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Ein Waldgarten-Kreislauf

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

heute möchte ich Euch über meine momentane Hauptarbeit im Waldgarten beriIMG_20191121_111336chten. Es ist Herbst, heute hatte es sogar bereits den ersten Schnee! Wir sind am Auslichten! Das heißt, unsere „Opferbäume“ die verantwortlich sind für das Mikroklima im Garten, die uns den Hang halten, die den Wind bremsen, sind mittlerweile zu hoch geworden und nehmen uns viel Licht. Das heißt, wir setzen sie auf Stock. Da wir einen Nordhang bewirtschaften, ist das Thema Licht existenziell! Ein ganzes Beet Tomaten ging mir heuer komplett kaputt, da es ihnen im Schatten zu feucht wurde. Sie konnten nicht mehr abtrocknen und vielen viel zu schnell der Braunfäule zum Opfer. Auch wird der Platz für Gemüse bereits ein Thema, da sich Weide, Hartriegel, Ahorn und co. doch sehr viel Platz einverleibt hatten. Ja, und was machen wir nun mit dem geschnittenen Holz?

Ganz einfach. Die dünnen Zweige kommen in den Häcksler und die dickeren Stämme werden im nächsten Sommer verkohlt. Mit dieser Kohle ergänzen wir das Futter unserer Hühner gegen Kokzidien. Außerdem streuen wir die Kohle direkt ins Häckseleinstreu in den Hühnerstall. Die HÜhner bekommen nämlich auch die Holzhäcksel als Einstreu. Dazu noch Gesteinsmehle und schon wird die Kohle im Hühnerstall, durch das zusätzliche Scharren der Hühner, aktiviert. Aktiviert heißt  in diesem Fall, die Kohle saugt sich mit dem Dünger der Hühnerkacke voll! Nur so, kann sie später im Boden beste Dienste leisten. Werden die Ställe ausgemistet, wird das Ganze Gemisch im Intensivkompost nochmal 6 Wochen mit anderen organischen Materialien vermischt und bearbeitet. Dieses Gemisch aus den Hühnerställen kann während der warmen Sommermonate auch direkt auf die Beete aufgebracht werden. Aber bitte nur innerhalb der Sommermonate, wo die Aktivität des Bodenlebens in vollem Gange ist, und bitte auch nur auf die Beete, die mit Starkzehrern bepflanzt wurden oder werden. Kommt über die Wintermonate zuviel Frischmist auf die Beete, dann kann der Boden das nicht verarbeiten und es kann zu einem Ungleichgewicht kommen. Im Herbst deshalb die Beete „nur“ mit Laub abdecken!

Weiter beim Thema Kohle: die Kohle ist so wichtig im Boden, da sie Rückzugsort für die Mikroorganismen ist. Das heißt, in schlechten Zeiten können sich diese in die Kohle zurückziehen und überleben dadurch. In guten Zeiten könne sie dadurch sofort wieder aktiv werden! Der Boden ist dadurch schneller und besser im Gleichgewicht und kann auch mehr CO2 speichern, dadurch. Auch speichert er das Wasser besser und wirkt wie ein Schwamm. Wird jedoch die Kohle unaktiviert in den Boden eingebracht, kann die Kohle Stickstoff aus dem Boden ziehen und der Boden verarmt dadurch nur noch mehr. Also: bitte die Kohle vorher aktivieren durch: 1. 4 Wochen in Urin oder reinem IMG_20191011_103359Hühnermist mit Gesteinsmehlen durchziehen lassen. 2. In einen frisch aufgesetzten Intensivkompost die Kohle gleich mit einarbeiten oder 3. die Kohle regelmäßig auf den Extensivkompost mit den Küchenabfällen und mit Mist aufbringen und dort mind. 3 Jahre lagern inkl. des einjährigem Wendens des Extensivkompostes. oder 4. gleich kleingestampft den Hühnern mit verfüttern oder in die Wurmfarm streuen.

So kann die aktivierte Kohle dann ausgebracht werden und als Superbooster für die Pflanzen fungieren. IMG_20191119_111445

Und was machen wir mit den restlichen ganzen Häckseln unserer Bäume? Die werden jetzt im Herbst als Anti-Matsch-Rutsch-Hilfen auf die Wege und in die Gehege der Hühner gestreut. So haben wir sichere Wege und die Tiere trockene Füße.

Der Kreislauf der Bäume schließt sich mit dem bestens gewachsenen Gemüsen wieder, die wir dann als wertvolle Lebensmittel auf unseren Tellern haben.

IMG_20191113_181933Und noch was kann man mit den wertvollen Stangen machen, die man bekommt, wenn die Bäume regelmäßig auf Stock gesetzt werden. Man kann Wildholzmöbel bauen. Ja, gut, Fachfrau im Wildholzmöbel bauen bin ich nun keine, aber ich steh total auf so urige windschiefe Geschichten. Und weil ich auch noch gerne upcycle, hab ich mir einen Schrank aus Weidenstangen und alten Schubläden gebastelt. Meiner Fanny gefällt es schon mal!

Deshalb wieder einmal mein Aufruf: Pflanzt Waldgärten, wenn Ihr in Zukunft gutes Essen und einen guten Lebensraum haben wollt!

Eure Hanne vom Mienbacher Waldgarten

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10 Jahre Permagarten-Blog

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

eigentlich bin ich ja schon wieder viel zu spät dran! Doch irgendwann fällt es auch mir auf. Diesen Blog gibt es nunmehr bereits seit 10 Jahren! Oh mann, wie die Zeit vergeht!

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Wie dieser Blog begonnen hat? Nun, es war der Beginn meiner offiziellen Ausbildungszeit als Permakultur-Designerin. Offiziell deswegen, weil ich bereits vorher schon Kurse gegeben habe und bereits vorher Permakultur ein Teil meines Lebens war. Die Ausbildung allerdings im Sept./Okt. 2009 bei Christoff Schneider auf dem Höllbachof war dann nochmal ein riesiger Ruck. Es hat mich so bewegt, was weltweit möglich ist, dass ich ab da total aktiv wurde. Es wurde das Permakultur Netzwerk Bayern gegründet. Es wurde ein Permakultur-Stammtisch gegründet, der Mienbacher Waldgarten wurde in Angriff genommen, bzw. ab Mai 2010 von mir bewirtschaftet, die Selbstversorger-Akademie gründete sich dann 2013, ebenso die Nutztier Arche. Ewig war ich am Bauen, am Tüfteln, am Werkeln.

Jetzt, 10 Jahre später, bin ich 2 x mit meiner Familie umgezogen, immer näher zum Waldgarten gerückt. Ein Pflegekind hat unsere Familie bereichert, 2 Hunde, die Arbeit wurde immer mehr. Das hat aber gepasst, denn die Kinder werden größer und somit kann man sich wieder Neuem zuwenden. Auf 6 eigene Publikationen hab ich es bereits gebracht und 2 Themenhefter mit Artikeln von mir, die in der Kent-Depesche, mehr wissen – besser leben, veröffentlicht wurden. Der 3. Band ist bereits in Bearbeitung zum Thema: „Was unsere Omas noch alles selber machen konnten“. Ich hab oben im Reiter einen Überblick unter “ Meine Publikationen„.

Mit viel Glück kann ich diesen Winter meine Diplomarbeiten der Permakultur abschließen, denn viele neue Projekte warten bereits auf ihre Umsetzung. So möchte ich auf unserem neuen Hof, auf dem wir wohnen, mit einigen Mitstreiterinnen die soziale Landwirtschaft (Permakultur) mit einer Großtagespflege für Kinder und Seniorenbetreuung umsetzen. Das Konzept der sozialen Landwirtschaft verbindet Tier und Mensch. Zusammen mit unserem Mehrgenerationen-Wohn-Konzept auf dem Hof bildet es die neue Art des Zusammenlebens. Dazu aber mehr in den nächsten Blogeinträgen.

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Rückwirkend sind die letzten 10 Jahre wie im Fluge vergangen. Wenn man wirklich Spaß hat, an dem was man tut, dann braucht man auch keine Auszeit. Ich möchte Euch damit ermutigen, das zu tun, was Euch wirklich Spaß macht und vor allen Dingen aber auch erfüllt! Geht raus in die Natur und baut Waldgärten, Naturgärten, soziale Lebensräume, erdet Euch, baut Euer Gemüse und Eure Kräuter wieder selbst an, baut Nützlingsbiotope, beobachtet die kleinen Nützlinge, sorgt Euch um Eure Mitmenschen, verbindet Jung und Alt, Mensch und Tier, damit wir nicht alle plötzlich abheben und meinen die Kuh wäre wirklich lila und die Eier kommen aus dem Supermarkt. Laßt die Natur wieder Teil von Euch werden und ernährt Euch mit Wildkräuter, Wildobst, und Angebautem aus Euren Gärten. Ja, es macht Arbeit, aber ich keine kein erfüllenderes Gefühl, als im Herbst eine volle Speisekammer vorzufinden. Tut es einfach und tut es Jetzt!

Eure Hanne

PS: Heute muß noch eine Sektflasche dran glauben!

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Pflanzenlistenheft aktuell und neues Tiny House

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

irgendwie liegt jetzt gefühlter Frühling in der Luft. Die ersten Saaten von Paprika und Chili sind in der Erde, draußen zwitschern bereits die Vögel, obwohl bei uns noch Schneereste rumliegen. Doch ich seh bereits von vielen die Schneeglöckchenbilder in den Social Medien. Den Winter hab ich wieder genutzt und hab das Pflanzenlistenheft,Titelbild das ich bisher in DinA5 mit 60 Seiten angeboten habe gründlich überarbeitet und bringe es bis Anfang März als DinA4 Ausgabe mit 72 Seiten und in Farbe heraus. Ok, es wird dadurch auch teurer, aber ihr könnt damit auch wesentlich besser arbeiten! Die Listen erstrecken sich von Gemüse, Getreide und Pseudogetreide, Pilzkulturen und Gründüngepflanzen über Teekräuter, Pflanzen für die Hausapotheke, Fruchtertragsbäume – Obstbäume und Nüsse, Wildobst und Beeren, Kulturbäume mit essbarem, dauerhafte Gemüse und Wildgemüse, Kräuter und Gewürzpflanzen. Dazu noch einige Infos rund um den Gartenbau und die Permakultur im Speziellen. So ist es ein richtiges Arbeitsheft geworden! Bestellen könnt Ihr es bereits oben unter Publikationen oder in meinem Waldgartenshop unter http://www.waldgartenprodukte.de. Mit der Vorauszahlung unterstützt Ihr uns bei der Finanzierung, die Auslieferung erfolgt ca. Anfang März.

Ihr wißt doch noch bestimmt, dass wir mit dem Gedanken gespielt haben in ein Tiny House zu ziehen. Ok, es ist nichts geworden, weil wir kein eigenes erschlossenes Grundstück  und wir in Deutschland Anschlußpflicht haben. Doch die Firma, mit der wir diesen Plan umgesetzt hätten, hat jetzt ein ganz tolles Teil herausgebracht. Ein modernes Tiny House, als Basismodell oder mit Ikea Einrichtung. Natürlich alles gedämmt und alles aus Holz  mit Tüv-Zulassung und allem drum und dran. Mit diesem tollen Tiny House kann man entweder durch die Gegend ziehen oder sich aber auch fest niederlassen, es hat alle erforderlichen Anschlüsse.

Ich zeige Euch einfach hier mal die Bilder, doch wenn Ihr mehr über diesen tollen Familienbetrieb erfahren möchtet, oder Euch das Tiny House in der Praxis anschauen wollt, dann müßt Ihr entweder zu uns nach Niederbayern oder im Netz schauen unter www.tiny-houses.info.Vielleicht plant Ihr ja auch bald Euer unabhängiges Leben im fahrbaren Tiny House ;-).

Hier auf alle Fälle mal die Kostenkalkulation, damit Ihr auch wisst, wovon ich hier spreche:Pletz kalkulation

So, nun wünsche ich Euch noch frohes Aussäen Eurer Paprika, Peperoni und Chili und bald auch der Physalis, Auberginen, Artischocken, Tomaten, Tomatillos, usw. Denkt dann bitte auch an die ersten Salate für Frühbeet oder Gewächshaus, die Kohlrabi, die Blumenkohl, den Asiasalat usw. Also, an die Samen, fertig, los! Jede Menge von samenechten Sämereien findet Ihr bei mir im Online-Shop unter http://www.waldgartenprodukte.de. Das Saatgut aus unserem Waldgarten ist besonders robust, da unser niederbayerischen Nordhang schon seine Launen hat!

Bis bald hier im Permagarten-Blog,

Eure Hanne

 

 

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Ein Garten wird zum wilden Urwald

Hallo liebe Permagarten – Freunde,

es gibt viel zu tun momentan, deswegen entschuldigt bitte, dass ich im Mai nichts von mir hören hab lassen. Es ist zur Zeit wirklich paradiesisch und wir sind schon voll am Ernten! Banner-nutzgarten-160x600

Ich möchte Euch gleich noch auf den Nutzgarten-Onlinekongress hinweisen, der vom 14. bis 21. Juni läuft. Dort wird unter vielen weiteren Fachleuten, auch ein halbstündiges Interview mit mir dabei sein. Wenn Ihr also Lust habt, mich und z. B. noch Dr. Markus Strauß, Sepp Holzer, Michael Hartl und Lisa Pfleger, Karl Ploberger und viele viele weitere mehr zu sehen und zu hören, dann macht mit!

Mir wächst zur Zeit bereits wieder alles um die Ohren, und über mich hinaus usw. Doch es ist herrlich. Die Beerenzeit beginnt mit Maibeeren, Erdbeeren und Felsenbirn“beeren“. MaulbeereAuch die Maulbeeren werden reif und als Hühnerselbstfütterungssystem sieht man in den Hühnergehegen momentan die Hühner sehr sportlich hochspringen! Die mittleren Maulbeeren sind für uns und die oberen gehören den Amseln und Drosseln. Und die sind wirklich fleißig! So ist immer genug für alle da 😉Glucke mit 6 Küken

Das sollte generell im Garten auch immer bedacht werden. Alles so pflanzen, dass genug für alle da ist! Sowohl für uns, als auch für die Schnecken, die Igel, die Eidechsen, die Wildbienen und Hummeln, die Florfliegen, Marienkäfer, Ohrwürmer, Schmetterlinge, Vögel usw. Sobald man jedoch die Jagd eröffnet, z. B. mit Schneckenkorn, verändert man das sich selbst enfaltende ökologische Gleichgewicht und Druck erzeugt ja bekanntlich Gegendruck. Mit diesen Giftstoffen werden nämlich auch natürliche Feinde der spanischen Wegschnecke erlegt. Der Tigerschnegel und die Weinbergschnecken. Natürlich dauert es, dieses ökologische Gleichgewicht aufzubauen. Es braucht auch viel Geduld, wenn sich da Horden von Schnecken über die geliebten Pflänzchen hermachen. In der Übergangszeit ist es deshalb auch gut Pflanzen in den Garten zu holen, an denen die Schnecken kein Interesse haben. Wie z. B. die mauretanische Malve oder die chin. Gemüsemalve, die sich auch hervorragend als Salate eignen. Auch Ringelblumen sind toll, ausdauernde Kresse, Haferwurz, Rucola usw. Außerdem bieten sich ja noch alle Wildpflanzen an. Der Löwenzahn und über den Sommer der Wiesenpippau, der reichlich blüht und Blätter treibt. Eine Salatvariation die vom Geschmack an Zichoriensalate erinnert.

Übrigens solltet Ihr jetzt im Juni auch schon wieder an den Herbst denken! Die Herbstsalate sind dran mit der Aussaat. Endivien, Zuckerhut, Chinakohl usw.

Ihr bekommt jetzt hier einfach noch ein paar Waldgartenimpressionen in Bildform. Das ist doch Ok, oder?

Genießt den Sommer und vielleicht habt Ihr ja auch mal Lust einen Kurs oder eine Waldgartenführung bei mir zu besuchen. Ihr findet dazu alle Infos auf www.mienbacher-waldgarten.de

Eure Hanne

 

 

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Der Januar im Gartenjahr

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

in ganz Deutschland ist es jetzt, Anfang Januar, noch ziemlich mild. Sogar das Gras fängt schon wieder an zu wachsen! Trotzdem, der Winter kommt noch ganz bestimmt! Es macht keinen Sinn im matschigen, aufgeweichten Boden zu arbeiten, außer zu mulchen, das macht immer Sinn!

Kräuterspirale
Kräuterspirale eingepudert im Dezember

 

Also, was machen wir jetzt im Januar?

  • Saatgut sortieren. Über das Jahr hin, hat sich doch einiges an Saatgut, dass wir von unseren Pflanzen im Garten genommen haben, angesammelt. Was brauchen wir selbst zur Weiterkultivierung und was können wir entbehren? Das Zuviel an Saatgut findet innerhalb von Gartengruppen, Tauschkreisen, Transition-Initiativen, Gemeinschaftsgärten bestimmt jede Menge Abnehmer! Regionales Saatgut ist das beste Saatgut! Desweiteren sollten wir die Samen, die wir selbst noch benötigen, dem Aussaatzeitpunkt entsprechend sortieren. So vergessen wir nichts.
  • Saatgut, das uns noch fehlt, besorgen. Entweder regional eintauschen innerhalb Saatgutbörsen, oder bei der Firma Deines Vertrauens bestellen. Achtet auf samenechtes Saatgut. Firmen wie Dreschflegel Saatgut, Bingenheimer oder Reinsaat, Grüner Tiger oder Biosaatgut, Arche Noah Österreich oder vielen weiteren, die mittlerweile Qualitätssaatgut samenecht anbieten.
  • Es macht wenig Sinn bereit mit der Aussaat zu beginnen. Einige nehmen Kunstlicht zu Hilfe, doch wo ist der Kosten-Nutzen-Faktor? Es reicht völlig aus im Februar mit Paprika und Chili zu beginnen.

    Chiliesaatgut
    Saatgut aus getrockneten Chilies. Immer an Handschuhe denken!
  • Die Planung der Beete ist jetzt im Januar ideal. Hinsetzen und die Mischkultur-Planung angehen. Was passt zu wem? Fruchtwechsel in Betracht ziehen, wo sollte Gründüngung eingesät werden? Was kommt in die Intensivbeete, was in die Extensivbeete? Ist im Frühbeet alles abgeerntet, um im Februar/März mit den neuen Ansaaten und Pflanzungen zu beginnen? Wo braucht der Boden neues Futter? Wo bekommen wir genug Mulchmaterial für alle Beete, damit sie im Frühling nicht zu nackt daliegen? Dies alles sind Planungen, die sehr wichtig sind. Der Frühling überrollt uns sonst mit Arbeit, oder es läuft wieder planlos wie jedes Jahr.
  • Und dann brauchen wir ja auch noch Zeit, einfach nur vor uns hinzuschauen und zu visionieren. Wie wird unser Garten wohl 2018 gedeihen? Wie verarbeiten wir heuer unser Erntegut? Was war 2017 nicht so gut und können wir 2018 besser machen? Auch diese Überlegungen sind sehr sehr wichtig und nicht zu unterschätzen!

Na? Habt Ihr Euch wiedergefunden in diesen Tätigkeiten?

Zeitschriften
Die bisher erschienen Waldgarten-Zeitschriften und Themenhefter mit Artikelsammlungen

Was ich so mache jetzt im Januar? Ich schreibe an einem Ideen- und Arbeitsheft zur Permakultur im Hausgarten. Wie man ganz einfach, mit einfachen Mitteln, einen zukunftsfähigen Lebensraum schafft, der uns einen guten Beitrag zu unserer gesunden Ernährung liefert. Im März soll es bestellbar sein, ich muß mich also ranhalten? Bei welchem Verlag dies erscheinen wird? Im Eigenverlag des Mienbacher Waldgartens. Schaut einfach oben auf Publikationen, da seht Ihr die bisher erschienen Ausgaben der Waldgartenzeitschriften.

Kuschelhasen
Abordnung der Schmusehasen

Derweil geht es meinen Tieren in der Nutztier Arche Mienbacher Waldgarten wunderbar. Der neue Sperber-Zuchtstamm hat bereits mit dem Eier legen begonnen, die Kaninchen fühlen sich wohl in den neuen großen Ställen, die Jungtiere der blauen Bresse Gauloises wachsen gut heran, auch unsere Mimi, die zukünftige Zuchtsau der schwalbenbäuchigen Mangalitza wächst und gedeiht und ist furchtbar schmusig!

 

Auch unsere Aria, die junge altdeutsche Hütehündin fügt sich langsam aber sicher ins

Wally und ARia
Vorne Wally, hinten Aria

Waldgartensystem ein. Noch ist sie sehr verspielt, doch es klappt immer besser, auch dank unserer Wally, die sie unter ihre Fittiche genommen hat.

 

So, nun wünsche ich Euch aber auch genug Zeit einfach dazusitzen und zu visionieren, wie Euer Garten denn in Zukunft aussehen soll.

Einen ruhigen Januar, mit permakulturellen Grüßen,

Eure Hanne

 

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Neue Projekte und alles Permakultur

Hallo liebe Permagarten-Freunde,

Erdbeeren und Endiviengedanklich bin ich ja bereits in der „Winterarbeit“, nämlich an der Büro-Schreibarbeit. Aber ich hab noch einige Kurse zu halten (bis Ende November), einiges Saatgut zu nehmen und den Garten noch in vollen Zügen zu genießen! Die letzten Tage waren einfach herrlich. Morgens bezaubernder Nebel und bis Mittag noch herrlich warm und sonnig. Die Rüben sind noch in vollem Wachstum! Die Junghühner haben derweil im Gewächshaus die Pflanzen abgeerntet.

Junghühner im GWH2Projekte hab ich so viel im Kopf, dass ich froh bin, wenn ich jetzt eins nach demjunghühner anderen angehen kann. Zuerst einmal nimmt der Gemeinschaftsgarten in Landau/Isar, der Mitanand-Garten, langsam Formen an, zumindest auf dem Papier. Viel Planungstreffen, unterschiedliche Schriftsätze und viel ehrenamtliche Arbeit stecken da dahinter, und das, obwohl noch garnichts praktisch vor Ort passiert ist! Ihr könnte ja mal reinschauen, auf http://www.landauimwandel.wordpress.com werdet Ihr mehr finden.

Dann möchte ich ja jetzt endlich diesen Winter die Diplomarbeit zur Permakultur beginnen. Die 10 Projekte hab ich, jetzt muß nur noch alles auf Papier! Nur, das ist ein Wort, dass ich zu gerne benutze.

Doch am meisten spukt mir unser Wohnprojekt im Kopf herum. Im letzten Blogeintrag

Geländeplan
Der Mienbacher Waldgarten mit eingezeichneten Bauwägen, Garage, Komposttoilette und Schafstall

hab ich Euch doch berichtet, dass wir eine Zimmerei besucht haben, die tolle Wohn-Bauwägen herstellt. Wir sind jetzt definitiv in der Planungsphase. Es sind zwar die Stimmen da, die sagen: „Du mußt Dein Lebtag abbezahlen“ (zum selber bauen hab ich zu wenig Zeit und zu wenig Erfahrung), „warte bis etwas im Dorf frei wird“ (dazu muß ich warten bis jemand stirbt!), „meinst Du nicht Ihr bräuchtet mehr Platz?“ Ja, das mag schon alles stimmen. Doch warten heißt weniger Lebenszeit im Garten zu verbringen. Warten heißt, den Kindern ein natürliches Leben vorenthalten (sie wachsen sooo schnell heran!), Warten heißt, weiter zu hoffen, weiter Fahrtzeiten zwischen Wohnung und Garten einplanen, zerrissen sein im Spagat zwischen Familie und Arbeit. Mein Garten ist nämlich nicht nur mein Hobby, nein, er ist mein Beruf, meine Lebensgrundlage. Deshalb jetzt der Entschluß, ja, wir werden es wagen mit einer 5-köpfigen Familie in Bauwägen zu ziehen! Autark, leben, wie es in den Büchern von Anastasia (Wladimir Megre) beschrieben ist. Leben und Wohnen in der  Natur ohne Betonboden unter uns. Die Zimmerei arbeitet bereits am Angebot. Vielleicht kennt ja wer, der wen kennt, der uns mit der Finanzierung unterstützen könnte. Ein Privatinvestor, der Interesse hätte, statt Zinsen lieber frisches Obst und Gemüse während der Saison zu bekommen. Und natürlich monatliche Rückzahlungen. Mietkauf quasi mit Ernte, Rüben u. KrautNaturalienpaketen. Keine Bank kann solche Geldanlagen bieten!

Und last but not least kommt diesen Winter noch ein Projekt mit dazu.

Kürbisschlachtung
Herbstliches Schlachtfest

Selbstverständlich werde ich wieder eine Ausgabe der Mienbacher Waldgartenzeitschrift herausgeben. Geplant ist ein Ideen- und Arbeitsheft für die permakulturellen Möglichkeiten im Hausgarten zur größtmöglichen Selbstversorgung. Es soll die optimale Ergänzung zu meinen 1-Tages-Kursen werden, damit nichts vergessen wird und man seine Ideen dort auch noch zusammenfassen kann. Da freu ich mich schon richtig darauf!

In der Garten Weden Zeitschrift wird im Dezember mein vorerst letzter Artikel erscheinen. Die Serie: „Was unsere Omas noch alles selber machen konnten“ der Kent Depesche wird mit einem 3. Themenhefter abgeschlossen. Dazu fehlen mir aber noch mind. 7 Artikel! Die kommen demnächst heraus. Mal sehen, vielleicht findet Ihr im kommenden Jahr auch in der Natürlich gärtnern vom OLV Verlag mal wieder den ein oder anderen Artikel von mir! Die Arbeit geht nicht aus, das habt Ihr bestimmt bemerkt, oder? Ach ja, die Kurse für 2018 stehen auch schon alle fest! Die könnt Ihr auf http://www.mienbacher-waldgarten.de im Veranstaltungskalender einsehen.

Einhorn mit Ladung
Erntewagen

So, und jetzt bin ich bei der Aufzählung meiner Arbeit ins Schwitzen gekommen. Dabei sollten die neuen Hasenställe heuer auch noch fertig gestellt werden! Schöne große Gemeinschaftsboxen für ein kaninchengerechtes Leben. Das Baumaterial besorg ich morgen, gebaut wird dann nächste Woche! Wenn alles gut läuft, dann bekommen die deutschen Sperber auch noch einen schöneren optimaleren Stall, der für die rote Vogelmilbe uninteressant ist. Das ist für den nächsten Sommer dann wieder wichtig!

Ich wünsch Euch auf alle Fälle einen tollen Herbst! Räumt noch rein, was Essbares in

Yacon
Yacon, ein Inkagemüse

den Beeten ist und nicht draußen bleiben kann! Meine Yacon zum Beispiel werde ich die nächsten Tage auch aus dem Topf nehmen, die Wurzeln ernten, die Brutknollen wieder topfen und einwintern. Man weiß ja nie, wann die ersten Fröste zuschlagen werden!

Eure Hanne vom Mienbacher-Waldgarten

 

 

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Eine gerechte Lebensführung

Liebe Permagarten-Freunde,

gerade in der Vorweihnachtszeit und dem Übergang zum neuen Jahr ist es

Frost Kohl
Ewiger Kohl

wieder Zeit für gute Vorsätze. Da ich mich momentan stark mit dem Permakultur-Diplom auseinandersetze und das Right Livelihood einen nicht zu verachtenden Prüfungspunkt einnimmt, will ich heute darauf eingehen. Es passt auch so schön in die momentane Zeit!

Es geht hierbei jedoch um mehr, als um den eigenen ökologischen Fußabdruck. Was das ist? Der ökologische Fußabdruck ist der, gemessen an jeder Person, den sie durch ihr wirtschaftliches Handeln hinterlässt. Man stellt sich Fragen, wie: – welche Heizvariante verwende ich, – wie oft fahre/fliege ich in Urlaub, – wo kaufe ich meine Kleidung, usw.

Herznuß
Walnuß

Dazu gibt es verschiedene Rechner, die man findet, wenn in die Suchmaschine „ökologischer Fußabdruck“ eingegeben wird. Auch Städte hinterlassen Fußabdrücke! Der Radius von München reicht z. B. bis Salzburg. Dazwischen liegen jedoch weitere Städte, die auch wieder Fußabdrücke hinterlassen. So wird deutlich aufgezeigt, das wir auf Kosten anderer Leben, denn der Fußabdruck gilt als Durchschnitt für alle auf der Erde lebender Menschen.

Die Right Livelihood umfaßt aber nicht nur den ökologischen Fußabdruck. Das ist nur 1 Part des Ganzen. Wie verhalte ich mich in sozialer Hinsicht meinen Mitmenschen gegenüber?  Kümmere ich mich z. B. um meine Nachbarn, Oma/Opa usw. ? Oder engagiere ich mich für die Integration der Flüchtlinge (zur momentanen Situation)? Profitiert die Gemeinde, in der ich lebe, von meinem Tun? Auch das gehört zur gerechten Lebensführung.

Wie ernähre ich mich? Konsumiere ich viel Fast Food und Fertigprodukte

Salat in der Wiese
Selbstaussaat von Salat

oder esse ich regional und saisonal? Der Fleischkonsum fällt natürlich auch in diese Kategorie, wobei ich hier nicht verurteilen möchte! Auch ich esse von Zeit zu Zeit Fleisch. Meist jedoch von meinen eigenen Tieren oder von Tieren aus biologischer Weidehaltung. Es kann z. B. nicht passen, wenn ich mich vegan ernähre, dafür jedoch hauptsächlich auf Südfrüchte und Sojaprodukte zurückgreife. Die Zauberwörter der Ernährung liegen wirklich in REGIONAL und SAISONAL! Das ist dann auch unserer Gesundheit förderlich.

Sperbi
Deutscher Sperberhahn beim Schweinetraktor

In wie weit diese Punkte von jedem umgesetzt werden kann/will ist jedem selbst überlassen, jedoch sollen sie zum Nachdenken auffordern. Jede Veränderung zum Positiven, sei sie auch noch so klein, ist eine Veränderung in die richtige Richtung. Und da wir hier unseren Lebenraum auf längere Zeit hin gesehen mit immer mehr Menschen teilen dürfen, unsere Fußabdrücke (der Kommunen) dadurch nur noch größer werden, wäre es wirklich angebracht sich mehr auf Teilen und Miteinander zu verlagern, als „Hauptsache mir geht es gut“ – und „Nach mir die Sintflut“ – Gedanken zu hegen.

Was hilft uns jetzt als allerersten Punkt zur Umsetzung des Right

Tomatenpassata
Tomatenpassata aus eigenen bunten nachgereiften Tomaten

 

Livelihood? Natürlich das permakulturelle Gärtnern. Schaffung von ökologischen Nahrerholungslebensräumen und Produktion von gesunder Nahrung. Regional, saisonal, im miteinander, sozial verträglich, einfach ökoLOGISCH.

Wichtel auf Teller
Weihnachtsdeko aus Naturmaterialien

Somit wünsche ich Euch mit herbstlich/winterlichen Bildern aus meinem Mienbacher Perma-Waldgarten noch eine schöne Vorweihnachtszeit, denkt auch beim Einkauf der Weihnachtsgeschäfte auf Regionalität und kommt gut ins Neue Jahr!

Eure Hanne