Hannes Permagarten Blog

Aussaatzeiten und Tips für angehende permakulturelle Selbstversorger

Fleisch oder nicht Fleisch – das ist hier die Frage! 23. November 2018

Filed under: Permakultur — permagarten @ 10:22
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Hallo liebe Permagarten-Freunde,

mich treibt was um. Und zwar das ewige aufeinanderhacken in den sozialen Medien in Bezug auf die optimale Ernährung. Verantwortungsvoll soll sie sein und viele sehen den veganen Weg als die Non-plus-Ultra-Lösung und missionieren auf Teufel komm raus, verurteilen und kritisieren. Kann es das sein????

Ich möchte gerne das Thema aus permakultureller Sicht beleuchten und zwar aus ganzheitlicher permakultureller Sicht! Es gibt nämlich jede Menge Faktoren, die hier mitspielen, und ihr werdet gleich sehen, dass es eine einzige Ernährungsform für alle Menschen gar nicht geben kann! Noch nicht!

  1. Die KlimazoneKlimazonen

Kann sich ein Inuit vegan ernähren? Oder ein Steppenbewohner Afrikas? Gut, bleiben wir in der gemäßigten Zone, in der wir leben. Können wir uns rein vegan ernähren? Ja, es geht. Wenn wir uns in der kalten Jahreszeit mit Nüssen, Saaten und eingelagertem Gemüse und Getreide begnügen. Was, wenn es im Frühling Spätfrost gab und es keine Nüsse gibt? Ok, dann eben ohne Nüsse, dann nur Getreide, Äpfel, eingelagertes Gemüse und vielleicht Sonnenblumenkerne. In Bergregionen noch Pinien- und Zirbenkerne. Was wenn die Ernte verhagelt, verregnet usw? Der Frost früh kommt? Ok, dann nur noch Gemüse und ein paar Äpfel und Wildkräuter.

2. Die Region

Landleben

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Foto: Planet-Wissen

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Foto: Medical Tribune

Leben wir auf dem Land oder in der Stadt? In einer Einöde, Siedlung oder im Wohnblock? Das spielt eine entscheidende Rolle. Auf dem Land haben wir wesentlich mehr Möglichkeiten uns direkt mit frischer Nahrung zu versorgen, vor allen Dingen auch mit Wildkräutern. In der Stadt (auf dem Land mittlerweile ja auch überall) haben wir den Supermarkt, der uns zu jeder Jahreszeit mit allem versorgen kann, doch nicht, wenn der Strom oder der Sprit wegfällt. Worauf ich hinaus möchte. Wo viele Menschen dicht aufeinander wohnen, da sollte wirklich konkret auf den Konsum geachtet werden. Supermärkte sind gut, wenn sie regionale Produkte anbieten, Bauernmarkt in Ballungsräumen sind noch besser. Hier kann unverpackt eingekauft werden. Bauern vom Stadtrand verkaufen ihre Produkte dort, wo sie gebraucht werden. Das wäre der beste Weg. Oder man beteiligt sich an sozialen Landwirtschaften, arbeitet bestenfalls mit oder läßt sich Gemüsekisten liefern aus Gärtnereien und Landwirtschaften, in denen beeinträchtigte Menschen arbeiten können. Auf dem Land heißt es für Nicht-Selbstversorger oft weite Wege auf sich zu nehmen, zum nächsten gut wirtschaftenden Direktvermarkterlandwirt oder Gemüsegärtner. Wenn ich auf dem Land lebe und Selbstversorger bin, oder werden möchte, spielt es auch noch eine Rolle, ob ich im milden Flachland, oder im raueren Bergland lebe. Eine vegane Ernährung wird im Bergland definitiv schwieriger sein, als im milderen Flachland.

3. Der Mensch

Studien zeigen, das jeder Mensch noch mindestens 2 % Neandertaler in sich hat. Der Neandertaler war definitiv großer Fleischesser. Dann kommt es noch darauf an, welche evolutionär bedingte Blutgruppe wir haben. Blutgruppe 0 = der Jäger, BG A = der Bauer, BG B = der Nomade. BG AB = der moderne Mensch der alles essen kann und dies auch meistens sehr gut verträgt. Menschen mit BG A können sich ohne weiteres vegan und vegetarisch ernähren. Sie sind dabei kräftig und gesund. Der Jäger und Nomade in uns möchte jedoch Fleisch essen und auf Dauer werden diese Menschen ohne Fleisch

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Foto: Neandertaler – Planet Wissen

unweigerlich krank werden (Muskeln reißen etc.). Dabei möchte ich jedoch hier keine Werbung für das Fleisch essen machen. Es kommt definitiv darauf an, welches Fleisch (konventionelles Schweinefleisch ist und bleibt immer ungesund!) und wieviel Fleisch. Dr. Bruker sagte: Essen wie ein Bauer vor hundert Jahren! Das heißt nur einmal pro Woche etwas Fleisch auf dem Teller und dieses regional aus Bio-Haltung und am besten aus Weidehaltung. Dazwischen regionale vitalstoffreiche Vollwertkost. Damit könnte jeder gesund bleiben. Zucker komplett vermeiden, dafür aber Früchte und Honig. Seht bitte den Menschen als Ganzes an und fühlt in Euch hinein, ihr werdet Euren richtigen Weg selbst finden. Dazu muß natürlich einiges ausprobiert werden, doch meidet bitte komplett Fertigprodukte, dazu zählt auch eingepacktes Tofu.

4. Der ökologische Fußabdruck

grafik-statista-benötigte-erden-lebensgewohnheiten-co2Viele Veganer oder Rohköstler ernähren sich mit sehr viel Südfrüchten, Cashew-, Macadamia-, Pekannüssen usw. Sie verzehren Beeren im Winter und essen sehr süß. Ja, das ist lecker! Würde ich manchmal auch sehr genießen. Doch aus welchen Plantagen kommen die Produkte? Wie weit war der Weg? Welche Spritzmittel wurden verwendet? Wer den Youtube Film über die Produktion der Haselnüsse für Ferrero gesehen hat, weiß worauf ich hinaus möchte. Regional und Saisonal heißt das Zauberwort für alle

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Almeria in Spanien. Dort kommt das Gemüse in den Supermärkten her. Das Land hat kein Wasser mehr, versalzt und ist total vergiftet.

Ernährungsarten! Superfoods wachsen auch direkt vor unseren Nasen (wenn wir sie nicht mit Spritzmitteln bekämpfen!).  Evolutionär bedingt und auch von Mutter Erde so gesehen wächst alles zu der Zeit, wie wir es brauchen. Und dann reichlich, so dass wir uns richtig satt essen können. Für den Winter sind unsere Körper so eingestellt, dass es kargere Kost gibt, oder eben zusätzlich Fleisch. Die Schlachtzeiten fallen immer in den Winter hinein. Das ist von der Natur auch so vorgesehen. Wer viel körperlich arbeitet, verbraucht auch mehr Energie! Wer nur am Bürotisch sitzt, wird, wenn er sich nicht daran hält, eher viele Diäten brauchen.  Also achten wir darauf, was es wann gibt, woher es kommt und in welchen Mengen wir es verzehren, dann halten wir uns gesund. Fermentiertes Gemüse ist übrigens im Winter die bessere Alternative zu „frischen Salaten“!

Kaffeeplantage

Kaffeeplantage

Die Sache mit dem Fleisch

Es ist heute oft nicht mehr leicht für Menschen offen zu sagen, ja, ich esse Fleisch. Ich schlachte selbst oder ich kaufe beim BioBauern meines Vertrauens Fleisch ein. Man wird sofort attackiert! In der Permakultur gilt die Tierhaltung vor allen Dingen auch als Notreserve! Wir müssen immer mit Naturkatastrophen rechnen, mittlerweile sollten diese bereits mit einkalkuliert werden. Die Trockenheit zählt hier übrigens auch mit dazu. Ein Selbstversorger muß bedenken, wieviel Gras er über den Sommer für seine Kaninchen, Schweine, Schafe und Ziegen mähen kann und sollte dabei auch noch das Winterheu mit berechnen! Selbst habe ich heuer bemerkt, dass ich mir den Traum des Schafe haltens beruhigt abschminken kann, denn in Trockenzeiten wächst zu wenig Gras um alle ernähren zu können. Wieviel Tier verträgt mein Stück Land? In guten Jahren kann ich Tiere verkaufen, in schlechten Jahre brauche ich sie als zusätzliche Ernährung. Stellt Euch doch bitte ein Leben ohne Tiere vor? Unsere Nutztierrassen würden alle aussterben, würden wir alle kein Fleisch mehr essen. Aber Hunde und Katzen, die Haserl knabbern3dürfen bleiben! Wenn wir uns um unsere Tiere kümmern und das bezieht auch die Stallkaninchen, die Hühner, Enten, Gänse, Freilandschweine usw. mit ein, dann stößt der Körper bestimmte Endorphine aus, das sind sogenannte Kuschelhormone. Und diese erzeugen in uns Glück und Zufriedenheit. Wenn Selbstversorger Tiere selbst schlachten, dann passiert das nicht brutal (zumindest nicht für die meisten). Es hört sich zwar wiedersprüchlich an, aber es passiert liebevoll. Das Essen danach passiert ehrfürchtig und dankbar. Es ist kein hineinschlingen von Massen an Fleisch und Wurst. Da passiert etwas mit uns selber. Eine tiefe Dankbarkeit dem Tier gegenüber, das sein Leben in unseres gibt. Ja, dies kann nicht jeder, auch das ist ein Entwicklungsschritt, den man erst lernen muß, oder von dem wir uns lösen können.  Das ist bewußtes Essen. Das Gleiche passiert mit fühlenden Pflanzen. Ein Salatkopf stirbt, wenn wir ihn ernten. Seine Energie ist eine Stunde nach der Ernte fast komplett draußen. Deshalb macht es auch eigentlich keinen Sinn einen Salat im Supermarkt zu kaufen. Und ja, auch Veganer töten leben. Mit jedem Schritt, den sie über eine Wiese gehen! Doch wo ist die Grenze? Ist ein Käferleben nicht genauso wertvoll wie ein Hühnerleben? Oder spielt es eine Rolle, dass ein Salat keine Augen hat, ein Kaninchen dagegen uns bis ins Herz schauen kann?

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Die optimale Ernährungsform wäre die Lichtnahrung, doch da sind wir noch weit entfernt und auch noch zu tief in der 3. Dimension gefangen. Doch auch diesen Schritt werden viele die nächste Zeit gehen können. Damit ändert sich jedoch auch der Alltag jedes einzelnen Menschen. Für diese Veränderung müssen wir bereit werden!

Ich weiß, dieser Artikel könnte viele Reaktionen hervorrufen, ich hab auch gar nicht alles hineinpacken können, das würde den Rahmen sprengen. Doch nehmt ihn einfach so an, wie er ist. Jeder hat dazu eine andere Meinung. Vielleicht war aber etwas dabei, das genau Dich berührt. Jeder kann, egal wo er ist, ob in der Blockwohnung oder in der Einöde, ein ausgewogenes, verträgliches Leben führen. Dazu ist, egal wo wir sind, eine gute Vernetzung ist wichtig. Die Vernetzung von Direkterzeuger und Verbraucher. So können wir nach der Ethik der Permakultur leben, die wäre: 1. Achte auf die Erde, 2. Achte auf die Menschen und 3. Teile gerecht.

Einen schönen Tag wünsche ich Euch noch,

Eure Hanne von der Nutztier Arche Mienbacher Waldgarten

Die Direktvermarkterliste Eures Landkreises bekommt Ihr über Euer zuständiges Landratsamt!

Quellenverzeichnis: Die Buchbilder stammten aus den Büchern von John Seymour, Das neue Buch vom Leben auf dem Lande und aus dem Kosmos Buch vom Landleben.

 

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Herbstliche Fülle genießen 9. November 2018

Filed under: Ernte und Haltbarmachen,Permakultur — permagarten @ 08:30

Hallo liebe Freunde meines Permagarten-Blogs,

Laubbodenungefähr ab September denk ich mir immer: Jetzt wird es ruhiger! Gut, jetzt haben wir zwar bereits November, aber irgendwie will heuer die Fülle gar nicht enden! Was ja im Grunde genommen überhaupt nicht verkehrt ist. Täglich sammeln wir noch Fallobst für die Schweine und Hasen, unsere eigenen Lageräpfel sind jedoch bereits unter Dach und Fach. Die Quittenernte war heuer gigantisch. Eigentlich wollten wir sie zu Schnaps verarbeiten lassen, die Brennereien waren aber von der heurigen Fülle bereits komplett ausgelastet. So gingen wir hausieren und es wurden ein paar weniger. Jetzt stehen immer noch 24 Kisten voll vor dem Hofladen, eine wartet bei mir noch zur Verarbeitung zu Marmelade und vielleicht noch Chutney. Quittenessig steht bereits am Fensterbrett und ja, vielleicht setz ich doch noch Likör an. Obwohl ich bereits Sauerkirsch-, Basilikum-, Rosen- und Kornelkirschlikör abgefüllt habe. Und von den Schlehen sollte ich ja auch noch einen Likör ansetzen.

Naja, jedenfalls sind an den Sträuchern immer noch Quitten und das Fallobst darunter reicht noch einige Zeit zum Schweine füttern.

Geerntet werden wollen noch: Vogelbeeren, Schlehen, Mispeln, Hagebutten, Elsbeeren, Weißdorn und bestimmt noch einige Austernseitlinge. Richtig lecker sind jetzt die Wildkräuter noch. Die Herbstblüten des Löwenzahns, Samen des Hirtentäschels, nachwachsender Giersch, Pastinakenblätter und späte Samen des Muskatkrautes. Vereinzelt finden sich noch ein paar reife Erdbeeren, Kapuzinerkresse Blüten, nachreifende Paprika und Auberginen, Chillies, Tomaten usw. Das Gewächshaus birgt aber noch wahre Schätze. Nach Entfernen der Tomaten, die bereits erste Anzeichen der Braunfäule zeigten, ist es noch voll mit russischem Kohl, ewigem Kohl, Asiasalat, Radieschen, Steckrüben, Herbstrübchen, Winterrettich, Kohlrabi Superschmelz, Spinat und Feldsalat. Auch hier dürfen noch einige Wildkräuter wuchern, wie Franzosenkraut, Hirtentäschel, Vogelmiere und Melde, die ich sehr gerne mit ernte. Das wird uns weit in den Winter hinein versorgen können.

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Dazu hab ich natürlich auch vorgesorgt! Die Speisekammer ist voll mit fermentiertem, eingekochtem, gedörrtem, eingesalzener Würze, Soßen usw. Auch die getrockneten Bohnen sind in der Baumwolltasche aufgehängt und Nüsse lagern kistenweise trocken und warm im Wohnzimmer. Gleich da, wo sie abends gemütlich geknackt werden. Kürbisse lagern auf dem Küchenschrank und eine Kiste Äpfel schnell greifbar vor der Haustüre. Jedenfalls, bis es so richtig kalt wird.

Auch bei den Tieren ist die Futterhütte mittlerweile mit Heuvorrat und Stroh gefüllt. Jetzt holen wir noch eine Lastwagenladung Häckselgut, damit die Gehege nicht zu matschig werden in dieser eher nassen Jahreszeit. Der Mist der Tiere und das Laub der Bäume werden jetzt großzügig auf den Beeten, die bereits abgeerntet sind, verteilt. So ist das Bodenleben geschützt und kommt gut bis ins nächste Frühjahr, wo es dann bei wärmeren Temperaturen wieder voll loslegen kann!

Dieses Jahr hatten wir im Waldgarten auch wieder richtig nette Besucher. Wir sind jafamilie-rehehaeuser-20181020 seit 2017 dem Landvergnügen-Programm angeschlossen. Das heißt, Wohnmobile und Camper dürfen bei uns 1 Nacht/Tag kostenlos stehen und kaufen dafür bei uns ein. Unsere letzten Besucher heuer waren jedoch etwas ganz besonderes! Eine Familie mit drei noch ziemlich kleinen Kindern. Ihr Plan: Ca. 2 Jahre durch Europa mit dem Wohnmobil um anzukommen. Um ihren ganz eigenen Platz zu finden. Ich finde dies höchstspannend und bin auch sehr froh, dass ich Ihren Werdegang auf ihrem Blog nachlesen kann. Unter www.unsere-heldenreise.eu kann man ihre Route, ihr Erleben als Familie und noch einiges mehr miterleben. Ihr ganz persönliches Interview mit mir könnt ihr hier nachlesen: https://www.unsere-heldenreise.eu/alltagashelden/hanne-und-anton/

 

Buchseite

Zu bestellen ist das Buch bei mir im Online–shop unter www.waldgartenprodukte.de

Und noch eine Neuigkeit darf ich Euch berichten. Im neuen Buch von Ilona Koglin und Marek Rohde: „Gärtnern für eine bessere Welt, Rette die Vielfalt: Eine andere Welt ist pflanzbar, Das Handbuch für Idealisten und Grüne Helfen“ findet Ihr ein Interview mit mir auf S. 129 unter dem Titel: Selbstversorger-Glück.

Unterwegs war ich auch wieder, 2 Tage Permakultur-Kurs und Beratung in der Jachenau. Die Jachenau ist ein Alpental, unweit des Isarursprungs und der österreichischen Grenze. Die Gegend ist echt phänomenal, doch permakulturell betrachtet, gibt es sehr viel zu tun! Solche Fahrten sind für mich zwar immer sehr anstrengend, aber unendlich spannend. Und da ich immer versuche, solche Fahrten mit irgendwas zu verbinden, hab ich auch gleich noch Heu vom Hahnhof.info mitgenommen. In Alpennähe hat es doch wesentlich

Kurs in der Jachenau

Jachenauer Tal

mehr geregnet, als bei uns. Vor mir liegen jetzt noch einige Kurse bis Ende November und dann kehrt auch bei mir absolute Ruhe ein. Die Speisekammer ist voll, die Wohnung schön warm, was will frau mehr? Doch langweilig wird es mir wohl nicht werden. Meine Permakultur-Diplom-Arbeiten wollen endlich zu Ende gebracht werden. Dazu darf ich auch bald noch in die Steiermark zu meiner Mentorin fahren, um das vorgeschriebene Mentorengespräch zu absolvieren. Wer meine Mentorin ist? Marlies Ortner, Leiterin der Permakultur-Akademie im Alpenraum, Arche Noah Saatgutgärtnerin, Bewirtschafterin des Therapiegarten.at. Zu gegebener Zeit werde ich Euch noch davon berichten.

Wenn Ihr mehr erfahren wollt, von meinen Kursen, den Führungen usw. dann schaut doch einfach auf www.mienbacher-waldgarten.de.

Vielleicht schaffe ich es ja, diesen Winter wieder mal mehr hier zu schreiben, wir werden sehen.

Also hoffentlich bis bald,

Eure Hanne

 

Hitze, Schweinenachwuchs und jede Menge Ernte 3. September 2018

Filed under: Ernte und Haltbarmachen,Permakultur — permagarten @ 16:25

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

Freude über die Ferkelchenwow, wo fange ich bloß an. Es war soooo viel los, diesen Sommer. Trotz dieser extremen Hitze und Trockenheit konnten wir in unserem Waldgarten Rekordernten verzeichnen und es hängt immer noch so viel! Aber da wird es bei Euch nicht viel anders sein, oder? Die ersten Zweige sind jedenfalls bereits abgebrochen. Die Bäume kürzen sich gerade selbst ein. Es handelt sich hierbei vor allen Dingen um Zweige, die man nicht abstützen konnte. Also die obersten, geraden. Unter den Bäumen allerdings war es größtenteils sogar den Brennnesseln zu trocken heuer. Auch den Mulchkartoffeln spendete ich keinerlei Hoffnung. Teilweise kamen sie aber auch garnicht raus. Doch es blieb, aufgrund des ausgewogenen Licht-Schatten-Verhältnisses im Waldgarten wirklich alles gut erhalten. Das Extensivbeet wurde nie gegossen und auch dort wachsen Kürbisse, Bohnen, Zuckermais, Gurken und dergleichen ohne Probleme. Dieses Beet ist allerdings wirklich dick abgemulcht. Lediglich die jungen, im Frühling gepflanzten neuen Bäumchen haben wir gegossen. Sie hätten sonst keine Chance gehabt. Alles ist durchgekommen.

Auch in unserer Nutztier Arche konnten wir guten Zuwachs verzeichnen. Leider aber auch geballte Ausfälle durch den Fuchs. Jeden Tag holte er sich von den freilaufenden Hühnern im Waldgartenbereich eines. Bis der Stall leer war. FerkelchenÜberraschenderweise sind auch einige Tiere auf das Konto unseres Ebers gegangen. Die Hühner waren es gewohnt, zu den Schweinen ins Gehege zu gehen. Doch Wolli meinte wohl, das es sich hierbei um laufendes Futter handelt. Da er dann auch noch gelernt hat über das Gehege zu steigen und die Pekingenten anzugreifen, kamen die Schweine jetzt allesamt hinter Strom. Jetzt sind sie 3-fach eingezäunt. Das müßte jetzt halten. Nur die 3 kleinen Jungtiere der Mangalitza, 2 Jungs und 1 Mädel, können noch unten durch. Dadurch können sie sich sehr gut entwickeln, fressen sie doch den Hühnern und Enten das Futter weg, buddeln im nunmehr wieder feuchten Boden und können alle möglichen Blättchen probieren. Es ist eine wahre Freude wie sie wachsen.

Noch ein Highlight, jedenfalls für mich, wurde diesen Sommer fertig. Anfang August war es soweit, ein neues Foliengewächshaus, 7 x 8 m wurde fertig gebaut, verstrebt und mit Folie bezogen. Schiebetüren hinten und vorne und seitlich zum hochbinden, gewährleisten eine gute Durchlüftung. Eine Herausforderung war es aber, die bereits großen Topftomaten hineinzusetzen. Bei dieser Affenhitze! Zwei Tage später lag ich absolut platt mit Hitzschlagsymptomen im Bett. Die Wärme so eines tollen Sommers liegt mir einfach mit.

Mitten in der Vorratshaltung sind wir nun. Von Fruchtleder bis Chutney, von eingekochtem Obst bis Saft, von Marmeladen bis Liköransätze, Ölsansätze, Essigansätze uns was weiß ich. In der Küche steht immer eine Kiste Einmachgut rum, dazu der Kochentsafter, der Dörrapparat, Weckgläser usw. Leider ist unsere Speisekammer nicht sehr groß, so dass wir bereits mit vollen Kisten unter den Sitzbänken ausweichen. Wer diesen Sommer nichts zur Vorratshaltung findet, der ist selbst schuld. Diese Überangebot muß einfach genutzt werden, wer weiß, wie sich der nächste Sommer entwickelt? Habt Ihr denn auch alle schon Euer Saatgut gesichert für nächstes Jahr? Die besten Tomaten werden verwendet, die tollsten Paprika, usw. Überall hängen zurzeit die beschrifteten Filtertüten zum Trocknen (mit den Tomatensamen) und die Tütchen mit dem bereits getrockneten Samen werden in die Vorratskisten eingeordnet.

Christoff und Anton beim Ofen

Mein Mann Anton und Christoff Schneider, Permakultur-Lehrer und Leiter des Permakultur-Design-Kurses vor dem gebauten Ofen.

Der Ofenbau hat uns heuer auch gepackt. Zuerst gab ich bei mir in der Selbstversorger-Akademie einen Lehmbackofenbaukurs. Da entstand der erste Drachenofen. Innerhalb des Permakultur-Design-Kurses entstand der nächste tolle Ofen. Und zum Abschluß durfte ich in Wunsiedel innerhalb der Lehmbauwochen der Kinder- und Jugendhilfestätte wieder einen Drachenofen bauen. Das hat Spaß gemacht, war allerdings auch anstrengend.

 

Jetzt im Herbst geht es weiter mit Ernteverarbeitung, doch auch bereits mit den Wintervorbereitungen. Die Futterhütte muß noch dicht gemacht werden, eine Komposttoilette mit Flaschenfenster, dahinter Wurmkästen soll noch entstehen, der erste Drachenofen soll noch bemalt werden, bevor er zum neuen Besitzer kommt und weiter mit der Ernte. Mein Kursprogramm läuft noch bis Ende November, erst dann kann Ruhe einkehren. Eine wohlverdiente Ruhe, wie ich meine.

Somit wünsche ich Euch noch eine tolle Herbstzeit, nutzt die Zeit zum Ernten, einlagern, einkochen, trocknen, fermentieren, einsalzen, einlegen usw.

Eure Hanne

vom Mienbacher Waldgarten/Selbstversorger-Akademie

 

Zukunftsfähige Lebensraumgestaltung? 29. Juni 2018

Filed under: Permakultur — permagarten @ 18:31
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Hallo liebe Permagarten-Freunde,Extensivbeet Ende Juni

Wenn Ihr regelmäßig meinen Permagarten-Blog verfolgt, dann könnt Ihr Euch bestimmt noch daran erinnern, als ich das Projekt Tiny House für unsere Familie ankündigte. Eine tolle Firma war gefunden, die uns unsere Wägen nach Maß bauen wollte. Die Zimmerei Pletz. Der Plan ist gezeichnet, die Kosten kalkuliert. Geplant war 100 % Autarkie. Ein eigener Wasserkreislauf mit Vorfilterung, Klärteich und Wasserfiltern der Firma Seccua, Strom mit Photovoltaik und Stromspeichern. Ein festes Mittelteil hätte die drei Wägen optisch verbunden, so dass man auch trocken, von einem zum anderen hätte gehen können. Wir hatten uns schon total auf Minimalismus eingestellt, begonnen auszumisten.Engültiger Plan

Doch wir leben in Deutschland und als Seminarort und Familie mit drei Kindern war es uns auch wichtig, das alles seine Richtigkeit hat, auch in rechtlicher Hinsicht. Wir gingen also, unterstützt mit dem Bürgermeister vor Ort, zum Landratsamt, um eine Vorberatung zu bekommen und um zu wissen, was für die Einreichung einer Genehmigung so alles vonnöten ist.

Und dann platzte unsere schöne Blase, der Traum vom autarken, nachhaltigen Leben in der Natur. Wie bereits erwähnt, wir leben in Deutschland. Man ist verpflichtet sich an das Kanalnetz anzuschließen. Man ist verpflichtet, sich an das Trinkwassernetz anzuschließen. Das Gelände, auch wenn es bereits vom landwirtschaftlichen Grund in Gartengrund und in die Ortsabrundung mit eingebunden worden ist, ist nicht erschlossen. Diese „Erschließung“ würde uns zusätzlich um die 80.000 € kosten. Da es sich aber um Pachtgrund handelt, ist dies für uns hinfällig. Es interessiert hier auch nicht, dass es mein Firmengelände ist und es wichtig wäre, wenn ich vor Ort auch Leben könnte. Dies spielt keine Rolle.Äpfel mit Regentropfen

Wir hatten uns dann noch informiert, in Sachen Sonderkulturen im landwirtschaftlichen Bereich, z. B. auf ein Feld eine Aquaponic-Kultur einzurichten (in Gewächshäusern). Auch dies würde uns nicht genehmigt werden, weil wir nicht “privilegiert“ genug sind. Das heißt im Klartext: Wenn wir einen großen landwirtschaftlichen Betrieb besäßen, wären Sonderkulturen kein Problem. Dies spielt auch keine Rolle, ob es sich um ökologische zukunftsfähige Projekte handeln würde, oder nicht. Dies erklärt auch, dass große landwirtschafliche „privilegierte“ Betriebe, Massentierhaltungsställe mitten in die Pampa setzen dürfen, wir aber unsere mobilen Wägen nicht mal in unseren Pachtgarten. Übrigens brauchen auch TÜV-zugelassene Wägen, wenn sie länger als  3 Monate am gleichen Platz stehen und bewohnt sind, eine Baugenehmigung, und die bekommt man nur auf erschlossenen Baugrundstücken, und das ist auch nicht sicher! Die Stadt Zwiesel ist z. B. der Meinung ein Tiny House würde nicht ins Ortsbild passen! (Anderer Fall, anderer Besitzer, Tiny House wurde supertoll selbst gebaut!) Dies möcht ich hier aber nicht näher ausführen, mein Hals schwillt nämlich schon wieder an!

So, jetzt sitzen wir wieder da. In unmittelbarer Nähe meines Waldgartens gibt es nicht einmal Bauplätze. Leistbare Wohnungen, die ökologisch einigermaßen vertretbar sind, auch kaum. Alte leerstehende Häuser gäbe es, doch die Bewohnbarkeit ist nicht mehr gegeben, oder die Eigentümer weigern sich sie zu vermieten oder zu verkaufen. Rein seelisch und moralisch häng ich grad wieder total in den Seilen.

Der Lichtblick ist mein Waldgarten.

Die Bäume hängen voller Früchte, wir schwelgen gerade noch voll in den Beeren, wie Himbeeren in rot, gelb und schwarz, die Johannisbeeren unterschiedlicher Farben,  Josta, Stachelbeeren, Taybeeren. Bald kommen die japanischen Weinbeeren. Die Felsenbirnen und Erdbeerenzeit ist nun leider zu Ende, doch auch diese beschenkten uns heuer sehr reichlich.

Das Gemüse wächst herrlich heran und auch wenn mein großes Folien-Gewächshaus noch nicht fertig ist, die Tomaten gedeihen auch in den Töpfen.Zucchinischwemme

Mein Trost, um positiv in die Zukunft sehen zu können, ist, dass sich zum Glück immer mehr Universitäten und Studenten mit dem Thema Waldgarten auseinandersetzen. Waldgärten bieten ein Auskommen, bieten Lebensmittel in Hülle und Fülle, eine Vielfalt ohne Gleichen und das Allerwichtigste,  Waldgärten bieten Vögeln und Insekten, Igel, Reptilien, Wieseln und weiteren einen Lebensraum. Es sind Oasen, in denen sich das Leben abspielt, das anderswo bereits nicht mehr zu finden ist. In der landwirtschaflichen  Kulturlandschaft und in den sterilen Siedlungsgärten der Wohnsiedlungen jedenfalls haben die meisten dieser Tiere kaum noch Platz. Die Zeit wird knapp. Wir brauchen noch jede Menge solcher ökologischer Oasen, um die Artenvielfalt zumindest einigermaßen erhalten zu können. Umso mehr freut es mich, dass Markus Gastl für seinen Hortus Insectorum und die Gründung des Hortus Netzwerkes mit der Bundesverdienstmedaille ausgezeichnet wurde! Auch freut es mich, dass der erste essbare Wildpflanzenpark in der Oberpfalz eingeweiht wurde! Mehr dazu auf www.ewilpa.net.

Unsere Politik könnte auch mal  in´ s Nachbarland Frankreich  schauen, um sich positive Beispiele zu holen, wie z. B. die Vorschrift, dass auf Industriegebäuden, die meist Flachdächer sind, Gründächer mit blühenden Gründachmischungen gedeihen und zusätzlich zu einem positiveren Kleinklima beitragen. Dies würde den Insektenschwund bei uns in Deutschland auch um einiges aufhalten können. Zusätzlich wird  mittlerweile in 3 französischen Städten  das Pilotprojekt der Haushühner durchgeführt. Jeder Haushalt bekommt ein Huhn geschenkt. Wohnblocks haben dann einen Gemeinschaftshühnergarten. So wird der Biomüll um 75 % reduziert. Das Huhn als produktiver Abfallverwerter. So kann sich auch das Verhältnis vom Stadtmenschen zu diesem  tollen Nutztier wieder verbessern. Die Lösung läge auch im Essverhalten der Menschen. Die Zauberworte wären Regional und Saisonal. Warum brauchen wir im Winter Tomaten und Gurken? Warum im Sommer Bananen? Viele Landwirte würden ihre Bewirtschaftungsweise umstellen, könnten sie sicher sein, dass eine Direktvermarktung ab Hof funktionieren würde, bzw. von den Leuten angenommen werden!

Es ist eine Schande, dass die Trennung von Natur und Mensch immer weiter voran schreitet! Doch Hauptsache, es ist dabei immer alles schön sauber und nach außen hin heile Welt, so dass ja keiner sehen kann, was hinter der Fassade los ist, rein bildlich gesprochen.

Ich schreibe normal immer lieber über Positives, über tolle Ergebnisse, über schon Erreichtes und Lösungen. Doch auch ich hab von Zeit zu Zeit Frust. Mein Paradies ist leider nur einen Hektar groß und ich muss es täglich verlassen. Tragt mir dies bitte nicht nach.

 

Das nächste Mal bekommt Ihr wieder positivere Meldungen, versprochen.

Eure Hanne

 

 

 

 

 

Schwelgen im Frühlingsparadies 12. April 2018

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

der letzte Eintrag kam noch aus dem Schnee, mittlerweile sieht es komplett anders

Koreakirsche

Koreakirsche, reichlich von Bienen besucht

aus! Man kommt kaum zu seiner Arbeit, immer mit dem Fotoapparat, da was Neues, dort was Neues, einfach unmöglich!!! Die Radieschen, der Spinat, die ersten Salate, alles schon im Beet. Die Dauerhaften machen mir am meisten Freude. Welche Dauerhaften? Na, die Winterheckezwiebel, die Etagenzwiebel, die ausdauernde Kresse, das Lauchscheibenschötchen, der Meerkohl, der Rhabarber, der kaukasische Rankspinat, all die lieben Kräuterleins und natürlich die Wilden! Ganz lecker jetzt der Löwenzahn, das Lauchhellerkraut, die Vogelmiere, die jungen Brennesseln, die jungen Austriebe des Baldrians, usw. Auch der Bärlauch legt jetzt so richtig los!

Mirabelle

Mai

Die Bienen, die Schmetterlinge, aber vor allen Dingen die Hummeln, sie summseln und brummseln. Die Vögel halten Hochzeit und haben sich die schönsten Brutstellen bereits ausgekämpft. Die ersten Bäume blühen, den Start hat die Koreakirsche hingelegt, gefolgt von der Mirabelle, jetzt kommt die Schlehe und wahrscheinlich folgt ihr die Felsenbirne. Irgendwie läuft mir, wie übrigens jedes Jahr, mal wieder die Zeit davon. Mit dem Pikieren der Tomaten und Paprika bin ich gerade erst fertig geworden. Also wer Pflanzen von mir möchte, der kann natürlich über den http://www.waldgartenprodukte.de Shop bestellen, ausgeliefert wird jedoch auf alle Fälle erst im Mai! Wie jedes Jahr werden die Pflanzen dies wieder perfekt aufholen.

Mairose

Maibeeren in voller Blüte

Seid auch bitte nicht traurig, wenn nicht alles im Shop lieferbar ist, im Zweifelsfall fragt einfach mal per Mail nach. Ich schaffe es einfach nicht alles auf einmal, das heißt, der Garten geht momentan einfach vor!

Auch bei den Tieren tut sich so einiges. Natürlich sind die ersten Küken bereits geschlüpft. Deutsche Sperber,

Küken

Küken von Vorwerk, deutschen Sperbern und blauen Bresse

blaue Bresse und 2 Vorwerk. Die ersten Häschen sind quirlig ohne Ende. Sie sind jetzt schließlich bereits 6 Wochen alt und voll aktiv. Die nächsten Häschen werden hoffentlich bis Mitte Mai da sein. Die Enten legen auch schon fleißig und unsere Wollschweine fühlen sich sauwohl und sehen aus, wie so richtige Schweine! Also schlammverklebt bis oben hin. Wobei sich das mit dem sonnigen Frühlingswetter auch schon wieder gegeben hat. Den ganzen Tag bräuchten sie allerdings jemanden zum Kuscheln.

Haserl

Helle Großsilber-Häschen

Ich denke, jetzt ist bald Zeit die neue Hängematte auszuprobieren! Ob ich es heuer schaffe, mich mehr hinein zu legen? Wahrscheinlich eher nicht, doch die Kinder werden ihre helle Freude daran haben!

Seid Ihr auch schon fleißig im Garten? Zur Zeit gibt es für´s Gemüt nichts besseres. Kein Radio, kein Katastrophen-Fernsehen, keine Dramas, Garten beruhigt Nerven!!!

Bärlauch

Langsam aber sicher vermehrt sich der Bärlauch im Lindenwäldchen

Somit wünsche ich Euch eine herrliche Frühlingszeit, nutzt die Wildkräuter und wenn Ihr sie nicht kennt, dann kommt zu meinen Kräuterexpeditionen oder macht eine Ausbildung bei Dr. Markus Strauß! Die beste Krisenvorsorge ist es, Wissen zu sammeln! Und ins TUN zu kommen! Also auf geht´s, hinaus in die Natur!

Und übrigens, achtet beim Kleidungskauf auf Naturfasern. Wer möchte sich denn schon gerne in Plastik packen, oder?

Bis dann,

Eure Hanne vom Mienbacher Waldgarten

 

Kalter Frühling und so viel vor 1. März 2018

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

Mädelsjede Nacht minus 14 Grad Celsius. Ok, in Sibirien würden sie mich wohl auslachen, aber meine Tiere frieren. Nun gut, die Hühner sind putzmunter, aber die Enten haben kalte Füße und die Häsin, die ich neu gekauft hab und bereits gedeckt war, konnte ihren ersten Nachwuchs nicht genug wärmen. Die Holzarbeiten im Garten hab ich momentan auch eingestellt, wegen den Hunden. Sie wollen dabei sein, frieren aber dann. Somit heißt es einfach abwarten, bis es wieder etwas wärmer wird. Die Sonne tut ja täglich ihr Bestes!

Selbst hab ich auch drinnen genug zu tun. Kurse vorbereiten, tüfteln, wie ich mein Frühbeet baue, mit was beginne ich heuer im Gewächshaus? Dazu noch etwas entrümpeln und Platz schaffen, das ist immer gut. Später kommt man sowieso nicht mehr dazu. Es ist jetzt auch noch ideal um sich guten Lesestoff zu holen und sich auf die Saison vorzubereiten.

Heistinger BioGemüsegartenAndrea Heistinger hat wieder ein tolles Buch geschrieben. Zusammen mit der Arche Noah, wie bereits so oft. Ein Buch, das mich echt begeistert hat. Anfängern kann es die Anschaffung von vielen weiteren Büchern ersparen, Fortgeschrittenen in der Selbstversorgung gibt es neue Anregungen und Motivation. Ein richtiger Rundumschlag, der alles beinhaltet, was ein Selbstversorger so zu beachten hat. Das Zuckerl obendrein: es ist auch für Stadtgärtner, Gemeinschaftsgärtner oder für Menschen gedacht, die vielleicht mit dem Gedanken spielen einen Gemeinschaftsgarten innerhalb einer Stadt/Siedlung zu gründen oder mit zu machen, um ihre Grundversorgung mit Lebensmitteln zu sichern. Einfache Stichpunktsammlungen und Tabellen stellen das notwendigste Wissen praktisch dar. Ein Buch, das trotz der vielen Wissensvermittlung anregt sofort zur Tat zu schreiten. Das Buch ist übrigens bei mir im Shop oder im regionalen Buchhandel erhältlich!

KürbisDraußen finden wir ja momentan noch nichts essbares. Da heißt es, gut, dass man Vorräte eingelagert hat. In der Küche werden bei uns zur Zeit die Kürbisse nach und nach weggeschlachtet. Diese sind ein herrliches Selbstversorger-Gemüse. Und jede Sorte ist anders! Ob als Rohkost, wie der weiße Gartenkürbis im Bild, oder als Gemüsebeilage, als Kürbisbrei oder für Bratlinge, Brot und Kuchen. Die Verwendung ist gigantisch vielfältig! Dabei darf der Kürbis nicht kühl überwintert werden, er mag es, bei uns im Wohnraum zu sein. Allseits im Blickfeld, schön dekorativ und sofort schlachtbereit ;-).

Der Wetterbericht meldet bald wärmer, bis dahin, mummelt Euch gut ein und plant das Gartenjahr. Übrigens, die Verwendung von Mondkalendern hilft Euch, alles auszusäen und zu planen. Mein Favorit ist dabei: Aussaattage nach kosmischen Rhythmen vom OLV-Verlag. Mit vielen wertvollen Tipps am Rande!

Bis bald,

Eure Hanne vom permakulturellen Mienbacher Waldgarten

 

Wollschweine, Waldgartenzeitschrift und Baumschnitt 28. Januar 2018

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

Bessehahn

Bresse Gauloises le bleu

jetzt sind wir eigentlich schon wieder voll in Aktion! Die Vögel pfeifen jetzt Ende Januar bereits die schönsten Lieder, das lockt bereits jetzt die Bäume zu beschneiden! Ein bisschen lass ich mir damit schon noch Zeit, aber die Pionierbäume im Waldgarten, die Weiden, die wilden Hartriegel, auch einige Ahorn sind bereits so groß, dass sie den Kulturbäumen Licht wegnehmen. Sie werden herausgeschnitten, bzw. auf Stock gesetzt. Auf Stock setzen? So nennt man es, wenn ein Baumstumpf von so ca. 40 cm Höhe stehen bleibt, um wieder ausschlagen zu können. So enstehen viele gerade Stangen, die wieder vielseitig Verwendung finden können.Das wird meine Hauptarbeit im Februar sein. Natürlich auch neben den ersten Ansaaten im Haus von Paprika, Peperoni, Zwiebel, Lauch und Co. Ein Frühbeet möcht ich auch noch bauen, mal sehen, ob ich das zeitlich hin bekomme. Im Gewächshaus wird jedenfalls schon ausgesät werden. Ich denke da an die ersten Salate, Kopfsalat, Asiasalat und Rauke. Wenn die vorgezogenen Kohlrabi und Blumenkohl im Haus schon soweit sind, kommen auch diese ins Gewächshaus. Wer solche geschützte Anbauflächen hat, kann heuer bereits sehr früh beginnen!

Wolli in Gemeinschaft

Unsere Nutztier Arche wächst auch stetig. Letzten Freitag konnten wir endlich Wolli beim ffressenunseren jungen Eber holen. Im bayerischen heißt  ein Eber „Bär“. Unser Bär heißt „Wolli“. Ein süßer kleiner viereinhalb Monate alter, noch zurückhaltender Wollschweineber. Nach einem Tag beschnuppern im abgegrenzten Bereich, haben ihn Mimi, Linchen und Schmuddel im Gehege begrüßt, als hätte er schon immer dazugehört. Jetzt ist unsere Schweinegruppe komplett! Nächstes Jahr dürfte schon der Nachwuchs rumwuseln. Auch bei den Kaninchen haben wir uns noch Zuwachs geholt. Eine einjährige, bereits gedeckte Castor-Rex-Dame. Ich habe sie Rehlein„Rehlein“ genannt, weil sie so herrlich rehbraun ist. Die Rasse Rex gehört zu den Kurzhaarkaninchen, ihr Fell ist wie dicker Samt. Wenn das Wetter so mild bleibt, werden wir auch bald den Brutapparat anschmeißen. Die Hühner legen bereits wieder sehr gut! In der Erhaltungszucht haben wir heuer die deutschen Sperber, die Vorwerk und die blauen Bresse Gauloises. Ebenso wollen wir uns wieder um die Vermehrung der Orloff bemühen.

Die neue Waldgartenzeitschrift ist auch schon versandfertig. Noch nie war ich so früh Titelbild komplettdran! Dafür habe ich mir auch nur ein Thema vorgenommen. Eines, dass so viele bewegt: Permakultur im Hausgarten zur größtmöglichen Selbstversorgung. Es ist DinA5 groß, hat 50 Seiten, ist durchgehend farbig und reich bebildert, damit man sich auch alles gut vorstellen kann. Solltet Ihr Interesse daran haben, dann könnt Ihr das Heft unter Publikationen bestellen.

Ich habe das Gefühl 2018 wird DAS Jahr der Veränderung. Es besinnen sich vermehrt Menschen wieder auf regionale hochwertige Lebensmittel, auf die Natur rund um uns herum, auf eine gesündere Lebensweise. Da kommt man um den eigenen Anbau eigentlich nicht drum herum! Und das ist auch gut so. Das alte Wissen darf nicht verloren gehen! Und wir lernen nur durch´s Tun. Auch wir als Familie möchten noch näher ran an die Natur. Im Garten leben, das ist unser großes Ziel. Eine Lösung dazu hat sich aufgetan und die Planungen laufen. Dazu aber mehr in den nächsten Blogbeiträgen ;-).

Somit wünsche ich Euch eine tolle Vorfrühlingszeit,

bis zum nächsten Mal,

Eure Hanne vom Mienbacher Waldgarten

PS: wenn Ihr uns besuchen wollt, bei einer Führung oder einem Kurs dabei sein wollt, dann schaut in unseren Veranstaltungskalender auf http://www.mienbacher-waldgarten.de

 

 

 

 

 
Mienbacher Waldgarten

Permakultur, Selbstversorgung und noch mehr