Veröffentlicht in Permakultur

Auf ins neue Abenteuer

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

die paradiesischen Zustände sind bereits wieder gestartet! Die russischen Kohl und die Kohlrabi aus dem Gewächshaus blühen bereits, zur Ernte stehen die ersten Salate, Radieschen und jede Menge Wildkräuter, die mir geschmacklich eigentlich sowieso viel lieber sind!

Die Tomaten sind pikiert und warten darauf, wann sie nach draußen dürfen. Ich bin mir heuer sehr unsicher, was die Eisheiligen Mitte Mai betrifft. Diese können noch sehr tückisch werden! Deshalb dürfen die Tomaten und Paprika, Chili und Ananaskirschen im behüteten Anzuchtgewächshaus stehen bleiben! Ein Problem stellt momentan die Trockenheit dar. Beginnt man mit der Anzucht im Freien, muß gegossen werden, sonst wächst absolut nichts! Das ganze artet jedoch bereits in eine sportliche Bestleistung aus, denn wir müssen dann mit den Gießkannen ran. Wir nennen das Gießkannen-Weit-Schlepping!

Letztes Jahr habe ich Euch bereits berichtet, dass unser Tiny Hous Projekt nichts wird. Es hat sich jetzt allerdings eine neue Lösung aufgetan. Wir ziehen nach Niederhausen, im schönen Vilstal auf den Schreimerhof. Das ist ein Mehrgenerationenhof, Denkmalgeschützt, und ich darf mit meiner Familie die Bewirtschaftung übernehmen. Das heißt, auch die Nutztier Arche wird mit umziehen. Momentan entsteht das erste Bauerngartl-Teilstück im Hof. Gestern kam die Erde, heute wird bepflanzt. Doch zuerst wird das bißchen Wiese gemät, damit genug Mulchmaterial da ist, um die Erde feucht halten zu können. Natürlich möchten wir am Hof Wasser und Arbeit einsparen! Sobald es wirklich was zu sehen gibt, bekommt Ihr natürlich die Bilder mit dazu! Fest versprochen.

IMG_20190401_094319
Der Schreimerhof, jedenfalls der vordere Bereich. Links oben wird gerade unsere Wohnung ausgebaut.

Auch unsere Wohnung wird gerade noch ausgebaut, so dass wir bis ca. Anfang August einziehen können. Geschichtsträchtiger Boden ist das, anno 1880. Da gibt es Holzbalkenwände (den Fachbegriff weiß ich leider nicht), Lehmputz erneuert wie damals, Holzböden usw. Leider haben wir nur sehr kleine Fenster, aber wir sind ja sowieso den ganzen Tag draußen, von daher stört uns das nicht. Während der nächsten Blogeinträge werdet Ihr dann mehr erfahren können, natürlich auch mit mehr Bilder! Eine Homepage dazu wird es auch bald geben!

IMG_20190413_120648
Die jungen Rammler vom Herbst fühlen sich wirklich wohl im Gehege der deutschen Sperber

Diese Art Gemeinschaftsleben ist ebenso ein Teil der Permakultur, wie das Gärtnern. Für mich und meine Familie ist es Neuland, deshalb ist es für uns auch ein Abenteuer, haben wir uns ja eigentlich immer mehr als Einsiedler gesehen. Doch wir fühlen uns dort jetzt schon sehr geborgen und freuen uns auf das Miteinander. Die Kinder ebenso, denn es sind jetzt endlich Kameraden zum Spielen da, wenn diese auch noch viel kleiner sind, das macht ihnen aber nichts aus.

IMG_20190413_113610
Vier junge Wollschweinferkelchen wuseln wieder durch das Gehege!

Jetzt geht es aber bei herrlichem Osterwetter wieder hinaus in den Garten! Heute darf ich Römersalat pikieren, Beerensträucher abstechen und topfen und natürlich gießen! Die Extensivbeete sind auch langsam vorzubereiten, dank dicker Laubabdeckung ist es darunter noch schön feucht! Das wird dem Zuckermais gefallen.

IMG_20190409_165110
Der erste Schwung Junghühner darf bereits ins Freie, beschützt vom Schäfer-Welpen

Genießt die tollen warmen Ostertage, macht Euch leckere Wildkräutersalate, und jetzt ist auch Zeit für die leckere Löwenzahnhonig-Geschichte! Sammelt Löwenzahnblüten und kocht diese mit Zucker ein, bis sie eine dickflüssige Konsistenz hat und auf dem Brot bleibt, wo sie soooo genial gut schmeckt!

Eure Hanne

 

Werbeanzeigen
Veröffentlicht in Permakultur

Fleisch oder nicht Fleisch – das ist hier die Frage!

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

mich treibt was um. Und zwar das ewige aufeinanderhacken in den sozialen Medien in Bezug auf die optimale Ernährung. Verantwortungsvoll soll sie sein und viele sehen den veganen Weg als die Non-plus-Ultra-Lösung und missionieren auf Teufel komm raus, verurteilen und kritisieren. Kann es das sein????

Ich möchte gerne das Thema aus permakultureller Sicht beleuchten und zwar aus ganzheitlicher permakultureller Sicht! Es gibt nämlich jede Menge Faktoren, die hier mitspielen, und ihr werdet gleich sehen, dass es eine einzige Ernährungsform für alle Menschen gar nicht geben kann! Noch nicht!

  1. Die KlimazoneKlimazonen

Kann sich ein Inuit vegan ernähren? Oder ein Steppenbewohner Afrikas? Gut, bleiben wir in der gemäßigten Zone, in der wir leben. Können wir uns rein vegan ernähren? Ja, es geht. Wenn wir uns in der kalten Jahreszeit mit Nüssen, Saaten und eingelagertem Gemüse und Getreide begnügen. Was, wenn es im Frühling Spätfrost gab und es keine Nüsse gibt? Ok, dann eben ohne Nüsse, dann nur Getreide, Äpfel, eingelagertes Gemüse und vielleicht Sonnenblumenkerne. In Bergregionen noch Pinien- und Zirbenkerne. Was wenn die Ernte verhagelt, verregnet usw? Der Frost früh kommt? Ok, dann nur noch Gemüse und ein paar Äpfel und Wildkräuter.

2. Die Region

Landleben

Landleben tiere
Foto: Planet-Wissen
Stadtleben, medicinal tribune
Foto: Medical Tribune

Leben wir auf dem Land oder in der Stadt? In einer Einöde, Siedlung oder im Wohnblock? Das spielt eine entscheidende Rolle. Auf dem Land haben wir wesentlich mehr Möglichkeiten uns direkt mit frischer Nahrung zu versorgen, vor allen Dingen auch mit Wildkräutern. In der Stadt (auf dem Land mittlerweile ja auch überall) haben wir den Supermarkt, der uns zu jeder Jahreszeit mit allem versorgen kann, doch nicht, wenn der Strom oder der Sprit wegfällt. Worauf ich hinaus möchte. Wo viele Menschen dicht aufeinander wohnen, da sollte wirklich konkret auf den Konsum geachtet werden. Supermärkte sind gut, wenn sie regionale Produkte anbieten, Bauernmarkt in Ballungsräumen sind noch besser. Hier kann unverpackt eingekauft werden. Bauern vom Stadtrand verkaufen ihre Produkte dort, wo sie gebraucht werden. Das wäre der beste Weg. Oder man beteiligt sich an sozialen Landwirtschaften, arbeitet bestenfalls mit oder läßt sich Gemüsekisten liefern aus Gärtnereien und Landwirtschaften, in denen beeinträchtigte Menschen arbeiten können. Auf dem Land heißt es für Nicht-Selbstversorger oft weite Wege auf sich zu nehmen, zum nächsten gut wirtschaftenden Direktvermarkterlandwirt oder Gemüsegärtner. Wenn ich auf dem Land lebe und Selbstversorger bin, oder werden möchte, spielt es auch noch eine Rolle, ob ich im milden Flachland, oder im raueren Bergland lebe. Eine vegane Ernährung wird im Bergland definitiv schwieriger sein, als im milderen Flachland.

3. Der Mensch

Studien zeigen, das jeder Mensch noch mindestens 2 % Neandertaler in sich hat. Der Neandertaler war definitiv großer Fleischesser. Dann kommt es noch darauf an, welche evolutionär bedingte Blutgruppe wir haben. Blutgruppe 0 = der Jäger, BG A = der Bauer, BG B = der Nomade. BG AB = der moderne Mensch der alles essen kann und dies auch meistens sehr gut verträgt. Menschen mit BG A können sich ohne weiteres vegan und vegetarisch ernähren. Sie sind dabei kräftig und gesund. Der Jäger und Nomade in uns möchte jedoch Fleisch essen und auf Dauer werden diese Menschen ohne Fleisch

neandertaler Planet Wissen
Foto: Neandertaler – Planet Wissen

unweigerlich krank werden (Muskeln reißen etc.). Dabei möchte ich jedoch hier keine Werbung für das Fleisch essen machen. Es kommt definitiv darauf an, welches Fleisch (konventionelles Schweinefleisch ist und bleibt immer ungesund!) und wieviel Fleisch. Dr. Bruker sagte: Essen wie ein Bauer vor hundert Jahren! Das heißt nur einmal pro Woche etwas Fleisch auf dem Teller und dieses regional aus Bio-Haltung und am besten aus Weidehaltung. Dazwischen regionale vitalstoffreiche Vollwertkost. Damit könnte jeder gesund bleiben. Zucker komplett vermeiden, dafür aber Früchte und Honig. Seht bitte den Menschen als Ganzes an und fühlt in Euch hinein, ihr werdet Euren richtigen Weg selbst finden. Dazu muß natürlich einiges ausprobiert werden, doch meidet bitte komplett Fertigprodukte, dazu zählt auch eingepacktes Tofu.

4. Der ökologische Fußabdruck

grafik-statista-benötigte-erden-lebensgewohnheiten-co2Viele Veganer oder Rohköstler ernähren sich mit sehr viel Südfrüchten, Cashew-, Macadamia-, Pekannüssen usw. Sie verzehren Beeren im Winter und essen sehr süß. Ja, das ist lecker! Würde ich manchmal auch sehr genießen. Doch aus welchen Plantagen kommen die Produkte? Wie weit war der Weg? Welche Spritzmittel wurden verwendet? Wer den Youtube Film über die Produktion der Haselnüsse für Ferrero gesehen hat, weiß worauf ich hinaus möchte. Regional und Saisonal heißt das Zauberwort für alle

Plastikmeer-100~_v-standard644_022a56
Almeria in Spanien. Dort kommt das Gemüse in den Supermärkten her. Das Land hat kein Wasser mehr, versalzt und ist total vergiftet.

Ernährungsarten! Superfoods wachsen auch direkt vor unseren Nasen (wenn wir sie nicht mit Spritzmitteln bekämpfen!).  Evolutionär bedingt und auch von Mutter Erde so gesehen wächst alles zu der Zeit, wie wir es brauchen. Und dann reichlich, so dass wir uns richtig satt essen können. Für den Winter sind unsere Körper so eingestellt, dass es kargere Kost gibt, oder eben zusätzlich Fleisch. Die Schlachtzeiten fallen immer in den Winter hinein. Das ist von der Natur auch so vorgesehen. Wer viel körperlich arbeitet, verbraucht auch mehr Energie! Wer nur am Bürotisch sitzt, wird, wenn er sich nicht daran hält, eher viele Diäten brauchen.  Also achten wir darauf, was es wann gibt, woher es kommt und in welchen Mengen wir es verzehren, dann halten wir uns gesund. Fermentiertes Gemüse ist übrigens im Winter die bessere Alternative zu „frischen Salaten“!

Kaffeeplantage
Kaffeeplantage

Die Sache mit dem Fleisch

Es ist heute oft nicht mehr leicht für Menschen offen zu sagen, ja, ich esse Fleisch. Ich schlachte selbst oder ich kaufe beim BioBauern meines Vertrauens Fleisch ein. Man wird sofort attackiert! In der Permakultur gilt die Tierhaltung vor allen Dingen auch als Notreserve! Wir müssen immer mit Naturkatastrophen rechnen, mittlerweile sollten diese bereits mit einkalkuliert werden. Die Trockenheit zählt hier übrigens auch mit dazu. Ein Selbstversorger muß bedenken, wieviel Gras er über den Sommer für seine Kaninchen, Schweine, Schafe und Ziegen mähen kann und sollte dabei auch noch das Winterheu mit berechnen! Selbst habe ich heuer bemerkt, dass ich mir den Traum des Schafe haltens beruhigt abschminken kann, denn in Trockenzeiten wächst zu wenig Gras um alle ernähren zu können. Wieviel Tier verträgt mein Stück Land? In guten Jahren kann ich Tiere verkaufen, in schlechten Jahre brauche ich sie als zusätzliche Ernährung. Stellt Euch doch bitte ein Leben ohne Tiere vor? Unsere Nutztierrassen würden alle aussterben, würden wir alle kein Fleisch mehr essen. Aber Hunde und Katzen, die Haserl knabbern3dürfen bleiben! Wenn wir uns um unsere Tiere kümmern und das bezieht auch die Stallkaninchen, die Hühner, Enten, Gänse, Freilandschweine usw. mit ein, dann stößt der Körper bestimmte Endorphine aus, das sind sogenannte Kuschelhormone. Und diese erzeugen in uns Glück und Zufriedenheit. Wenn Selbstversorger Tiere selbst schlachten, dann passiert das nicht brutal (zumindest nicht für die meisten). Es hört sich zwar wiedersprüchlich an, aber es passiert liebevoll. Das Essen danach passiert ehrfürchtig und dankbar. Es ist kein hineinschlingen von Massen an Fleisch und Wurst. Da passiert etwas mit uns selber. Eine tiefe Dankbarkeit dem Tier gegenüber, das sein Leben in unseres gibt. Ja, dies kann nicht jeder, auch das ist ein Entwicklungsschritt, den man erst lernen muß, oder von dem wir uns lösen können.  Das ist bewußtes Essen. Das Gleiche passiert mit fühlenden Pflanzen. Ein Salatkopf stirbt, wenn wir ihn ernten. Seine Energie ist eine Stunde nach der Ernte fast komplett draußen. Deshalb macht es auch eigentlich keinen Sinn einen Salat im Supermarkt zu kaufen. Und ja, auch Veganer töten leben. Mit jedem Schritt, den sie über eine Wiese gehen! Doch wo ist die Grenze? Ist ein Käferleben nicht genauso wertvoll wie ein Hühnerleben? Oder spielt es eine Rolle, dass ein Salat keine Augen hat, ein Kaninchen dagegen uns bis ins Herz schauen kann?

SolawiSolawi ernte teilen

Die optimale Ernährungsform wäre die Lichtnahrung, doch da sind wir noch weit entfernt und auch noch zu tief in der 3. Dimension gefangen. Doch auch diesen Schritt werden viele die nächste Zeit gehen können. Damit ändert sich jedoch auch der Alltag jedes einzelnen Menschen. Für diese Veränderung müssen wir bereit werden!

Ich weiß, dieser Artikel könnte viele Reaktionen hervorrufen, ich hab auch gar nicht alles hineinpacken können, das würde den Rahmen sprengen. Doch nehmt ihn einfach so an, wie er ist. Jeder hat dazu eine andere Meinung. Vielleicht war aber etwas dabei, das genau Dich berührt. Jeder kann, egal wo er ist, ob in der Blockwohnung oder in der Einöde, ein ausgewogenes, verträgliches Leben führen. Dazu ist, egal wo wir sind, eine gute Vernetzung ist wichtig. Die Vernetzung von Direkterzeuger und Verbraucher. So können wir nach der Ethik der Permakultur leben, die wäre: 1. Achte auf die Erde, 2. Achte auf die Menschen und 3. Teile gerecht.

Einen schönen Tag wünsche ich Euch noch,

Eure Hanne von der Nutztier Arche Mienbacher Waldgarten

Die Direktvermarkterliste Eures Landkreises bekommt Ihr über Euer zuständiges Landratsamt!

Quellenverzeichnis: Die Buchbilder stammten aus den Büchern von John Seymour, Das neue Buch vom Leben auf dem Lande und aus dem Kosmos Buch vom Landleben.

 

Veröffentlicht in Permakultur

Wollschweine, Waldgartenzeitschrift und Baumschnitt

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

Bessehahn
Bresse Gauloises le bleu

jetzt sind wir eigentlich schon wieder voll in Aktion! Die Vögel pfeifen jetzt Ende Januar bereits die schönsten Lieder, das lockt bereits jetzt die Bäume zu beschneiden! Ein bisschen lass ich mir damit schon noch Zeit, aber die Pionierbäume im Waldgarten, die Weiden, die wilden Hartriegel, auch einige Ahorn sind bereits so groß, dass sie den Kulturbäumen Licht wegnehmen. Sie werden herausgeschnitten, bzw. auf Stock gesetzt. Auf Stock setzen? So nennt man es, wenn ein Baumstumpf von so ca. 40 cm Höhe stehen bleibt, um wieder ausschlagen zu können. So enstehen viele gerade Stangen, die wieder vielseitig Verwendung finden können.Das wird meine Hauptarbeit im Februar sein. Natürlich auch neben den ersten Ansaaten im Haus von Paprika, Peperoni, Zwiebel, Lauch und Co. Ein Frühbeet möcht ich auch noch bauen, mal sehen, ob ich das zeitlich hin bekomme. Im Gewächshaus wird jedenfalls schon ausgesät werden. Ich denke da an die ersten Salate, Kopfsalat, Asiasalat und Rauke. Wenn die vorgezogenen Kohlrabi und Blumenkohl im Haus schon soweit sind, kommen auch diese ins Gewächshaus. Wer solche geschützte Anbauflächen hat, kann heuer bereits sehr früh beginnen!

Wolli in Gemeinschaft

Unsere Nutztier Arche wächst auch stetig. Letzten Freitag konnten wir endlich Wolli beim ffressenunseren jungen Eber holen. Im bayerischen heißt  ein Eber „Bär“. Unser Bär heißt „Wolli“. Ein süßer kleiner viereinhalb Monate alter, noch zurückhaltender Wollschweineber. Nach einem Tag beschnuppern im abgegrenzten Bereich, haben ihn Mimi, Linchen und Schmuddel im Gehege begrüßt, als hätte er schon immer dazugehört. Jetzt ist unsere Schweinegruppe komplett! Nächstes Jahr dürfte schon der Nachwuchs rumwuseln. Auch bei den Kaninchen haben wir uns noch Zuwachs geholt. Eine einjährige, bereits gedeckte Castor-Rex-Dame. Ich habe sie Rehlein„Rehlein“ genannt, weil sie so herrlich rehbraun ist. Die Rasse Rex gehört zu den Kurzhaarkaninchen, ihr Fell ist wie dicker Samt. Wenn das Wetter so mild bleibt, werden wir auch bald den Brutapparat anschmeißen. Die Hühner legen bereits wieder sehr gut! In der Erhaltungszucht haben wir heuer die deutschen Sperber, die Vorwerk und die blauen Bresse Gauloises. Ebenso wollen wir uns wieder um die Vermehrung der Orloff bemühen.

Die neue Waldgartenzeitschrift ist auch schon versandfertig. Noch nie war ich so früh Titelbild komplettdran! Dafür habe ich mir auch nur ein Thema vorgenommen. Eines, dass so viele bewegt: Permakultur im Hausgarten zur größtmöglichen Selbstversorgung. Es ist DinA5 groß, hat 50 Seiten, ist durchgehend farbig und reich bebildert, damit man sich auch alles gut vorstellen kann. Solltet Ihr Interesse daran haben, dann könnt Ihr das Heft unter Publikationen bestellen.

Ich habe das Gefühl 2018 wird DAS Jahr der Veränderung. Es besinnen sich vermehrt Menschen wieder auf regionale hochwertige Lebensmittel, auf die Natur rund um uns herum, auf eine gesündere Lebensweise. Da kommt man um den eigenen Anbau eigentlich nicht drum herum! Und das ist auch gut so. Das alte Wissen darf nicht verloren gehen! Und wir lernen nur durch´s Tun. Auch wir als Familie möchten noch näher ran an die Natur. Im Garten leben, das ist unser großes Ziel. Eine Lösung dazu hat sich aufgetan und die Planungen laufen. Dazu aber mehr in den nächsten Blogbeiträgen ;-).

Somit wünsche ich Euch eine tolle Vorfrühlingszeit,

bis zum nächsten Mal,

Eure Hanne vom Mienbacher Waldgarten

PS: wenn Ihr uns besuchen wollt, bei einer Führung oder einem Kurs dabei sein wollt, dann schaut in unseren Veranstaltungskalender auf http://www.mienbacher-waldgarten.de

 

 

 

Veröffentlicht in Ernte und Haltbarmachen, Permakultur

Viel Neues bringt der Herbst

Hallo liebe Permagarten-Freunde,Gurken einmachen

die Arbeit hielt mich fest im Zaum, deshalb hab ich so lange nicht geschrieben. Der Tag der offenen Türe bei uns im Waldgarten, weitere Kurse, sowie auch zum dritten Male heuer der Permakultur-Design-Kurs, der wieder 13 neue Permakulturisten in die Welt geschickt hat um sie um ein gutes Stück positiv zu verbessern. Dazu kommt natürlich noch das Ernte verarbeiten, eine Futterhütte hab ich auch gebaut und die Idee weiterverfolgt, mit der ganzen Familie im Garten wohnen zu können. Darüber möcht ich Euch natürlich gern berichten.

Der Tag des offenen Waldgartens mit bayerischem Permakultur-Netzwerktreffen war bei herrlichstem Wetter ein voller Erfolg. Aus ganz Bayern, Oberösterreich und der Schweiz kamen die Besucher. Einen genauen Bericht darüber findet Ihr auf www.permakultur-bayern.de.

21034505_10155562300327310_3594670237475798815_nDer Permakultur-Design-Kurs dauerte jetzt im August 12 volle Power-Tage. Ca. 84 Stunden nach den Vorgaben von Bill Mollisson, der 1981 den alternativen Nobelpreis für sein Planungssystem der Permakultur erhielt. Wie man zukunftsfähige Lebensräume erschafft, mit der Natur wirtschaftet, miteinander gut lebt mit Austausch oder Designabend IrenaAlternativwährung, alle Klimazonen der Erde werden dabei besprochen, also wer gut beim Kurs aufpasst, weiß danach auch genau, wie es funktioniert Wüsten zu begrünen und noch viel viel mehr. Allerdings muß dazu gesagt werden, dass dieser Kurs meist erst der Anfang aller Dinge ist. Danach blickt man mit anderen Augen auf die Welt und beginnt erst richtig zu lernen und zu begreifen. Innerhalb dieser 12 Tage wachsen einem die Kursteilnehmer so richtig ans Herz und es ist meist PDK Abschlußfotoschwer, wieder auseinanderzugehen. Es ist, als ob Familienmitglieder weggehen. Doch alle haben mir versprochen wieder zu kommen. Müssen sie auch, denn meine Verpächterin Claudia und ich haben ein sehr wertvolles Abschiedsgeschenk bekommen. Von jedem Teilnehmer 4 Stunden Arbeitszeit! Das könnt ich denen garnicht so ausbezahlen!

Die Ernte heuer, ist bis auf wenige Ausnahmen, wie Zwetschgen, Kirschen, Birnen, 20882922_10155712225614106_1568477442635326480_neinfach super. Ein optimales Wetter für Gemüse. Meine Speisekammer ist bereits voll mit Eingemachtem, Michsauer vergärtem, Marmeladen und Gemüsewürzen. Auch heute hab ich Tomaten eingekocht, Rote Bete eingeweckt, Saatgut entnommen von Tomaten, Paprika und Gurken und Paprika einmachenRestgemüse milchsauer eingelegt. Wir schwelgen und es steht ja noch so einiges auf dem Beet! Die Beete, die bereits abgeräumt sind, werden mit Gründünger eingesät oder mit Herbstsalaten oder Herbstrüben bepflanzt. Einfach paradiesisch!

Ja, und die Futterhütte wurde natürlich zu den Nutztieren platziert, um die Wege um ein vielfaches zu verkürzen. Was jetzt noch fehlt, sind mäusesichere Kisten für Getreide und Futtersäcke. (Foto wird folgen) Jetzt mach ich mich dann noch an den Bau von Kaninchenställen, denn einen weiteren Winter werden die alten Ställe nicht überstehen. Es sollen große Gemeinschaftsboxen werden. Ein Wohlfühlkaninchenbau par excellence soll es werden. Und Ewigkeiten halten. Deswegen werd ich ihn mit Siebdruckplatten bauen. Die sind zwar sehr teuer, halten aber echt was aus! Muß nur noch tüfteln, wie ich die großen Platten in den Garten befördern könnt!

Wohnen Wagen kleinEine Wohnmöglichkeit im Garten, das wäre mein allergrößter Wunsch. Mit einer 5-köpfigen Familie nicht ganz so einfach. Voll autark soll es auch sein. Sehr gute Beratung und ein hineinschnuppern in diese Möglichkeit gewährte uns eine regionale Zimmerei, nur 45 min. von uns entfernt. http://www.bauwagenbau.info ist ihre Adresse und wir sind am tüfteln. Technik wird von den Erbauern das meiste schon angeboten. Doch brauchen wir noch eine Wasserfiltermethode, welche Art von Grauwasserfilterung, Stromversorgung, Wohnen Wagen einfühlen2den Platz müssen wir uns auch noch austüfteln, bei der Gemeinde auf Nummer sicher gehen wegen Stellplatz und noch viel mehr. Doch es fühlt sich unheimlich gut an. Doch einen lieben Wohnen Wagen BadMenschen, der gerne in uns investieren möcht (sichere Geldanlage mit Geld zurück Garantie!), bräuchten wir dazu auch noch. Denn aus dem Nullkommanichts, ist das für uns auch nicht zu stemmen. Die Zinsen wohnen-wagen-ofen.jpgwürden wir in Naturalien begleichen aus unserem permakulturellen Waldgarten und Gemüsebau.

Ein toller Film über Milch kommt in die Kinos! „Das System Milch – Die Wahrheit über die Milchindustrie“ Bin mir sicher, ansehen lohnt sich! Den Trailer und weitere Infos zum Film findet Ihr unter www.dassystemmilch.deDas System Milch

So, das ist jetzt wieder mal genug, hoffe, der nächste Beitrag auf diesem Blog wird nicht so lange auf sich warten lassen wie dieser.

Somit wünsche ich Euch einen tollen Ernteherbst, volle Speisekammern, viel Zufriedenheit und Glück in Eurem Leben,

Eure Hanne

 

 

 

Veröffentlicht in Ernte und Haltbarmachen, Permakultur

Sommer, Sonne und Permakulturnetzwerktreffen

Hallo liebe Permagarten-Freunde,Aria und Mimi2

bei uns in Niederbayern herrscht schon fast Hochsommer! Kaum Niederschlag seit Wochen, alles blüht, alles wächst, einfach herrlich! Naja, Regen könnte es schon mehr gewesen sein, aber was soll man ändern? Da ist es doch gut, dass die Beete so gut gemulcht sind!

MischkulturEin Highlight haben wir heuer bei uns in unserem Permakultur-Waldgarten. Das 8. bayerische Permakulturnetzwerktreffen incl. bayerisches Nutztier Arche-Treffen und weil das ja sowieso alles viel Arbeit ist zu organisieren, hab ich beschlossen, dass gleich alle Interessierten kommen sollen. Alle, die sich für Permakultur, für Naturgarten, für Nutztiere, für essbare Wildpflanzen und Wildblumen und Wildgemüse und Wildnisgarten pur, interessieren, in dem es immer etwas zu essen gibt! Tag der offenen Tür

Wir haben viele Fachvorträge, Infostände, Kunsthandwerkerstände, für Kinder ein Rate-Gewinnspiel, Kreistanz, einen offenen Bioladen, alles zu besichtigen und sich austauschen. Der Austausch soll an erster Stelle stehen! Unterhaltet Euch, lernt voneinander, habt Spaß!

Und weil wir im Mai einen Agnihotra-Kurs bei uns im Waldgarten hatten, wollen wir da natürlich auch dabei bleiben, bei der Ausführung dieser heilenden und reinigenden Zeremonie. Deshalb hab ich da noch zusätzlich einen Abend organisiert (Idee einer Kursteilnehmerin 😉 ) am 20. Juli, ab 18.00 Uhr, Kräuterwanderung mit Brotzeit und Agnihotrafeuer. Diese und weitere Kurse findet Ihr natürlich auf meiner Kursseite www.mienbacher-waldgarten.de.PyramideKräuterwanderung mit Agnihotra

Was sich sonst noch so tut im Waldgarten? Die Jungtiere sind schon fast wieder alle abgegeben, doch im Brutapparat liegen noch Eier!

Die ersten Marmeladen und Sirups sind eingekocht, das Johanniskrautöl steht auf dem Fensterbrett, ebenso die Liköransätze von Rose und schwarzer Johannisbeere. Im Solardörrer sind bereits die ersten Pilze gedörrt und der Sonnwendtee getrocknet. Die Pilze wachsen aber fröhlich weiter, weshalb der Dörrer bald wieder Arbeit bekommt! Hühnertraktor ohne Drahtnetz

Für den neuen Vorwerk-Hühner-Stamm baue ich gerade an einem versetzbaren Hühnergehege in größerem Ausmaß. Dieser soll bis zum Tag des offenen Waldgartens fertig sein. Ebenso sollen die ganzen jungen Kräuter- und Wildblumenpflänzchen jetzt dann endlich alle getopft werden. Ihr seht, es gibt immer viel zu tun!

JohannisbeermarmeladeEinen Großteil der Ernte möchte ich heuer gerne noch milchsauer einlegen. Hat irgendwer noch Zeit übrig, die er mir rüberbeamen könnte???Himbeeren

Mal sehen, was heuer noch alles geht, immer mit der Ruhe, sag ich mir dann selber wieder.

Auf alle Fälle wünsch ich Euch noch einen wunderschönen, erntereichen Sommer, vielleicht sehen wir uns ja bei mir im Garten?

Bis dahin liebe, permakulturelle Grüße,

Eure Hanne

 

Veröffentlicht in Ernte und Haltbarmachen, Permakultur

Permakultur als Ausbildung

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

Johannisbeeren jumboerst einmal eine dicke Entschuldigung dafür, das ich es momentan einfach nicht schaffe, hier monatliche Einträge zu bringen. Mein Garten und meine Kurse fordern mich zur Zeit doch sehr. Dabei ist jetzt noch dazu Erntezeit der Beeren. Den 1. Schwung Himbeeren hab ich zum Glück geerntet bekommen, den 2. Schwung kann ich jetzt abschreiben, es hängt nur noch Dörrobst an den Sträuchern. Doch dafür belohnen mich jetzt die Johannisbeeren, durch mein spätes Ernten mit extra süßen Früchten!

Begeistert sind wir auch heuer wieder von den japanischen Weinbeeren, die nicht nur herrlich aussehen, sondern auch herrlich schmecken! japanische Weinbeere detailSie erinnern an die Haribo-Himbeeren vom aussehen her. Letztes Jahr wurden sie zu Sirup verarbeitet, heuer hab ich vom 1. Schwung Marmelade eingekocht. Vom 2. Schwung mach ich aber vielleicht auch noch mal Sirup. Es ist einfach zu lecker!

Jetzt aber zu meinem Hauptthema heute, der Permakultur als Ausbildungsweg.

Diese Ausbildung wird zwar bei uns in Deutschland leider nicht staatlich gefördert, sie ist allerdings international anerkannt! Jedenfalls durch das australische Zertifikat. Und wir können jetzt im August diese Ausbildung durch Christoff Schneider, Permakultur-Lehrer, bei uns im Mienbacher Waldgarten / Selbstversorger-Akademie anbieten. Sie läuft vom 17. – 30. August und die Kursanmeldung sollte bis spätestens 3. August reinkommen um planen zu können.

Was wird in diesen 14 Kurstagen vermittelt???

PDC InhaltEinfach eben alles, damit wir für unsere Erde, für uns und unsere Nachkommen optimal wirtschaften können. Und was machen wir dann mit dieser Ausbildung?

Wir geben unser Wissen weiter, logisch. In Beratungstätigkeiten, Gartenanlagen planen und erstellen, Gründung von Gemeinschaftsgärten, Transition-Towns, Städteplanung, Aufbau des eigenen Hofes zum Permakultur-Hof und vieles weitere mehr. Es gibt ein enormes Betätigungsfeld für Permakulturisten und die Erde und die menschliche Gemeinschaft wird sie in Zukunft mehr brauchen denn je. Gaia_Bild_DAlles weitere zu diesem Kurs könnt Ihr gerne auf www.waldgarten.wordpress.com/permakultur-design-kurs/ nachlesen.

ZwiebelzopfDie Erntetätigkeiten sind ab sofort in vollem Gange, der 1. Zwiebelzopf hängt schon bei uns in der Sommerküche, auch bei den Kräutern ist jetzt höchste Zeit zur Ernte. Nicht nur für Tee´s, auch für eigene Gewürzmischungen ist das Trocknen der Kräuter vonnöten. Kräuter in der Sommerküche

Unsere Sommerküche jedenfalls hängt mittlerweile voller Kräuterbuschen. Der Duft ist einfach herrlich.

Auch die Pilzkulturen legen langsam los. Die ersten sind die Limonensaitlinge auf Stroh.

SchwammerlsaisonSo geht es munter weiter, die Arbeit, aber auch das Genießen geht nicht aus. Dieses Stück Unabhängigkeit schafft eine enorme Befriedigung und Zufriedenheit. Kommende Woche finden noch ein paar interessante Kurse bei uns statt, der Sensenkurs am Freitag, den 31.Juli, der Kurs Ernte verarbeiten am 01. August und der Kurs Wolle verarbeiten am 02. August. Auch diese Kurse und noch mehr findet Ihr auf www.mienbacher-waldgarten.de

Somit wünsche ich Euch noch eine tolle Erntezeit,

Eure Hanne

 

Veröffentlicht in Permakultur

Wie und womit beginne ich beim Permakultur-Garten?

Liebe Permagarten-Freunde,

die Auswahl meiner Themen zu diesen Blogeinträgen ist bisweilen schwierig, hab ich doch so viel im Kopf, dasWaldgarten ich Euch gerne zeigen möchte (und nicht immer die notwendige Zeit dafür). Manchmal Kleinigkeiten, kleine Elemente, die leicht in jedem Garten umzusetzen sind, manchmal gute Rezepte zur Selbstversorgung. Die heutige Frage hat mir gestern ein elfjähriger Junge bei einer meiner Führungen durch den Waldgarten gestellt und ich denke, sehr viele Menschen stellen sich dieser Frage, wenn sie sich bewußt geworden sind, dass Permakultur genau der richtige Weg ist, sich einen zukunftsfähigen Lebensraum zu erschaffen.

Wie also beginne ich, wenn ich einen Garten neu anlege.
Ein Permakultur-Prinzip lautet: Plane zuerst das Ganze und dann das Detail.
Ein weiteres Prinzip: Beobachte und handle
Also was beobachten wir? Richtig, das Wetter. Wir brauchen, um ein ideales Mikroklima zu schaffen, zuerst einen Windschutz. Besonders dort, wo die kalten Wind hereinwehen. Meistens ist dies die Ost-Seite des Grundstücks. Dies kann aber variieren! Als Windschutz eignet sich am besten eine Hecke. Aber bitte keine Thujenhecke. Die bringt weder uns noch einen ökologischen Nutzen. Eine Wildobsthecke muß her. Wildobst schmeckt gut, tut gut und bringt einen erhöhten ökologischen Nutzen durch die Fähigkeit Vögeln, Igel, Mardertieren (Wiesel, Mauswiesel, Iltis usw. ), Eidechsen und weiteren Kleintieren Unterschlupf zu bieten.

urlMacht Euren Garten, bzw. Hof zur Sonnenfalle! Windgeschützt, das heißt hohe Bäume kommen an die Nordseite, niedrige seitlich und nach Süden hin bleibt alles offen, bzw. kommen die niedrigeren Beerensträucher und natürlich die Gemüsebeete. Damit Euch Eure Sonnenfalle aber im Sommer nicht zu schnell alles austrocknet, achtet auf ein Licht-Schatten-Verhältnis, so wie in einem natürlichen Wald, natürlich einem lockeren Wald. In unserer gemäßigten Klimazone müssen wir mit dem Licht wirtschaften. Sind die Bäume und Sträucher bereits höher gewachsen wächst auch zeitgleich Jahr für Jahr das optimale Kleinklima. Das heißt, im Sommer haben wir eine angenehme Kühle durch die Verdunstung der Blätter, im Winter Windschutz vor eisiger Kälte. In einem optimalen Kleinklima überleben auch Pflanzen, die normalerweise bei uns nicht winterhart wären.
So können wir auch draußen Pflanzen kultivieren, wie: Wollmispel, Indianerbanane, Rosmarin, Dreiblatt-Zitrone, Feige, usw.Extensivbeet

Also, wir beginnen mit der Planung eines optimalen Mikroklimas für unseren zukunftsfähigen Lebensraum. Dann planen wir die Wasserversorgung unserer Intensivzone, den Bereich der Gemüsebeete und Topfkulturen, evtl. des Gewächshauses rund ums Haus. Dann kann mit er Einplanung von Permakultur-Elementen begonnen werden, wie z. B.: verschiedene Beetformen, Kräuterspirale, Sommerküche, Wurmfarm, Insektenhotel- bzw. Nützlingsbiotope, usw. Permakultur-Elemente sollten stets einen Mehrfachnutzen mit sich bringen.

Wichtig ist, diese Pflanzungen und den Bau der Elemente eigenhändig zu bewerkstelligen und sich bei größeren evtl. Erdbewegungen oder Bauwerken nur von einer Firma helfen zu lassen, aber nicht komplett machen zu lassen. Wir müssen in unser Gartensystem langsam hineinwachsen können. Es bringt keinem was, sich sein fertiges Permakultursystem in seinen Garten oder Hof packen zu lassen. Investiert in eine eigene Ausbildung, in eine gute Beratung, aber setzt es selbst um. Nur so könnt Ihr es zulassen, dass die Natur Euch selbst regulieren kann. Ein weiteres Permakultur-Prinzip. Macht Euch mit den Pflanzen vertraut. Hört zu. Erlebt die Erweiterung der Vielfalt, sowohl bei Pflanzen, als auch bei den Tieren. Diese schätzen nämlich auch das entstandene Mikroklima und helfen Euch ein ökologisches Gleichgewicht von Schad- und Nutztieren zu erreichen. So haben alle einen Nutzen davon. Jeder profitiert.
PusteblumeUm unserer Eingangsfrage noch tiefer auf den Grund zu gehen, dazu reicht mein Blog nicht aus. Sucht Euch in Eurer Umgebung Permakulturgärten. In Bayern steht Euch das bayerische PK-Netzwerk zur Verfügung unter www.permakultur-bayern.de. Fühlt Euch hinein (wenn Ihr an einer Führung teilnehmen könnt). Wir selbst bieten bei uns im Mienbacher Waldgarten eine 14-tägige Permakultur-Ausbildung an. Mit international anerkanntem Zertifikat. Nutzt diese Gelegenheit zu erlernen, wie zukunftsfähige Lebensräume aufgebaut werden (https://waldgarten.wordpress.com/permakultur-design-kurs/).
Zur Ergänzung kann ich Euch noch meinen 5-Tages Selbstversorger-Intensivkurs anbieten. Plätze wären noch frei, vom 13. – 17. Juli (https://waldgarten.wordpress.com/veranstaltungskalender/5-tages-selbstversorger-intensivkurs/).

Genießt diesen tollen Frühsommer, bringt Eure Gemüsepflanzen nach draußen, genießt die Wildkräuter, beobachtet und handelt und laßt die Natur Euch regulieren.1549355_738099026225087_1687617410_n

Somit verbleibe ich mit permakulturellen Grüßen,
Eure Hanne