Hannes Permagarten Blog

Aussaatzeiten und Tips für angehende permakulturelle Selbstversorger

Sommer, Sonne und Permakulturnetzwerktreffen 5. Juli 2017

Hallo liebe Permagarten-Freunde,Aria und Mimi2

bei uns in Niederbayern herrscht schon fast Hochsommer! Kaum Niederschlag seit Wochen, alles blüht, alles wächst, einfach herrlich! Naja, Regen könnte es schon mehr gewesen sein, aber was soll man ändern? Da ist es doch gut, dass die Beete so gut gemulcht sind!

MischkulturEin Highlight haben wir heuer bei uns in unserem Permakultur-Waldgarten. Das 8. bayerische Permakulturnetzwerktreffen incl. bayerisches Nutztier Arche-Treffen und weil das ja sowieso alles viel Arbeit ist zu organisieren, hab ich beschlossen, dass gleich alle Interessierten kommen sollen. Alle, die sich für Permakultur, für Naturgarten, für Nutztiere, für essbare Wildpflanzen und Wildblumen und Wildgemüse und Wildnisgarten pur, interessieren, in dem es immer etwas zu essen gibt! Tag der offenen Tür

Wir haben viele Fachvorträge, Infostände, Kunsthandwerkerstände, für Kinder ein Rate-Gewinnspiel, Kreistanz, einen offenen Bioladen, alles zu besichtigen und sich austauschen. Der Austausch soll an erster Stelle stehen! Unterhaltet Euch, lernt voneinander, habt Spaß!

Und weil wir im Mai einen Agnihotra-Kurs bei uns im Waldgarten hatten, wollen wir da natürlich auch dabei bleiben, bei der Ausführung dieser heilenden und reinigenden Zeremonie. Deshalb hab ich da noch zusätzlich einen Abend organisiert (Idee einer Kursteilnehmerin 😉 ) am 20. Juli, ab 18.00 Uhr, Kräuterwanderung mit Brotzeit und Agnihotrafeuer. Diese und weitere Kurse findet Ihr natürlich auf meiner Kursseite www.mienbacher-waldgarten.de.PyramideKräuterwanderung mit Agnihotra

Was sich sonst noch so tut im Waldgarten? Die Jungtiere sind schon fast wieder alle abgegeben, doch im Brutapparat liegen noch Eier!

Die ersten Marmeladen und Sirups sind eingekocht, das Johanniskrautöl steht auf dem Fensterbrett, ebenso die Liköransätze von Rose und schwarzer Johannisbeere. Im Solardörrer sind bereits die ersten Pilze gedörrt und der Sonnwendtee getrocknet. Die Pilze wachsen aber fröhlich weiter, weshalb der Dörrer bald wieder Arbeit bekommt! Hühnertraktor ohne Drahtnetz

Für den neuen Vorwerk-Hühner-Stamm baue ich gerade an einem versetzbaren Hühnergehege in größerem Ausmaß. Dieser soll bis zum Tag des offenen Waldgartens fertig sein. Ebenso sollen die ganzen jungen Kräuter- und Wildblumenpflänzchen jetzt dann endlich alle getopft werden. Ihr seht, es gibt immer viel zu tun!

JohannisbeermarmeladeEinen Großteil der Ernte möchte ich heuer gerne noch milchsauer einlegen. Hat irgendwer noch Zeit übrig, die er mir rüberbeamen könnte???Himbeeren

Mal sehen, was heuer noch alles geht, immer mit der Ruhe, sag ich mir dann selber wieder.

Auf alle Fälle wünsch ich Euch noch einen wunderschönen, erntereichen Sommer, vielleicht sehen wir uns ja bei mir im Garten?

Bis dahin liebe, permakulturelle Grüße,

Eure Hanne

 

 

Machen wir´s wie die Eichhörnchen! 16. September 2014

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

Bei jedem Gang durch den Waldgarten wird die Schubkarre voll. Hier mit Fall-Äpfel und geernteten Sonnenblumen

Bei jedem Gang durch den Waldgarten wird die Schubkarre voll. Hier mit Fall-Äpfel und geernteten Sonnenblumen

jetzt geht es absolut um´s Ernte einbringen. All die Mühe, die wir die letzten Monate in den Garten gesteckt haben, soll jetzt belohnt werden. Vieles ist ja bestimmt auch schon bei Euch in Gläsern, Flaschen, Beutel usw. gewandert, jetzt ist absoluter Endspurt. Die Apfelernte ist in vollem Gange, die Beete werden abgeräumt und auf den Winter vorbereitet, Mulchmaterial entsteht jetzt in Riesen-massen, aber es wird alles gebraucht! Zum Beispiel, um die Kartoffelbeete schon für nächstes Frühjahr aufzumulchen. Viel Arbeit können wir uns im Frühling sparen, wenn sie schon im Herbst erledigt wird. Auch die Wildkräuter haben jetzt die feuchtere Zeit genutzt, um noch einmal richtig durchzutreiben. Zusammen mit dem Gemüse und dem Obst ergibt das sehr kräftigende und vor allen Dingen leckere Smoothies!

Was wir jetzt im Garten zu essen finden:

Einmal durch den Garten und schon sind wir satt. Das ist der Optimalfall. So wie es in einem permakulturell angelegten Obst-Waldgarten sein soll. Die Bäume hängen voll! Zwetschgen, Äpfel, Birnen (späte), Quitten, Wildobst wie Schlehen, Weißdorn und Hagebutten, Herbsthimbeeren, Aronia, natürlich das ganze Herbstgemüse, wie Karotten, Sellerie, Tomaten, Paprika, usw. Ihr wißt es ja selber, was in Euren Gärten so wächst! Wichtig ist, an den Wintervorrat zu denken. Also das Fallobst wird zu Mus, Saft oder Most und Essig verarbeitet, Chutneys, diese süß-scharfen Soßen sind vielfältig herzustellen, aus allen möglichen Obst- und Gemüsesorten, Paprika, rote Bete, Chilis und weiteres Gemüse kann knackig in Essig eingelegt werden. Jetzt ist auch die Zeit von leckerem Apfelstrudel und Maultaschen. Die Kartoffeln müssen auch aus der Erde! Nichts ist leckerer als frisch geerntet Kartoffeln, gekocht als Pellkartoffeln ganz einfach mit Butter und Salz. Die einfachsten Gerichte sind, wie fast überall, die Besten.

Ebenso überrascht auch das Inkagemüse. Von Hörnchenkürbis bis Tomatillo, von Schwarzenbeere bis Yacon, von Litchitomate bis Oca. Wer mehr darüber wissen möchte, in meiner Mienbacher Waldgartenzeitschrift findet Ihr eine ausführliche Beschreibung davon und natürlich noch viel viel mehr zum Thema Permagarten. Oben in der Leiste unter „Meine Publikationen“ könnt Ihr diese Zeitschrift einfach bestellen.

Ernte einfahren! Hier die Tomatenvielfalt mit Zucchini´s

Ernte einfahren! Hier die Tomatenvielfalt mit Zucchini´s

Aktuelle Rezeptanregungen:

So einfach geht Apfelstrudel: 300 g Mehl mit einer prise Salz und 1/8 l Wasser zu einem einfachen Teig verkneten. Diesen etwas im Kühlschrank ruhen lassen, dann dritteln und dann das erste Drittel ganz dünn ausrollen. Dann Sauerrahm auf dem ausgerollten Teig verstreichen und mit kleingeschnittenen Apfelstückchen, die mit Zimt und Zucker gewürzt sind, dünn belegen. Wer mag kann auch noch getrocknete Weinbeeren und/oder Nüsse dazumischen. Das Ganze zusammenrollen und in eine mit flüssiger Butter versehener Bratreine legen. Mit den beiden anderen Dritteln genauso verfahren. Die Strudel mit der geschmolzenen Butter bestreichen und ab in die Röhre, bei 180 Grad ca. 40 Min. Die Strudel sollten eine schöne goldbraune Farbe angenommen haben. Wer es nicht ganz so trocken mag, der kann, wie meine Oma, die Strudel noch mit einer Eier-Milch-Mischung aufgießen, bevor das Ganze in den Ofen kommt. Dazu noch Vanillesoße und schon gibt es ein Festgeschmause vom Feinsten!

Diese Strudel können auch mit Apfel-Kürbis, mit kleingeschnittenem Gemüse, mit Pilzen usw. gemacht werden. Billig, einfach, lecker.

haltbarmach almanachWer noch einige Anregungen zum Haltbarmachen braucht, der kann sich den Haltbarmach-Almanach zulegen. Für nur 8 Euro steht da alles drin, was Mann/Frau zum einmachen, einsalzen, dörren, in Essig einlegen und und und, alles wissen muß. Zu beziehen jetzt auch unter http://www.waldgartenprodukte.de bei mir im Online-Shop.

Was jetzt im Garten zu tun ist:

Natürlich sollten die Baumscheiben frei sein, um besser an das Fallobst zu gelangen.

Die abgeernteten Beete können noch mit Gründünger eingesät werden oder schon aufgemulcht werden, um über den Winter brach zu liegen. Wer Mist von eigenen Tieren zur Verfügung hat oder vom Bauern des Vertrauens, kann diesen schon unterarbeiten, um die lieben Tierchen, die Würmer und Kleinstlebewesen im Boden, Zeit zu geben bis zum Frühling, um die Erde für die nächste Kultur vorzubereiten. In der Permakultur wenden wir den Boden NICHT! Wir mulchen auf. Der nackte  Boden sollte auf keinen Fall der Sonne ausgesetzt sein. Auf einem meiner Hochbeete habe ich auf der Oberfläche den Hühnermist aus den Kükenställen verteilt. Jetzt ist ganz dick der Weizen aufgegangen und bedeckt komplett das ganze Beet. Desaster? Oh nein, jetzt gibt es Weizengrassaft in Hülle und Fülle! Der Weizen wird im Frühling noch einmal abgemulcht und schon kann wieder gepflanzt werden.

Abgeerntetes Kartoffelbeet wird mit Waldstaudenkorn eingesät. Eine ursprüngliche Getreideart, auch Bergroggen genannt.

Abgeerntetes Kartoffelbeet wird mit Waldstaudenkorn eingesät. Eine ursprüngliche Getreideart, auch Bergroggen genannt.

Jetzt ist auch gerade noch Zeit Wintergetreide einzusäen. Wir haben uns heuer für das Waldstaudenkorn entschieden. Allerdings braucht dieses 2 Jahre Kulturzeit. Noch dazu ist dies eine optimale Bodenkur. Ich werde Euch weiter darüber berichten. Dies geht allerdings auch mit Winterweizen und Wintergerste!

Bauen und Heimwerken im Selbstversorgergarten:

Wenn wir schon mal beim Thema Eichhörnchen und Ernte sind, dann legen wir uns doch eine optimale Erdmiete an. Unsere Keller sind meist zu warm und die Keller von den Oma´s und Uroma´s existieren leider oft nicht mehr. Diese optimalen Kartoffelkeller hatten noch einen gestampften Lehmboden, der die Bodenfeuchtigkeit abgab und überschüssige Feuchtigkeit aufnahm. Da hielt das Gemüse optimal. Heute müssen wir uns anders behelfen, denn der Bau von gr0ßen Erdkellern ist meist schon aus Platzgründen nicht zu bewerkstelligen. Wie auf dem Bild zu sehen, braucht im einfachsten Falle lediglich eine Metalltonne

Erdmiete

Erdmiete

oder alte ausgebaute Waschmaschinentrommel mit Rüben, Kartoffeln oder anderem ungewaschenem Wintergemüse gefüllt zu werden und in die Erde eingegraben zu werden. Kunststoffgefäße können von Wühlmäusen durchgefressen werden, also ist davon eher abzuraten. Wer mehr Gemüse einlagern möchte, der schaufelt sich ein größeres, rechteckiges Loch, stabilisiert die Seiten mit Schalungsbrettern und der Boden wird mit einem festen Drahtgitter als Mäusschutz ausgelegt. Als Puffer kann mit Walnußlaub ausgepolstert werden, dann mit Gemüse befüllt, eine Schicht Stroh obenauf, mit Brettern zugedeckt und als Frostschutz noch einmal, wie auf dem Bild, Strohballen darauf geschichtet. Wer das Stroh noch als Tiereinstreu verwenden möchte, der deckt diese mit Plane ab, wer es zum mulchen im nächsten Frühjahr verwenden möchte, der kann dies unterlassen.

Einfach, billig, effektiv.

An frostfreien Tagen kann dann jeweils Gemüse entnommen werden.

Was es sonst so im Permagarten gibt und ich Euch nicht vorenthalten will:

Heuer finden noch einige Kurse in unserer Selbstversorger-Akademie statt, zu den Themen: Seife sieden, Hausmittelchen herstellen, Naturkosmetik herstellen, Bäume richtig schneiden, … Schaut einfach mal rein unter http://www.mienbacher-waldgarten.de

Am 5. Oktober findet die letzte offizielle Führung im Waldgarten, im Rahmen der Tag der Regionen, statt. Die nächsten Gelegenheiten zu Führungen gibt es dann erst wieder ab Mai 2015.

 

Die letzte Schur vor dem Winter. Unser Angorahase Tristan. 50 g Wolle von ihm und 50 g Wolle von seiner Frau kann ich jetzt über den Winter schon mal verarbeiten.

Die letzte Schur vor dem Winter. Unser Angorahase Tristan. 50 g Wolle von ihm und 50 g Wolle von seiner Frau kann ich jetzt über den Winter schon mal verarbeiten.

Somit wünsche ich Euch eine tolle bunte, abwechslungsreiche Herbstzeit mit vielen leckeren Schlemmereien,

Eure Hanne

 

Höchste Zeit für die Paprika, um in die Gläser zu wandern.

Höchste Zeit für die Paprika, um in die Gläser zu wandern.

Kunstwer in den Johannisbeersträuchern entdeckt. Die Künstler: ein Wespenvolk.

Kunstwerk in den Johannisbeersträuchern entdeckt. Die Künstler: ein Wespenvolk.

Der Eisperlensalat blüht. Dieser Salat hat sehr saftige, eher nach Gurke schmeckende, erfrischende Blätter und gehört zur Familie der Mesambrantus-Gewächse. Hoffentlich bekomm ich davon noch Samen!

Der Eisperlensalat blüht. Dieser Salat hat sehr saftige, eher nach Gurke schmeckende, erfrischende Blätter und gehört zur Familie der Mesambrantus-Gewächse. Hoffentlich bekomm ich davon noch Samen!

 

 
Mienbacher Waldgarten

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