ein optimales Wetter für Gemüse. Meine Speisekammer ist bereits voll mit Eingemachtem, Michsauer vergärtem, Marmeladen und Gemüsewürzen. Auch heute hab ich Tomaten eingekocht, Rote Bete eingeweckt, Saatgut entnommen von Tomaten, Paprika und Gurken und Paprika einmachenRestgemüse milchsauer eingelegt. Wir schwelgen und es steht ja noch so einiges auf dem Beet! Die Beete, die bereits abgeräumt sind, werden mit Gründünger eingesät oder mit Herbstsalaten oder Herbstrüben bepflanzt. Einfach paradiesisch!

Ja, und die Futterhütte wurde natürlich zu den Nutztieren platziert, um die Wege um ein vielfaches zu verkürzen. Was jetzt noch fehlt, sind mäusesichere Kisten für Getreide und Futtersäcke. (Foto wird folgen) Jetzt mach ich mich dann noch an den Bau von Kaninchenställen, denn einen weiteren Winter werden die alten Ställe nicht überstehen. Es sollen große Gemeinschaftsboxen werden. Ein Wohlfühlkaninchenbau par excellence soll es werden. Und Ewigkeiten halten. Deswegen werd ich ihn mit Siebdruckplatten bauen. Die sind zwar sehr teuer, halten aber echt was aus! Muß nur noch tüfteln, wie ich die großen Platten in den Garten befördern könnt!

Wohnen Wagen kleinEine Wohnmöglichkeit im Garten, das wäre mein allergrößter Wunsch. Mit einer 5-köpfigen Familie nicht ganz so einfach. Voll autark soll es auch sein. Sehr gute Beratung und ein hineinschnuppern in diese Möglichkeit gewährte uns eine regionale Zimmerei, nur 45 min. von uns entfernt. http://www.bauwagenbau.info ist ihre Adresse und wir sind am tüfteln. Technik wird von den Erbauern das meiste schon angeboten. Doch brauchen wir noch eine Wasserfiltermethode, welche Art von Grauwasserfilterung, Stromversorgung, Wohnen Wagen einfühlen2den Platz müssen wir uns auch noch austüfteln, bei der Gemeinde auf Nummer sicher gehen wegen Stellplatz und noch viel mehr. Doch es fühlt sich unheimlich gut an. Doch einen lieben Wohnen Wagen BadMenschen, der gerne in uns investieren möcht (sichere Geldanlage mit Geld zurück Garantie!), bräuchten wir dazu auch noch. Denn aus dem Nullkommanichts, ist das für uns auch nicht zu stemmen. Die Zinsen wohnen-wagen-ofen.jpgwürden wir in Naturalien begleichen aus unserem permakulturellen Waldgarten und Gemüsebau.

Ein toller Film über Milch kommt in die Kinos! „Das System Milch – Die Wahrheit über die Milchindustrie“ Bin mir sicher, ansehen lohnt sich! Den Trailer und weitere Infos zum Film findet Ihr unter www.dassystemmilch.deDas System Milch

So, das ist jetzt wieder mal genug, hoffe, der nächste Beitrag auf diesem Blog wird nicht so lange auf sich warten lassen wie dieser.

Somit wünsche ich Euch einen tollen Ernteherbst, volle Speisekammern, viel Zufriedenheit und Glück in Eurem Leben,

Eure Hanne

 

 

 

 

Sommer, Sonne und Permakulturnetzwerktreffen 5. Juli 2017

Hallo liebe Permagarten-Freunde,Aria und Mimi2

bei uns in Niederbayern herrscht schon fast Hochsommer! Kaum Niederschlag seit Wochen, alles blüht, alles wächst, einfach herrlich! Naja, Regen könnte es schon mehr gewesen sein, aber was soll man ändern? Da ist es doch gut, dass die Beete so gut gemulcht sind!

MischkulturEin Highlight haben wir heuer bei uns in unserem Permakultur-Waldgarten. Das 8. bayerische Permakulturnetzwerktreffen incl. bayerisches Nutztier Arche-Treffen und weil das ja sowieso alles viel Arbeit ist zu organisieren, hab ich beschlossen, dass gleich alle Interessierten kommen sollen. Alle, die sich für Permakultur, für Naturgarten, für Nutztiere, für essbare Wildpflanzen und Wildblumen und Wildgemüse und Wildnisgarten pur, interessieren, in dem es immer etwas zu essen gibt! Tag der offenen Tür

Wir haben viele Fachvorträge, Infostände, Kunsthandwerkerstände, für Kinder ein Rate-Gewinnspiel, Kreistanz, einen offenen Bioladen, alles zu besichtigen und sich austauschen. Der Austausch soll an erster Stelle stehen! Unterhaltet Euch, lernt voneinander, habt Spaß!

Und weil wir im Mai einen Agnihotra-Kurs bei uns im Waldgarten hatten, wollen wir da natürlich auch dabei bleiben, bei der Ausführung dieser heilenden und reinigenden Zeremonie. Deshalb hab ich da noch zusätzlich einen Abend organisiert (Idee einer Kursteilnehmerin 😉 ) am 20. Juli, ab 18.00 Uhr, Kräuterwanderung mit Brotzeit und Agnihotrafeuer. Diese und weitere Kurse findet Ihr natürlich auf meiner Kursseite www.mienbacher-waldgarten.de.PyramideKräuterwanderung mit Agnihotra

Was sich sonst noch so tut im Waldgarten? Die Jungtiere sind schon fast wieder alle abgegeben, doch im Brutapparat liegen noch Eier!

Die ersten Marmeladen und Sirups sind eingekocht, das Johanniskrautöl steht auf dem Fensterbrett, ebenso die Liköransätze von Rose und schwarzer Johannisbeere. Im Solardörrer sind bereits die ersten Pilze gedörrt und der Sonnwendtee getrocknet. Die Pilze wachsen aber fröhlich weiter, weshalb der Dörrer bald wieder Arbeit bekommt! Hühnertraktor ohne Drahtnetz

Für den neuen Vorwerk-Hühner-Stamm baue ich gerade an einem versetzbaren Hühnergehege in größerem Ausmaß. Dieser soll bis zum Tag des offenen Waldgartens fertig sein. Ebenso sollen die ganzen jungen Kräuter- und Wildblumenpflänzchen jetzt dann endlich alle getopft werden. Ihr seht, es gibt immer viel zu tun!

JohannisbeermarmeladeEinen Großteil der Ernte möchte ich heuer gerne noch milchsauer einlegen. Hat irgendwer noch Zeit übrig, die er mir rüberbeamen könnte???Himbeeren

Mal sehen, was heuer noch alles geht, immer mit der Ruhe, sag ich mir dann selber wieder.

Auf alle Fälle wünsch ich Euch noch einen wunderschönen, erntereichen Sommer, vielleicht sehen wir uns ja bei mir im Garten?

Bis dahin liebe, permakulturelle Grüße,

Eure Hanne

 

 

 
Mienbacher Waldgarten

Permakultur, Selbstversorgung und noch mehr